Porträt des Historikers, Immobilieninvestors und Buchautors Rainer Zitelmann
Porträt des Historikers, Immobilieninvestors und Buchautors Rainer Zitelmann in Berlin / picture alliance / Markus C. Hurek | Markus C. Hurek

Strafrecht und Meinungsfreiheit - Hitler mit Hakenkreuz – wer hätte das gedacht?

Wegen einer satirischen Hitler-Putin-Montage wird gegen den Historiker Rainer Zitelmann ermittelt. Schützt der Staat hier die Demokratie – oder schüchtert er kritische Stimmen ein?

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Wolfgang Kubicki ist stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

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Die Tatsache, dass von Adolf Hitler nur wenige Fotos ohne Hakenkreuz existieren, rückte den Historiker und Autor Rainer Zitelmann jetzt in das Visier der Ermittler. Das verwundert schon deswegen, weil es in deutschen Medien wahrlich nicht an Hitler-Fotos mit Hakenkreuz mangelt. Legendär etwa das satirische Titanic-Titelbild: „Schrecklicher Verdacht: War Hitler Antisemit?“ Aber auch der Spiegel hat Hitler mit Hakenkreuz unzählige Male auf das Titelblatt gehoben. Ebenso der Stern, inklusive frei erfundener Tagebücher des „Führers“. Und als auf Sylt sehr betrunkene junge Menschen zu Gigi D’Agostinos „L’amour toujours“ einen ausländerfeindlichen Slogan skandierten, ließ der Stern ein mächtiges Hakenkreuz auf dem Boden eines Champagnerglases erscheinen, mit dem Titel „Die Champagner-Nazis“. Den Gipfel der Geschmacklosigkeit haben aber – insoweit zuverlässig – die Macher des Spiegel geliefert, als sie aus einer schwarz-rot-goldenen Fahne ein Hakenkreuz erscheinen ließen.

Auch im privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind die Nazis und ihre Symbole omnipräsent. Es ist in Deutschland nahezu unmöglich, nach 23 Uhr durch das Fernsehprogramm zu zappen, ohne irgendwo mit Hitler, Nazis oder den Schlachten des Zweiten Weltkriegs konfrontiert zu werden. 

Was ist also der Unterschied zu Rainer Zitelmann, der kürzlich Post von der Berliner Polizei bekam? Er hatte – um Wladimir Putin zu kritisieren – eine Montage von Hitler und dem russischen Präsidenten gepostet. Beide mit Sprechblasen, in denen auf Englisch stand: „Gebt mir die Tschechoslowakei und ich werde niemand anderen angreifen“ beziehungsweise „Gebt mir die Ukraine und ich werde niemand anderen angreifen“. Ein klares satirisches politisches Statement, das naive Ansichten über die Motivation von Wladimir Putin kritisieren soll. Hitler trug auf dem Bild eine Hakenkreuzbinde.

Kein politisches Symbol wurde häufiger gedruckt und gesendet als das Hakenkreuz

Im Deutschland des Jahres 2026 kommt man schon mit Pinocchio-Vergleichen in das Visier der Staatsmacht – klar, dass auch bei Hitler Ungemach droht. Die Ermittler meinten, die Hakenkreuzbinde hätte nicht gezeigt werden dürfen. Der Verdacht gegen Zitelmann gründet auf § 86a StGB, der das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen unter Strafe stellt. Eine Norm, die viele Probleme verursacht, wenn ihre Reichweite nicht sorgfältig bestimmt wird.

Denn was sind solche Organisationen? Die NSDAP und ihr Hakenkreuz fallen unzweifelhaft darunter. Juristisch etwas spannender wird es hingegen bei der FDJ, die in Westdeutschland als verfassungswidrig verboten wurde. Juristen mussten sich also irgendwann mit der Frage auseinandersetzen, ob die Verwendung von FDJ-Symbolen unter § 86a StGB fällt. Man verneinte dies für die Symbole der DDR-FDJ, weil sich das Verbot der FDJ nur auf die in der Bundesrepublik tätige Organisation bezog und nicht auf die staatliche Jugendorganisation der DDR. Wer einen Wimpel der FDJ mit sich herumträgt, der in Westdeutschland gefertigt wurde, macht sich demnach strafbar. Ein Ost-Wimpel ist hingegen in Ordnung. Ich hielte es für klug, weiterhin einfach niemanden dafür strafrechtlich zu belangen. Aber es ist eines von vielen Beispielen, bei denen diese Norm an ihre Grenzen kommt.

Sie kommt aber selbst beim Hakenkreuz an ihre Grenzen, denn wie bereits ausgeführt, ist dieses nach wie vor omnipräsent. Kein politisches Symbol wurde häufiger gedruckt und gesendet als das Hakenkreuz. Alles Straftaten? Nein, natürlich nicht.

Die Meinungsfreiheit gebietet schon von vornherein eine äußerst restriktive Auslegung der Norm. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist der Tatbestand des § 86a StGB bereits dann einschränkend auszulegen, wenn die konkrete Verwendung offensichtlich nicht geeignet ist, den Schutzzweck der Vorschrift zu beeinträchtigen. Das klingt für Nichtjuristen recht technisch, ist aber im Prinzip ganz einfach.

Die satirische Montage fällt unter diese gesetzliche Privilegierung

Der Bundesgerichtshof hat ausgeführt, dass der Schutzzweck des § 86a StGB darin besteht, ein Wiederaufleben verfassungswidriger Organisationen zu verhindern und den Eindruck zu vermeiden, ihre Ziele könnten erneut politische Geltung erlangen. Zugleich soll verhindert werden, dass sich ihre Kennzeichen wieder in den politischen Alltag „einbürgern“ und damit ihre propagandistische Wirkung zurückgewinnen. Kurzum: Man will die Symbole tabuisieren.

Im Fall von Rainer Zitelmann dürfte klar sein, dass die ersten beiden Varianten sofort ausscheiden. Und auch die dritte Variante scheidet aus, da die Omnipräsenz des Hakenkreuzes auf historischen Aufnahmen evident ist. Die satirische Montage hat nichts enttabuisiert und keine weiteren Räume für die Präsenz des Hakenkreuzes geschaffen. Diese Annahme wäre geradezu absurd.

Der Bundesgerichtshof hat darum auch ausdrücklich festgehalten, dass eine Verwendung nicht tatbestandsmäßig sein kann, wenn sie „in offenkundiger und eindeutiger Weise der Gegnerschaft zu der Organisation und der Bekämpfung ihrer Ideologie dient“. Auch wenn die Anforderungen an diese „offenkundige Gegnerschaft“ hoch sind, dürfte das hier nicht ernsthaft in Frage stehen. Die Verachtung für Hitler und seine Kriegspolitik ist schließlich die Voraussetzung dafür, dass die Montage überhaupt einen Sinn ergibt.

Aber auch der Gesetzgeber selbst hat die Problematik gesehen und eine sogenannte Sozialadäquanzklausel eingefügt. Diese findet sich in § 86 Abs. 4 StGB und gilt über die Verweisung auch für § 86a StGB. Auch das klingt wiederum sehr technisch, ist aber im Prinzip einfach: Nicht strafbar sein soll die Verwendung, wenn sie der „staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken“ dient. Spätestens hier sollte klar sein, dass die satirische Montage unter diese gesetzliche Privilegierung fällt.

Die Verfahren selbst werden zur Einschüchterung genutzt

Rainer Zitelmann begegnet dem Verfahren mit großer Souveränität und Humor. Wie mag es aber Menschen gehen, die diese Möglichkeiten nicht haben? Rainer Zitelmann hat völlig zu Recht genau darauf hingewiesen. Es ist ein Irrtum zu glauben, die staatliche Repression beginne erst mit der rechtskräftigen Verurteilung. Wer einmal in die Mühlen der Strafverfolgung geraten ist, weiß das. Der Staat hat hier eine unglaubliche Macht.

Ein Rechtsstaat lässt seine Bürger daher niemals wehrlos – auch nicht, wenn er von der Schuld des Verfolgten überzeugt ist. Ein faires und rechtsstaatliches Verfahren ist das Mindeste, was ein Rechtsstaat zu bieten hat.

Mit diesem „Mindesten“ kann sich eine moderne liberale Demokratie aber nicht begnügen. Ein moderner und liberaler Rechtsstaat setzt seine Macht nur sehr zurückhaltend und nur als ultima ratio ein, weil er weiß, welche enormen Belastungen er jedem zumutet, der unverschuldet in die Mühlen der Justiz gerät.

Von diesem Zustand sind wir ein gutes Stück entfernt. Mehr noch: Man muss inzwischen den Eindruck gewinnen, dass die Verfahren selbst zur Einschüchterung genutzt werden. Die unsäglichen Meldestellen, die ich an dieser Stelle schon oft kritisiert habe, tun ihr Übriges. Sie spielen sich als Wächter des Meinungsdiskurses auf und setzen die oft völlig überforderten Strafverfolgungsbehörden in die Spur.

Wir brauchen eine Strafrechtsreform für die Meinungsfreiheit

Dass die prominentesten Fälle der jüngsten Vergangenheit mit Bolz, Fleischhauer und Zitelmann lauter Vertreter des liberalen und konservativen Spektrums getroffen haben, sehe ich nicht als Zufall. Aber dabei wird es nicht bleiben, denn der Verfolgungsfuror ist inzwischen völlig außer Rand und Band geraten.

Ich sehe nur zwei Handlungsmöglichkeiten: Zum einen braucht es mutige Staatsanwälte, die ein paar ihrer besonders übereifrigen Kollegen wegen der Verfolgung Unschuldiger vors Brett nehmen. Auch das ist nämlich strafbar – und die Fälle, in denen ganz offensichtlich nicht strafbares Verhalten verfolgt wird, häufen sich.

Das Zweite ist, dass wir dringend eine Strafrechtsreform für die Meinungsfreiheit brauchen. Diese muss nicht nur die Streichung des Paragraphen 188 beinhalten, sondern auch eine Überarbeitung des § 86a StGB, die seine Anwendung auf die Fälle zurückführt, die wir als Gesellschaft auf keinen Fall wollen können. Auch eine komplette Verbannung des persönlichen Ehrschutzes aus dem Strafrecht in das Zivilrecht darf kein Tabu sein.

Wenn wir weiter achselzuckend die evidenten Einschüchterungsversuche gegen die freie Rede hinnehmen, werden wir diese Republik irgendwann nicht mehr wiedererkennen. Und es wird sich keiner mehr trauen, darüber zu reden.

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Walter Buehler | Sa., 14. März 2026 - 09:43

Das ist eine gute Beobachtung, Herr Kubicki!

"Auch im privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind die Nazis und ihre Symbole omnipräsent. Es ist in Deutschland nahezu unmöglich, nach 23 Uhr durch das Fernsehprogramm zu zappen, ohne irgendwo mit Hitler, Nazis oder den Schlachten des Zweiten Weltkriegs konfrontiert zu werden."

Besonders das ZDF mit seinen "Untersendern" wie ZDFneo usw. scheint permanent und zuverlässig die harte rechte Szene (besonders die Landser-Romantiker) mit historischer Nazi-Propaganda zu versorgen, natürlich oberflächlich als "antifaschistische Erziehung" verpackt.

Vielleicht geht es ja aber auch ja nur um eine billige Möglichkeit, die Sendezeit iregndwie tot zu schlagen. Diese Filmchen von Hitlers Berghof lassen sich halt unbegrenzt oft abspielen.

Thomas Veit | Sa., 14. März 2026 - 09:44

"Schützt der Staat hier die Demokratie – oder schüchtert er kritische Stimmen ein?"

Der 'Vorgang Zitelmann' (und auch andere vom 'Typ Bademantel'...) sollte genau unter dieser Überschrift in die Politik-Lehrbücher an unseren Schulen bzw. halt die Lehrpläne Einzug halten - wenn wir die (wahre) Demokratie in Deutschland tatsächlich noch retten wollen.

Sonst... ... sehe ich ganz dunkel.

Tja, es kommt eben bei fast allem, auf die Perspektive des Betrachters an.
Ich sehe auch in der Entwicklung Deutschlands, auf dem Pfad wie es sich seit Merkel entwickelte, schwarz (dunkel) aus der goldenen Vergangenheit in die rote Zukunft. (und müssen heute schon zirkeln, dass unser Getreide nicht untern‘ Hammer kommt …. wie einst die Fahne der DDR beschrieben würd)
Ja, es wird immer dunkler in diesem Land. Politisch, Gesellschaftlich und Wirtschaftlich und die Regierenden überschlagen sich in eigener Lobhudelei und schließen ihre Augen…… ich glaube, wir sind maximal noch nach dieser, nur noch eine Legislatur mit einer All- Parteien- Regierung gegen die AfD vom Kippunkt entfernt.
Wir gehen dunklen, sehr dunklen Zeiten entgegen. Der linke grüne Schreck scheint kein Ende nehmen zu wollen.
Schönes WE mit besten Gruß nach Weimar

von einem längeren SIECHTUM als von abrupten Veränderungen ausgehe, aber das sagt Ihre 'Kippunkt-Aussage' ja auch nicht zwingend aus - das sind nur 'Klugscheißer-Deails'. Die Richtung ist klar..., und offensichtlich.

Aber solange man/Frau im (aufgeklärten 🤣) Westen noch so wählen wie sie wählen... ... ... 🤔☹

[PS: ...meine (Küchentisch-) Theorie: 40 Jahre ca. braucht ein System um sich selbst abzuschaffen... - reichlich 20 Jahre davon haben wir jetzt seit dem 22. November 2005 hinter uns...]

Chris Groll | Sa., 14. März 2026 - 10:41

Bei NIUS regte Herr Zittelmann an, daß dort wöchentlich über Fälle berichtet wird, von Menschen, die sich keinen teuren Rechtsanwalt leisten können und somit resignieren weil sie chancenlos sind. Meistens kommen ja nur diese prominenten Fälle ins Licht der Öffentlichkeit.

Hans-Hasso Stamer | Sa., 14. März 2026 - 10:59

Die Macht hat, wer entscheidet, wie Recht angewendet wird. Das sollte in einer Demokratie nur die Justiz sein.

Dazu muss sie unabhängig sein, was sie aber längst nicht mehr ist. Staatsanwälte sind weisungsgebunden und selbst der allgegenwärtige VS untersteht der Regierung.Deshalb können sich Linke alles erlauben und Rechte nichts.

Eine Demokratie, die alles ausgrenzt, was nicht den von den Herrschenden festgelegten narrativen entspricht, ist keine mehr. Ein Rechtsstaat, in dem das Recht von der Macht bestimmt wird, ist auch keiner mehr.

Dirk Nowotsch | Sa., 14. März 2026 - 13:05

Architektur, Kunst, Symbole, Uniformen und das Design haben dazu beigetragen, dass der "Nazikult" so gut angenommen wurde! Den Uniformstil, übrigens von Hugo Boss, haben viele Länder kopiert! selbst in der USA gibt es Unmengen von Fans. Daher ist es verständlich, dass man diesen Kram verboten hat! Aber Herr Kubicki hat recht, immer öfters wird dieses Verbot als politische Waffe heran gezogen! Die Urteile gegen Herrn Höcke z.B.! Da wird immer darüber berichtet, das er verbotene Parolen der SS wiedergegeben hätte! Jeder der das hört und liest, sagt sich: Das darf doch nicht sein!. Schaut man sich an was er gesagt hat, muss man unwillkürlich grinsen und fragt sich: "Haben die einen "Sockenschuß"?" Ich glaube es wäre an der Zeit, 80 Jahre nach Kriegsende, etwas differenzierter das Erbe des dritten Reiches zu verwalten und anstatt unsinniger Verbote, den Menschen zu vertrauen den Mist selbständig einordnen zu können! Gefühlt sieht man jeden Tag Hitler in der Staatsglotze+fettem Hackenkreuz!

Linksgrünwoke Deutungshoheit bzw. deren Hybris wesentlich mit aufrecht..., das ist für jene teillebensnotwendig, politisch.

Daher 'prophezeie' ich eher EINE ZUNAHME solcher 'unsinniger Verbote' - wenn sich an den politischen Verhältnissen im Lande, also in Deutschland nichts grundlegend ändert...

Je 'enger' es für Linksgrünwoke wird, umso heftiger werden sie um sich schlagen..., im anstehenden Kulturkampf. Wie genau und wohin das konkret führt lasse ich hier mal offen... - das wäre zu viel Spekulation. Fest steht jedoch mittlerweile, dass die POLIZEI und auch die JUSTIZ bereits jetzt von Linksgrünwoke FÜR IHRE POLITISCHEN! ZIELE (!!) massiv und zunehmend EINGESPANNT WERDEN... - Stichwort: Bademantel!

>> Das alleine sollte zu denken geben... ...!! 🤔

Wer das nicht sehen will gehört dazu - zu Linksgrünwoke. Was sonst...?

Für mich persönlich ist nicht nur die SS-Rune und das Hakenkreuz Symbol der Bösartigkeit des Nationalsozialismus, sondern auch der Totenkopf der SS-Uniformen.
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Bin ich der einzige Deutsche mit dieser Erinnerung?

Soweit ich weiß, hat sich bisher niemand darüber aufgeregt, dass der allseits beliebte Münsteraner Tatort-Kommissar und Tatort-Held permanent ein solches T-Shirt vorführt.

Die plakativen Anti-Faschisten des ÖRR sind für den wahren Symbol-Gehalt dieses T-Shirts, dieses St. Pauli-Logos, erstaunlich blind.

Und was ist mit all den gemütlichen Motorrad-Gangs nit ihren teueren Maschinen und dem Totenkopf auf den teueren Westen? ...
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Nix für ungut: wie gesagt, ich bin wahrscheinlich der einzige, den das in Deutschland hin und wieder stört.

Thomas Hechinger | Sa., 14. März 2026 - 14:15

Ich bin für eine radikale Lösung. Weg mit den Paragraphen, die irgendwelche mystischen Zeichen für verboten erklären. Nicht das Hakenkreuz an und für sich ist verbrecherisch, es ist nur ein gemaltes Bild. Erst zusammen mit einer entsprechenden Gesinnung und entsprechenden Absichten bekommt das Zeichen seine Bedeutung. Man sollte also nicht das Zeichen verbieten, sondern wenn es jemand unternimmt, den National-Sozialismus zu verherrlichen oder ihn gar wiedererstehen zu lassen. Und dann ist es egal, ob er zur Kennzeichnung seiner Absichten ein Hakenkreuz zeigt, in braunen Jacken und Springerstiefeln durch die Stadt zieht oder einen Adventskalender vertreibt, bei dem hinter jedem Türchen ein anderes ikonisches Zeichen oder Bildchen des National-Sozialismus erscheint.

Thomas Veit | Sa., 14. März 2026 - 15:04

Antwort auf von Thomas Hechinger

z.B. sind seit einiger Zeit alle Kfz.-Kennzeichen gesperrt, die in noch so entfernter Weise an 'Nazi-Parolen' anknüpfen KÖNNTEN - rein theoretisch hypothetisch... usw. etc.. Zum Beispiel auch 'RH' und 'SH'... ...!? 🤔>>🤣;

Nummern mit denen wir 25+ Jahre absolut problemlos und naiv wie wir sind durch die Welt gekurft sind - erfolgreich 😉.

In all den vielen Jahren hat nicht ein einziger 'Nazi' oder vermeintlich Rechtsradikaler überhaupt auf diese Nummern reagiert, Lichthupe gegeben, gegrüßt oder uns auf dem Parkplatz angesprochen... ...

Aber -> DAS 'muss jetzt weg, im Kampf gegen Rechts'..., sagte mir die vielleicht 20-jährige Sachbearbeiterin in leicht schnippischem Ton, mit dem Zusatz: "Das haben wir so beschlossen..." - okay...

Daraufhin habe ich etwas anderes beschlossen... ...

Ja, aber so ist das, mit der linksgrünwoken Vorherrschaft allerseits, mittlerweile. Am liebsten würden sie auch das Denken beschließen, also das der Anderen... ... (an was erinnert mich das...!?? 🤔)

Der Vornamen meines Vaters begann mit A. Jetzt raten Sie mal, welche Buchstabenkombination er jahrzehntelang hatte? Nicht im Traum hat er dran gedacht, das könnte etwas anderes als seine Initialen bedeuten, zumal seine im Katholizismus verwurzelte Familie im Ort für ihre Gegnerschaft zum National-Sozialismus bekannt war.
Es ist das Kennzeichen einer antiaufklärerischen Welt, daß man hinter Symbolen, Buchstaben- oder Zahlenkombinationen, Gesten oder Wörtern geheimnisvolle und unheimliche Kräfte vermutet. Jeder, dessen Autokennzeichen die Nummer 301 hat, sollte sich mal über seine demokratische Gesinnung Gedanken machen, denn am 30.1. wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Ebenso verdächtig 159, denn die Nürnberger Rassengesetze wurden am 15.9. beschlossen. Überhaupt ist die 15 eine Nazi-Zahl, denn 1+5+9=15. Jeder kann sich selbst beliebige solche Beispiele konstruieren.
Niemand braucht das Hakenkreuz so sehr wie die Linke, um den Teufel herbeizurufen und ihn mit Verwünschungen zu vertreiben.

Christa Wallau | Sa., 14. März 2026 - 16:41

Antwort auf von Thomas Hechinger

daß die linke Meinungs-Mafia am Rad dreht. Ihr schwimmen die Felle davon!
Immer schmutziger und gleichzeitig immer alberner werden ihre Versuche,
unliebsame - weil freie, kritische - Geister der Nähe zum Nationalsozialismus zu bezichtigen und damit deren Integrität anzuzweifeln. Das Volk soll damit eingeschüchtert werden - noch mehr, als es sowieso schon ist.
Die Leute in allen führenden Positionen (sowohl in Politik wie in Medien und staatlichen Institutionen), die bisher den Ton angegeben haben, werden mit
Zähnen und Klauen ihre Herrschaft verteidigen. Dabei greifen sie zu j e d e m legalen und illegalen Mittel.
Ein Ende ist noch nicht abzusehen, aber natürlich wird es kommen.
Jeder Irrsinn wird irgendwann durch die Macht der Fakten gestoppt, wenn schon die Menschen selbst ihm kein früheres Aus bereiten konnten.

Thomas Veit | Sa., 14. März 2026 - 20:54

Antwort auf von Thomas Hechinger

Mag man sagen: "Das sind doch Kleinigkeiten..." Vielleicht - aber sie häufen sich massiv mittlerweile im Alltag und im Diskurs, so einer überhaupt noch stattfindet. Bis zur bewussten Verengung des Meinungskorridors im öffentlichen Bereich... - warum belegen sonst wohl Umfragen bezüglich des öffentlich Sagbaren regelmäßig, dass eine mittlerweile deutliche Mehrheit empfindet man könne nicht mehr öffentlich frei reden und seine Meinung frei sagen... ...?

Nein, das ist genau so gewollt von unseren linksgrünwoken 'Eliten'... - sicher! Es ist eine (Erziehungs-) Strategie..., und genau so habe ich mich in dem oben geschilderten Fall auch gefühlt, 'Kleinigkeit' hin oder her...

Und sie zeig

Thomas Veit | Sa., 14. März 2026 - 21:09

Antwort auf von Thomas Hechinger

Meine Tochter ist Realschullehrerin in Rhein-Main...

Neulich (schon im vergangenen Jahr) schrieb sie mir auf einen per Mail im PDF-Format zugeschickten Cicero-Artikel, das passiert(e) vielleicht 2x im Monat, nicht mehr..., dass ich ihr bitte keine weiteren Cicero-Artikel zuschicken solle..., weil sie verbeamtet im Schuldienst sei (was ich natürlich sowieso weiß) und sie möchte das auch gerne bleiben... ...

DA WAR ICH PLATT! Absolut! Diese Denke muss man erst einmal nachvollziehen, Schritt für Schritt... - im privaten E-Mail Verkehr... ..., welche völlig freiwilligen Annahmen da zugrunde liegen...!? Sie ist sonst nicht politisch besonders engagiert, kann man wohl sagen.

DAS erinnerte mich noch mehr an 'vor-89' als die o.g. Nummerschild-Episode... ..., seit 20 Jahren ohne Beanstandungen im Schuldienst... ... ... 🤔☹

>> Das ist das Ergebnis...!

Achim Koester | So., 15. März 2026 - 08:24

Antwort auf von Thomas Hechinger

Sehr gut, der Vergleich mit Ihrem Vater. Ich versuche mir gerade vorzustellen, welches Kennzeichen Hubertus Heil an seinem Privatwagen führt.🤣

Thomas Hechinger | So., 15. März 2026 - 08:39

Antwort auf von Achim Koester

Mein Vater hatte das Kennzeichen jahrzehntelang an seinen Autos. Erst bei seinem letzten Wagen bekam er es nicht mehr. Das muß Anfang der 2000er-Jahre gewesen sein. Da ging das schon los.

Heidemarie Heim | Sa., 14. März 2026 - 15:40

Während unsere Omas gegen rächts mit den gleichen Linken und Demokratierettern die Straßen unsicher machen, die ansonsten wie scheinbar auch Teile der Justiz keine Probleme damit haben wenn Flaggen und Symbole von Terrororganisationen wie Wolfsgruß, Islamistenfinger oder was da so auftaucht, antisemitische Sprechchöre zu hören sind oder wie damals, als die Griechenlandrettung lief entzückende Fotomontagen unserer Frau Kanzlerin in Nazi-Uniform, in Handschellen auch in unseren Medien auftauchten. Gleiches Recht für alle? Wenn da nicht wie man es neuerdings verstärkt auslegt manche gleicher wären. Durch solch unterschiedliche Auslegung von Regeln und Gesetzen oder Instrumentalisierung von Verfolgungsbehörden durch politisch Interessierte, macht man den Rechtsstaat nicht nur lächerlich, sondern befördert ein demokratieschädliches Misstrauen in denselben. Und da hört für mich der Spaß auf! MfG

Angelika Sehnert | Sa., 14. März 2026 - 19:30

Die ( echte) bürgerliche Mitte hat nun mal den Machhunger und das Machtbewusstsein der Grünenlinken unterschätzt. Schon vor gut sechs Jahren hat eine Berliner Grüner Folgendes zu Protokoll gegeben: „wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“ Tut es.

Ich für meinen Teil erkenne mein Land schon heute nicht mehr.

👍 Zustimmung, liebe Frau Sehnert! Auch ich erkenne mein Land heute schon nicht mehr! Zum Auswandern bin ich leider zu alt. 6 Menschen in meiner Umgebung wandern demnächst aus. Und es werden mehr, je länger der Irrsinn in diesem Land anhält. Und so viele hatten auf Merz und seine CDU gehofft… leider umsonst. Es ist schlimmer, als in der Ampel. Wer hätte das gedacht? Wie hat dieser Mann uns alle betrogen! 🥺🥺

zweitrangig... ... - vielleicht ist Mutti doch die echte Mutti von Friederich... ... - und wir wissen es nur nicht?

>> Wird wohl eher NICHT so sein... - aber passen würde es, und zwar mittlerweile zu 100%.

Deutschland ist blockiert, dank einer politisch inkompetenten und feigen Links-CDU, und steht auf der schiefen Ebene nach oben... - rollt aber rückwärts, weil Rot-Grün nach wie vor hinten dran zieht... ..., nach unten selbstredend. Und niemand tut etwas im Sinne einer echten demokratischen Lösung..., welche sogar 'griffbereit auf dem Tisch läge...' - was'n Irrwitz!! Deutschland... [was soll Putin da denken, wenn er DAS liest..., nachdem er sich von seinem ersten Lachanfall erholt und Xi eine WhatsApp dazu geschickt hat... ...!?? 🤔😬 - Wie peinlich... - für uns!]

Jens Böhme | Sa., 14. März 2026 - 20:12

Das BGH hatte zum Hakenkreuz §86a StGB Musterprozesse und seit 1973 ist das Hakenkreuzverbot gelockert worden (z.B. Karikaturen). Dass man auch im Jahr 2026 noch immer auf veraltete Normen zurückgreift, ist eher dem juristischen Unwissen bei Klägern und Beklagten geschuldet. So ist z.B. das Zeigen des Hakenkreuz im Mülleimer keine Straftat (seit 2007), auch wenn man darauf immer noch insistiert. Vielleicht hilft mein Laienkurs auch dem Rechtsanwalt Wolfgang Kubicki.

michael büchner | Sa., 14. März 2026 - 20:55

immer wieder "lausche" ich gern ihren ausführungen hier beim cicero und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie so manchem jurastudenten in gerade jenen dunklen stunden, die ein jurastudium ja nun einfach auch mal mit sich bringt, mit ihrer pointierten art ein vorbild sind. also weiter zu machen, das studium abzuschließen & letztlich für die freiheit zu kämpfen. auch wenn die kräfte schwinden und es (vermeintlich) immer schwieriger wird, es mit liberalen grundüberzeugungen in höchste ämter zu schaffen. sind diese doch aktuell besetzt von alt-68ern, die -staatlich alimentiert - das ende ihres marsches durch die institutionen einfach nur noch feiern möchten & bei ihrer selbstreflektion doch jetzt bitte nicht vom pöbel gestört werden möchten.
es ist aus meiner sicht wirklich schade, das die baden-würtemberger (angeblich) alles können, außer (offensichtlich) wählen. den freiheitsbegriff, so er denn mit der fdp nun untergeht, werden wir sehr bald schmerzlich vermissen...