picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Kenneth Moll
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Tomahawk-Deal zwischen Merz und Trump - „Die Amerikaner verdienen – und behalten Einfluss“

Die USA liefern, Deutschland kauft: Mit Tomahawk-Systemen soll eine zentrale Fähigkeitslücke geschlossen werden. Militäranalyst Ralph Thiele beschreibt, warum diese Waffen „Gold wert“ sind – und welche strategischen Interessen Washington dabei verfolgt.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Cicero-Redakteur. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Future For Fridays?“ im Quadriga-Verlag (Bastei Lübbe).

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Oberst a.D. Ralph Thiele ist Vorsitzender der Politisch-Militärischen Gesellschaft in Berlin. Er diente unter anderem im Planungsstab des Verteidigungsministers, im Private Office des Nato-Oberbefehlshabers sowie als Direktor an der Führungsakademie der Bundeswehr. Thiele ist Herausgeber des Buches „Hybrid Warfare“ (2021).

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Klaus Funke | Sa., 11. Juli 2026 - 18:03

Die Europäer und wir Deutschen sind die dummen Zahlemänner, während die Amis verdienen. So wie die Amis schon am ersten und später auch am zweiten Weltkrieg verdient haben. Sollte es zu einem dritten Weltkrieg kommen (ja, ich weiß, wir haben den schon. Indes noch nicht ganz. Noch fehlen die Trümmer und die doofen deutschen Toten), werden sie wieder verdienen, aber es besteht diesmal auch die reale Möglichkeit, dass auch die Amis ein paar auf die Mütze kriegen. Allerdings muss ich mich, den Putin betreffend, korrigieren. Denn der scheint derzeit tatsächlich an seine Grenzen gekommen zu sein. Und auch hier wie seit eh und je: eine dumme, überalterte russische Generalität, die ihren Herrn belügen und betrügen. Wie lange das noch so geht - keine Ahnung. Putin scheint tatsächlich das Heft nicht mehr in der Hand zu haben. Oder aber, es ist der alte russische Trick und zum Schluss hauen sie alles kurz und klein. Damit rechne ich ganz real. Auch mit dem Einsatz von A-Waffen in der Ukraine.

Wenn das Mütterchen Russland nicht anders zu bewahren ist, wird Putin entweder ein paar Oreschniks oder begrenzte Atomschläge befehlen. Als Verlierer geht er jedenfalls nicht vom Platz. Das wäre nicht Putin. Der muss gewinnen. Unbedingt. Vielleicht gibt es aber auch eine Art Rochade. Turm wird gegen die Dame getauscht: Putin und Medwedjew wechseln die Plätze, so wie sie es schon einmal gemacht haben. Irgendeine Begründung wird es geben: Gesundheit oder so was. Großes Aber: Selensky hat offenbar noch nicht geschnallt, dass er der große/kleine Verlierer sein könnte. Trump wird ihm jedenfalls nicht "den Arsch retten".

Hans Süßenguth-Großmann | Sa., 11. Juli 2026 - 18:32

gemacht, wie nett!!
Dass die Russen 2000 km nach D marschieren oder sich sonst wie zu uns bewegen werden, mag glauben, wer will. Unser Roderich möchte die guten Stücke ja gleich weiter an den Wolodymir verschenken. Ich denke, da könnten die Russen ein Dankeschön zurück senden.
Mir kommt das alles wie Klassenzimmer vor. Da werden die Russen mit Drohnen, mit den kleinen Papierschnipseln, solange gepiesackt bis sie zuschlagen, mit Waffen anderen Kalibers, und dann ist das Geschrei groß.

Ingbert Jüdt | Sa., 11. Juli 2026 - 18:57

... und dabei die eigene Aggression auf Gegner projiziert, mit denen Europa selbst sehr gut in kooperativen Verständigungsbeziehungen zurechtgekommen wäre, namentlich selbstverständlich mit Russland!

Die gesamte Eskalationsgeschichte seit dem Fünftagekrieg in Georgien 2008 ist vom amerikanisch geführten Westen ausgegangen, wobei Europa nach Schröder und Chirac in einem distanzlosen Verhältnis des Kadavergehorsams zu den USA erstarrt ist.

Heute beruhen die Zielformulierungen, für die eine militärische Unabhängigkeit Europas und Deutschlands von den USA hergestellt werden soll, zur Gänze auf der sich selbst erfüllenden Kriegsprophezeiung, die vom außenpolitischen Elitenversagen Europas erst erzeugt worden ist.

Kriegs-Keynesianismus ist die de-facto-Lösungsformel dieser Eliten für die Epoche des neoliberalen Bankrotts, mit der man Europa am Ende auch noch in den selbstverschuldeten Untergang führt, wenn man dadurch die eigene Verantwortungslosigkeit unter Trümmerschutt begraben kann.

stützen, schützen und aufbauen helfen.
Wenn Europa das nicht alleine kann in Europa, dann können wir auch zum 51. ? Bundes-Staat der USA werden, was solls, sind auch zumeist nette, liebe Menschen PUNKT
Wir haben doch auch alle Verwandte dort?
Kann aber auch passieren, dass dann die Europäer wieder nolens volens "übernehmen" und geschieht das nicht auch ein bisschen durch Trump?
Mich würde die Geschichte der Familie Trump interessieren.

Das muss nun wirklich nicht sein!

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 12. Juli 2026 - 09:18

Warum sollte Europa nicht von den Stärken der USA/Amerikas "profitieren" gegen gutes Geld und aufrichtige Freundschaft!
Aber Sicherheitslücken der USA müssen in Europa nicht geschlossen werden?
Ich gebe zu, dass ich vom Baltikum und Polen schon auch enttäuscht bin in Bezug auf evtl. schwächelnde Loyalität in/zu Europa.
Es wird Zeit brauchen okay, aber irgendwann sollte man wieder wissen, was es heisst, Europäer zu sein.
Die Bundesrepublik darf sich sicher nicht als Oberlehrer aufspielen, kann da nicht Skandinavien helfen und wenn das Gebaren der USA/Türkei und Israels vielleicht doch zu "aufdringlich" werden sollte, dann vielleicht noch England samt Commonwealth?
Die Verhandlungen sollten nach Frau Merkel wieder möglich sein?
Mir reicht es allmählich...
Herr Merz wird es sicher nicht an Freundschaft und Verständnis für die USA fehlen lassen.
Auch in diesem Sinne für ein selbstbewußtes Europa

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 12. Juli 2026 - 09:34

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Europ hatte "Gnothi seauton", Cogito ergo sum und Sapere Aude.
Alles vergessen?
Allem voran "VATER UNSER" als Gebet Jesus Christus.
Ich habe nicht die Absicht, dahinter zurückzugehen...
Es wird wieder etwas dazukommen, sichtbar werden, denke ich und da setze ich schon auch auf "Gender Studies".
Wir haben das schon studiert, da gab es sie noch nicht, z.B. über Frau Barbara Bovenschen "Präsentationsformen des Weiblichen", Luce Irigary zur sexuellen Differenz oder Christa Wolf "Der geteilte Himmel", dabei habe ich das Buch gar nicht gelesen, nur getippt. Alice Schwarzer, Simone de Beauvoir und unendlich zuvor und weiter voran.
Da passt auch der SPD/Linken Song "Mit uns zieht die neue Zeit".
Sie war aber schon immer.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 13. Juli 2026 - 10:53

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Nicht Europa bedrängt Turk/Arabien.
Das machen evtl. die Türkei, Saudi-Arabien, Israel und die USA und ja, ich fühle mich dadurch auch bedrängt.
Diejenigen in Europa, die in diesem "Konflikt" so sehr auf die USA setzen, könnten sich einmal fragen, wer dann das Sagen hat....
Der Konflikt Russland/Ukraine ist meines Erachtens kein europäischer.

Klaus Funke | So., 12. Juli 2026 - 19:17

Schnell und effektiv - sowas wünscht sich jeder. Viele werden ihm keine Träne nachweinen.

Da mag es in der Tat einen persönlichen Eindruck geben.
Ansonsten überlegt er vielleicht für die Stärke Europas?
Das würde mich freuen...
Ich brauchte eine zeitlang, um zu begreifen, woher meine Polenskepsis kann.
Wenn "migrantisch" Ostpreussen, nimmt es mich nicht mehr Wunder.
Aber ich habe durch das Aufwachsen in der Bundesrepublik eben dazugelernt und sehe die Zange, in die Polen durch Ostpreussen geriet.
Und was war mit dem Bündnis Polen Litauen?
Ich möchte Verhandlungen der Ostpreussischen Landsmannschaften mit den Russen über eine Rückgabe Ostprussens.
Die sind vielleicht ein bisschen "national" eingestellt, aber wer käme sonst infrage?

Polen zähle ich zu den germanischen "Stämmen", das Baltikum zu den skandinavischen.
Die Prussen waren die Urgermanen? Das ist auch nicht nur schön, wenn man so uralt ist.
Wie auch immer, wir fehlen da oben, aber bitte mässigend.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 13. Juli 2026 - 11:08

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Westpreussen(Elbing etc.) ausser Danzig, gegen Reparationszahlungen der Ostprussen?
Wenn ich irgendwie zu Geld käme, würde ich gerne dafür sparen.
Einstweilen komme ich nur zu einem Namen.
Kleiner Scherz am Rande