AfD-Wahlparty
Alles im Blick: Die Berliner AfD mit u.a. Beatrix von Storch (2.v.l.) kurz vor Veröffentlichung der Prognosen zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 / picture alliance/dpa | Britta Pedersen

Strategiepapier von Beatrix von Storch - Was wir dieser Tage erleben, hat die AfD schon 2025 aufgeschrieben

Die CDU ist keine Volkspartei mehr und die SPD könnte zum Steigbügelhalter der Linken werden. Wie konnte das passieren? Antworten gibt ein kluges Strategiepapier der AfD, das sich heute liest wie eine Prophezeiung. CDU und SPD täten gut daran, reinzuschauen.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Bisweilen zerlegt sich die selbsternannte „politische Mitte“ einfach selbst. In Mecklenburg-Vorpommern versetzte die SPD der CDU jetzt den politischen Todesstoß mit einem astreinen Anti-AfD-Wahlkampf der amtierenden Ministerpräsidentin. Die Botschaft der „Frau gegen Blau“: Entweder Manuela Schwesig oder AfD! Die Wählerwanderungen zeigen: Damit saugte Schwesig vor allem die Stimmen jener ehemaligen CDU-Wähler ab, die nicht zur AfD rübermachten. Das Ergebnis: Die CDU fliegt mit nur 4,9 Prozent aus dem Landtag. 

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Sebastian Habel | Di., 22. September 2026 - 11:30

Sehr interessant Herr Krischke!. Da die CDU Intellektuelle wie Andreas Rödder oder Werner Patzelt vom Hof jagt und die klugen Köpfe in der JU nicht ernst nimmt, bin ich mir leider nicht mehr ganz sicher, ob es in der Führungsriege der Partei noch Menschen gibt, die überhaupt noch lesen können. Dumme Eltern erziehen dumme Kinder, und es muss ja einen Grund geben, warum die PISA-Ergebnisse so aussehen, wie sie aussehen.
Spaß beiseite, aber die Entscheidungsträger in der CDU tragen Scheuklappen und werden sich so lange von der ZEIT und vom Obermerkelianer-Boomer-Blatt FAZ die Welt erklären lassen, bis es ihr so ergeht, wie der Democrazia Cristiana.

Dr. Oliver Strebel | Di., 22. September 2026 - 11:32

Die AfD hat nicht die Mittel, einen Keil zwischen SPD und CDU zu treiben. Wer das behauptet erzählt eine Spukgeschichte. Schon bei Miosga am Sonntag abend, als das "Strategiepapier" von Frau von Storch eingeblendet wurde, fand ich das lächerlich. Der einzige Zweck dieser Spukgeschichte ist mE, Frau von Storch als große Strategin aufzubauen für die Zeit nach der Brandmauer.

Keiner nennt aber das wahre Problem der Republik beim Namen: die soziale Frage wird wieder gestellt. Vor Corona hatten schon 1/3 der Haushalte keine Ersparnisse. 2024 wählten in Brandenburg 46% der Wähler mit schlechter finanzieller Lage AfD, in Sachsen-A. waren es 63%.

Ich höre jetzt eine Runde Reinhard Mey, die Ballade vom Narrenschiff:

"Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken, Der Funker zu feige SOS zu funken, Klabautermann führt das Narrenschiff, volle Fahrt vorraus und Kurs aufs Riff!"

Das Lied gibt es auf Youtube.

geehrter Dieter Oliver Strebel, dieses Lied von Reinhard Mey passt exakt zur Regierungskoalition. F.J. Strauß hatte schon vor 30(?) Jahren vor dem Narrenschiff gewarnt. Sie schauen Miosga? Respekt! Ob das Strategiepaier jetzt entscheidend ist, spielt doch gar keine Rolle, Hauptsache es funktioniert. Die Besatzung des Narrenschiffes liest es ja sowieso nicht und wenn, sie würden es nicht verstehen. Die Tatsachen sprechen allerdings für sich, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht. Grüße aus dem Bundesland, dessen Bevölkerung es einfach noch zu gut geht.

sein Buch "die Getriebenen" war sehr interessant (oder auch erschütternd). Leider, denke ich, haben die Ergebnisse seiner Recherchen und Eigenerlebnisse keine nachhaltige (eines meiner "Lieblingsworte") Anpassung seiner privaten Einstellung zum Gesamtproblem ergeben. Grüßen Sie Dieter, wenn er wieder da ist ;-)

Sebastian Habel | Mi., 23. September 2026 - 07:36

Antwort auf von Armin Latell

Robin Alexander ist Teil des Problems. Er ist mit seiner "die Grünen sind Teil der demokratischen Mitte"-Rhetorik der ultimative Gatekeeper des Merkelismus.

ist das richtig. Deshalb meine Worte zur "Anpassung seiner privaten Einstellung". Als das Buch herauskam, war das (mir) noch nicht klar.

im ÖRR Frau von Storch zu irgend etwas „aufbauen“ wollte? Miosga schien alle Mühe zu haben, eben dieses zu verhindern. Robin Alexander war es, der von Storch in gewisser Hinsicht "aufbaute" zu einer Art "Seherin".
Und ich frage mich, wie Sie darauf kommen, die AfD hätte nicht die Mittel, einen Keil zwischen CDU und SPD zu treiben.
Die haben sie. Schon alleine aufgrund der Tatsache, dass sie innerhalb von wenigen Monaten an der Union vorbeigezogen sind.
Ich bin mir sicher, wenn Frau Weidel im BT ihre Sicht der Dinge zu Wirtschaft, Migration und Klima sagt, gibt es viele in den Reihen der Union, die insgeheim nicken. Und die froh wären, wenn das „ihre“ Kanzlerin wäre.
Wäre es nicht so, hätte Merz doch keine Probleme, wäre er unangefochten der von allen verehrte Kanzler.
Diesen Eindruck habe ich aber nicht.
Wo Sie komplett richtig liegen, ist der Song von Mey, den Sie am Ende präsentieren. Wobei der Kapitän nicht betrunken ist. Er ist von Sinnen.

Thomas Hechinger | Di., 22. September 2026 - 11:35

Der neue Berliner Senat:

Regierende Bürgermeisterin
Elif Eralp

Innensenator
Firas Remmo

Bildungssenatorin
Sawsan Chebli

Senator für Kultur und h̶a̶ ̶h̶a̶ ̶h̶a̶ hi!
Felix Baumann

Senatorin für den Ausgleich im Nahen Osten
Luisa Neubauer

Senator für sichere Energie
Kai Wegner

⋮

Und wenn jemand fragt, wie Herr Wegner in die Liste kommt, der ist doch CDU: Das ist keinem aufgefallen.

Beauftragter für Jüdisches Leben und Queerbeauftragter in Personalunion:
Scharjil Khalid......

Aber immer positiv sehen: Wenn Innensenator Remmo für alle Männer Open-Carry-Pflicht für Messer von Mindestens 12cm Klingenlänge einführt, ziehe ich sofort nach Berlin XD

Jochen Burghardt | Di., 22. September 2026 - 11:40

...auf den Punkt gebracht, Herr Krischke! Wie immer, möchte ich sagen.
Zitat aus Ihrem Kommentar: "Vorausgesetzt, die verantwortlichen Akteure bei Union und SPD wären clever genug, es als Warnung zu lesen"
Genau. Somit kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass diese Akteure es nicht lesen werden.
Es ist für mich nicht vorstellbar, dass denjenigen, die sich seit Jahren völlig erkenntnisresistent zeigen, plötztlich ein Licht aufgehen sollte.
Mit den jetzigen Führungsfiguren der CDU kann und wird es m.E. keine Wendung zum Besseren geben.

Ingo Frank | Di., 22. September 2026 - 19:15

Antwort auf von Jochen Burghardt

Das Scheitern an der 5% Hürde aber voller Arroganz und Überheblichkeit die eigenen strategischen Fehler der Merkelschen Kanzlerschaftund nunmehr auch der von Merz nicht zu erkennen nicht beurteilen und schon gar nicht beheben …immer weiter in den Untergang und das alles fernab von Volk & Vaterland. ..
Und das Ergebnis dieser links Grünen Politik die Merkel einleitete, und Merz nun mit der SPD unbeirrt fortführt um den Preis einer unterirdischen Energie- & Wirtschaftspolitik die immer weitere Arbeitsplätze kostet und das Volk weiter ins Elend und in Armut treibt wird Folgen haben dahingehend, das die CDU & die SPD in die politische Bedeutungslosigkeit fallen
MfG a d Erf.Rep.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 22. September 2026 - 11:44

Wie kann man in meinen Augen als AfD nur so "dumme" Politik gegenüber der CDU/CSU machen?
Polarisierung oder Spaltung der Gesellschaft und politischen Gruppen?
Ich persönlich habe vieles davon auf Frau Merkels Konto verbucht, aber jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
Alleine dafür sollte die AfD meines Erachtens politisch "nachsitzen".
Mit so einer Partei würde ich im Leben nicht zusammenarbeiten wollen!
Dieses Verhalten gegenüber der CDU wirkt für mich von weitem wie ein Abklatsch des kommunistischen Kampfes gegen den vermeintlichen Hauptfeind, die SPD.
Ich bedauere sehr, dass die CDU in Mecklenburg-Vorpommern nicht in den Landtag kam.
Nicht, weil ich mit ihr politisch übereinstimme, sondern weil ich sie für seriös und integer halte. Strittige Politiker*innen gibt es überall.
Polarisierung in einer schon angespannten politischen Lage, mir wird schlecht...
UNVERANTWORTLICH

Thomas Hechinger | Di., 22. September 2026 - 11:56

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

UNFUG:
Wir brauchen keine kommunistische Einheitsfront von Linke bis CDU/CSU und eine Paria-AfD.
Die Bürger müssen die Möglichkeit einer Entscheidung haben, nur das ist Demokratie.
In den Fünfzigerjahren ging es heftig zu: SPD gegen Union, Wiederbewaffnung, Westliches Bündnis, Antikommunismus. Redeschlachten im Bundestag.
In den Siebzigerjahren ging es heftig zu: Union gegen SPD, Ostpolitik, Wandel durch Annäherung, mehr Demokratie wagen. Redeschlachten im Bundestag.
Dann hat Angela Merkel die Menschen mit ihrer alternativlosen Politik sediert und die Selbstzerstörung von CDU und CSU in die Wege geleitet. Das hat uns in die heutige Situation geführt.
UNVERANTWORTLICH

Armin Latell | Di., 22. September 2026 - 13:14

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

die bis heute praktizierte dumme Politik der cdu/csu gegenüber der AfD hat genau diese Resultate ergeben. Die charakterlosen Firguren in der "union" haben sich das wirklich verdient! Ja, und in Berlin gab es für Ihre in den Steinzeitsozialismus degenerierte spd aus den gleichen Gründen ebenfalls eine fette Klatsche. Ich frage mich wirklich, wie Sie überhaupt, wem auch immer, Polarisierung vorwerfen können! Die kompletten Wahlkämpfe des letzten halben Jahres (und lange davor) waren reine Polarisierung, alle Programme hatten nur ein einziges Ziel: den Wählern der AfD den Sieg vorzuenthalten. Vllt. hilft Ihnen ja ein Magenbitter gegen die Übelkeit. Gegen die AfD hilft er nicht. Gut so! Übrigens: Strittige Politiker*innen gibt es bei der AfD keine!

Urban Will | Di., 22. September 2026 - 18:16

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Wie kommen Sie auf die irrige Idee, werte Frau Sehrt-Irrek, die AfD hätte eine „dumme“ Politik ggü der Union gemacht? Es kann doch nicht sein, dass Sie alles vergessen haben, was seit Gründung dieser Partei lief? Wer hat denn wen ausgegrenzt? Warum überhaupt ist die AfD entstanden? Der Gründer Gauland könnte es Ihnen erklären. Als man damals die Euro-Politik ablehnte und ein Herr Gröhe abschätzend meinte, wenn man nicht mitgehe, solle man doch gehen. Ja, man ist gegangen, wurde übelst ausgegrenzt, hinter die Brandmauer geschoben, wie widerliche Schmuddelkinder behandelt. Und Sie kommen nun daher und geben der AfD die Schuld??
Seit Jahren – noch als die Union weit stärker war – bot man der CDU die Zusammenarbeit an. Man hätte seit Jahren gut bürgerlich-konservative Politik machen können, ohne den Irrsinn Migration, Klima und Energie. Dem Land ginge es heute bei weitem besser.
Die Union hat sich anders entschieden. Für linksgrün. Und nun kommt die Rechnung. Endlich.

Herr Will.
Ich fand diese Politik ebenfalls teils überzogen und "dumm".
Aber dann muss man doch sehen, wo die eigenen Möglichkeiten liegen und meines Erachtens ganz sicher nicht darin, die einzig möglichen, sagen wir "Verständigen" gegenüber den Belangen der AfD mit großem Getöse "kleinzumachen"?
Wie heisst es bei Mozarts "Entführung aus dem Serail"?
"Nichts ist so schändlich, wie die Rache".
Die AfD zerschneidet das Tischtuch zu den Konservativen?
Wenn Sie mich fragen, "dümmer geht`s nimmer"...

SPD-Wahlkampf Sachsen-Anhalt:
„Schutzwall gegen die blaue Flut“
Demokratische Wähler einer demokratischen Partei werden als todbringende Flut verunglimpft!

SPD-Wahlkampf Meck-Pom:
„Frau gegen Blau“

SPD-Wahlkampf Berlin:
„Krach gegen Nazis“
Primitiver gehts kaum, dazu Geschichtsverfälschung vom Feinsten

Grünen-Wahlkampf Berlin:
„Faschismus bekämpfen nicht kopieren“
Blau bedruckte Seiten, regnen aus einem Kopierer, daß auch jeder weiß, wer gemeint ist.

CDU-Wahlkampf Sachsen-Anhalt:
„Schädlingsbekämpfung“
Hallervorden nennt AfD-Wähler im Namen der CDU Schädlinge, die bekämpft werden müssen.

Etc.

Und Sie werfen der AfD Spaltung vor, ich denke Sie haben die deutsche Realität der letzten Jahre verpaßt. Spalten, hetzen und ausschließen tun die „Etablierten“, allen voran SPD & Grüne, nicht die AfD!

Und wo bleiben die politischen Inhalte um die es bei einer Wahl eigentlich gehen sollte?

um nur ganz schwach einmal das Bild der Faschisten("Rutenträger") aus der Vergangenheit zu nutzen, "Hüter der Macht", keinesfalls "Usurpatoren" der Macht, um nur in dem Bild zu bleiben.
Franco kam in Spanien nicht an gegen die Krone und auch nicht gegen die Kirche, um einmal Eliten zu nennen.
Die AfD ist zudem in der Bundesrepublik auf die "Zustimmung" der Wirtschaftsverbände angewiesen.
Aber in Bezug auf die Eliten hat sie sich wahrscheinlich schon entzaubert, denn die Wirtschaft floriert nur, wenn es keine bürgerkriegsähnlichen Zustände gibt oder etwa autoritäre oder libertäre Regierungen.
Aber seit wann interessiert sich die AfD für die fragile Machtbalance der Bundesrepublik Deutschland?

Demokratie, aber es gibt eben auch eine Geschichte, die dorthin führt und damit meine ich jetzt nicht die des 3. Reiches, sondern die erarbeiteten Stärken verschiedener Segmente der politischen Gesellschaft, aus denen diese verfasste parlamentarische Demokratie dann doch auch erstehen konnte.
Ein absolutes NoGo ist aus der Geschichte des 3. Reiches etwa eine politische Willkür rechter Kreise gegen Eliten, das Bürgertum oder die einfachen Leute (Sozialdemokratie/Linke).
Ich fand Frau Merkel persönlich schrecklich und als CDU-Kanzlerin eine Fehlbesetzung, samt "ihrer" Granden, aber ich wußte doch, wofür die CDU stand und steht und da kann man doch sicher mal bei Herrn Gauland nachfragen.
Der Osten scheint mir nach wie vor ohne ausreichende Orientierung in so wichtigen Fragen wie denen der gewachsenen Machtkonstellationen in der Bundesrepublik.
Die Idee, man hätte es jetzt mal gerne anders ist teils nachvollziehbar, aber nicht umsetzbar gegen unsere verfasste parlamentarische Demokratie

komplett anders aufgefasst. Die AfD hat niemanden „kleingemacht“. Wen denn? Wen konnte sie denn „kleinmachen“? Sie ist doch erst seit einigen Monaten in der Lage, andere – wenn sie es denn möchte - „klein zu machen“.
Sie wurde kleingemacht. Und das noch, als sie bereits groß war.
Ich verstehe Sie einfach nicht, Frau Sehrt-Irrek.
Sie sprechen hier weiter unten von „bürgerkriegsähnlichen“ Zuständen. Wer ruft die denn hervor? Es sind doch die von Ihrer Partei gepimperten „NGOs“. Nennen Sie mir bitte eine AfD-Organisation, die ggü anderen Gewalt anwendet.
In welchem Land leben Sie? Woher nehmen Sie die Gründe für all das, was Sie hier hinschreiben?
Ich stimme mit Ihnen überein. Merkel war schrecklich.
Und Merkel war nie die CDU, die ich mal kannte und wählte. Da würde auch ein Gauland nicken.
Und doch: man kann es anders machen. Auch in „unserer verfassten parlamentarischen Demokratie“
Alles andere wäre der blanke Wahnsinn.

der AfD gegen die CDU und ich griff zu einem solchen Tonfall, weil mir der "edel" erscheint, wie "Donnerhall" oder "Goethe".
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich den Tonfall kenne, jedenfalls sprach ich Frau von Storch auf dieser Ebene an.
Ansonsten habe ich meine typische "Transzendenzstufung" angewandt, die ich keinesfalls abgeschlossen sehe für die einzelnen Gruppen der Gesellschaft, eher im Sinne von historischen "Benchmarkern", wenn es passt passt.
Ich schreibe immer wieder, dass ich die Geschichte der AfD nachvollziehen kann, sogar die der NSDAP.
Die Leute damals konnten schliesslich noch nicht so in die Politik hineinschauen.
Ich stehe der AfD aber nicht nahe und fürchte auch ihre gesellschaftlichen Auswirkungen.
Was macht man dann als schwaches Glied der Gesellschaft, ich rufe auch nach den Eliten!
Herr Krischke hat mich dann aber sehr überrascht.
Ich bin wirklich eine "Treudoofe".
Es meinte mal jemand zu mir, man dürfe mir nicht mit Sarkasmus kommen, der liege fernab von mir

Rainer Mrochen | Di., 22. September 2026 - 11:56

"Denn obwohl sich Friedrich Merz im Wahlkampf noch als Kanzler der Wirtschaft inszenierte, nimmt das Vertrauen der Menschen in die Union auch dahingehend spürbar ab."
Ob dieser Aussage bin ich etwas irritiert. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß in diesem Land niemand Kanzler wird, der nicht das Plazet der Wirtschaft(s)-Verbände hat. Also wenn sie von Menschen sprechen dann sind ja wohl diese auch gemeint. Das Dumme ist nur, daß die Wirtschaft einerseits dieses Spiel angeregt hat und vor der Hand offensichtlich weiter unterstützt. Die Widerstände sind jedenfalls nicht wirklich zu sehen. Warum auch? Kapital ist flüchtig, wir erleben es! Wenn sie also von Menschen reden, Herr Krischke, dann meinen sie die träge Masse. Diese trägt allerdings die Grundlast(Fähigkeit), die notwendig ist, um grundsätzliche Veränderungen herbeizuführen. Wir werden erleben wieviel Grundlast notwendig ist, um dem rotierenden System soviel Energie zu verleihen, daß letztlich Stabilität entsteht. (Ach, Physik).

Sunstreet | Di., 22. September 2026 - 12:07

Wo liegen denn die Kompetenzen in den Parteien? Wir haben Berufspolitiker und ungelernte Absahner in den Parlamenten sitzen. Das Listenwahlsystem und die fehlenden Kontroll- und Sanktionierungsmöglichkeiten haben diese Situation möglich gemacht. Es ist egal, ob die Wirtschaft mit ihren viel zu einflussreichen Lobbyverbänden oder die unproduktive NGO- und Sozialüberfrachtung mit Steuergeldern überschüttet werden. Auf der Strecke bleiben immer die steuerzahlenden Bürger und die Sachpolitik. Jetzt müssen für Milliarden unsere „Werte“ und die Demokratie in einem der korruptesten Länder der Welt verteidigt werden, damit die Superreichen in den USA noch reicher werden. Dafür muss man dann auch noch China und Russland dämonisieren. Von den „Segnungen“ und den Provokationen der demokratisch nicht legitimierten EU-Kommission ganz zu schweigen. Irgendwann bricht jedes Lügengebilde zusammen. Und je ungeeigneter das Personal und die Basis, desto schneller geht es.

Wolfgang Borchardt | Di., 22. September 2026 - 12:43

wird kein einziges der übermächtigen Probleme gelöst. Und die zähe Persönlichkeit, die Schwesig heißt, hat der SPD den Wahlerfolg ganz allein beschert - genauso wie die Linke ihren früheren Wahlsieg in Thüringen ganz allein Bodo Ramelow zu verdanken hatte, der ebenfalls mit seiner Person und ohne Namensnennung der Partei auf den Plakaten den Sieg einfahren durfte. Ein grauer Kandidat in MV hätte die SPD stark reduzier und wäre die AfD gleich mit Bodo Schulte angetreten, wäre es für die SPD auch schwieriger geworden. Dass Frau Schwesig "unsere Heimat" nicht den Falschen bzw der AfD überlassen will, hat man ihr nicht weiter üübelgenommen. Schließlich hat sie dabei ausgeklammert, dass "unsere Heimat" schon in bemerkenswertem Umfang Islamisten, Antisemiten und Unintegrierten überlassen wurde

Sehr geehrter Herr Borchardt, Ihr letzter Satz
"Schließlich hat sie dabei ausgeklammert, dass "unsere Heimat" schon in bemerkenswertem Umfang Islamisten, Antisemiten und Unintegrierten überlassen wurde",
hat meine vollste Zustimmung.

Heidemarie Heim | Di., 22. September 2026 - 12:46

Ja lieber Herr Krischke! Der Gesichtsausdruck von Frau Miosga und der anderer ihrer Gäste, die dem Ansinnen nach Frau v. Storch meinte damit kompromittieren zu können in ihrer Sendung, und der dazu vorsichtige Beifall des Herrn Robin Alexander, waren ein weiteres Mal preisverdächtig;) Halt, wie ich empfand nachdem man schnell wie gewohnt das Thema und den Gast wechselte, ein klassischer Knieschuss. Und ich könnte mir angesichts der bisher mangelhaften Beratertätigkeit im Kanzleramt, welche vielleicht auch ursächlich einer gewissen Beratungsresistenz geschuldet ist vorstellen, dass es dieses oder ein ähnliches Strategie-Papier vom politischen Gegner überhaupt schafft in die dafür zuständigen Abteilungen, sofort zur Verschlusssache erklärt wird.
Wahlweise an die Kollegen im Innenministerium und von dort an die verarbeitende Behörde namens Verfassungsschutz weitergeleitet wird für deren Beweismittelsammlung eines künftigen Platzverbotes durch die Karlsruher Schiedsrichter;)! MfG

In dem wir beide die die Sendung sahen von einem intellektuellem Strategiepapier der Frau v Storch hörten, in dem einiges vollkommen richtig vorhergesagt wurde. Vorsicht war das m M keine. Auch nicht als Alexander des SPD Mann damit konfrontierte und ihn fast anflehte von einem Bündnis mit den SED Erben abzusehen, Auch das war m M nicht vorsichtig sondern mehr als bestimmt.
LG aus Thüringen

Beherrsche ich scheinbar auch lieber Herr Frank;)! Ich wollte eigentlich zum Ausdruck bringen, dass Frau Miosga mir ziemlich überrascht schien, dass Herr Alexander von wegen "Mitte zerstören wollen" nicht ansprang.Weshalb wie immer,wenn was "Anti-AfD-mäßiges" in die Hose geht das Wort abgeschnitten o. Thema
gewechselt wird. Außerdem gibt mir Herr Alexander als Dauergast nahezu jeden politischen Talks Rätsel auf. Ich kann ihn oder seine Intentionen nicht einschätzen.Er gibt sich mal moderat, mal angriffslustig o. wie verlangt von einem ordentlichen Journalisten "sagend was ist", jedoch meine ich da immer einen Unterton herauszuhören.Das irritiert mich ehrlich gesagt etwas. Ansonsten würde ich sagen, eine Sendung wie jede andere des OERR wenn die AfD anwesend o. Thema ist;).
LG aus RLP

Herr B. | Di., 22. September 2026 - 12:57

Genau das ist das Problem, denn sie sind es nicht. Die SPD wird zusammen mit den Grünen in Berlin mit den Kommunisten koalieren. Die Union hat immer noch nicht begriffen, daß der einzige Platz, der ihr noch bleibt, rechts der (echten) Mitte ist, alle anderen Stühle sind besetzt.

An den Programmpunkten der AfD - Wirtschaft, Wohlstand, Migration und innerer Sicherheit – zeigt sich, daß die AfD nicht ansatzweise radikal ist, dafür stand die Union bis 2005.

Die CDU wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, die AfD wird sie ersetzen. Die von von Storch vorhergesagte/erwünschte Polarisierung wird kommen, nur ohne die Union, es wird die rechte AfD gegen die linksextremen Parteien SPD, Grüne und Linke sein. Wobei die AfD zur neuen Mitte werden dürfte, denn nur sie vertritt die gesellschaftliche Mitte.

Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht, daß die CDU in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, ich jedenfalls nicht.

Vielen Dank für den fairen Artikel.

Markus Michaelis | Di., 22. September 2026 - 14:01

Bei Miosga saßen Robin Alexander und von Storch, dieses Strategiepapier wurde vorgestellt, auch sein Erfolg. Die Frage von Alexander und Miosga and von Storch war, warum sie eiskalt die Mitte zerstören wolle, mit der man doch nicht so schlecht gefahren sei.

Kein Funken selbstkritische Reflexion. Ein London Times-Artikel die Tage hat es (sicher wohl zugespitzt) auf den Punkt gebracht, dass Merkel die größte Extremistin war, die ab einem Punkt nur noch für Werte stand. Menschen waren nur noch Material zur Umsetzung der richtigen Werte (jetzt in meinen Worten). Die deutsche Mitte ist da weitgehend mitgegangen. Man hatte das Gefühl für Balancen, Unbekanntes, Grenzen, Widersprüche verloren, man scharte sich um heilige Letztwahrheiten (Klima, Gerechtigkeit, Weltgesellschaft, was auch immer), kein Gefühl mehr für eigene Stärken und Schwächen, überhaupt für "Wir und Die".

Der ÖRR immer mit vorne dabei (Unis, Kirchen etc. aber auch). Und Miosga fragt, warum die AfD die Mitte zerstören wolle.

auch gelesen, ich über MSN.
Sehr zugespitzt und zugegeben, es gab keine abrupte Abwendung von wohl "Merkels" Politik, aber soviel darf man doch von Politik verstehen, dass die so auch nicht notwendig war?
Haben Sie nicht anfangs gedacht, dass Frau Merkel gerade historische Dimensionen für die CDU/CSU auftue?
Ich schon und war überrascht, denn ich konnte mit ihr nie etwas anfangen.
Nur weil Frau Merkel eventuell nicht in der Lage war, diese Dimensionen auch nur annähernd zu formen, meiner Meinung nach schlicht, weil sie zu hoch hinauswollte, deshalb war doch nicht das gesamte Projekt falsch?
Es hat m.E. zwar die Grünen sehr stark gemacht und teils die Linke, aber schon mit Frau AKK war doch klar, dass die CDU wieder Boden unter die Füße bekommen wollte!
Die Brandmauer gegen evtl. zuvor politisch "Ausgestoßene" fand ich nicht klug, jetzt aber auch nicht, was Frau Katrin Sass von Bekannten berichtet, Sachsen-Anhalt sei die Rache der Ossis. s. Berliner Zeitung
An den eigenen Leuten?

Meines Erachtens war eine "Abwendung" so krass nicht nötig, was aber wichtiger ist, sie war auch gar nicht möglich.
Frau Merkel hatte evtl. eine "neue Welt-Bibel" geschrieben, vielleicht auch nur ihre, aber das bekommt man nicht so schnell wieder eingefangen.
Da überlegt Frau von Storch, die politische Mitte "zu zerstören", um was zu tun?
Von sich aus einen Graben aufzutun zwischen Konservativen und Liberalkonservativen oder Rechten?
Was gab ihr den Stoff dazu?
Vielleicht der weltweite "Niedergang" der Konservativen und dann hebt man noch gerne das Grab aus?
Die Rechte hätte jemals für politische Stabilität und Prosperität gestanden?
Ich schreibe so nur, weil Frau von Storch evtl. große politische Dimensionen im Kopf hat als Adlige.
"Fail", nenne ich das und verstehe langsam, warum die Konservativen doch eher Abstand von einem evtl. so "rührigen Haufen" nehmen, wie den Rechten.
Das hat mit Frau Merkel m.E. nichts mehr zutun, sondern mit der Selbstdarstellung von sogenannten Rechten...

Das auch mit Blick auf Ihren DAGEGEN Kommentar oben. Ich sehe da andere Aspekte stärker. Es gibt nicht DAS EINE Integer, mit dem man immer zusammengehen sollte. Es gibt nicht die ewig festgeschriebenen "eigenen Leute", mit denen man sich am Ende immer wieder zusammenrauft, solange sie nur integer sind. Ja - aber nicht unendlich. Die CDU (Merkel, Mitte) ging ab einem Punkt einen eher extremen Weg mit einem extremen Weltbild - das kann man machen, aber es muss nicht jeder mitgehen, auch wenn das integer gemeint ist. Es ist daran auch nichts grundsätzlich falsch - nur gibt es eben auch andere Entscheidungen.

Falsch fand ich das nicht als Entscheidung darzustellen, sondern als alternativlos, und die Wucht, mit der man andere Entscheidungen abwertete. Das gilt für Migration aber auch andere Themen. Wenn man den Mensch überhaupt als offen sieht, ist es dann auch normal, dass sich ab einem Punkt Wege auch trennen.

ich glaube nicht, dass wir zuletzt so weit auseinanderliegen.
Aber dann doch, Mein Gott, die eigenen Leute, dann noch die, mit denen man einzig eine gemeinsame politische Basis hätte, dann noch nach all den Verwerfungen und Anstrengungen im Osten...
Nach Merkel hätte man auf Gemeinsamkeiten aufmerksam machen können?
Ich fasse es nicht, habe mich aber wohl derart echauffiert, dass ich `runterkommen sollte.
Danke für die Debatte.

Zum einen hatte Merkel niemals Werte, sie hatte Ideologie und Agenda, das sind keine Werte.

Zum anderen gibt es die politische Mitte seit und dank Merkel nicht mehr, Grüne und SED/PDS/Linke waren nie Mitte (der Gesellschaft), die SPD ist es nicht mehr, die CDU ist es nur noch bedingt.

Die Mitte der Gesellschaft wird nur noch von der AfD vertreten, die AfD ist die neue Volkspartei.

Das, was vom ÖRR als „Mitte“ bezeichnet wird, war nie eine. „Mitte“ im Sinne des ÖRR ist ein linker Kampfbegriff der über die extremistischen und totalitären Intentionen derer die sich selbst als „Mitte“ bezeichnen, hinwegtäuschen soll. Das zu zerstören ist ein ehrenwertes Vorhaben und absolut im Sinne der Demokratie, des GG und des Rechtsstaats, alles ohne den Zusatz „unser“.

ErnstGünther Konrad | Di., 22. September 2026 - 14:55

Ich schreibe seit Dez. 2018 im Cicero. Ich habe etliche verbale Schlachten mit einem Herr Lenz, einem Herrn Hügle und verschiedenen anderen linksgedrehten Kommentatoren ausgefochten, die gerne auch mal ganz persönlich unter die Gürtellinie ausgeteilt haben. Immer hörte man auch aus einigen Artikelschreibern z. B. Antje Hildebrandt, dass AFDler nichts drauf haben, nicht wirklich gut denken können, keine Lösungen haben und für das Land natürlich schon gar keinen Plan. Und jetzt erinnern Sie Herr Krischke, an diese klugen Aussagen einer Beatrice von Storch (AFD). Eine tiefgreifend denkende Analystin der AFD, streitbar und unerschrocken, die das alles vorausgesagt hat, was wir gerade erleben. So quasi ein weiblicher Nostradamus. Es ist so, wie Herr Habel oben schreibt. Eine Partei die kluge Köpfe wie Rödder und Patzelt verdrängen, wollen von Storch nicht lesen und wenn doch, fehlt es ihnen an Intellekt sie zu verstehen. Die Union wird sich spalten. Nicht morgen, aber schon übermorgen.

dass AfD`ler dumm seien!
Ich schrieb etwa, wie kann man als AfD`ler nur so "dumm" sein, die Konservativen evtl. "zerstören" zu wollen?
Die Demonstration der Nähe zu ihnen hätte der AfD besser zu Gesicht gestanden, als der Kampf gegen die Mitte, kurz konstruktive Politik, die aber vielleicht nicht soviele Wählerstimmen generiert hätte?
Tut mir leid, ich bin einfach nur entsetzt.

Das hoffe ich sehr, denn nur so hat der konservative Teil der Union eine Chance zu überleben. Und nur so sind Mehrheiten rechts der Mitte absehbar möglich.

Sollte sie sich nicht spalten, wird sie insgesamt untergehen, denn der leider ton-/richtungsangebende grünlinke Merkel-Flügel der Union ist überflüssig, er wird die gesamte Union in die Bedeutungslosigkeit ziehen.

Dazu bräuchte es Mut, politische Vorausschau oder gar Visionen und einen eisernen politischen Willen. kurz, es bräuchte „Eier“ und da sehe ich in den Reihen 1 bis 4 der CDU Oberen keinen einzigen der besagte hat. Wem tauen Sie das denn zu Herr B. ? ? Das würde mich sehr interessieren….. oder ist der schwarze Messias gerade erst geboren und sein Stern gerade erst aufgegangen ? Nur kennen tut ihn niemand 😂😂😂😂😂
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik

sondern das ich es hoffe, es wäre der einzige Weg die Union zu retten, denn wenn sie sich nicht spaltet, dann gehen beide Flügel unter. Ob ich das glauben will/kann, weiß ich auch nicht, vermutlich eher nicht, aber hoffen wird doch wohl noch erlaubt sein, oder?

Mein Kommentar bezog sich auf die Aussage von Herrn Konrad.

ErnstGünther Konrad | Di., 22. September 2026 - 15:03

Auch Alice Weidel hat sich als Seherin geoutet. Sie prophezeit der UNION letztens im Bundestag, das sie sich in der Unionsfraktion umsehen sollen, weil diese Abgeordneten im nächsten Bundestag dann ihre Sitznachbarn aus der UNION nicht mehr sehen werden, wenn Merz it dieser Partei fertig ist. Auch das hat Potenzial zur Wahrheit zu werden, wofür die Umfragen derzeit ja deutlich hinweisen. Wer den Kanzler wieder gehört hat, wer die Statements der SPD Versager hört muss kein Orakel sein, das diese Regierung am Ende ist. Es fragt sich nur, wer zieht Merz den Stecker oder der gesamten Regierung und was kommt dann. Spekulationen gibt es ja zu Hauf. Ich bleibe deshalb in jedem Fall dabei, egal wie es konkret laufen wird, Merz ist bis Ende des Jahres aus dem Rennen. Die Frage ist nur, welche Form des politischen Suizid er wählt.

Karl-Heinz Weiß | Di., 22. September 2026 - 17:57

Beim Einreißen der "Brandmauer " hat sich der hessische Ministerpräsident bereits seine ersten Sporen für die Kanzlerkandidatur verdient. Jetzt fehlen nur noch 5 CDU-Abgeordnete in SA, die nach der Bildung einer eigenen Fraktion der AfD Koalitionsverhandlungen anbieten mit der Begründung "44% der Wähler können nicht ignoriert werden". Nach den Liebesbekundungen der Berliner SPD in Richtung der SED-Nachfolgepartei muss nun ein Teil der CDU Farbe bekennen. Friedrich Merz hat dafür nicht die politische Statur.

sehe ich auch so Herr Frank, am besten man macht einen großen Bogen um Linke. Ich finde es einerseits gut und konsequent, daß die AfD regieren will, sich vom kommunistischen BSW abhängig zu machen ist aber falsch. Und wenn ich es richtig verstehe, dann stimmt das BSW auch nur dann zu, wenn nicht Siegmund MP wird, sondern irgendein Überparteilicher. Das ist ein fauler Kompromiß!

Ingo Frank | Di., 22. September 2026 - 20:46

Antwort auf von Herr B.

Einflüsterer Lafontaine nicht über den Weg ..,,
. Wagenknecht ist dermaßen autoritär, da hätten selbst die Alt- SED- Garden noch von ihr lernen können ….und dennoch hat Sie es nicht geschafft, ihren „Thüringer Laden“ zusammenzuhalten, mit dem Ergebnis, einer mehr als Halbierung ihres erreichten letzten LT Wahlergebnisses. Das Wolf & Co. weder die Kohle für den kommenden Wahlkampf auftreiben können noch irgendwie außerhalb des linken Dunstkreises der SED Erben aus dem sie alle abstammen Punkte im Thüringer Volk sammeln können, ist diese Partei ein Tod geborenes linkes Kind.
Und da Wagenknechts Anhängerschaft inkl. Sie selbst Fleisch vom Fleisch der SED Erben sind ist überhaupt nicht sicher, das ihr ihr Flirt mit Siegmund in SA nicht immensen politischen Schaden zufügt. Das da die AfD in die gleiche Sackgasse laufen kann, in dem sie mit den Kommunisten vom BSW praktiziert, ist bis dato auch noch nicht entschieden. Viele AfD Wähler sehen das mit Sicherheit ebenso skeptisch
MfG a d E R

getraut, sie ist intelligent, redegewandt und mäßig atraktiv, sie weiß dies entsprechend zu nutzen. Ich habe ihr den angeblichen Wandel nie abgenommen, wer einem Alt-SEDler wie dem Gysi zu linksradikal ist, der wird nicht übernacht zum Bürgerlichen, das ist alles nur gespielt um vom Lager der Unzufriedenen, das bis dato überwiegend die AfD bedient, zu profitieren.

Ich bin gegen jegliche Kooperation zwischen der AfD und dem BSW, das wird der AfD schaden, da bin ich mir sicher.

Urban Will | Di., 22. September 2026 - 18:05

Wobei ich Frau von Storch hier nicht abwerten möchte. Sie hat das gemacht, was eigentlich auf der Hand lag. Im Juli 2025 war längst klar, dass Merz seine Wähler nach Strich und Faden belogen hatte. Es war klar, dass die Union sich bedingungslos an die SPD gekettet hatte. Jedem Kind war das klar. Ebenso wie die Tatsache, dass die Sozen immer sozialistitscher wurden.
Und somit ergab sich doch alles von alleine.
Natürlich war es ein Geschenk des Himmels für die AfD, dass Merz noch unfähiger war und ist als man sich das nur „erträumen“ konnte, aber all das kann man der AfD nicht ankreiden. Merz hat weit mehr „geliefert“. Er ist der größte Versager unserer Geschichte.
Sogar der Merz-Verehrer Robin Alexander (er sah in ihm die letzte Bastion gg „Rechtsextrem“, was ihn in meinen Augen allerdings als "großen Journalisten" abwertet) hat bei Miosga anerkennend und mit weit weniger gespielter Abscheu mit Frau von Storch kommuniziert.
Man hat verstanden und akzeptiert. Die Wende ist da.

Armin Latell | Do., 24. September 2026 - 08:30

Antwort auf von Armin Latell

Frau Sehrt-Irrek, aber ich fürchte tatsächlich, dass Sie da unter einer linksinduzierten Halluzination leiden?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 24. September 2026 - 10:26

Antwort auf von Armin Latell

aber manchmal gelingt es mir!
Aber gut gegeben:)

Walter Bühler | Mi., 23. September 2026 - 09:15

... schon zu meinen vergangenen SPD-Zeiten im Raum der evangelischen Kirche als eine aufrechte und kluge Frau kennengelernt.

Warum sollte sich das geändert haben? Ich kann verstehen, dass sie in all den Jahren der öffentlichen Diffamierung vielleicht etwas härter geworden ist. Das wäre jedem anderen in vergleichbarer Lage auch passiert.