- Die Ausbeutung der Fleißigen durch die Freizeit-Optimierer muss enden
Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels gegen das Recht auf Teilzeit-Arbeit hat die Kritik der üblichen Sozialstaatsbewahrer erfahren. Aber es ist keine „Schnapsidee“ und schon gar nicht unsozial, die im heutigen System ermöglichte Ausbeutung der Vollzeitarbeitenden zu beenden.
Was immer vom Wirtschaftsflügel der CDU/CSU vorgeschlagen wird – Kürzung der Grundsicherung für Arbeitsverweigerer, Verlängerung der Wochen- oder der Lebensarbeitszeit – die Antwort von links ist immer dieselbe: Der Abbau des Sozialstaats stehe bevor, es drohten Armut und Verelendung. So auch jetzt beim Vorstoß der Mittelstandsvereinigung von CDU/CSU, das Recht auf Teilzeit auf solche Fälle zu beschränken, in denen familiäre Umstände oder eine Aus- oder Weiterbildung einer Vollzeittätigkeit im Wege stehen.
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nicht wenige der Life-Optimierer haben zuvor kostenfrei - für sie selbst- studiert. Dazu eine kleine Anekdote. In einem Gespräch mit einer Führungskraft der örtlichen "Willkommensagentur" sagte sie mir: "Ich habe lauter studierte Damen in meiner Abteilung. Keine arbeitet Vollzeit, keine hat Kinder".
Wir müssen wohl erst auf dem allerletzten Loch pfeifen, bevor u.a. diesen Lifestyle-Schmarotzern der Stecke gezogen wird. Nicht zu vergessen all die Einkommensgrenzen, die nur wegen Teilzeitarbeit auch noch zu Wohngeld und anderen Sozialleistungen berechtigen. Für den Anfang wäre es vielleicht schonmal gut, die bereits im mittleren Segment gnadenlos zuschlagende Steuerprogression so zu reformieren, daß Teilzeit-Netto exakt dem Teilzeit-Brutto entspricht. Je nach Gehaltsstufe ist der Unterschied beim geltenden Steuerrecht nämlich ähnlich gering wie der zwischen "Bürger"-Geld und Vollzeitarbeit im Niedriglohn.
Sie sagen es, Frau Arenz, der Staat sollte einmal seine gnadenlos zuschlagende Steuerprogression „reformieren“. Ich las im Zusammenhang mit der „Teilzeit-Diskussion“ von einem Beispiel, bei dem einer Familie mit 3000 € Familien-Einkommen weniger übrig bleibt wie von 5000 €, gut ersteres mit Wohngeld.
Nur konnte man früher von einem Gehalt als Familie auch leben, einer hatte Zeit für die Kinder und der andere malochte (bis zum Umfallen oder weniger), wobei der Staat damit trotzdem gut über die Runden kam.
Bevor sich die Politik um die in Teilzeit kümmert, sollte sie sich zunächst um die bemühen, die dem Staat ganz „auf der Tasche liegen“ und zusätzlich die Sozialsysteme belasten. Außerdem könnte er Kranken- und Rentenversicherung von sachfremden Leistungen befreien und nicht das Sozialamt für alle Bedürftigen der Welt spielen, sondern sich um seine Kernaufgaben wie Infrastruktur und innere Sicherheit kümmern.
Und staatlich empfangenen Leistungen aus ein und dem selben Suppentopf. Im Prinzip alles richtig sehr geehrter Herr Dr. Müller-Vogg wie Sie die Schieflagen und die sich daraus ergebenden
Folgen für die "Dummen" mit Hang zum Fulltime Job beschreiben. Doch, nur mal so gefragt, was stellen wir dann mit denen an, die noch nie als Beitragszahler/innen egal in welche "Einer für Alle und Alle für Einen- Terrine" in Erscheinung getreten sind? Wo der/die Freizeit optimierte Minderleistende;) ein ausgesprochen schlagendes Argument, etwa wie "Na und? Seid doch froh, dass Ihr überhaupt einen Beitrag und Steuern anstatt wie von anderen "Fulltime-Freizeitspezialisten" null, nada, nix bekommt!" aufs Tapet bringen könnte. Denn diese Gruppe von Optimierern/innen unter der Schutzmacht von ganz links über grün bis zum Koalitionspartner himself haben Sie gar nicht angesprochen. "Neiddebatte, nicht gegeneinander ausspielen, die starken Schultern, wir müssen uns unterhaken, kein Zwist!" Hören Sie es auch?
die AfD zum Thema?
Immerhin ist die ja die in Umfragen stärkste oder zweitstärkste Partei derzeit.
Auch sehr prinzipiell, betonen eher linke politische Kräfte, die hier für Teilzeit sind, sehr oft die grundlegenden und unverhandelbaren Rechte von Mensch und Natur - und zwar global, und einfach weil man Mensch und Natur ist, nicht weil man deutscher Steuerzahler ist. Diese umfangreichen und unverhandelbaren Rechte bedingen hohe Kosten und Leistungen, die durch Pflichten bestimmter Menschen erbracht werden müssen.
Wenn diese Rechte soooo unverhandelbar sind, wie kann es dann sein, dass Menschen es sich durch Jobwahl und Teilzeit frei aussuchen können, ob sie die Pflichten dazu mit übernehmen oder nicht. Das scheint mir nicht zusammen zu passen.
Wie schon woanders kommentiert: ich persönlich würde Arbeitgeber nicht verpflichten, aber es sollte zulässig sein, weniger zu arbeiten, und nicht immer den Job, der am meisten Geld bringt. Nur muss man dann auch die "universellen" Rechte etwas einschränken und zur Diskussion freigeben.
Wochenarbeitszeit habe ich schon seit der Mär des Arbeitskräftemangels gefordert.
Hinzu kommen sollte eine Reduzierung von Feiertagen und Urlaubsansprüchen und Karenztagen und damit ein Ende von Überlegungen von Praxisgebür, unbezahlten ersten Krankheitstag.
Die Abschaffung der telefonischen Erst- Krankschreibung sollte ebenso wieder eingeführt werden.
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik
Nach den Boomern und Rentnern werden nun die Teilzeitbeschäftigten and Kreuz genagelt. Die Politiker sollten sich was schämen. Vielleicht fängt man zur Abwechslung erst mal bei denen an, die überhaupt nichts beitragen und sich alimentieren lassen. Und würde die Regierung ihrer Pflicht nachkommen, für BürgergeldEmpfänger den Krankenkassen ausreichende Beiträge zu zahlen, hätten wir da auch keine Schieflage. Ich gehe doch nicht arbeiten, damit der Staat noch mehr Steuereinnahmen hat, die er nur verschleudert. Das ist wohl der falscheste Appell. Es gibt im Leben auch noch mehr als nur Arbeit.
Denn geehrte Pamina, dass einzig Gute an der Unterfinanzierung des Staates gegenüber den gesetzlichen! KVen für Bürgergeld- u. andere Transferempfänger, die den Gesetzlichen und deren Beitragszahler regelmäßig jährliche Defizite und Beitragssteigerungen zur Kompensation in Milliardenhöhe bescheren ist die Tatsache, dass es sich um Steuergeld von ALLEN gezahlt handelt. Auch den z.B. Erste Klasse-Patienten;). Gemein, oder? Was den Druck auf die Teilzeiter betrifft kann man geteilter Meinung sein. Was mich jedoch grundsätzlich stört sind die Narrative und Forderungen mit denen man den Teilzeitkräften meint beikommen zu müssen. Warum sollen arbeitende Bürger begründen o. dem Staat nachweisen aus welchen Motiven heraus, 3 Dinge (mangelnde Gesundheit, care-Arbeit/Pflege Angehöriger o. Kinderbetreuung) werden dabei als akzeptabel erachtet, warum sie nicht mehr u. länger arbeiten, wenn bei jeder Sanktion wegen mangelnder Compliance eines jahrelangen Bürgergeldbeziehers das Geschrei losgeht?
Ich finde das eine Unverschämtheit. Solange man sich nucht vom Stast alimentieren lässt, ist es jedermsnns eigene Sache, ob er arbeiter oder nicht. Bevor man Teilzeitleute an den Kragen, gehtvrs erst mal denen an den Kragen, die überhazupt nicht arbeiten, obwohl sie könnten.
Die Teilzeitquote im öffentlichen Dienst ist hoch und liegt mit über 35 % (Stand 2023/2024) über dem Durchschnitt der Privatwirtschaft. Beamte zahlen überhaupt keine Sozialabgaben! Die empörte Milchmädchenrechnung des Autors hat also lediglich Normalsterbliche im Blick. Für die Versorgung im Alter kommt bei den Beamten eh die Allgemeinheit auf. Man stelle sich jetzt vor die Teilzeitbeamten gehen auf Vollzeit. Welcher Pass, welche Baugenehmigung etc. würde schneller fertig?
Die Teilzeitquote bei Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen ist überdurchschnittlich hoch und stieg im Schuljahr 2023/24 auf 43,1 %!
In der Privatwirtschaft ist die Teilzeitquote weiblich geprägt. Teilzeitquote im Jahr 2024 bei Frauen (49 %) und Männern (12 %).
Will uns der Autor jetzt ernsthaft erzählen, dass in Deutschland die Männer von den Frauen ausgebeutet werden?
Der Cicero sollte nicht auf jeden Zug aufspringen der gerade durch Deutschland getrieben wird.
Ich kann Ihrem Artikel diesmal durchaus zustimmen. Aber nicht die Sozialstaatsbewahrer sind das Problem, sondern ihre Partei Herr Dr. Müller-Vogg un d vor allem ihre Lügen- und Umfaller Kanzler. Ja man muss immer wieder bestehende Arbeitszeiten neu denken, überprüfen, ob noch zeitgemäß oder angepasst werden muss, auch mal sog. Errungenschaften wieder zurückschrauben, wenn sie untauglich geworden sind.
Aber die UNION redet viel wenn der Tag lang ist. Ihr Kanzler bläst bei allem die Backen auf, täuscht bei seinen Reden dem Publik durch absolute und widerspruchsablehnende Diktion vor, er mache was er ankündigt, um nur wenige Stunden später das genau Gegenteil zu machen, zu sagen oder alles zu relativieren. *Isch over* Man glaubt ihm und dieser UNION insgesamt auch nicht mehr. Wer einer Prien, einem Günther und anderen *Freunde* der Abschaffung von Meinungs -und Pressefreiheit nicht entgegen tritt, macht sich der geistigen Komplizenschaft schuldig.
