Lars Klingbeil
Immer reinen Wein eingeschenkt: Lars Klingbeil im SAT.1-Sommerinterview / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Steuerstreit in der Koalition - Die Rechnung zahlt sowieso der Bürger

Die Steuerreform droht schon vor Inkrafttreten zum Streitfall zu werden. Was als Entlastung verkauft wird, würde durch steigende Sozialbeiträge verpuffen. Die Union fordert Nachbesserungen – und zwingt die SPD zu einer unangenehmen Entscheidung: mehr Geld für die Bürger oder für den Staat.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Die Sommerpause ist noch gar nicht vorbei, schon ziehen wieder Streitwolken über der Koalition auf. Davon betroffen ist ausgerechnet die symbolischste Reform des ganzen Jahres: die Steuerreform. Der Union scheint nun doch nicht mehr zu genügen, worauf sie sich mit den Sozialdemokraten vor ein paar Wochen noch geeinigt hat. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Die Beschlüsse entsprechen nicht dem, was man zuvor vollmundig versprochen hatte.

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Ingo Frank | Mi., 19. August 2026 - 19:07

da wird’s bei der GroKo keinerlei Diskussionen geben, zumal‘s wie bereits beschrieben und vorhergesagt sowieso der Bürger am Ende bezahlt.
Mt besten Grüßen a d Erfurter Republk

deutsche Bürger sich die staatliche Ausbeutung gefallen lässt vor allem unter dem Aspet, dass der Steuerzahler die höchsten Abhaben zahlt aber der Staat immer noch nicht mit seinen Einnahmen auskommt. Hinzu kommt das gigantische Schuldenpaket welches mit dem abgewählten Parlament aufgenommen wurde, und dessen Jahresantel für 2026 zu 75% zum Stopfen der Haushalslöcher benutzt wurde und lediglich 25% der Schulden in versprochene Infrastrukturmaßnahmen und Verteidigung geflossen ist.
Ist diese Regierung nicht in der Lage, nach einem ehrliche & transparenten Kassensturz die Finanzen neu zu ordnen? Das der politische Wille dazu fehlt ist offensichtlich. Fehlende Kompetenz ebenfalls.
Bis heute kann z.B. niemand von den Regierenden eine Zahl nennen, was der Steuerzahler für einen Flüchtling pro Monat als Gesamtsumme pro Asylanten
i M aufbringen muss. Von d Ausgaben in Kommunen, Ländern und Bund bis hin zu Krankenkassen, Polizei, Anwalts, Gerichts, Gefängnis Psychatrie, Abschiebung usw, usw

IH | Mi., 19. August 2026 - 20:00

… was Klingbeil vorschlägt. Nichts wird funktionieren. Der Staat ist am Ende. Ich bin neugierig, wann sie das neu designte Lastenausgleichsgesetz bemühen und die Bürger um ihre Ersparnisse bringen

Hans Hardenberg | Mi., 19. August 2026 - 21:53

Antwort auf von IH

Dazu brauche ich kein neues Gesetz. Das wird schon die Inflation ganz alleine bewirken: Ab 2027 haben wir einen noch höheren Mindestlohn…dieser wird die Lohnstruktur noch weiter auseinanderziehen, denn auch die Mehrverdiener wollen daran partizipieren! Und auch die Branchengewerkschaften wie VERDI….Und das alles in einem Schuldenturbo, der alle Ansprüche an den Staat finanziert Aber bitte: Die Privatwirtschaft rüstet ab, der Staat auf! Nur eine inflationäre Entwicklung kann dies alles indirekt finanzieren - während der Wähler im Tiefschlaf weiterdämmert … Geldillusion nennt man das! Die realen Vorgänge spielen dem sozialistischen FinMin Klingbeil dabei in die Hände!

Angelika Sehnert | Do., 20. August 2026 - 07:11

Es ist erstaunlich, dass in der ganzen Diskussion Sparen überhaupt nicht vorkommt. In den Merkel- Jahren wurde die Bundesverwaltung aufgebläht. Es gibt Bundesinstitute für alles und jedes, jetzt soll noch eines fürs Bauen hinzukommen.Ein Witz! Ausgerechnet der Staat, der das Bauen mit Auflagen verteuert,sogar verhindert, will jetzt billig bauen! Über die völlig überzogene und völlig wirkungslose sog. Entwicklungshilfe ganz zu schweigen. NGO- Finanzierung kann weg. Es wurde damit von der politischen Kaste nur eine Jobmaschine für die Absolventen abstruser Studiengänge geschaffen.
Es gibt die unsinnigsten Subventionen. Es gibt Einsparmöglichkeiten zuhauf. Ja, es würde Gegenwind geben, ja es würde einige in nutzloser Beschäftigung hart treffen. Aber die Belastung der Bürger, die diese Leute finanzieren,ist am Ende.
Mutige Politiker gestalten, auch gegen Widerstände. Die, die wir haben, lassen sich treiben und verlieren sich im Kleingedruckten, in Phrasendrescherei, kleinmütig, ängstlich

Angelika Sehnert | Do., 20. August 2026 - 08:17

Die Zinsen für 30jährige deutsche Staatsanleihen stiegen aktuell auf 3,8%. Die Verschuldung wird, falls es keine Einsparungen geben sollte, bis 2030 auf eine Billion Euro steigen. Die Bonität ist in Gefahr, jeder Anstieg um ein Prozent wird jährlich 17 Mrd.mehr Zinsen zur Folge haben. Die Steuereinnahmen sinken, prognostiziert sind 0,4%, es wird eher mehr, denn die Wirtschaft liegt danieder.
Ich bin sicher, ein Absolvent der Volksschule Sauerland - so wie sie vor etwa 30 Jahren noch ausgebildet hat- fähigeres und tüchtigeres Personal hervorgebracht hat, als das, welches heute in Ministerien und Parlamenten sitzt. Die schmücken sich zwar mit allerlei akademischen Abschlüssen in überwiegend gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, sind aber mit der Lösung eines Dreisatzes überfordert.
Die ganze Brisanz, auch in europäischer Hinsicht, scheint in Berlin, aber auch in den Ländern und Kommunen niemand wirklich zu interessieren. Strukturelle Reformen werden einfach nicht angepackt.

Urban Will | Do., 20. August 2026 - 08:48

lastung für den Bürger wäre ein kompletter Politikwechsel. Weg mit dem linksgrünen Muff, brav umgesetzt von Unions-geführten Regierungen. Es muss – das stimmt dieses mal nun wirklich – ein Ruck durch das Land gehen. Der Versager in Bellevue wird dazu nicht aufrufen, er ist aktiver Teil des linken Lagers, das diese Zustände genau so möchte.

Weg mit den Milliaraden-Verschwendungen ins Ausland, für linke „NGOs“, Abzocker, Faulenzer und Schein-Migranten. Dann wäre auf einmal Geld da für sinnvolle Dinge.
Nie und nimmer wird das mit einer SPD und einer an deren Leine tanzenden Union gelingen.
Weg mit Merz, her mit Neuwahlen, endlich Schluss mit diesem Gemurkse. Ich kann diese Lügen, dieses Geschwafel, diese hohlen Sätze nicht mehr hören. Dieses Land erlebt seit Jahrzehnten einen Albtraum aus Unfähigkeit und Lügen.

Dann kann man sich übrigens auch die Flut an Artikeln mit quasi immer den gleiche Inhalten sparen. Die nerven auch so langsam.

Armin Latell | Do., 20. August 2026 - 09:04

da kam zusammen, was nicht zusammen gehört. Hier passt das nicht mehr. Denn beide können (und wollen) nichts mehr für das Land, die Bevölkerung, die Gesellschaft, den Bürger tun. Einfallslos, ideologisch verbohrt, bar jeglicher wirtschaftlichen Kompetenz, abgehoben von den Realitäten, arrogant, ignorant, rückgrat-und charakterlos, nur noch auf sich selbst fixiert. Gleich und gleich gesellt sich eben gerne.

Ernst-Günther Konrad | Do., 20. August 2026 - 11:32

Noch am Morgen nach der großen Verkündung belegte Nius in seiner Sendung unter dem Zahlengenie Julius Böhm das Lügenmärchen der Regierung. Er rechnet exakt nachvollziehbar vor, dass die Bürger 100 € mehr Steuern zahlen und nicht entlastet werden. Danach haben BILD u.a. ebenfalls mal nachgerechnet und das zum Thema gemacht. Ob Merz oder Klingbeil. Die liefern sich ein Wettrennen im Belügen der Bürger. Hoffentlich sind die bald weg.