Klingbeil Merz
Finanzminister Lars Klingbeil und Bundeskanzler Friedrich Merz nehmen Geld in die Hand, 14.01.2026 / picture alliance/dpa | Soeren Stache, 5.12.20

Das „Loch“ in den Staatskassen - Der gefräßige Staat als Wolf und Großmutter aller Probleme

Der deutsche Staat hat nicht zu wenig Geld, sondern er nimmt den Bürgern immer mehr Geld ab. Und trotzdem reicht es nie, weil er sich für alles und jeden zuständig sieht. Höchste Zeit, das größenwahnsinnige Biest an die Leine zu nehmen.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Im März erscheint sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

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In den Nachrichten ist also wieder einmal von einem „Milliardenloch in den öffentlichen Kassen“ die Rede. In dieser Formulierung steckt bereits ein Framing mit politischer Absicht. Denn sie vermittelt den Eindruck, als sei in den Kassen des Staates zu wenig Geld, das dieser sich nun von den Bürgern holen muss und darf. 

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IngoFrank | Di., 7. April 2026 - 18:06

legen ?“
Nee, an die Leine legen ja, aber dann wegsperren in die „Biester- Besserungsanstalt“ so wie ein gefährlicher Hund als „Erstmaßnahme“ in die Hundeschule
muss. 🙈 😂😂😂😂😂
MfG a d Erfurter Republik

Maja Schneider | Di., 7. April 2026 - 19:35

Er wird es leider so lange bleiben, bis die unendliche Leidensfähigkeit der Bürger am Ende ist, und weil ihnen dann nichts mehr bleibt, wird ihnen erst recht die dringend benötigte Kraft fehlen, sich zu wehren. Allerdings gibt es dann auch nichts mehr, was der gierige Staat ihnen mehr nehmen kann.

ichwilldasnicht | Di., 7. April 2026 - 20:55

Christian Lindner hat es mehrmals treffend formuliert:

Die gegenwärtigen Herausforderungen müssen gelöst werden, damit die Außenränder kleiner werden. Das ist ein Teil der Wahrheit, die andere ist warum der Wähler so einen Mist aber dann auch wählt. Zumeist den Linken Außenrand. Das ist einfach nur erbärmlich. Und auch Horst Seehofer hatte absolut Recht.

Aber dann war dann noch die Tochter vom r.... Kasner & das ganze 16 lange Jahre. Plus die vorletzte Koalition, wo 2 Parteiorganisationen völlig destruktive Politik betrieben. Und jetzt diese Koalition. Entweder es alles dafür getan komplett umzudrehen oder es wird verdammt übel werden in der nächsten Zukunft. Aber versteht das der Wähler? Mitnichten, die Minderheit ist die "gefühlte Mehrheit". Unglaublich. Ich hoffe auf die Rückkehr der kriselnden FDP mit Wolfgang Kubicki & Martin Hagen. Und das diese zukünftig Verantwortung tragen. Aber das werden verdammt harte Jahre danach.

IngoFrank | Mi., 8. April 2026 - 12:00

Antwort auf von ichwilldasnicht

Bürger im „Alten“ Teil der BRD. Und das sei an dieser Stelle angemerkt die kleinere Bevölkerungsanzahl der Bürger im „Osten“ der Republik wählen seit geraumer Zeit mehrheitlich blau. Wahrscheinlich weil sie mit dieser, jetzigen Demokratie sich an die Vor- Wendezeit mehr als nur erinnert fühlen. Auch um der Angst wegen, den mühsam nach der Wende erreichten bescheidenen Wohlstand,mit der seit 10 Jahren stattfindenden „Regurungen“ zusehends vernichtet sehen.
Im Gegensatz zu den Alt Bundesländern, denke ich wo die Vermögensanteil im Schnitt viel höher sind, wie I.ü. auch dazu die Löhne & Renten. liegt deren Erkenntnisse auf einer anderen Ebene, weil sie nie in den „Genuss“ eines sozialistisch totalitären Regime kamen ….
MfG a d Erfurter Republik

Urban Will | Mi., 8. April 2026 - 04:34

endlich angebracht, zu sagen, wie die Menschen diesen unfähigen, gefräßigen Staat an die Leine legen sollen und auch können.
Und es wurde vergessen, hinzuschreiben, warum wir diesen Staat haben, dass die Mehrheit selbst diesen seit Jahrzehnten wählt und ihn wohl weiter wählen wird.
Nirgendwo steht geschrieben dass eine Brandmauer – eine deutsche „Sondereinrichtung“ - errichtet und die stärkste politische Kraft, mit der es vieles, was uns heute arm und kaputt macht, nicht gegeben hätte, ausgeschlossen werden muss.
Merz hat sich die Fortsetzung dieses Irrsinns bereits auf die Fahnen geschrieben („nur mit der SPD“) und wenn er überhaupt mal Wort hält, dann hier, denn diese Unterwerfung ist Folge seiner Machtgier und Feigheit.
Der Wähler und nur der Wähler – da die Unions-Duckmäuser genauso feige sind – kann und muss es richten.
Hoffentlich schlägt Kubicki ordentlich ein und holt diesem unfähigsten aller Kanzler so viele Wähler weg, dass die Unions-Schafe mal aufwachen.

Angelika Sehnert | Mi., 8. April 2026 - 07:21

Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Ich bemerke jedoch, dass der Ton schärfer wird.
Die Perspektive ist nicht gut,im Gegenteil.Ein schwacher Kanzler, nicht durchsetzungsfähig, eine Regierungspartei, deren Personal in großen Teilen verantwortlich für die geschaffenen Probleme ist, ein kaputter Koalitionspartner, der völlig den Kompass verloren hat.Dazu eine indiskutable Opposition.Im Gegensatz zu vielen Kommentatoren hier wäre die AfD als Koalitionspartner keineswegs die Rettung. Außenpolitisch irrlichternd zwischen(linkem) Antiamerikanismus und (ebenso linkem) Putinverstehen,hat sie sozialpolitisch schon gar kein Konzept, bis auf die Forderung, Soziales nur für Deutsche, was auf rechtsstaatlichem Weg nur mit langen Atem und vielen Gesetzesänderungen umzusetzen sein wird.Wirtschaftspolitik steht sie ebenso blank da,der Wunsch aus der EU auszutreten wäre wirtschaftlicher Selbstmord.Der regierungsinterne Streit wäre der gleiche wie seit Jahren,erneuter politischer Stillstand die Folge

GSchakies | Mi., 8. April 2026 - 10:33

Antwort auf von Angelika Sehnert

@Angelika Sehnert: Sie haben offensichtlich das Programm der AfD nicht gelesen oder es nicht verstanden.

Angelika Sehnert | Mi., 8. April 2026 - 16:25

Antwort auf von GSchakies

Was im Programm steht und wie die Funktionsträger das interpretieren, wofür die letztlich stehen, das sind zwei Paar Stiefel, wie bei den „Altparteien“! Die AfD ist weit von Regierungsfähigkeit entfernt. Da muss noch viel passieren.