Historisches Foto der Wiedervereinigungsfeier am 3. Oktober 1990 am Brandenburger Tor
Historisches Foto der Wiedervereinigungsfeier am 3. Oktober 1990 am Brandenburger Tor / picture alliance / imageBROKER | Robert Poorten

Tag der Deutschen Einheit - Deutschland braucht ein gemeinsames Feuer!

Ein Nationalfeiertag ist auch dazu da, dass eine Nation sich vergewissert, wer sie ist und was sie sein will. Wir haben das in den letzten drei Jahrzehnten leider versäumt – und den Tag, an dem wir unsere Nation feiern, auf das Gedenken an den 3. Oktober reduziert.

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Wolfgang Kubicki ist FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

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Hinweis: Wir haben ursprünglich eine falsche Version dieses Beitrags veröffentlicht. Wir bitten unsere Leser und Herrn Kubicki, den Fehler zu entschuldigen. Die Kernaussage dieser Kolumne wurde dadurch nicht verfälscht. 

Heute ist der Nationalfeiertag. Der Tag der Deutschen Einheit. Der 3. Oktober 1990 ist die eigentliche Geburtsstunde unserer gesamtdeutschen Republik. Weder die alte Bundesrepublik noch die DDR konnten für alle Deutschen sprechen, weil der 8. Mai 1945 bis dahin das letzte Datum war, das für alle Deutschen Verbindlichkeit besaß, wie Richard von Weizsäcker es ausdrückte. Die deutsche Einheit ist daher der große historische Glücksmoment meiner Generation.

Aber ein Nationalfeiertag ist auch dazu da, dass eine Nation sich vergewissert, wer sie ist und was sie sein will. Wir haben das in den letzten drei Jahrzehnten leider versäumt und den Tag, an dem wir unser Land, unsere Nation feiern, auf das Gedenken an den 3. Oktober reduziert.

Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass eine ganz merkwürdige Orientierungslosigkeit unter den Deutschen zu beobachten ist, was ihre nationale Identität angeht. Von links wird sie geleugnet, von rechts an Hautfarben festgemacht und in der Mitte auf einen kleinen Aspekt der deutschen Geschichte verengt. Wenn wir uns nicht langsam bewusst machen, wer wir sind und was wir sein wollen, wird eine der beiden Seiten die Frage nach der deutschen Identität abschließend beantworten. Es ist unübersehbar, wie sie jeweils an Boden in der Gesellschaft gewinnen.

Deutschland ist ein komplexes und kompliziertes Land, und jeder Versuch, mit Vereinfachungen darüber hinwegzutäuschen, ist zum Scheitern verurteilt. Das gilt für rassistische Überlegungen, unsere Identität leite sich aus der Abstammung – früher hätte man gesagt: aus dem Blut – ab, nicht weniger als für Versuche, Deutschland auf eine reine Verwaltungseinheit zu reduzieren. Dabei kommt eine unbeschreibliche Stärke aus unserer Komplexität und Vielschichtigkeit. Denn das deutsche Nationalbewusstsein ist recht unabhängig von Verwaltungsgrenzen gewachsen und entstanden. Die sehr komplexe Geschichte des Heiligen Römischen Reiches zeugt davon. Ein juristisch geradezu chaotisches Konstrukt, in dem eine klare Vorstellung von Deutschland entstand. Deutschland ist nicht aus Gleichförmigkeit geboren.

Friedrich Schiller schrieb: „Deutschland, aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf.“ Und noch im 19. Jahrhundert sprachen viele deutsche Herrscher von „den Völkern Deutschlands“ – also im Plural. Deutschland war für viele etwas Ideelles, mehr noch als Territorium oder Blut. Insofern ist es nicht vermessen zu sagen, dass Deutschland eine historische Tradition als Willensnation hat.

Eine historische Rückschau

Wie sollte es auch anders funktionieren in der Mitte Europas, wo sämtliche europäischen Einflüsse kulminieren und einzelne unverwechselbare Bestandteile des großen Ganzen werden? Kulturell, kulinarisch, architektonisch und auch ethnisch war Deutschland ein Schmelztiegel Europas. Mein doch sehr polnischer Nachname ist einer der Zeugen dieses Umstandes.

Und gleichzeitig wuchs das Ringen um die politische Einheit Deutschlands immer weiter. Dieser Kampf hat das 19. Jahrhundert viel mehr geprägt als das 20. Jahrhundert. Was allein schon Grund genug ist, die historische Rückschau an einem Tag der Deutschen Einheit nicht auf den 3. Oktober 1990 zu verengen.

Die Revolution von 1848/49 ist zwar gescheitert, aber der Kampf und die Frankfurter Paulskirchenverfassung sind die Geburtsstunde der deutschen Demokratie und des gesamtdeutschen Parlamentarismus. Es war der beinahe geglückte Versuch, den Deutschen innere und äußere Freiheit zu geben, mit verfassungsmäßig garantierten Grundrechten und unter ständigem Legitimationsdruck. Der Kampf wurde auch in blutigen Straßenkämpfen ausgefochten, und die Streiter für die deutsche Einheit, für bürgerliche Freiheit und Selbstbestimmung waren echte Helden, die nicht mehr bereit waren, Kompromisse mit der Unfreiheit einzugehen. Ehrenhafte und aufrichtige Vulgärdemokraten.

Deutscher Hang zur Selbstkritik

Wir Deutschen haben eine freiheitliche Tradition ebenso wie eine demokratische. Die vielen Rückschläge in diesem Ringen sind Teil der Komplexität unserer Geschichte – mit ihren dunkelsten Kapiteln.

Thomas Mann war es, der auf den deutschen Hang zur Selbstkritik hinwies, „der oft bis zum Selbstekel, zur Selbstverfluchung ging“. Und weiter: „Den Unerbittlichkeiten, die große Deutsche, Hölderlin, Goethe, Nietzsche über Deutschland gesagt haben, ist nichts an die Seite zu stellen, was je ein Franzose, ein Engländer, auch ein Amerikaner seinem Volk ins Gesicht gesagt hat.“ Aber wenn man die Selbstkritik zur Selbstreflexion formt, ist das ein durchaus positiver Zug. Mit Blick auf die jüngere deutsche Geschichte, auf die Gräuel, die durch Deutschland im 20. Jahrhundert verursacht wurden, ist er sogar unerlässlich.

Das alles sind nur Teilaspekte dessen, wo wir herkommen. Sie intensiver zu beleuchten, ist aber Grundvoraussetzung dafür, zu klären, wo wir hinwollen. Deutschland im 21. Jahrhundert ist nicht weniger komplex und vielschichtig als in den vergangenen Jahrhunderten.

Deutschland blickt auf Jahrzehnte der Einwanderung zurück, und trotzdem wurde über Jahrzehnte geleugnet, dass wir ein Einwanderungsland sind. Ich glaube, wir müssen unser Deutschland wieder mehr ideell begreifen. Als vereinendes Band, als Vision einer guten Zukunft.

Ein Schmelztiegel funktioniert nicht ohne Flamme

Auch heute ist Deutschland ein Schmelztiegel. Aber ein Schmelztiegel funktioniert nicht ohne Flamme. Diese Flamme zu entfachen, wird nicht ohne ein ideelles Deutschlandbild gelingen, hinter dem man sich versammeln kann. Die deutsche Geschichte, auch das Ringen um die deutsche Einheit, ist reich an solchen Ideen. Dazu gehört nicht nur das Verständnis einer gemeinsamen Kultur, dazu gehört auch die Erkenntnis, dass individuelle Freiheit den gemeinsamen Wohlstand mehren kann.

Zu einer vereinenden Flamme gehören daher viele Teilaspekte zusammen: Deutschland als gemeinsames Verständnis davon, dass wir die erkämpften Freiheiten verteidigen. Dass wir in einem Land leben wollen, in dem alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben. In dem wir die Gleichberechtigung der Frau nicht nur vollenden, sondern auch verteidigen. In dem Minderheiten geschützt werden und jeder Mensch in der ihm eigenen Würde glücklich werden können soll.

Eine Idee von Deutschland, in der wir unsere Fähigkeit zur Selbstreflexion kultivieren, ohne in Selbsthass zu verfallen. Das bedeutet insbesondere auch die Anerkennung der Verantwortung, die aus den zwischen 1933 und 1945 begangenen Verbrechen erwächst.

Ein Deutschland, das Unterschiede nicht negiert, sondern als Stärke begreift. Das aber die Grenze dort zieht, wo der Wille fehlt, das gemeinsame Feuer am Lodern zu halten. Wie jede Willensnation braucht Deutschland etwas, hinter dem man sich versammeln kann, ohne in kollektivistische Reflexe zu verfallen.

Diese Idee zu entwickeln, zu pflegen und sie zu feiern, wäre das vordringliche Ziel für einen Tag der Deutschen Einheit.

Deutschland braucht Feuer!

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Urban Will | Sa., 3. Oktober 2026 - 09:39

nur nicht das,was Sie hier fordern.
Anstatt ein gemeinsames Feuer predigt er banales linkes Gedankengut,zeigt sich als primitiver Aktivist dessen,was diesem Land fast alles genommen hat,was ein gesundes, stolzes Land ausmacht.
Sie haben sicherlich recht, dass Deutschland aufgrund seines anderen Weges zur nationalen Einheit immer ein anderes Land sein wird als Frankreich oder England u.a.
Sie werden aber selbst wissen,dass unter der gegenwärtigen Regierung, ja der gegenwärtigen politischen Konstellation –hier die Altparteien, von denen Sie sich ein wenig abzugrenzen versuchen und hinter der von diesen errichteten Brandmauer das neue,das noch nicht so recht weiß, wo es in Sachen Deutschland hin möchte, so mein Eindruck –es nichts werden wird mit Feuer und Stolz.
Ja, deutsch ist nicht nur eine Frage der Hautfarbe,aber deutsch sollte auf klaren, unleugbaren Füßen stehen: Toleranz,Freiheit und Respekt.
Und das deckt sich nicht mit dem, was seit Jahren in Scharen über unsere Grenzen strömt.

Karl-Heinz Weiß | Sa., 3. Oktober 2026 - 09:48

Ein guter Beitrag, der die Zweifel Schillers und Manns am "Deutschlandbild " sehr treffend aufgreift. Dass "Wiedervereinigung "und "Einheit" oft als Synonym verwendet werden, zeigt die Komplexität des Themas. 40 Jahre BRD und DDR haben geprägt, das merkt man 36 Jahre später mehr den je. "Einheit" entsteht durch Gesprächsbereitschaft und Zuhören , nicht durch "Brandmauern". Wenn das selbst die Kirchen nicht verstehen, nützen alle Beiträge über das "Deutschlandbild" nichts.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 3. Oktober 2026 - 10:15

Man hat wieder eine Spaltung des deutschen Volkes herbeigeführt. Und vorne Weg Walter der Spalter und aktuell diese Regierung. Die Ampel war ja nicht besser. Wieder werden Teile des deutschen Volkes, hauptsächlich aus dem Osten, hinter einer *Brandmauer* als Nazis verortet, obwohl es die Politiker sind, die sich hinter dieser Mauer verstecken wollen, damit man ihre Unvermögen, ihre Lügen und der täglich Betrug am Wahlvolk nicht erkennen soll. Aber auch diesmal ausgehend vom Osten, aber auch immer stärker im Westen haben sich AFD und ihre Wähler aufgemacht, sich als Mauerspechte zu betätigen und haben bereits große Löcher hingehauen. Alles was Sie schreiben Herr Kubicki kann ich unterschreiben, nur werden ihre Einsichten und klugen Artikel der FDP keinen Wähler mehr bescheren. So sehr ich Sie schätze. Aber die FDP braucht jemand mehr. Auch das eine bitte Erkenntnis nach der Grenzöffnung 1989. Und das Bild zeigt, damals noch gewünscht und geachtet die Deutschlandfahne.

Urban Will | Sa., 3. Oktober 2026 - 10:41

Schwarz-Rot-Goldene Fahne schwenkt. Vorgestern beim Spiel gegen Serbien leuchtete die Allianz-Arena in München nicht – wie zu erwarten und wie es noch vor kurzem der Fall gewesen wäre – in Regenbogen, sondern in Schwarz-Rot-Gold.
Die Farben der Freiheit und der nationalen Einheit.

Im Umgang mit der „Frevelpartei“ reden immer weniger und nur noch die dümmsten und unbelehrbarsten von „Nazi“ und ähnlichem Blödsinn. Leider muss man festhalten, dass die obersten politischen Vertreter dieser Nation noch immer dazu gehören...
Und so verwundert es nicht, dass die älteste und stabilste Demokratie noch immer mit Sorge auf uns schaut.

Das Ausland hat die gegenwärtige deutsche Regierung bereits abgeschrieben, viele im Inland auch, nur dass es sich die wenigsten zu sagen trauen.

Der „Wind of Change“ weht längst, stärker als man denkt. Merz' Ende wird als Befreiung angesehen werden. Und als Neuanfang.
So ein bisschen wie mit Klopp, um den Kreis mal zu schließen.

Jens Böhme | Sa., 3. Oktober 2026 - 10:44

Deutschland wurde eins, als die Mauer fiel. Derzeit sind Mauerverteidiger an der Macht und haben noch die Deutungshoheit.

Konstantin Richter | Sa., 3. Oktober 2026 - 10:53

Der Artikel ist eine schöne Sonntagsutopie. Stärke läßt sich aus Unterschiedlichkeit nur bedingt generieren. Wirkliche Stärke entsteht aus Gemeinsamkeit. Schon die Aufspaltung des römischen Christentums hat lange Zeit für Blutvergießen gesorgt. Da läßt der Elefant im (europäischen) Raum, der fundamentalistische Islam nichts Gutes erahnen. Und der Antagonismus zwischen linkem und rechtem Gedankengut ist auch nicht dazu angetan, Stärke zu erzeugen.

Thorwald Franke | Sa., 3. Oktober 2026 - 11:40

Zur Frage nach der deutschen Kultur wird hier schon ziemlich viel von Vielfalt geschwurbelt. Wenn man jetzt noch in Abzug bringt, dass die FDP in Regierung immer anders redet als in Opposition, dann bleibt nichts übrig. Kubicki hat versagt, dass Feuer der deutschen Nation zu finden.

Das Feuer kann nur aus unserer Geschichte kommen, unserer Kulturgeschichte, unserer Geistesgeschichte.

Wer aber Deutschland als eine Art Wilden Westen denkt, mit den Rest-Deutschen in der Rolle der Indianer, der hat das Ziel verfehlt.

Bernd Windisch | Sa., 3. Oktober 2026 - 12:25

Merkel hat den Deutschen den demokratischen Patriotismus gründlich ausgetrieben. Ein Blick nach Israel oder Polen zeigt: Man kann den eigenen Staat als gemeinsamen Schutz- und Rechtsraum schätzen, ohne andere pauschal auszugrenzen. Die unkontrollierte Masseneinwanderung, die bis heute anhält und bei deren Steuerung der Staat versagt, hat diesen gemeinsamen Raum infrage gestellt. Recht wird nicht mehr konsequent durchgesetzt, das subjektive Sicherheitsgefühl erschüttert. Das hat Deutschland verunsichert und tief gespalten. Die Nation wird kaum noch als gemeinsame Idee verstanden. Seit 2015 sind 6,5 Millionen Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen eigenständig nach Deutschland zugewandert. Dabei war die Bevölkerung schon zuvor nicht homogen. Vielen Menschen fehlt die Identifikation mit dem Land, in dem sie gemeinsam wirtschaftliche Vorteile und Sicherheit genießen. Ein gemeinsames Zugehörigkeitsgefühl schwindet, der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt. Das Land verkommt zusehends.

"Die Nation wird kaum noch als gemeinsame Idee verstanden." -- 👍👍👍

'Nation' will niemand mehr wirklich..., angefangen bei der abgedrifteten Union..., und bei Linksgrünwoke schon gleich garnicht... ...

"Denk ich an Deutschland in der Nacht..." (H. Heine, 1843), dann denke ich persönlich auch oft an den zeitgenössischen Solzialromantiker B. Höcke..., mit seiner utopischen(?) Vision eines Zusammenlebens der deutschen Nation... ... 🤔

Aber das muss jede(r) selber wissen bzw. entscheiden... ...

Herr Veit, gerade Heine eignet sich schlecht als Stichwortgeber für eine Schwärmerei über Höcke. Seine Kritik galt dem autoritären, restaurativen Deutschland seiner Zeit. Wer seine Verse mit Höckes nationaler Vision verbindet, sollte diesen Widerspruch wenigstens erkennen.

Inhaltlich, philosophisch oder gar politisch in Form einer nicht vorhandenen 'Schwärmerei über Höcke' (lesen Sie das so...?) in Übereinstimmung bringen zu wollen... ..., geschweige denn Heines Verse mit Höckes sog. 'völkischen Visionen', welche ich selbst nicht einmal wirklich umfänglich kenne, inhaltlich, geschweige denn im Detail und der genauem politischen Stoßrichtung dazu...; NEIN, es ging mir ausgehend vom Begriff der Nation da eher um eine grundsätzliche eher triviale Analogie in der Art, dass sich zu unterschiedlichen Zeiten zwei offensichtlich an Deutschlands Nation sehr interessierte Geister ernsthaft Gedanken darum machen was Deutschland ist..., und was es werden wird... ..

Für die Analyse tiefergehender Widersprüche fehlt mir tatsächlich die historische Bildung..., Ihre. Sorry!

Herrn Höckes (sozialromantische?) Visionen für Deutschland, nicht zuletzt damit ich es besser beurteilen kann, was er und seine Brüder im Geiste aus Schnellroda WIRKLICH wollen...

Mit 'Höcke-Scwärmerei' hat das aber derzeit nichts zu tun..., dazu weiß ich ja eben zu wenig... (und idR von der falsche Seite...) 🤔

Thomas Veit | Sa., 3. Oktober 2026 - 13:20

"Auch heute ist Deutschland ein Schmelztiegel. Aber ein Schmelztiegel funktioniert nicht ohne Flamme." --- klar, nicht ohne Flamme... 👍

Es ist jedoch genau so wichtig, wenn nicht sogar am! wichtigsten!..., zum Gelingen der Schmelze die richtigen! Zutaten! in der richtigen Dosierung und Menge zum richtigen Zeitpunkt hinzuzugeben..., und auch zu wissen welche Zutaten und Stoffe überhaupt in Frage kommen, damit das gewünschte Produkt entstehen kann..., sonst wird es ganz trivial eine Fehlschmelze..., und muss leider auf den Müll (der Geschichte...?) geworfen werden... ...

Eine richtig gute Schmelze setzt viel Wissen & Erfahrung, Engagement und auch Handwerkskunst voraus... - und natürlich -Binsenweisheit beim Schmelzen- den Willen und die Fähigkeit aus Fehlern zu lernen...

Ganz wichtig!!: MANN MUSS NATÜRLICH ZUERST EINMAL WISSEN WAS? MAN DA ÜBERHAUPT SCHMELZEN WILL, ALSO DAS ERGEBNIS VORAB KLAR DEFINIEREN..., sonst wird der Guss u.U. spröde..., oder bricht sogar... ... - krachend.

Dirk Nowotsch | Sa., 3. Oktober 2026 - 15:58

Das ist eine nette Umschreibung dessen, was seit Jahrzehnten in Schulen, Medien, Filmen, Romanen, kurz über die ganze Bandbreite des öffentlichen Lebens abläuft! Jede beschissene Fernsehsendung wir missbraucht, um unser Volk, unsere Nation und unsere Werte in den Schmutz zu ziehen! Das geht schon soweit, wenn über die "Römer" berichtet wird, waren die Germanen die bösen, die nicht die moderne römische Zivilisation und die damit einhergehende Versklavung wollten! Wirklich schlimm diese barbarischen Germanen! Die Gallier unter Vercingetorix, die das übrigens auch nicht wollten, waren Helden! Subtil aber konsequent nach Plan, wird alles mies gemacht! Das alle unseren lieben Nachbarn pure "Englein" waren und nur unter uns zu leiden hatten! Letztendlich wird alles in 12 Jahre hineingedeutet! Darum müssen natürlich nur wir demütig jeden Scheiß über uns ergehen lassen! Zum Glück sieht die Jugend, oft auch mit Migrationshintergrund, das anders! Die lassen sich den Mist nicht mehr erzählen!

Bernhard Marquardt | Sa., 3. Oktober 2026 - 16:26

Zustimmung ohne wenn und aber, Herr Kubicki,
Allerdings gehen der aktuellen politischen Führung und erst recht der nahezu geschichtslosen Handy- und Netflix-Generation jegliche Geschichtskenntnisse und damit die Grundlagen unseres Gemeinwesens weitgehend ab.
Die Errungenschaften der Aufklärung werden missachtet, das Rad der Erkenntnis wird geradezu zurückgedreht.
Welche Perspektive als Gegenentwurf zu Staatsgläubigkeit und sozialistischer Umverteilung?
Freiheit und Selbstbestimmung im Rahmen des in Jahrhunderten gewachsenen BGB.
Mit allen (Schutz-)Rechten und Pflichten.
Durchsetzung des bestehenden Rechts und der bürgerlichen Rechte.
Das Motto für einen liberalen Rechtsstaat:
Recht und Freiheit als Grundlage der Einheit.

Brigitte Miller | Sa., 3. Oktober 2026 - 16:40

hat Herr Gauland mit seinem (unglücklich gewählten !) Spruch vom "Fliegenschiss in der Geschichte Deutschlands" gemeint: man braucht ein gemeinsames Ziel , auf ewigem Schuldkult alleine kann man keine Zukunft aufbauen.
Er wurde absichtlich missverstanden.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 3. Oktober 2026 - 17:47

wir den Begriff des "Reiches"?
Die bürgerliche Emanzipation brachte wohl den der Nation?
Ich meine, die Demokratie kennt eher den Staatsbegriff, das Recht und das Parlament?
Es tut mir leid, aber jedweder nationale Gedanke wirkt auf mich wie "eine Rolle rückwärts".
Ich würde also Frau Merkel nicht einmal schelten, dass sie in die Moderne aufbrechen möchte.
Aber dann muss man doch schauen, wie man eine Balance eines modernen Staates halten kann.
Zeitlich war ihre "Mission" auch problematisch, weil zum Einen der Islam sehr viel selbtbestimmter auftrat, als noch zu Zeiten des Kolonialismus und zum Anderen die evtl. aber sehr verständliche "Ortlosigkeit" des Ostens nach der Wiedervereinigung noch nicht überwunden war?
Ich verstehe viel, aber ich rede niemandem nach dem Munde.
Wir sind ein Volk, wie man so sagt und ich bitte herzlich darum, in diesem sicheren Hafen einen modernen Staat zu akzeptieren und mitzutragen.
Ob positiver Nationalismus oder negativer, es möge Geschichte sein.
Nu

wird nie verschwinden, er ist der Kit der menschlichen Gesellschaft über die Dorfgrenze hinaus... - und Sie sehen das auch heute überall auf der Welt, genau so..., wirklich ÜBERALL!

Und deshalb kommt es darauf an Nationalismus positiv zu besetzten und mit humanistischen Vorzeichen einzuhegen in einen modernen Staat wie Sie ihn vermutlich oben meinen und eben gerade NICHT ZU VERTEUFELN oder zu versuchen ihn 'möglichst vollständig aus der modernen bunten/offenen/queeren Gesellschaft zu verbannen'..., so wie es Linksgrünwoke massiv versucht, nicht nur in Europa... ... - denn 'da' ist er sowieso in den Köpfen und Gefühlen der Menschen... -- und mit welchem Ergebnis? >> die Ränder wachsen...! und formieren sich 'zum (Kultur-) Kampf'☝; eine Beweisführung dafür ist unnötig, die Realität sagt dazu bereits alles..., es ist offensichtlich (der Status Quo...).

Markus Michaelis | So., 4. Oktober 2026 - 02:57

Kubicki: "rassistische Überlegungen, unsere Identität leite sich aus der Abstammung – früher hätte man gesagt: aus dem Blut – ab"

Das mag aus allen möglichen Gründen abzulehnen sein, gerne darf jeder seine Vorstellungen haben - aber Rassismus? Abstammung wertet andere nicht ab, sieht andere nicht als minderwertig an, und gibt andere schon gar nicht zur versklavten Ausbeutung frei, weil man sie als minderwertig ansieht. Ich würde auch sagen, dass von den meisten Abstammung nicht zuerst genetisch gemeint ist.

Ich glaube, da fehlt es etwas an Mut zu den eigenen politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen zu stehen, einfach weil man selber dazu stehen will. Das sollte normalerweise der Hauptgrund sein. Zu den eigenen Vorstellungen zu stehen, weil man alle anderen Vorstellungen als rassistisch, menschenfeindlich und sonst maximal schlimm ansieht, finde ich nicht gut.

Den Begriff "Rassismus" kann ich persönlich kaum noch hören, so missbraucht scheint er mir.

Angelika Sehnert | So., 4. Oktober 2026 - 07:24

Viele kluge Menschen in Deutschland leiden ganz entsetzlich darunter, wie Bismarck die Nation erzwungen hat. Kein heroischer Freiheitskampf, sondern nüchternes Kalkül, dass nur ein größeres staatliches Gebilde Gewicht in einer kleiner werdenden Welt haben könnte. Ich fürchte ja, dass Bismarck Deutschen zu viel zugetraut hat. Richtig glücklich sind sie nie geworden mit ihren Staaten. Ob sie je eine Nation waren, so wie Franzosen, Briten oder Italiener? (Italien war ja auch eine verspätete Nation). Stolz zu sein trauen wir uns auch nicht mehr, schlug Stolz doch bekanntlich schnell in Hurra- Patriotismus um.

Übrigens: In jedem anderen Land, das ich kenne, hätten Äußerungen eines Politikers, so wie sie Habeck getätigt hat, zum sofortigen und unwiderruflichen Karriereende geführt. In Deutschland war das linke Feuilleton begeistert, die Konservativ -Liberalen hielten beschämt den Mund. Da sind ja diese 12 Jahre, die jeden Selbsthass, jede Verachtung für die eigen Nation rechtfertigen.

Ein-wohner, was weniger mit der Länge ihres hier Lebens zutun haben würde, als mit der Intensität der Verbindung.
Das wäre kein Nationalismus sondern "kosmische Gesellschaftlichkeit" und eigentlich relativ offen gegenüber Zuwanderung.
Man muss es nur auch intelligent und angemessen gestalten?

patriarchalischen Gesellschaften?
Deutschland ist hingegen dem "Ewig-Weiblichen" - daher hat Nietzsche den Bildhintergrund? - sehr zugetan?
Wie sonst hätte eine "Mutti" so oft als Kanzlerin gewählt werden können?
Ein ganz großes Problem scheint mir für eine friedliche Zukunft in Deutschland zu sein, dass Zuwanderer nicht unbedingt so schnell Zugang zu den Leuten hier finden und es wäre vielleicht nicht besonders klug, das gar nicht erst zu versuchen?
Da geht es weniger um Integration als um Verstehen...
Ich schrieb es einmal in einem Kommentar vor Jahren, Europa, besonders auch Deutschland ist ein Land der "Königin der Nacht"?

ist das Problem..., sie sieht auch nicht besonders gut aus, nach meinem Empfinden, aber sie ist im Kern eine karrieregeile - man verzeihe mir diesen Ausdruck, aber nur diese "Karrieregeilheit" im Wortsinne beschreibt es treffend..., denn genau so ist es auch tatsächlich, mEn - aber politisch dilettantische und zudem grün-feministisch ideologisierte Person, welche all diese vorgenannten negativen Eigenschaften vollständig kompromisslos in ihr Amt einbezieht..., bis heute übrigens bei der UN. Sachlich (z.B. Aussenpolitik und Ukraine-Konflikt) ist sie unterdurchschnittlich kompetent, handelt(e) größtenteils stark ideologiesiert gegen die (internationalen) Interessen Deutschlands und seiner langjährigen Freunde und Verbündeten. - Ggf. mal eventuell vielleicht etwas Selbstkritik? Fehlanzeige! Das einzige was sie wirklich gut kann ist Dominanz.

>> Reicht das nicht für eine negative Gesamtbewertung? Ich denke schon...

Ach so! Welche 'gute Ideen' meinen Sie oben - ernstlich?

In ihrer Amtszeit als Außenministerin belegt aber ungeahndet begangen hat im Kontext mir der massenhaften Evakuierung angeblich bedrohter Ortschaften aus Afghanistan und Pakistan in ihrem direkten und indirekten Verantwortungsbereich haben wie da noch garnicht gesprochen...

Wer als Außenministerin die eigene Biotschaft(en) anreist die Identität und den Sicheheitsstatus von Einreiseantragstellern NICHT MEHR den entsprechenden gesetzlichen Regelungen entsprechend zu prüfen und de facto 'Blankoeinreisegenehmigungen wider! besseren! Wissens!' auszustellen... ..., der gehört als Amtsträger(in) vor ein deutsches Gericht..., wie jeder andere Bürger auch der wissentlich! und vorsätzlich! geltendes! Recht! zum Schaden! des! Landes! beugt... - so what?

DAS ist Frau Annalena Baerbock - als Politikerin.

muss sie noch nicht rechtswidrig gehandelt haben.
Das müßte ich im Einzelen überprüfen.
Schade, wenn Nonchalance vorläge oder ein "ich mache das jetzt mal so".
Ich tippe aber bei Ihnen eher darauf, dass Sie diese Massnahmen überhaupt missbilligten.

Fakten- bzw. Rechtslage nicht, muss ich annehmen.

Dazu gab es seinerzeit auch hier entsprechende Einordnungen durch die Redaktion..., und such anderswo, wenn ich mich recht erinnere.

Aber selbst wenn wir das 'PS' oben mal weglassen... - 👎👎👎, sie war wirklich inkompetent und überfordert mit der Position der Außenministerin, mMn.

"Ich tippe aber bei Ihnen eher darauf, dass Sie diese Massnahmen [Evakuierung afgh. Ortskräfte] überhaupt missbilligten." >> Sorry, NEIN, das trifft nicht zu. Ich bin/war persönlich immer für die Aufnahme der tatsächlichen(!!) Ortskräfte und deren FAMILIE, wenn eine Bedrohung anzunehmen ist... - aber NICHT des ganzen Familien-Clans bis in die fünfte Ebene und auch nicht ALLER MÖGLICHEN! - Im Wortsinne!! - durch inkompetente ideologisuerte NGO's eingeschleudte Trittbrettfahrer..., und wiederum derer gesamten Familien, bis hin zu pakistanischen Geheimdienstlern, welche auf ausdrückliche Anweisung AB's ungeprüft einreisen durften. 👎👎👎 Alles belegt!!

Für die Ermittlung der tatsächlich Einreiseberechtigten hätte ein Blick auf die Bundeswehr-Gehaltsliste ausgereicht - schnell und sicher. Dagegen wurden von Baerbock teils ungeprüfte! NGO's aller Couleur aufgefordert 'frei Schnauze' so viele wie möglich 'gefärdete Perdonen' zu finden und in das Afghanistan-Schutzprogramm aufzunehmen - das ist ebenfalls alles belegt, sogar in ÖRR-Dokus. Informieren Sie sich, wenn Sie das nicht glauben - aber nicht bei 'Die Grünen - Bündnis 90'... 😉

Baerbock hat an verschiedenen Stellen gegen die Interessen Deutschlands gehandelt, für einen Außenminister reicht es ja de facto schon zu Versagen, wenn er/sie sich NICHT AKTIV für diese Interessen einsetzt..., aus ideologischen Gründen z.B., und z.B. den chinesischen Staatschef Xi öffentlich 'einen Diktator' nennt, ohne sich im Nachhinein ausdrücklich bei ihm zu entschuldigen. DAS verstößt eindeutig GEGEN DEUTSCHE INTERESSEN. Als 'xy-Grüne' kann sie das gerne, aber NICHT ALS AUßENMINISTERIN - überfordert!

A. Müller | Mo., 5. Oktober 2026 - 06:19

Was soll man dazu sagen, wenn der Kanzler am Nationalfeiertag lieber nach Kiew reist, anstatt im eigenen Land präsent zu sein??? Das hat schon Symbolkraft und zeigt uns, wo die Prioritäten liegen! Vielleicht sollte er zu den nächsten (längst überfälligen) Wahlen dort antreten? Seine Beliebtheitswerte sind in der Ukraine jedenfalls um einiges besser wie daheim.