Medizinischer Mund- und Nasenschutz
Medizinischer Mund- und Nasenschutz / picture alliance / JFK / EXPA / picturedesk.com | JFK

Thüringer Corona-Enquete-Kommission - Von Echsen- und Excel-Menschen

Die Corona-Enquete-Kommission in Thüringen könnte der Ort sein, an dem die Wirklichkeit wieder in die Politik zurückkehrt. Doch all das, was man für eine echte Aufarbeitung braucht, wird blockiert oder kleingeredet. Ein Erfahrungsbericht zweier Sachverständiger.

Autoreninfo

Tom Lausen ist Datenanalyst und Publizist.

So erreichen Sie Tom Lausen:

Autoreninfo

Gunter Frank ist Arzt und Sachbuchautor. 

So erreichen Sie Gunter Frank:

In der 8. Sitzung der Corona-Enquete-Kommission des Thüringer Landtages wurde am 5. Juni 2026 sichtbar, worum es bei der Corona-Aufarbeitung wirklich geht: um Daten, um Verantwortung, um die Frage, ob Politik, Behörden, Gerichte, Medien und Wissenschaft bereit sind, die eigenen Entscheidungen an der Wirklichkeit messen zu lassen.

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Ingbert Jüdt | So., 14. Juni 2026 - 15:18

Die sich selbst zweifellos bei radikaler Gesellschaftskritik einordnenden Vertreter der Linkspartei haben 2020 in allem Ernst das Märchen akzeptiert, die »solidarische Gesellschaft« von Big Money und Big Pharma serviert zu bekommen, anstatt sich an die Spitze der spontanen Massenbewegung der »Querdenker« zu stellen und ihr eine theoretisch anspruchsvolle Analyse der Krise anzubieten. Dazu hätten sie freilich das Maßnahmenregime als Putschversuch globaler Eliten am krisenhaften Ende des neoliberalen Finanzkapitalismus begreifen müssen, das heißt: als tiefe politische Verschwörung.

Das ist aber ausgeschlossen, wenn man sein Verständnis von Vernunft aus einer Engführung des Rationalitätsbegriffs bezieht, wie er im szientistischen Sektierertum der GWUP gedeiht. Von der durch Lockdowns existenziell bedrohten Klangschalentherapeutin kann man nicht erwarten, dass sie sich auf dem Niveau eines Fachaufsatzes ausdrückt, obwohl ihre Verschwörungsintuition den wesentlichen Punkt erfasst hat.

Thomas Veit | So., 14. Juni 2026 - 15:58

auch niemals preisgegeben bzw. veröffentlicht... - Betonung auf 'auch', vergleichend...

>> Macht nur schlechte Stimmung... ☹

Zahlen könnten die Bevölkerung verunsichern. Man wollte die volle Kontrolle, nicht etwa über die Pandemie, sondern über deren Wirkung auf die eigene Macht und auf den eigenen Geldbeutel. Das ist keine Unterstellung, das ist meine Erfahrung seit über 70 Jahren..

Es wird nie verlässliche Zahlen geben. Sie wurden auch während der Pandemie nicht erhoben. Was es gab, war eine Epidemie, vergleichbar einer mittleren Grippe, die politisch und wirtschaftlich ausgenutzt wurde. Die Enquete-Kommission wird gar nichts auf klären, weil sie nichts aufklären soll. Sie ist eine öffentliche Beruhigungspille.

Das mit der mittleren Grippe wusste auch dass RKI. Die RKI-Files, im mMinstream fast vergessen, bezeugen es.

H. Stellbrink | So., 14. Juni 2026 - 17:28

In Russland gibt es unter Putin ein unausgesprochenes Abkommen zwischen Volk und Führer: Du garantierst uns einen guten Lebensstandard, dann kannst Du Politik nach Gutdünken machen. Dazu muss das Volk nicht wissen, was die Führung alles macht.
Unter Merkel wurde diese Vereinbarung auch in Deutschland etabliert. Solange alles wirtschaftlich gut lief, konnten sich die Parteien nach Belieben alle gesellschaftlichen Bereiche bis in die Unternehmen hinein zur Beute machen. Nur läuft es jetzt immer schlechter, der Kredit der Vertrauenswürdigkeit ist aufgezehrt. Unsere "demokratischen Parteien" führen jetzt einen verzweifelten Kampf darum, auch weiterhin Politik nach Gutsherrenart zu betreiben, ohne dem Volk, dem dummen Tölpel, über die Gründe und Konsequenzen Klarheit zu verschaffen.
Corona ist wie ein Brennglas für diese Entwicklung weg von der Demokratie. Wird es möglich sein, sich die Demokratie von den "Demokraten" wieder zu holen?

"Unter Merkel wurde diese Vereinbarung auch in Deutschland etabliert."

>> "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.", Merkels letzter großer Wahlkampfspruch verdeutlicht dies sehr anschaulich..., WER mal darüber nachdenkt... -- sollte 'WER' natürlich garnicht wirklich..., nachdenken. /😉

Aber: Merkel hat im Grunde mit dieser Plakatierung ihr 'Konsensversprechen' de facto indirekt erneuert... - und wurde gewählt ☝! Ergo: sie hat NICHT GELOGEN...(mit diesem Wahlspruch)!!! /🤣

PS: erstaunlich ist doch, wie im zeitlichen Abstand manche Dinger viel-viel klarer erscheinen als zum Zeitpunkt des Geschehens... ...!?

Ingo Frank | So., 14. Juni 2026 - 19:51

arbeiten und von allen Beteiligten vergleichbares Zahlenmaterial zur Auswertung und zum Vergleich bekommen, stände mit hoher Wahrscheinlichkeit kein rationaler Grund für die Impfung und alle anderen staatlichen Maßnahmen zu Buche. In dem Moment zieht das natürlich eine Weitere Frage nach sich. Die Frage der Verantwortung deren Spur bis ins Kanzleramt zu verfolgen wäre. Und genau Das, die Frage von Verantwortung und Schuld soll auf keinen Fall beantwortet werde,
So einfach ist es dem Grunde nach …….
MfG a d Erfurter Republik

Die Impfung war 1 Milliarden-Geschäftsmodell und eine Machtdemonstration. Außerdem ließen sich so bequem Gegner identifizieren die Ungeimpften.

Kissel Bernd | So., 14. Juni 2026 - 21:30

Mit einem Blick in die Gegenwart sehe ich in der Klimapolitik eine ähnliche Verhaltensweise, indem nur für eine Transformation "richtige" Daten von der Politik, vermittelt werden. Energiefragen wie die Stromerzeugung durch Wind und Sonne mit nicht vermeidbaren Problemen für eine zuverlässige Versorgung, betreffen alle Verbraucher privat und in der Industrie. Wieder gibt es keine ehrliche Diskussion über für und wider grundlegender Annahmen und sich daraus eventuell ergebender sinnvoller Konsequenzen. Besonders kritisch sehe ich die nationale und internationale Strategie die Transformation unserer Gesellschaft nahezu ohne Bürgerbeteiligung zu erzwingen. Die Klimafrage scheint da nur Mittel zum Zweck zu sein.

Armin Latell | Mo., 15. Juni 2026 - 07:18

Menschheitsverbrechen in Form eines gesellschaftlichen Experimentes, wo irgendwelche hochkriminellen "Eliten" getestet haben, wie weit sie gehen können, will niemand die Verantwortung übernehmen, nicht im Großen, nicht im Kleinen. Das Verhindern der Aufklärung während und danach spricht Bände. Es sind zu viele Schuldige in höchsten polit. Ämtern beteiligt. Natürlich wäre eine echte Aufklärung auch für die genmanipulierten Schafe ein Armutszeugnis. Die Spaltung der Gesellschaft war ein voller Erfolg, Denunziation, Agitation, Repressalien, viele haben aktiv mitgemacht. Nie wieder? Längst vergessen! Ich freue mich, dass es noch Menschen gibt, die an der Aufklärung arbeiten und hoffe, dass sie irgendwann den verdienten Erfolg bekommen. Im Namen der gestorbenen und noch lebenden Opfer und Geknechteten.