Eindrücke aus Stendal
Eindrücke aus Stendal / Robert Hofmann

Stimmen aus Stendal - „Ich kenne viele Selbstständige und Firmeninhaber – alle wählen die AfD“

Stendal in der Altmark gilt als AfD-Hochburg. Doch was steckt hinter der starken Unterstützung? Wir haben vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit Bürgern gesprochen – über Migration, Ostidentität und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.

Clemens Traub

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Clemens Traub ist Cicero-Redakteur und verantwortlich für Social Media. 

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Robert Hofmann

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Robert Hofmann studiert Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Stockholm. 

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Bei der vergangenen Bundestagswahl gewann die AfD den Wahlkreis 66 im Norden Sachsen-Anhalts mit großem Abstand. Und auch bei der kommenden Landtagswahl kann die Partei um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit einem großen Erfolg in der Hansestadt Stendal rechnen. Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei 42 Prozent im Land. Wir haben in der Stadt der Backsteingotik und des Plattenbaus nachgefragt, warum die AfD derart beliebt ist.

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Walter Bühler | Fr., 28. August 2026 - 18:40

... als wir jetzt am Dienstag in Stendal waren.
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Als (West)-Berliner habe ich diese alte Stadt schon vor der Wende gemocht, etwa wie Halle und Tangermünde. Ich besuche die Marienkirche am Markt und bewundere ihre Schätze. Ich mag besonders die Malereien an der Unterseite der Orgel-Empore.
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Wie immer sind wir sehr freundlich behandelt worden (im Cafe und beim Essen).
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Ich würde es schlimm finden, wenn die Anti-AfD-Stimmung, die in den West-Medien gerade zur Hochform aufläuft, zu einem Boykott dieses Bundeslandes führen würde.
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Ich vermute, dass man in vielen westdeutschen Städten - abgesehen von einigen Ost-Eigenheiten - die gleichen Meinungen zu hören bekäme, wenn die Menschen den Eindruck haben, man hört ihnen zu.
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Journalisten, die nur das aufschreiben, was ihren mehr oder weniger ideologischen Vorurteilen entspricht, taugen nichts.

Insofern danke ich den Herren Traub und Hofmann.
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Seltsam wirken auf mich die Bilder: Wir sahen viele Menschen auf den Straßen.

mehr oder weniger ideologischen Vorurteilen entspricht... -- das ist heute in 98,6% der Fälle im ÖRR und in 85,4% der Fälle in den sog. (freien?) linjen Staatsmedien wie z.B. dem Spiegel so..., siehe zuletzt die aktividtisvhe Leistung des Fabian Köster für die mittlerweile Politi-Sendung 'heute show'..., gestern ausgestrahlt.

Aber, der Schlussatz gestern, sie 'machen weiter'... ... -- mit ihrer linkslastigen aktivistischen Comedy-Propaganda..., genau wie ein gewisser ebenfalls ÖRR-bezahlter Herr Till Reiners... ... u.a.

Hoffentlich kann ich die Auflösung des ZDF noch erleben.

(die angegebenen Prozentzahlen oben sind valide Küchentischschätzungen... - halten aber jedem Faktencheck stand! 😉)

gerne im privawirtschaftlichen Meinungs-TV oder als Kolumnist bei der SZ oder als freier Journalist sonstwo weiter agitieren..., für was auch immer..., aber bitte nicht politisch staatsfinanziert von Zwangsgebühren auch der mittlerweile immer mehr werdenden AfD-Wähler:innen... - ein 'Grundfunk' reicht vollkommen aus, heutzutage - mMn.

Rainer Mrochen | Fr., 28. August 2026 - 18:43

Könnte es sein das es bereits eine grosse, gesellschaftliche Mehrheit pro AfD gibt? Sollte es so sein, dann trauen sie sich nur noch nicht ihre berechtigten Anliegen öffentlich zu machen. Woran liegt das? Noch ist das Potenzial der "Etablierten" und deren Feigheit im kapitalistischen Umfeld zu gross um sich eindeutig zu positionieren. Das entspricht genau der Wirtschaftselite und der Massengesellschaft einer vergangenen Zeit. Im jeweiligen System sucht jeder sein Überleben. Nur all zu menschlich. Im europäischen Rahmen betrachtet (Integration) darf das natürlich nicht passieren. Dennoch wird die normative Kraft des Faktischen sich Bahn brechen. Es sei denn, daß ein Diktat, auf europäischer Ebene, eine Zwangskollektivierung des Grundgedankens zur Folge hat. Was ist zu tun? Die Völker Europas sollten sich ihre Individualität und Identität bewahren. Keinesfalls einem integrativen System nachgeben. Nur so ist Freiheit zu bewahren. Individuelle Freiheit in gemeinsamer Achtung.

Thomas Veit | Sa., 29. August 2026 - 10:28

Antwort auf von Rainer Mrochen

"Könnte es sein das es bereits eine grosse, gesellschaftliche Mehrheit pro AfD gibt?" -- glaube ich tatsächlich NICHT. Ich denke die Umfragen sind real - +-5% in jede Richtung, auch bei der AfD. Das Umfragesystem existiert schon lange und stimmte bisher immer so ungefähr. Danach sind wir aber im Bund noch deutlich von "einer grossen gesellschaftliche Mehrheit pro AfD" entfernt..., muss man sehen..., und ob sich Leute 'einfach nicht trauen"... - reine Spekulation. In der Wahlkabine kann jeder ankreuzen was er/sie will... - solange die Wahlen nicht tatsächlich nachhaltig manipuliert werden... ... 🤔

Selbst solche neuerdings um sich greifenden 'Tricks' wie den Kandidaten-Ausschluss vermeintlicher 'Verfassungsfeinde' können nichts nachhaltig GEGEN DEN ALLGEMEINEN TREND ausrichten..., eher im Gegenteil... ..., sie befeuern ihn eher noch.

Guten Abend Herr Veit. Wenn ich in der Diskussion bin, sofern es dazu kommt und keineswegs repräsentativ, müssen selbst, selbständig, denkende Linke sich sehr verbiegen um ihre eigenen Argumente nicht zu konterkarieren. Sie sind halt dogmatisch. Das macht mir Mut. Ausserhalb dieser Diskussion ist die Frustration über eine zentralistische EU auch ein Thema bei dem die vorgenannte Linke erheblich ins schlingern gerät. Es ist scheinbar der Westdeutsche Phlegmatismus dem das autoritäre System der Zukunft nicht in de Sinn will. Ob es Andere besser machen ist eine ganz andere Frage. Die +/-5% Regel ist nicht in Stein gemeisselt.

Ingo Frank | Fr., 28. August 2026 - 19:10

Und das ist klar weil jeder seine eigene Position aus der eigenen Perspektive sieht.
Wir wohnten 1989 im selbst entworfenen 3 Jahre altem EFH in Thüringen, fuhren einen nagelneuen und einen älteren Trabant als absolute Ausnahme im Osten als Familie mit 2 PKW. Wir hatten beide für damalige Verhältnisse
gut verdient und konnten uns auch auf Grund unser beider „Nebenbeschäftigung“ einiges, auch für unsere Kinder, leisten. Mit der Wende verloren wir beide unsere Arbeit. Wir fanden beide in Unternehmen aus NRW wieder gute Anstellungen als Außendienst & Werkleiter ……und fühlen uns der Mittelschicht zugehörig.
Und genau deshalb, weil wir unsere Erfahrungen mit beiden Systemen haben, sehen wir die politische Entwicklung zumindest ab 2015 äußerst kritisch da mit uns niemand das tägliche Aufstehen trainiert hat. Das was wir besitzen haben wir sehr hart mit eine 50 Std. Woche selbst erarbeitet.
Viele Andere kommen her, wollen leben wie wir ohne etwas dafür zu tun. Das geht einfach
nicht!

Das mit dem Training ist Ihnen wirklich gelungen, lieber Herr Frank, über diese "Stilblüte" musst ich wirklich lachen;-) Aber natürlich haben Sie vollkommen recht mit Ihrer Feststellung, dass Vielen dieses "Training" unbekannt ist und einem nicht unerheblichen Teil davon auch nicht erstrebenswert. Und "Vorbilder" für lukrative Lebensmodelle von sogenannten Minderleistenden gibt es in unserer Gesellschaft ohnehin mehr als genug, leider. Lebensleistung, wie in Ihrem Fall, scheint zunehmend obsolet zu werden, bei manchen Zeitgenossen sogar regelrecht exotisch.....Schönes Wochenende von NRW nach Thüringen;-)

Rainer Mrochen | Sa., 29. August 2026 - 18:28

Antwort auf von Sabine Lehmann

40 Billionen Schulden der USA entsprechen 123% deren BIP. Bezogen auf die 4,47 Billionen BIP der BRD und ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt ergibt sich ein Faktor 1,67 zu Gunsten der USA pro Einwohner. Was will ich sagen? Die von ihnen zu recht benannten Minderleister sind nur ein Teil des Problems. Ein überbordendes Einwanderungspolitik- Sozialsystem, so gut es gemeint ist, ist das grundlegende Problem. Bitte ich will dem Sozialabbau damit keinen Vorschub leisten aber das ist Teil des Problems. Um auf die, von ihnen angesprochene, Lebensleistung zu reflektieren; Entschuldigung, wird doch mittlerweile gesch...... Ich kann Ingo Frank in seiner Argumentation gut verstehen. Hier bei uns in der -MoneyCity- von wo alles finanziert wird erleben sie Stilblüten der Geldverschwendung wie sie sie noch nicht gesehen haben. Ich wünschte mir ich würde in ihrem Stile salopper schreiben, geht nicht mehr. Die Lage ist Ernst um nicht zu sagen Fritze. Hallo, mir ist doch noch etwas eingefallen.

Mangels Kapazität an verfügbaren Zeichen habe ich diesen Sammelbegriff der "Minderleistenden" gewählt, meinte damit aber auch all die Nichtsleistenden und diejenigen, die dieses Defizit noch mit Straftaten bereichern, lieber Herr Mrochen, und selbstredend schließt das die Zuwächse seit 2015 mit ein.
Und mein Galgenhumor und der Zynismus sollen nicht über meinen aufrichtigen Unmut hinwegtäuschen, es ist für mich aber schon immer die einzige Möglichkeit gewesen, um Frustration und Ärger ohne Magengeschwür kompensieren zu können;-) Schönen Abend.

Heidemarie Heim | Fr., 28. August 2026 - 20:45

Und dem gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden" sagte schon Martin Luther, als er die Bibel in Volkes Sprache übersetzen und zugänglich machen wollte.Was den im lateinischen unterwegs Mächtigen in ihrer abgehobenen Blase bestimmt nicht übermäßig gefiel. So wie es den meisten Politikern/innen auch heute noch nur mühsam gelingt ihre karrierebedingte Bürgerferne nicht durch eine für das allgemeine Volk verständliche Sprache zu demonstrieren,indem sie in talkshow-Manier Fragen schwurbelnd beantworten,die keiner vorher gestellt hatte,die Fantasie der Zuhörer herausfordernd ein "Sie kennen mich" raushauen o. wenn ein zum Grillen frei gegebener AfD-Mitgast vorhanden, auf diesen loszugehen und sein Geseiere über die Gefahr von rächts aufgrund nicht verfolgbarer Aussagen irgend eines politisch motivierten Verfassungsschützers los zu werden. Wie erfrischend dagegen die beiden jungen Herren Traub u. Hofmann, die das reale Leben abbilden.Danke!👍

Sabine Lehmann | Sa., 29. August 2026 - 02:11

Oder wie kürzlich jemand sagte: Menschen die extrem recht haben, sind halt rechtsextrem, die Logik der Linken.
Aber keine Angst, die Allzweckwaffe im Kampf gegen Rechts ist extra zur Rettung der Republik vor den Faschisten über den großen Teich geflogen: "The Hottest", Robert himself. Gerne wäre er mit einem weißen Schimmel eingeritten in Stendal, aber Pferde können ja nicht schwimmen, so steht es zumindest in den Kinderbüchern vom fliegenden Robert geschrieben.
Ja, man nennt ihn jetzt The Hottest, es gibt T-Shirts, Fahnen u. Sticker und so steht der grüne Superstar, der Robert Redford der Grünen an der Seite einer Grünen-Frau, deren Name so eingängig klingt wie eine neu entdeckte Viruserkrankung: Sziborra-Seidlitz, von Robert liebevoll „Sue“ genannt, man mag sich. So steht dieses neue Dreamteam da in Stendal am Markt u. beide grinsen in die Kamera wie zwei Honigkuchenpferde. Ja, das Leben kann so schön sein, man muss nur die Augen fest schließen u. wesentliche Hirnareale abschalten;)

Liebe Frau Lehmann, Sie haben wohl auch WELT gelesen. Musste lachen beim Lesen „Robert the Hottest himself“…! Herrlich! Ich finde ihn nicht so hot. Er sich selbst aber schon. Und im Publikum auch wieder seine ihn anhimmelnden weiblichen „Fans“. Ohje ! 🥺🥺

Es mutet an wie eine billige Schlagertournee eines abgehalfterten Schlagersängers aus vergangenen Zeiten, The Walking Dead für wiederauferstandene Politiker. Robert Habeck, das Nischenprodukt für einsame Desperate Housewifes, ein grüner Küchenberater, der ihnen bei Kaffee und Kuchen am heimischen Küchentisch gleich noch eine schöne Wärmepumpe andreht....
P.S. Ja, liebe Frau Hachenberg, den Artikel dazu habe ich tatsächlich in der Welt gelesen, die lese ich eigentlich täglich. Schönes Wochenende;-)

Ernst-Günther Konrad | Sa., 29. August 2026 - 09:55

Na ja,
bei allen Unwägbarkeiten, die Umfragen allgemein mit sich bringen. Irgendwo müssen ja 40-43% AFD Stimmen herkommen. Ohne die, noch im letzten Moment aufgrund irgendeines Vorfalles zur AFD wechseln oder ihre Wahl einfach nur geheim halten. Die große Stammwählerschaft hat die AFD längst auf ihrer Seite und der überaus sympathische und charismatische Ulli Siegmund und seine professionellen Helfer, die ihn auch medial gut beraten und natürlich die sprachlichen Fähigkeiten des Kandidaten machen ihr Übriges. Und die Angstmacherei gerade bei der Wirtschaft, bei den vielen Selbstständigen verfängt nicht mehr. Die AFD ist programmatisch längst auch Wirtschaftspartei, hat gute Ideen und Vorschläge und allein der ernstgemeinte Abbau der hemmenden Bürokratie, die Forderungen nach Abschaffung von cO² Steuern, die Senkung von Energiekosten usw., auch wenn das bundespolitische Themen sind, tun auch einiges dazu beitragen. Es wird nicht alles sofort gehen, aber einiges, was im Land möglich ist.

Sylvia Zarnack | Sa., 29. August 2026 - 11:33

Ich kenne KEIN Land auf der Welt, in dem sowohl
sog. linke als auch sog. rechte Politk zu irgend etwas Positiven geführt haben , außer zu hohen Posten und persönlicher Bereicherung der Drahtzieher und Verarmung der Bevölkerung. Auch abwählen kann man sie nicht mehr, weil sie sofort alle Institutionn okkupieren.
Mitläufer haben es dann im allgemeinen gut.

Deshalb ist 'die tendenziell immer linkere Politik' seit spätestens 2015 auch nicht akzeptabel und zielführend (politische Mitläufer haben es gut...!!, aka NGOs z.B.)... - und jetzt schlägt das Pendel genau deshalb zurück..., sinnbildlich.

Hauptursache: Versagen der sog. bürgerlichen Mitte, welche sich ebenfalls sinnbildlich von Linksgrünwoke hat einmauern lassen... ..., in Anspielung auf das demokratiefeindlichste 'Bauwerk' der jüngeren deutschen Geschichte seit 1990.

Schön wäre also, wenn das Pendel in der politischen Mitte eingefangen und gebremst werden kännte/würde...!?!? >> DAS sieht aber aktuell aufgrund fehlenden 'Fehler-Mutes' rein garnicht so aus..., eher im Gegenteil, würde ich meinen.

Und so rauscht 'das Pendel' u.U. einfach durch..., über die Köpfe der HANDLUNGSFÄHIGEN UND HANDLUNGSUNWILLIGEN politisch feigen mittlerweile eher 'linken Mitte' hinweg... - Richtung rechts... (Punkt)

>> Das erleben wir gerade... ... 🤔