Stromausfall
Nach dem Anschlag wurden im Berliner Südwesten auch Notunterkünfte eingerichtet / picture alliance/dpa | Carsten Koall

Terroranschlag auf Stromversorgung - Über späte Hilfe und zu späte Hilfe

Mehrere Zehntausend Menschen haben am Tag Vier nach dem Terroranschlag auf die Berliner Energieversorgung noch immer keinen Strom und keine Heizung. Nach Cicero-Informationen hat es auch ein Todesopfer gegeben. Unser Autor hat sich vor Ort umgesehen.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Es war die dritte Nacht ohne Strom, Heizung und Telefonverbindung. Die Häuser kühlen weiter aus, bis es unerträglich wird, wenn kein Notstromaggregat läuft oder mit dem Kachelofen etwas Wärme erzeugt werden kann. Wer zum Beispiel durch die Schillerstraße Richtung Goethestraße in der Nähe des Berliner Schlachtensees läuft, fühlt sich wie im dunklen Wald: Keine Straßenlaterne erhellt den Bürgersteig, etwas Mondlicht fällt durch die Bäume am Straßenrand. Die Fenster der Häuser sind dunkel, hinter den Mäuerchen nur schemenhaft zu erkennen. Manchmal hört man einen Dieselmotor rattern. Doch es ist bitter ernst – keine Romantik in Zehlendorf.

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Maria Arenz | Di., 6. Januar 2026 - 19:01

Während "Die Linke" inzwischen Rechtsraikale hinter dem Terroranschlag vermutet und die Grünen (beraten durch dei Präsidentin der UN-Generalversammlng) die Russen, liegt für jeden geübten Krimileser eine dritter Verdächtiger viel näher: Die Fossil- Mafia, die ihre Felle davonschwimmen sieht, wenn das Herzensprojekt unseres schmucken Ex-Wirtschaftsministers - der flächendeckende Ersatz von individuellen Öl -und Gasheizungen durch Wärmepumpen- ungestört weitergelaufen wäre. Es ist zu erwarten, daß Berlin die ihm aus dem "Sondervermögen" zustehende Milliarde jetzt doch nicht für 700 000 Bäume ausgeben kann, sondern zur Bezahlung de Folgeschäden benötigt, die zehntausende Hauseigentümer durch kaputte Wärmepumpen, geplatzte Wasserleitungen etc. erleiden.

Wolfgang B. | Mi., 7. Januar 2026 - 09:19

Antwort auf von Maria Arenz

Die Fossilen brauchen eigentlich keine Lobby mehr. Die grünen Ideologen, die im Physikunterricht anscheinend immer Kreide holen waren, haben ihnen den Bärendienst doch längst erwiesen. Ohne grundlastfähige Gaskraftwerke wird es nicht gehen, weil die CO2-neutrale Kernkraft ja erfolgreich verteufelt wurde. Eine Industrienation ausschließlich mit Zappelstrom und ohne Grundlastkraftwerke versorgen zu wollen, funktioniert nicht. Anderes behauptet nur die Erneuerbaren-Mafia.

IngoFrank | Di., 6. Januar 2026 - 19:10

Last doch den „Berlinern“ ihren Stromausfall in der gewollten Multi- Kulti- Welt. Wer Links wählt bekommt Links ….. Da macht das bisschen Frieren nichts ?
Die einzigen die mir richtig Leid tun, die ich ehrlich bedaure, die mein Mitgefühl haben, sind die Alten, Gebrechlichen die Alleingelassenen.
Mit besten Gruß a d Erfurter Republik

Stefan | Di., 6. Januar 2026 - 19:15

Ermittlungen in dieses Milieu würde auch offenlegen, wie finanziert sich dieses und welche NGOs sind da eventuell involviert.
Herr Klingbeil, Herr Wiese und Co. wollen sowas offenbar eher nicht vermute ich mal.
Ich müsste mich auch sehr täuschen, wenn sich Die Linke oder Die Grünen an einer Grundsatzdebatte im Bundestag positiv, bezüglich der rigorosen Aufklärung dieses Terroraktes, einbringen.
Es ist wie JD Vance schon angemahnt hat, Deutschland sollte seine innenpolitischen Probleme zeitnah lösen, sonst bricht der Rechtsstaat irgendwann zusammen.
Mir leuchtet vollkommen ein, warum Donald Trump die Antifa zurecht zu einer Terrororganisation erklärt hat und jeglichen Sympathisant solcher Organisationen und NGOs zur "Persona Nongrata".
Wozu haben wir eigentlich den Staatsschutz, nur um die AfD zu diskreditieren, oder sollte er besser Anschläge wie in Berlin oder bei Tesla verhindern ???

unter DIESER Regierung zu schützen... - und DIESE Regierung in DIESEM Staat ist nun mal... ... - LINKS!!

[Herr F. Merz hat das doch nur im Spaß gesagt: "Es ist Schluss mit Links!" 🤣]

Wieso bitte sollte also der Staatsschutz ein nachhaltiges oder vertieftes Interesse haben gerade linke Taten in einem linksgrünwoken System aufzuklären... ...!? Unlogisch - oder?

/Sarkasmus

[...wahrscheinlich waren's am Ende doch wohl Rechtsradikale die das getan haben..., wie Die Linke zu Recht(?) vermutet..., kein Linker wäre sooo skrupellos und hinterhältig-gemein! Höchstwahrscheinlich sogar mit Unterstützung der gesichert rechtsextremen AfD... - wollen wir wetten, Stefan? 😉 >> wieder ein Grund mehr die AfD zu verbieten... ... ...]

Die Dinge gehen ihren linken(?) Gang...!?
(frei nach Wolf Biermann)

Sabine Lehmann | Di., 6. Januar 2026 - 20:00

Diese Katastrophe mit Schwachstellen begründen zu wollen, ist eine Verharmlosung. Denn das Totalversagen gleichzeitig an verschiedenen Stellen u. auf mehreren Ebenen hat System und Struktur. Seit sich Deutschland aufgemacht hat Richtung Kalkutta zu marschieren, funktioniert außer der "richtigen" Haltung im besten Deutschland das wir je hatten, nichts mehr!
Dass eine Weltstadt wie Berlin sowohl über Notstromaggregate als auch über Ersatzleitungen(die örtlich woanders verlaufen) hätte verfügen müssen, ist nur ein Teil dieses Versagens. Dass sich jeder Hinz & Kunz über "openstreetmap" Einblick verschaffen kann, wo und wie welche überirdischen Stromkabel verlaufen und wo sich Masten nebst Transformatoren befinden, ein anderes gravierendes Problem.
Noch gravierender ist jedoch die personelle Katastrophe. Ewig wissen sie alle, dass der Katastrophenschutz in Berlin selbst ein Katastrophenfall ist, wie ja jetzt eindrucksvoll bewiesen, aber diese Loser können nur Eines: Labern & Stuhlkreise!

und zwar praktisch auf allen Ebenen: Wirtschaft, Katastrophenschutz, Medizin, Energie, Militär, Internet/Informationsinfrastrukur sowieso und politisch generell auch!! Wenn uns 'der Ami verlässst' (und unsere Gasleitung3n sprengt...) beispielsweise sitzen 'wir' betröppeld da und wissen nicht was wir machen sollen, z.B. im Energiesektor, ausser dessen überteuerten Frackinggas Unterwerfung in Empfang zu nehmen... - nur als Beispiel. Hoffentlich verlässt er uns (D&EU) nicht für immer..., und wir können das nochmal sussitzen..., wie die letzten 50 Jahre...!?

Und genau so verhält es sich mit praktisch allen anderen vorgenannten Defiziten (s.o.): irgendwann bricht sich die Realität brutal und erbarmungslos bahn..., ' im besten Deutschland das wir je hatten', wie Sie so schön schreiben... ...

>> AUF NACH KALKUTTA!! (CO2-neutral selbstverständlich)👍😉🤣

Das Totalversagen dieser Weltstadt begründet sich im hiesigen allgemeinen und politischen linksgrünen Aktionismus, der Abweichendes maßregelt, aber andererseits eine Gewalttat, die ihrer "guter" Sache dienlich scheint, die wird ohne mit den Wimpern zu zucken toleriert.
Der "rühmliche" Ruf der Unregierbarkeit dieser Stadt ist das Ergebnis, und daran wird sich nichts ändern, siehe Wahlumfragen!

Uta Stolle | Di., 6. Januar 2026 - 21:50

In Volker Resings Bericht findet sich kein Wort über den Regierenden CDU Bürgermeister der Hauptstadt, der am Sonnabendmorgen, als um kurz nach sechs Uhr der Strom ausfiel, die Abhilfe hätte leiten und koordinieren müssen. und der den ganzen Tag verschwunden blieb. Seine Vizebürgermeisterin Giffey gab zu Protokoll, schon zwei Stunden eher von dem Katastrophenfall informiert gewesen zu sein . Wo war Wegner denn da? Und wo war er den ganzen Tag hinterher, als er aus seinem Dienstsitz die gesamte Krisenantwort hätte in Gang setzen müssen? Er habe sich zuhause eingeschlossen und telefoniert, behauptet er. Wieso in aller Welt schließt sich der OB der deutschen Hauptstadt im Katastrophenfall zuhause ein? Und wieso interessiert Volker Resing das alles nicht, ob wohl es doch offenbar die Ursache für die zu spät und chaotisch anlaufenden Hilfsmobilisierungen sein kann?

Birgit | Mi., 7. Januar 2026 - 00:01

In.Berlin ist nicht nur Katasthropenschutz eine Katastrophe, sondern quasi alle Verwaltungen sind es..
Aber man muss sagen, sie wollen das so.Sie wählen immer wieder Links und deshalb bekommen sie es eben auch.⁶

Brigitte Miller | Mi., 7. Januar 2026 - 07:19

was nicht sein darf":
"CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter warnt beim Anschlag auf Stromkabel in Berlin vor vorschnellen Schlüssen – und bringt eine mögliche russische Beteiligung ins Spiel"

Ramelow:
«Nein, glaube ich nicht», antwortete er auf die Frage, ob er an das «Märchen» vom linken Hintergrund glaube. Für ihn sei es schlicht eine Straftat ohne politische Motivation.
Parallel dazu verbreitete Ramelow auf seinem Kanal Beiträge, die auf eine mögliche russische Urheberschaft hindeuten. Er verwies auf Beiträge des CDU-Politikers Roderich Kiesewetter, der im Sprachstil des Bekennerschreibens ein Indiz für russische Beteiligung sieht". WW

Michael Marx | Mi., 7. Januar 2026 - 08:44

Schuld hat der, der gewählt hat; der Gott ist unschuldig
Platon, Politeia X, 15 resp. 617 c

Wolfgang B. | Mi., 7. Januar 2026 - 09:12

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Rückkehr nach Berlin sich als Fehler erwiesen hat. In der Bonner Republik war mehr Bodenhaftung, mehr Entschlossenheit und mehr Bürgernähe.