Strommasten und Windräder rund um das Kohlekraftwerk Niederaußem des Stromkonzerns RWE
Strommasten und Windräder rund um das Kohlekraftwerk Niederaußem des Stromkonzerns RWE / picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Mächtige Netzwerke und ideologische Medien - „Alarmistische Klimastudien verändern konkret unser Leben“

Eine haltlose Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung prognostizierte im Jahr 2024 enorme Schäden. Im Interview kritisiert der Journalist Axel Bojanowski, dass viele Medien solche Prognosen unkritisch übernehmen, während hinter den Instituten mächtige Netzwerke wirken.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Cicero-Redakteur. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Future For Fridays?“ im Quadriga-Verlag (Bastei Lübbe).

So erreichen Sie Clemens Traub:

Axel Bojanowski ist einer der renommiertesten Wissenschaftsjournalisten im deutschsprachigen Raum. Für „Welt“ arbeitet er als Chefreporter Wissenschaft. In seinem Buch „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“ (Westend-Verlag) erzählt er in 53 Geschichten vom Klimawandel zwischen Lobbygruppen und Wissenschaft.

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Ingofrank | Do., 28. August 2025 - 18:32

und wußte man schon im Mittelalter: „wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing …“
Natürlich erwarten die, die die Studien in Auftrag geben UND bezahlen Ergebnisse die sie weiter vermarkten können. Schon der Marktmechanismus der Angsteinflößung den Fürsten und Kirchenobere im Ablasshandel nutzten ist hunderte von Jahren alt. Und das die Menschen daran glauben, lag in früherer Zeit an deren Armut und heute, weil die Menschen einfach zu satt sind und damit träge sind.
Dies allerdings nicht nur körperlich sondern auch geistig wenn man bedenkt, wie das Geschäft mit der Angst floriert.
Das ist doch nicht nur der Klimawandel von der Agenda der Grün linken Meinungs- Maschendrie, bei Leibe nicht, Atomausstieg, fossile Energien, der Kampf um Demokratie, die Angst vor ihrem Verlust der Deutungshpheit, der Kamp gegen Rechts ohne zu erklären was Rechts sein soll nur wenn man konträr zu links grünen Meinung ist….. die Reihe ließe sich beliebig ergänzen …..
Mit besten Gruß aus der Erfurter Republik

Hysteriker, ob bei Corona oder Klima, die unbedingt die Apokalypse herbeisehen, werden auch die nüchternsten und sachlichsten Studien und Veröffentlichungen nicht zum Hinterfragen und Nachdenken anregen. Dabei ist es so einfach. Man muss nur mal seine Umgebung und das Land anschauen, das Wetter beobachten und mit seinen eigenen Lebenserfahrungen von Kindesbeinen an vergleichen. Und ja, wer bestellt und bezahlt, bekommt das auch geliefert, was er braucht Würde man diesen Klimafälschern die Finanzierung nehmen wäre Schluss. Aber das will ja keiner, nicht mal die UNION, die doch mal die NGOS hinterfragen wollte.
Habe gestern gerade einen Podcast zu dem Thema gehört. Danach ist CO² dafür verantwortlich, dass unsere Welt immer grüner wird, der natürliche Klimawandel die Klimaregionen verschiebt, aber eben nicht gefährlich ist. Auch das weiß die *Wissenschaft*. Zumindest die, die nicht für ihre Meinung bezahlt werden.
Alle Gute für Sie, die Erfurter Republik, die Redaktion und die Foristen.

Theodor Lanck | Do., 28. August 2025 - 21:25

Interessant, dass "manifacturing consent" (Herman/Chomsky, 1988) jetzt von der neoliberalen auf die neosozialistische Seite gewechselt ist. Da hat der Kulturkampf enorme Geländegewinne gebracht...

Wichtig wäre dagegen, dass jede Institution - Politik, Journalismus, Wissenschaft, Stiftungen, Banken etc. - bei ihrer angestammten Rolle bleibt (bei ihrem "circle of competence") und jeder Beeinflussung skeptisch gegenübersteht. Natürlich der Bürger ebenso.

Dieser müsste viel mehr echte Vielfalt als Mehrstimmigkeit einfordern: wo links ist, muss rechts daneben gestellt werden. "False Balance"-Argumente sind eine bequeme Ausrede, um anstrengende Debatten zu vermeiden und eine "stimmige" Story (ein "Narrativ") zu promoten. Das wäre aber eher Unterhaltung als Aufklärung, und dafür sind Romane & Kinofilme da.

Hans Jürgen Wienroth | Do., 28. August 2025 - 22:38

Alles ganz nett, aber wann setzt sich eine neutrale Naturwissenschaft kritisch mit den klimatischen Auswirkungen von Windparks und Solarfeldern auseinander?

Die Welt berichtet letztens darüber, dass sich die Windparks in der Nordsee gegenseitig die Energie wegnehmen. Ist da nichts mit „erneuern“? Wenn der Wind nicht mehr da ist, wer sorgt dann in unseren Städten für Abkühlung, trägt die Wärme fort? Was ist mit der (inzwischen unstrittigen!) Austrocknung der Böden durch die Windräder?

Was ist mit den Solarfeldern, die einen Teil der Sonnenenergie in Wärmestrahlung und damit in Aufheizung der Luft umwandeln? Haben riesige Solarfelder in Spanien keinen Anteil an den immer stärker steigenden Sommertemperaturen?

Sind die ehemals hoch geachteten „Querdenker“ alle ausgestorben, die sich bemühten, die Zusammenhänge komplexer Systeme zu verstehen?

In der Welt habe ich einen Artikel über die großen Brände in Spanien gelesen. Dort sagte ein Bewohner der Region, dass nach Einstellung der Landwirtschaft und Fortzug der Bewohner viele, sehr große Gebiete seitens der Regierung „renaturiert“ wurden, also sich selbst überlassen. Es siedelten sich Gräser und Büsche an, die im Sommer austrocknen und dann wie Zunder brennen.

Auch in Australien soll das jährliche Abbrennen des über das ganze Jahr verteilten Blätter- und Rindenabwurfs des Eukalyptus aus Umweltschutzgründen eingestellt worden sein. Das Material sollte verrotten, was es in der Trockenheit nicht tat und so beim kleinsten Funken ein riesiges Feuer ermöglichte.

In Kalifornien wurden ebenfalls weite Gebiete „Renaturiert“, abgestorbene Bäume blieben liegen, die Flächen wurden nicht mehr „gepflegt“, alles trocknet aus.

Man könnte weitermachen, es gibt genug Beispiele. Aber verursacht hier der Klimawandel die Kosten, die ihm zugerechnet werden, oder ist es der „Umweltschutz“?

Achim Koester | Do., 28. August 2025 - 22:49

Zum großen Teil auf Panikmache zugunsten eines gigantischen Geschäftsmodells beruht wird immer deutlicher, leider wird die Breite Öffentlichkeit nicht erfahren, wenn die Wahrheit bewiesen wird, dafür sorgen schon das ÖR TV, die Mainstream Medien und nicht zuletzt die Grünen, die in den Schulen die Oberhoheit haben.

Wolfgang Dubbel | Fr., 29. August 2025 - 06:40

Es geht um Aufmerksamkeit also Werbung und letzlich Geld;
so ruinieren wir unsere westliche Welt.
Werbung muss hoch besteuert werden, wie Treibstoff, das würde auch helfen gegen die „Big 4“ !!

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 29. August 2025 - 09:03

Böses, eher ein Problem des Händelns, der Lagerung verbrauchter Brennstäbe.
Es gibt also evtl. viele ungelöste Fragen.
Deshalb gefiel mir der Atomausstieg von Rot-Grün.
Ich war bei Schröder zuversichtlich, dass er Fehlstellungen korrigieren kann.
Seit Frau Merkel, zumindest so evtl. kolportiert, "noch einmal ganz neu nachgedacht hat", befürchte ich, dass allem, was ich als unser Fortschreiten begreifen würde, dazu gehören eben m.E. auch alternative Energieformen, jedenfalls vlt. der "Boden unter den Füßen schwankt"?
Peter Sieben erklärt in der FR, was Frau Merkel mit ihrem berühmten Satz "Wir.." gemeint hat und so dürfen wir evtl. weiter rätseln, wie und in Bezug auf was Frau Merkel "noch einmal nachdachte"?
Wenn sie erst zu dem Zeitpunkt auch die Gefahrenlage von Atomkraft in den Blick nahm, wie soll ich ihre Wissenschaftlichkeit bewerten?
Wenn sie im erneuten Ausstieg in toto unbedachter als Schröder handelte, dann ist Wissenschaft schon lang "in Nöten"?
Verbliebene Räume schützen...

Gisela Hachenberg | Fr., 29. August 2025 - 21:14

Herr Bojanowski, Sie sind für mich ein Fels in der Brandung. Einer, der mit großer Erfahrung, Expertise, Ruhe und Gelassenheit „Klima“ erklärt. Bei den ganzen hysterischen „Experten“ wird man ganz meschugge. Ich lese Ihre Kommentare mit großer Begeisterung, werter Herr Bojanowski. Bleiben Sie dran! 👏