Verkehrsschild Tempo 130
Ein Straßenwärter hält an der Autobahn A24 ein Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsangabe 130 Stundenkilometer / dpa

Diskussion um Tempolimit - Freie Fahrt für freie Bürger

Vernünftig wäre es, wenn die USA ihren Bürgern die Schusswaffen wegnehmen würde. Aber es wird nicht geschehen. Genauso ist es mit dem Tempolimit in Deutschland. Es wird nicht kommen. Das FDP-Ergebnis unter jungen Wählern ist der beste Beweis dafür.

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In Deutschlands Lehrerzimmern und Redaktionsstuben wird noch gerätselt, wie es Christian Lindner gelungen ist, zum Teeniestar der „Generation Greta“ zu werden. Dass ausgerechnet die FDP bei den jungen Erstwählern vor den Grünen landete, sorgte im linksgrünen Milieu für Stirnrunzeln und Staunen bis hin zu Entsetzen.

Erklärungsversuche folgten schnell. Lindner habe sich mit seinen Popstar-Bildchen und seiner Instagram-Ästhetik eben sehr zielgruppengerecht vermarktet, lautete einer. Die FDP-Forderung, den Cannabis-Verkauf zu legalisieren, habe junge Leute überzeugt, ein anderer.

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Gerhard Lenz | Di, 5. Oktober 2021 - 16:10

in einer idealen Welt bräuchten wir keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Da würde jeder vernunftbegabte Bürger die Vernunft walten lassen und von sich aus auf Autobahnen Mäßigung zeigen. So wie in einer idealen Welt US-Amerikaner es entrüstet ablehnen würden, ihre privaten Haushalte aufzurüsten und zu milizähnlichen Standorten auszubauen.

Leider leben wir nicht in einer idealen Welt. Und wer ordentlich für seine Protzkarre geblecht hat, will auch auf der Autobahn Gas geben dürfen. "Ich will Spaß!" gilt eben auch für Raser. Irgendwo muss man seine animalischen Triebe ja ausleben können.

Da aber der Gasfuß nicht nur die Umwelt verpestet, sondern auch unter Umständen Mitmenschen gefährdet, müssen Gesetze her. Wer sich nicht selbst drosselt, muss eben von der Obrigkeit ausgebremst werden.

Diejenigen, die maximalen Spaß - und nicht ökologisches oder soziales Verhalten - zur Lebensmaxime erhoben haben, sind bei der Partei gelandet, die schon mal "freies Rasen für freie Bürger forderte"...

Wer hätte gedacht, daß ich Ihnen, Herr Lenz, in diesem Leben noch einmal so richtig zustimmen kann. Nun - fast, nicht ganz. Bis auf den letzten Satz mit der Spitze gegen die FDP bin ich aber ganz bei Ihnen. Weder kann ich verstehen, daß man in den USA den Schußwaffenbesitz zu einem Menschenrecht erklärt noch bei uns in Deutschland die Autobahnraserei zur "freien Fahrt für freie Bürger" verklärt. Überall, wo sonst Verbote gefordert werden, gehöre ich zu den Verbotsgegnern. Beim Tempolimit mache ich eine Ausnahme. Daß man mit einem solchen viel für die Umwelt erreichen kann, glaube ich nicht. Mein Argument ist die Sicherheit. Es ist einfach die Physik, die auch die Raser nicht außer Kraft setzen können. Würden sie nur sich gefährden, wäre es mir egal. Ich bin eben ein Liberaler. Aber sie gefährden auch andere. Deshalb bin ich für das Tempolimit.
(Und ich habe in Ihrem Beitrag wie immer nach "AfD" gesucht und ...... nichts gefunden! Glückwunsch!)

hinweis erlaubt, dass es einen signifikanten unterschied zwischen "rasern" und "schnellfahrern" gibt, den so mancher nicht erkennen kann oder möchte. das ist auch völlig in ordnung so. allzu oft werden jedoch schnellfahrer mit dem negativ konotierten begriff "raser" in eine ecke gestellt, die bereits für dumme & extremisten reserviert ist. ich persönlich kann aus eigener erfahrung versichern, dass hier sehr oft das gegenteil der fall ist. ich habe das unendliche glück, regelmäßig beifahrer in einer gruppe von vierzehn völlig unterschiedlichen motorsportlern sein zu dürfen, und es bereitet mir jedes mal unbeschreibliche freude zu erleben, wie diese leute eins mit ihren fahrzeugen werden, diese in jeder sekunde geradezu meisterhaft beherrschen.
und ich kann jedem interessierten versichern, das für diese leute motorleistung sehr viel bedeutet. aber mit weitem abstand davor sind`s die bremsen. wie schnell die kisten stehen können, wenn`s drauf ankommt hat mich immer am meisten beeindruckt

s = 1/2 at²
v = at

Eliminieren von t:
s = v²/(2a)

Im Unterschied zu staatlichen Gesetzen, wo man, mal mit guten Gründen, mal nach Lust und Laune, für Geimpfte und Ungeimpfte, für Männer und Frauen, für Junge und Alte, für Beamte und Arbeiter unterschiedliche Gesetze machen kann, ist das in der Physik nicht so. Da gelten die Gesetze für alle.

Tut mir leid. Ist einfach so.

Eine Verdoppelung der Geschwindigkeit führt zu einer Vervier(!)fachung des Bremswegs (letzte Formel). Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob jemand fit, gesund und hochkonzentriert oder geistig abwesend, benebelt und besoffen ist.

Tut mir leid. Ist einfach so.

Wenn Sie oder Ihre Bekannten selbst das Risiko suchen, weil Sie das für den persönlichen Kick brauchen, habe ich nichts dagegen. Aber tun Sie das bitte nicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen! Extremklettern, Tiefseetauchen, Rennfahren - bitteschön, jeder wie er mag! Aber nicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen!

Annette Seliger | Mi, 6. Oktober 2021 - 12:15

In reply to by Thomas Hechinger

...Sie haben nicht beachtet, dass die Assistenzsysteme in den neuen Fahrzeugen mit diesen Formeln arbeiten und Situationen vorausberechnen, bzw. Störungen in der Fahrzeugtechnik (z.B. Reifendruck) erkennen und den Fahrer warnen oder aktiv in die Prozesse eingreifen.

Ihre Parameter sind richtig, entsprechen in der weiteren Aussage aber nur dem simplen linearen Denken.

...neben den Assistenzsystemen noch, das selbst bei identischen Fahrzeugen aber unterschiedlicher Bereifung im Bremsweg erhebliche Unterschiede liegen.
Wenn zwischen einem Qualitätsprodukt und Billigprodukt mehrere Meter liegen kann das schon alleine über Leben und Tod entscheiden. Und wenn es nur das Fahrzeug betrifft, ist die Kaltverformung schon enorm.
Dann kommt hinzu das je nach Fahrzeug auch unterschiedlich gute Bremsanlagen verbaut werden.
Der Ansatz mit einfacher Physik ist wohl richtig, aber im Detail wird’s komplex.
Damit rede ich nicht dem „Schnellfahren“ das Wort. Es gibt eh nur noch wenige Abschnitte wo man das Auto mallaufen lassen kann. Ansonsten Stau, zähfließend oder Limit.
Und wenn ich aus den Niederlanden kommend auf der deutschen Autobahn bin sind es erstmal die NL und B Fahrzeuge die einem im Aschenbecher hängen und gar nicht schnell genug fahren können. Wobei ich umgekehrt in NL das Fahren als sehr angenehm empfinde.

Außer falsch verstandener Billig-Psychologie? Da "verpestet" nichts Relevantes. Die CO2-Einsparung ist lächerlich. Die Gefährdung ebenso (sofern nicht schlechte Autofahrer ohne zu schauen die Spur wechseln) - deutsche Autobahnen sind sicher, vor allem dort, wo man zügig fahren darf, um Zeit zu sparen.
Aber der Sinn freier Mobilität kommt ja immer mehr unter die (Speichen)Räder (die an Fahrrädern).
Irgendwann sind dann auch die Nachbarn wieder fremd geworden, weil man nicht hinfahren mag, mit 100, nicht hinfliegen darf, also sind die dann nicht mehr "da war ich, die kenn' ich", sondern die Bösen - Nationalismus und Abschottung statt Weltoffenheit.
"Die andern machen's doch auch" - tolles Argument, den Vergleich mit dem Schwarm Fliegen kennt wohl jeder.

Vielleicht klären Sie mich darüber auf, was der "Sinn" ungestörter Raserei auf der Autobahn sein könnte?

Handeln die Länder um uns herum also alle "sinnfrei" mit ihren Geschwindigkeitsbegrenzungen?

Und sollten wir uns also einer "vernünftigen Regelung" enthalten, nur damit wir nicht "im Schwarm handeln"? Es gibt ja viele Dinge, die wir ähnlich oder genauso wie unsere Nachbarn machen - müssen wir die dann auch ändern, aus Prinzip?

Günter Johannsen | Di, 5. Oktober 2021 - 18:29

In reply to by Gerhard Lenz

Trüber Kadergeist, Gewaltphantasien, leninistische (ungestörte) Raserei bei Aufmärschen in Leipzig-Connewitz etc.: heute „Reiche erschießen“ oder „Alle AfDler in die Gaskammer“. Das Fehlen jeder Scham für die Mauermorde und Stasi-Verbrechen ist bezeichnend für diese Seilschaften: Wir machen so weiter wie bisher ... ?
Da ist mir die Raserei auf der Autobahn doch wesentlich ungefährlicher und lieber!

Stefan Bauer | Di, 5. Oktober 2021 - 22:11

In reply to by Gerhard Lenz

Die Diskussion ist rein aus dem Bauch heraus. Verkehrstote gibt's um Faktoren mehr auf Landstraßen, an Ecken, wo LKWs Radfahrer ummengeln, und bei Leuten, die eigentlich Autohasser sind und entsprechend fahren, gegen §1 StVO.

Bei gegenseitiger Rücksicht und etwas Umsicht - vor Spurwechsel blinken, Rückspiegel anschauen, ohne "ich-zuerst!" Mentalität, im Gegenzug auch mal jemanden einscheren lassen - ist all das kein Problem.
Verbissenheit und "Verbot! Verbot!" dagegen schon. Hat was mit Einsehen zu tun.

Ich denke an die vielen gehetzten Außendienstler, die schnell und pünktlich von einem Ort zum anderen unterwegs sind und die daher entsprechend schnell unterwegs sein müssen. Der Kunde verlangt es eben auf Zuruf! Das kann man kaum planen. Diejenigen, die illegale Autorennen veranstalten, möglichst noch Innenstädten, mit vielen vielen Opfern, dies ist ein ganz anderes Klientel, welches meist nicht angetastet werden darf.... der Elefant steht im Raum und kaum einer wagt ihn zu benennen...
Wieviele Autobahnabschnitte ohne Begrenzung gibt es denn noch? Es werden bei der maroden Situation doch sowieso schon immer weniger....? Das Tempolimit dient nur einem: dem immer gieriger werdenden Staat zum Abzocken von Menschen, die meist aus beruflichen Gründen einen Großteil ihrer Zeit auf den Autobahnen verbringen MÜSSEN. Ein Thema, welches völlig an der Realität vorbeigeht. Aber Hauptsache verbieten und gängeln.

Scheißegal es wird schon gehn‘
Ich will Spaß,
Ich will Spaß ich will Spaß
Ich geb‘ Gas ich geb‘ Gas
Ich will Spaß, ich will ….
Im übrigen fahre ich seid dem ich in Rente bin nur noch 20 T Km/Jahr so aus Spaß.
Und die A 71 +. A 73 haben relativ hohen Spaßfaktor weil kaum Einschränkungen bezüglich der Geschwindigkeit und da geb‘ ich Gas ohne einen Punkt kassiert zu haben. Da macht‘s doppelt Spaß, das Gasgeben.

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Enka Hein | Di, 5. Oktober 2021 - 16:12

...völliger Nebenkriegsschauplatz.
Es gibt doch sowieso nur ein paar Strecken wo es kein Limit gibt.
Dann lieber den Rest zu Tempolimit und dafür
volles Tempo bei der Abschiebung und Stop bei Familienzuzug und Asylmissbrauch durch Scheinasylanten stoppen.
Bezahlbare Energie und und und.
Das sind die Themen.
Aber nein...Tempolimit.
Nicht nur den Kompaß verloren sondern den Verstand noch mit.

Marius König | Di, 5. Oktober 2021 - 16:18

Alle die für ein Tempolimit sind bleiben grundsätzlich den Beweis schuldig das dies zu weniger Verkehrstoten führt. Wo haben wir, mit einem irgendwie vergleichbarem Land, mehr Unfälle und Verunglückte? Haben wir nicht. Ich fahre viel und wenn das bekannte Schild auftaucht, ab dem Überholverbot und Tempolimit aufgehoben sind - sehe ich recht wenige Autos mit deutschem Kennzeichen die offensichtlich beschleunigen als gäbe es kein übermorgen. Wir sind mit dieser Freiheit aufgewachsen und haben gelernt damit umzugehen. Würde man jetzt- ab SOFORT- z.B. in Frankreich unser System einführen...naja... Aber wir haben bereits dynamische Geschwindigkeitsanzeigen etc. Es ist schließlich nicht so als könnte man überall rasen, no matter what. Ach ja, nicht ungeschickt von der FDP.

Karl Kuhn | Di, 5. Oktober 2021 - 16:18

der angemessene Vergleich zu den Waffen in den USA wäre, ps-starke Karren zu verbieten. Das ungezügelte Rumballern mit Waffen ist in den USA nämlich nicht erlaubt, das Rasen hierzulande leider immer noch.

Tomas Poth | Di, 5. Oktober 2021 - 16:27

... Wer hat die denn gesehen, Ausnahmen bestätigen die Regel? Ist das so eine der unbewiesenen politischen Metaphern um sich zu verorten?
Also sind es wohl eher die jungen Menschen die noch mal so richtig rasen können wollen?
Mir ist das egal mit 130, fahre sowieso nicht schneller und weiß auch gar nicht wo man rasen kann, außer vielleicht nachts.
Na und mit Elektro-Auto ist dann sowieso Schluß mit rasen, es sei denn man findet alle 5 Kilometer eine E-Zapfsäule. Dann wird das Auto aber zur Steh-und Ladeimmobilie.
Aber das die jungen Menschen stärker zur FDP tendieren denn zu Grün oder Rot macht auch etwas Hoffnung. Sie sind dann doch trotz der massiven RotGrünen Propaganda nicht so verstrahlt worden wie zu befürchten war.
Darf man also auf gesunden Menschenverstand bei den jüngeren hoffen? Wäre zu schön und macht Hoffnung!

...und muss Ihnen daher widersprechen.

Es ist eine schweizer Agentur, die weltweit Kunden einlädt auf unseren Autobahnen mal so richtig Gas zu geben.

Das sind zwar nur ein paar Ausnahmen, aber diese Raserei gab es wirklich.
Gab, da ich nicht weiß, ob sie das heute noch anbieten.

Stefan Bauer | Di, 5. Oktober 2021 - 16:45

Schade, dass ein so polemischer Artikel nicht faktenneutral das Thema beleuchtet - vom Niveau her des Cicero nicht würdig, leider.

Viele Vielreisende sehen insbesondere abends keinen Grund dafür, auf weitgehend leeren Autobahnen langsamer als 180-200 zu fahren - warum auch nicht.
Die CO2 Bilanz ist lächerlich gering, die Unfallgefahr auf deutschen Autobahnen ebenso - das sind alles nur bedauerlich emotionale Scheinargumente der Auto-Reglementierer.
Im Flächenland Deutschland ist Zeit auch Geld - aber vom volkswirtschaftlichen Schaden von Staus, Tempobeschränkungen und allgemein schlechterer Mobilität redet niemand - das ist ja nicht en vogue.
Tempobeschränkungen sind typische Kleingeisterei und so unnötig wie ein Kropf - der Schusswaffenvergleich ist nun so krass daneben wie nur irgendetwas und zeugt genau von solch einem Kleingeist. Schade, Cicero.

Annette Seliger | Di, 5. Oktober 2021 - 17:15

Das sind unsinnige Vergleiche. Den Grünen Sozialisten geht es doch überhaupt nicht um`s Klima. Das ist nur das Vehikel für den staatlichen Dirigismus und die Umverteilungsphantasien dieser Ideologen. Ich habe es schon einmal gesagt:"Hut ab, vor der Marketing Abteilung der Grünen, die nach dem das Kernkraft Thema abhanden gekommen ist, die Klimakrise erfunden hat".
Jetzt zu den Autos: Ein Jogger stösst pro Kilometer mehr Co² aus als ein Auto. Wollen wir jetzt auch das Joggen verbieten? Die modernen Auto verfügen über ausgezeichnete Assistenzsysteme, welche Gefahren früh erkennen und z.B. selbstständig bremsen, etc.. Wenn alle mit der gleichen Geschwindigkeit durch die Gegen fahren, dann haben wir auf den Autobahnen eine Klumpenbildung, ein Konvoifahren wie in den Niederlanden - wobei ein Tempolimit in den Niederlanden tagsüber mit 100 auch übertrieben ist , aber ansonsten nicht auffällt, da das Land klein ist. Die Grünen fliegen aber lieber habe ich gehört - vor allem Langstrecke!

Gunther Freiherr von Künsberg | Di, 5. Oktober 2021 - 18:13

Es war an der Zeit, dass sich endlich jemand aufgerafft hat und das Problem Tempolimit in einen Zusammenhang mit Schusswaffen bringt. Das physikalische Gesetz, wonach Kraft nach Masse x Geschwindigkeit berechnet wird gilt für beide das deutsche Lebensgefühl erheblich bestimmende physikalische Tatsachen. Da die Kraft beider Verursacher, also der Sportwagen der sich durch Zündvorgänge bewegt und die aus dem Lauf einer Waffe durch einen Zündvorgang abgeschlossene Kugel nach diesem Newtonschen Gesetz berechnet werden, und Newton auch noch Ausländer ist, dessen Staat aus der EG mittels Brexit ausgetreten ist, muss eine Koalitionsvereinbarung auch das Verbot enthalten Newtonsche Gesetze umzusetzen. Im Koalitionsvertrag müsste allerdings eine Regelung getroffen werden, wonach das Verbot der Umsetzung der Newtonschen Gesetze durch Schusswaffen auch für illegale, nicht registrierte Waffen Geltung haben soll; schließlich ist auch das Fahren mit nicht zugelassenen Pkws verboten.

Armin Latell | Di, 5. Oktober 2021 - 18:24

Reine Bevormundung für erwachsene Menschen (manche hier im Forum sind das aber trotz eines Alters möglicherweise > 40 eben doch nur dem Alter nach) Wie ist "rasen" definiert? Wenn ich auf einer 4 spurigen, leeren Autobahn 200 fahre? Oder vielleicht doch nur schnell? Wenn ich in Tempo 30 Zone im Schulbereich mit 50 km/h fahre? Tatsächlich fahre ich dann schnell, wenn die Verkehrslage (und die Regelung) es zulässt und ich nicht länger als notwendig im Auto sitzen will. Und nebenbei: die Raser rasen auch bei Tempo 130 oder 50 oder 30; also alles Placebos. Die Forderung nach Tempolimit ist hauptsächlich zur Selbstbefriedigung des einen oder anderen Egos.

Rob Schuberth | Di, 5. Oktober 2021 - 18:56

Das ist nur so ein Wunsch-Produkt der grün-roten Haltungs.Medien...nicht nur des ÖRR.

Was ein Tempolimit von 130 km/h angeht habe ich kein Problem.

War früher anders. Der ADAC mit seinem Spruch ("Freie Fahrt....") hatte daran auch seinen Anteil.

Aber sehr viele Reisen (mit PKW und Motorrad) nach und in Skandinavien haben uns deutlich gezeigt wie entspannt es sich fährt, wenn alle sich innerhalb einer kleinen Bandbreite bewegen.

Und wenn ich dann (neulich im Radio) von Vielfahrern höre sie würden schnell einnicken wenn sie ihren Tempomat einschalten, denen sage ich: Dann nutzt halt euren Tempomaten nicht!
Wo ist das Problem?

Mir geht es beim Tempolimit primär um eine höhere Verkehrssicherheit. Nicht ums Spritsparen.

Karl-Heinz Wolz | Mi, 6. Oktober 2021 - 08:16

Ich war früher viel beruflich unterwegs und fand es angenehm abends, auf freien Straßen, angemessen zügig nach Hause zu kommen, ich finde es auch entspannter und sicherer, wenn bei dichterem Verkehr eine unterschiedliche Geschwindigkeit möglich ist als einheitlich 130kmh. Jedoch eine andere Anregung, im Zeitalter fortschreitender Elektronik sollte es doch mittelfristig machbar sein nahezu alle Autobahnstrecken entsprechend Verkehrsaufkommen, Witterungsverhältnisse etc angepasst zu steuern, wie dies bei kleineren Abschnitten hin und wieder bereits der Fall ist.

Ingo Kampf | Mi, 6. Oktober 2021 - 10:01

Der Verweis auf das Ausland trägt nicht, weil schon die Entwurfsgeschwindigkeiten unser BAB höher liegen. In Frankreich fährt es sich außerhalb der Urlaubszeit nur entspannter, weil der Verkehrsfrequenz gering ist. Wenn in den Ferien alle auf der Autobahn sind, hängt einer dem anderen an der Stoßstange. Die BAB hat in Deutschland eben auch andere Autos hervorgebracht, die Geschwindigkeit leisten können und Fahrer, die das auch beherrschen. Im Übrigen bremst der LKW-Verkehr die Geschwindigkeit massiv ein. In Zukunft werden es die schleichenden E-Autos sein. Der CO2-Ausstoß wird kaum verändert. Unter diesem Aspekt müßte man auch Wohnmobile und -wagen verbieten. Die Autobahnen sind die sichersten Verkehrswege. Der LKW-Anteil an schweren Unfällen ist hoch. Meistens kracht es vor Baustellen, wo sowieso Beschränkungen sind. Es ist also nur Symbolpolitik, wenn die Geschwindigkeit herabgesetzt wird und die Blitzer kommen. Für Symbole sollte man Freiheit nicht opfern.

Hans-Jürgen Schulze | Mi, 6. Oktober 2021 - 10:58

mein kürzester Beitrag im Cicero den ich je verfasst habe:
„wer mit „Grün“ koaliert, der stets verliert“

Wer „Grün“ toleriert bezahlt nicht nur morgen die anstehende Zeche, die sie ihren Kindern nicht aufbürden wollten. Die Summe wird so groß, dass noch 20 Generationen nach uns, an diesen Kosten nagen werden.
Wann wird man je versteh`n , wann wird man je versteh`n?

Mit Verlaub, H.-Jürgen Schulze

Bernd Muhlack | Mi, 6. Oktober 2021 - 17:55

Nun ja, diese Beziehung ist in der Tat bemerkenswert.
Ich wuchs damals in einem "autofreien" Haushalt auf - in der Stadt braucht man grds. kein Auto.
So weit, so gut.
Gleichwohl entwickelte ich ein Faible für Autos.
Etwa den Opel GT oder diese Citroen DS.
Die hatten noch "Charakter", oder?
Is lange her.

Ich fahre kaum noch, fast nie schnell.
Trotz "Übermotorisierung".
Mein Auto sei "schlimm", "erklärt" mir meine 16j Nichte ab und an.
Aha, soso.

A 656 zwischen HD und MA - das ist lediglich ein gegenseitiger Zubringer mit dem Anschluss zur A 6.
Konstant 70 km/h bis max. 120 km/h.
Warum sollte man > 200 fahren?
Auf der A 6 sieht es kaum "besser" aus.
Im Rückspiegel ein Drängler, AufBLENDER.
Bitte, Danke, Gerne - nach 5 min habe ich ihn wieder!
Wie gesagt, ich bin kein Vielfahrer.

WIR reden seit x Jahren vom tollen "Nahverkehr", also bzgl. U-/S-Bahn.
Die Umsetzung kann doch nicht so schwer sein!
& Django hat ne Monatskarte!
KLIMBIM!

https://www.youtube.com/watch?v=4AJF-Sooono

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