- Wenn Meinung zum Risiko wird
Fast die Hälfte der Deutschen sagt, man müsse mit seiner Meinung vorsichtig sein. Staatliche Einschüchterung, Boykottaufrufe und fragwürdige Hausdurchsuchungen zeigen, dass die Bedrohung der Meinungsfreiheit kein eingebildetes Problem ist.
In der vergangenen Woche war ich im bayerischen Kommunalwahlkampf unterwegs und saß auf Einladung und unter der Moderation von Patricia Riekel auf einer wunderbaren Podiumsdiskussion zur Meinungsfreiheit in München. Ein Mitdiskutant war der langjährige Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Sigmund Gottlieb. Ein Journalist von einem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk selten gewordenen Schlag: jemand, der nicht nur sein Handwerk versteht, sondern eine Debatte mit klugen Gedanken bereichern kann.
Irgendwann drehte sich die Diskussion um den erschreckenden Befund der oft zitierten Allensbach-Studie, wonach fast die Hälfte der Befragten angibt, man müsse in Deutschland vorsichtig sein, seine Meinung offen zu sagen. Gottlieb entgegnete – unter ausdrücklicher Anerkennung des Problems –, dass eine gewisse „Weinerlichkeit“ zu diesem Zustand beitrage. Das ist schon deshalb ein zwar zugespitzt formulierter, aber bedenkenswerter Punkt, weil keine Gesellschaft vor Opportunismus, Duckmäusertum und falschem Respekt vor vermeintlichen Autoritäten gefeit ist. Die Gretchenfrage lautet jedoch, was der ausschlaggebende Grund für die unbestreitbare Tatsache ist, dass sich ein erschreckend großer Teil der Deutschen nicht frei fühlt.
Ich habe bereits vor fünf Jahren mit „Meinungsunfreiheit“ ein Buch veröffentlicht, das reich an Beispielen ist, in denen freie Meinungsäußerung zu ganz realen Konsequenzen geführt hat – auch deshalb, weil gesellschaftliche Offenheit und Vorurteilsfreiheit fehlten, andere Meinungen anzuhören und auszuhalten. Heute ist es jedoch nicht allein das Phänomen der „Cancel Culture“, das hierzu beiträgt. Wir leben in einer Zeit, in der eine pointierte, manchmal auch undurchdachte oder polemische Meinung dazu führen kann, dass die Staatsmacht vor der Tür steht. Mit allen belastenden Konsequenzen: Vorladungen, Hausdurchsuchungen und Einschüchterung. Auch diese Beispiele häufen sich, und ich habe wiederholt auf diesen in meinen Augen unerträglichen Zustand hingewiesen. Ich will sie hier nicht alle erneut aufzählen.
Schulterschluss von Zivilgesellschaft, NGOs und Politik
Ich beginne daher einmal andersherum: Niemand kann sich dem Eindruck entziehen, dass Julian Reichelt seine Meinung häufig sehr deutlich, zugespitzt und zuweilen polemisch, aber angstfrei vorträgt. Zwar hatte auch er bereits Kontakt zur Staatsgewalt wegen eines Postings in den sozialen Medien, doch wie zu lesen war, sind diese Ermittlungen inzwischen eingestellt. Eingeschüchtert scheint ihn das nicht zu haben – ebenso wenig wie viele andere, die ähnlich auftreten. Man könnte daher in der Causa Daniel Günther argumentieren, dass dessen Angriff auf Reichelts Portal Nius niemanden trifft, bei dem man befürchten müsste, er lasse sich davon beeindrucken.
Dabei übersieht man jedoch, dass der schleswig-holsteinische Ministerpräsident nicht auf die Person Reichelt gezielt hat. Daniel Günther beansprucht vielmehr die gesellschaftliche Diskurshoheit für sich. Das ist für einen Regierungschef, der in derselben Sendung betont hat, ausdrücklich als solcher zu sprechen, schon ziemlich wahnsinnig.
Noch schwerer wiegt, dass er in der Sendung das gescholtene Presseorgan als „Feinde von Demokratie“ markiert und anschließend von einer Art Schulterschluss von Zivilgesellschaft, NGOs und Politik schwadroniert hat, der sich dagegen wehren müsse. Die kaum noch subtile Botschaft lautet: Wer sich dem nicht anschließt, steht nicht auf der Seite der Demokratie. Daniel Günther inszeniert sich als Ankläger und Richter über ein Medium, das ihm missfällt. Und er will, dass alle verstehen, was er von jenen hält, die sich dem nicht anschließen – oder schlimmer noch: die dieses Medium lesen.
Mehr oder weniger namentlich benennt er sogar ausdrücklich eine Gruppe, auf die das zutreffe: mehrere Bundestagsabgeordnete von CDU und CSU („das sind unsere Leute!“), deren Medienkonsum der angeblichen „Feinde von Demokratie“ er für nahezu sämtliche Koalitionskrisen des vergangenen Jahres verantwortlich macht.
Man will offenbar die Namen derjenigen kennen, die man zum Feind erklärt hat
An dieser Stelle muss man konstatieren, dass es in der Tat erschütternd ist, dass keiner dieser Abgeordneten diesen derart übergriffigen Ministerpräsidenten zur Räson gerufen hat. Haben sie etwa Angst, ihre Meinung zu sagen? Wenn dem so ist, wäre das tatsächlich eine ziemlich peinliche Weinerlichkeit. Niemand ist in diesem Land durch die Verfassung so gut geschützt wie die frei gewählten Abgeordneten unserer Parlamente. Aber wie sieht es bei anderen aus?
Hand aufs Herz: Würden Sie als Angestellter der schleswig-holsteinischen Landesverwaltung offen Nius oder andere vergleichbare Medien in der Mittagspause lesen, nachdem Ihr Ministerpräsident dieses Portal selbst als demokratiefeindlich deklariert hat? Würden Sie deren Inhalte in sozialen Medien teilen? Würden Sie sich trauen, laut zu sagen: „Der hat recht“, wenn Ihr oberster Dienstherr ein derart unerbittliches Urteil gefällt hat?
Die Forderung der Günther-CDU nach einer Klarnamenpflicht im Netz tut in diesem Kontext ihr Übriges: Man will offenbar die Namen derjenigen kennen, die man zum Feind erklärt hat – oder noch besser, dass sie einfach schweigen.
Doch die Sehnsucht, andere zum Schweigen zu bringen, ist auch andernorts groß. Als der Verband der Familienunternehmer erklärte, AfD-Abgeordnete zu einem parlamentarischen Abend einzuladen, sagte der dm-Chef, er halte dies grundsätzlich für statthaft. Sein Appell, sich inhaltlich auseinanderzusetzen, führte zu wütenden Boykottaufrufen gegen die Drogeriemarktkette. Ein politisches Statement sollte wirtschaftliche Konsequenzen haben. Die eifrigen Boykotteure steigerten sich in regelrechte Wahnvorstellungen über den erwünschten wirtschaftlichen Niedergang: Endlich einmal wirksam für die falsche Meinung bestrafen!
Das Immunsystem des Bürgers gegen einen übergriffigen Staat
Der Chef des Mitbewerbers Rossmann hielt die Einladung der AfD hingegen nicht für statthaft und trat aus dem Verband aus – was wiederum ebenso wütende Boykottaufrufe nach sich zog. Das zeigt im Übrigen, dass auch auf Seiten der AfD ein mindestens ebenso geringes Toleranzpotenzial für andere Meinungen existiert wie auf der Gegenseite. Allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz.
Beide Drogeriemarktchefs taten dann im Auge des jeweiligen Shitstorms etwas sehr Erwachsenes: Sie nahmen sich gegenseitig in Schutz und setzten sich in erkennbar freundschaftlicher Verbundenheit in die Sendung von Markus Lanz, ohne ihren jeweiligen Standpunkt aufzugeben. Das war vorbildlich und sollte eigentlich stilbildend sein. Eigentlich – denn nur wenige Bürger verfügen über vergleichbare Möglichkeiten und über vernünftige Verbündete auf der jeweils anderen Seite, um es ihnen gleichzutun.
Und genau das ist das Problem: Menschen haben sehr unterschiedliche Möglichkeiten, sich gegen gesellschaftliche oder gar staatliche Repression zu wehren. Diejenigen, die es können, sollten davon deutlich häufiger und lauter Gebrauch machen. Es geht um das Immunsystem des Bürgers gegen einen übergriffigen Staat, das gestärkt sein muss. So hat es Guido Westerwelle einmal formuliert.
Gleichzeitig gilt es, die gesellschaftlichen, politischen und staatlichen Angriffe auf die Meinungsfreiheit entschieden und klar zu bekämpfen. Sie sind real und keine Einbildung.
Ausgesprochen rabiate Hausdurchsuchungen
Das zeigt auch ein besonders spektakulärer Fall aus der vergangenen Woche: Schlagzeilen machte der Fall des Investigativjournalisten Lars Winkelsdorf. Er musste eine ausgesprochen rabiate Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen. Der Vorwurf lautete auf Verdacht des illegalen Waffenbesitzes. Die im Durchsuchungsbeschluss genannte Waffe befand sich jedoch nicht nur nicht in Winkelsdorfs Besitz, sondern wurde nie hergestellt. Was man früher als Zeitungsrezipient als Behördenschlamperei abgetan hätte, hinterlässt heute ein sehr schales Gefühl.
Winkelsdorf selbst sagt, er solle eingeschüchtert werden, weil er sich sehr kritisch mit den Hamburger Behörden und dem Innensenator Andy Grote auseinandergesetzt habe. Auffällig ist, wie wenig Rechtfertigungsdruck man in der Hamburger Politik angesichts dieser substanziierten Vorwürfe verspürt. Denn der Fall bedarf dringend einer umfassenden Aufklärung. Dass es sich um einen Journalisten handelt, macht ihn nur zusätzlich pikant.
Auch das Portal t-online, das früh darüber berichtete, setzte das Wort „Behördenschlamperei“ lediglich mit einem Fragezeichen in die Überschrift. Das zeigt, dass wir dem Staat inzwischen viel Schlechtes zutrauen – und dass es dafür allzu oft sehr gute Gründe gibt.
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so gut wie nicht erwähnt. Sollte die Hamburger Behörde davon ausgegangen sein, dass derart massive falsche Anschuldigungen nicht auffallen, und die Hausdurchsuchung als Einschüchterungsmaßnahme funktionieren würde?
Wann wacht die Presse (und hier meine ich nicht Cicero oder Nius) endlich auf und stellt solche Methoden als das dar, was sie sind, nämlich Nachahmer von Stasi und Gestapo.
Lars Winkelsdorf scheint im Mainstream ein etablierter Journalist zu sein. Lt. Wiki war er seit 2005 „regelmäßig Autor beim ZDF-Politikmagazin Frontal [….], ab 2009 auch bei diversen ARD-Politmagazinen (Kontraste, Panorama, Report […])“ sowie Tagesschau & Tagesthemen. Ende 2023 soll er auch eine Recherche auf Correctiv veröffentlicht haben.
Klingt von der Vita her also eher angepasst und nicht sonderlich rebellisch.
Auf seinem substack artikuliert er sich nun sichtlich schockiert lang und detailreich zur Hausdurchsuchung.
In diesem Zsh fällt folgender Absatz ins Auge: „Die dazu in Gegenwart von Zeugen abgegebene Ansicht der Beamtin ist dann das eigentlich Erschütternde: „Ich tue hier nur das, was mir gesagt wurde.“ [!] Nachdem wir in Deutschland diese Ausrede schon zwei Mal erfolglos hören mussten, ist ein solcher Mangel an Charakter und Bildung für einen Demokraten als nur noch schockierend zu beschreiben.“
Offensichtlich jemand der Westerwelles Warnung nicht auf dem Radar hatte ...
... desto repressiver tritt die Staatsmacht auf; in diesen Fällen, unter den heutigen Umständen >>drohender Machtverlust<<. Die Repression lässt nach, wenn die Obrigkeitshöhrigkeit genehme Ausmasse angenommen hat >>überwiegender, gesellschaftlicher Konsens<<. Die Repression wird vervollkommnet wenn die Staatsmacht absolut ist >>Diktatur, absoluter Machterhalt<<.
Es wundert nicht, wenn ein 40%-iger Anteil der Bevölkerung meint frei sprechen zu können >>Konsens mit der Staatsmacht<<. Wenn ein größerer Teil der Gesellschaft, dieser Meinung nicht ist und und ihre Meinung über den gesellschaftlichen Ist-Zustand kund tut und dennoch ausgegrenzt werden soll und wird, dann ist ein Konsens nicht mehr gegeben und die Repression wird in Richtung Diktatur verschärft. Wie es scheint geht es wirklich um totale Meinungskontrolle. In ihrer spezifischen Grösse und Ausprägung scheint Dtl. das absolute Negativbsp. in Europa zu sein wenn gleich der Rest ähnlich mittut. EU-DiServAct gibt die Richtung vor.
wurde..., bei einem Investigativjournalisten...!??
So etwas gibt's nur in W. Putins Russland, da wo alle gleichgeschaltet sind und staastskritische Medien und Personen mundtot gemacht werden.
>> Niemals bei uns!! /Ironie & Sarkasmus 🤔
diejenige Person, welche die frei erfunden Waffennummer in den Durchduchungsantrag reingeschrieben hat, die muss doch von amtswegen ermittelt werden können..., schließlich hat sie den Antrag selbst unterschrieben...!?
Da muss die Staatsanwaltschaft ran, mMn, ebenfalls von amtswegen- wegen Amtsmissbrauchs...
Sollte das nicht noch passieren ist die DDR 2.0 mittlerweile REALITÄT in Deutschland! 🤔
[Mielke lebt...! 😉]
Mit Meinungsfreiheit ist nur die eigene Meinungsfreiheit gemeint. Ich weiß, wo Du wohnst und wo Deine Kinder zur Schule gehen... keineswegs eine rein linkslastige "Freiheit". Das Beispiel mit den beiden Drogeriekettenchefs ist albern. Drogerien sind Einkaufstempel, keine gesellschaftspolitischen Portale. Wen juckt es, wenn z.B. Industrie- und Handwerksverbände sich zum Ausmaß der Abseitsregel im Fussball öffentlich äußern? Wer politisch einkauft, ist Gegner der (eigenen) Freiheit. Ich kaufe nicht bei Rossmann, weil dessen Chef schlechte Ökothriller schreibt - der Blödsinn in einer durchpolitisierten Gesellschaft ist allgegenwärtig. Eher behindert sich der freie Mensch selbst, als das die gesetzliche Meinungsfreiheit von irgendwas bedroht wäre. Die Freiheitsliebenden aller Farben und Richtungen verteidigen nur noch die ideologisierte Freiheit. Deshalb ist auch das Ende des westlichen Systems erreicht.
Köstlich, das gestärkte Immunsystem des Bürgers das gestärkt sein muss ! Das war dann wohl die eigentliche Absicht bei der Impf ~ Pflicht. Und wir dummen haben es nicht bemerkt. Danke für die Erheiterung !
Unter Merkel trat am 03.04.2021 Paragraph 188 in Kraft! Merkels letztes giftiges Geschenk an die Demokratie und an das deutsche Volk! Warum Toxisch? Weil verlogen und Volksfeindlich! In der politischen Debatte wurden Bundespolitiker immer beleidigender und feindseliger dem Volk gegenüber! Menschen wurden als Ratten, als Pack, als Mob etc. bezeichnet! Untereinander belegten sich diese Individuen der Bundespolitik ebenfalls mit Kraftausdrücken! Dem Volk dem dieser anmaßende und diktatorische Politikstil schadete, wurde quasi das recht genommen, angemessen auf die verbalen Attacken zu antworten! Interessant ist aber, dass dieser demokratiefeindliche Paragraph nur die Politiker der Altparteien schützt!? Also die Justiz wirklich Rotgrünschwarzgelb ist! Frau Weidel wurde besonders mies Beleidigt, eine politische Beleidung mit einer sexuellen , frauenfeindlichen Beleidigung, kombiniert! Das fand die Justiz in Ordnung!? Kleine dumme Bildchen führen aber zu Hausdurchsuchungen!?
Die Deutsche Gerichtsbarkeit steht in direkter Rechstbarkeitsfolge aller vorgängigen Rechtsbarkeiten und wirklich Aller; in Tradition. Aufrechterhaltung des Systems; Im Zweifel Kollaboration mit dem System "Unrecht; Covid<<. Also auch solcher, die sich mit dem herrschenden System gemein machen. Wenn also die Notwendigkeit besteht ein gewünschtes System zur Durchsetzbarkeit zu bringen, werden die Zügel angezogen. Es ist unmittelbar belegbar, daß die Tendenz staatlicher, obsessiver Allmacht als Charakteristikum einer undemokratischen Willensbildung zum grundlegenden Tenor politischer Grundlage der (EU) geworden ist.
Schlussfolgerung: Das gesetzte System (EU) wird nicht freier und demokratischer durch Integration >>Übernahme diktatorischer Regularien<<. Das System verliert an Kraft umgekehrt proportional, indem es reguliert. Was ist zu tun? Ein Verbund loser Staaten die sich selbst organisieren, ohne individuelle Interessen zu verlieren und doch multilaterale Gemeinsamkeiten finden.
Ein Interessanter Ansatz, mit dem losen Verbund von Staaten. Aber warum sollte das besser laufen als die EU? Der Hauptgrund des Scheiterns ist doch das Mimimi der Nationalstaaten! Die EU ist am Ende, aber nur als Gesamtheit hat Europa eine Chance im Globalen Ränkespiel. Aber Europafeinde und Spalter wie die ehemaligen Blockflöten des Ostblocks sehen nur ihren finanziellen Vorteil beim Euro und beim Abzocken von Deutschland, geht es um Europa hängen die an ihren russischen Freunden. Sind eben alles slawische Völker und prinzipiell deutschfeindlich!
Problem mit einer Heerschar von Anwälten gegen die vorzugehen die ihm den Mund verbieten wollen …..
Das, Herr Kubicki ist der Unterschied zum „Normalo“ der seine Kosten bezahlen muss und am Monatsende kaum noch etwas übrig hat, außer seine Stimme gegen die zu erheben, die ihn immer weiter auspressen wie eine reife Zitrone.
Wenn schon eine Haarwäschewerbung in Verbindung mit einem Politiker schon zu strafrechtlicher Verfolgung wird, andererseits ein „Satikiker“ des ZDF einen gewählten Präsidenten den man durchaus kritisieren kann, als „Ziegen ….“ bezeichnet ohne Sanktionien, weder vom Sender noch von der Justiz befürchten muss, ist’s mit der Meinungsfreiheit im „besten Deutschlands aller Zeiten“ aber so was von zappen duster !
MfG a d Erfurter Republik
MfG a d Erfurter Republik
Ja, das eine ist eine Übergriffigkeit des Staates gegen Bürger. Grundrechte waren mal Abwehrrechte. Andererseits haben Menschen glaube ich auch eine innewohnende Sehnsucht danach, dass bestimmte Werte verlässlich gelten (Gott und Vaterland, heute Demokratie, Menschenrechte) und dass Staat und Zivilgesellschaft sich für alle wahrnehmbar gegen jeden wehren, der diese Werte angreift. Grundrechte werden dabei eher so aufgefasst, dass es die Aufgabe des Staates ist, diese gegenüber allen Bürgern durchzusetzen.
Dieses Spannungsfeld existiert denke ich und lässt sich auch nicht einfach beseitigen. Es geht nicht nur um "Staat gegen Bürger", sondern darum, dass Gruppen von Bürgern nicht alles politisch freigeben wollen, sondern Grundwerte geschützt wissen wollen - nur jeweils verschiedene.
Mit all den Veränderungen in der Welt, EU, Technologie, Zuwanderung, Vielfalt, Globalisierung ist die Gesellschaft überfordert. Absolute Grundwerte und reale Vielfalt überfordern.
Die im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte sind Abwehrrechte des Bürgers, des Souveräns, g e g e n den Staat. Der Staat hat Grundrechte für a l l e Bürger zu schützen! Diese Grundrechte oder Grundwerte, wie Sie schrieben sind weder irgendwie „ verschieden“ noch dürfen sie angetastet werden.
Im Übrigen ist nicht in erster Linie die Gesellschaft mit Technologie , Vielfalt,Zuwanderung, Energiewende etc. überfordert, sondern die Politik , die die Probleme und deren Folgen , gerade bei Zuwanderung und Energie, selbst geschaffen hat und nun nicht mehr in den Griff bekommt.
Ich habe das Interview mit Lars Winkelsdorf in den freien Medien komplett gesehen. Nicht nur, das eine Waffe benannt wurde, die es so gar nicht gab. Nein, man nannte eine ähnliche klingende Waffe, die Herr Winkeldorf tatsächlich mal besaß und die er bereits 2008 dem BKA übergab, weil die gegen den Hersteller ermittelten und diese dann nach Abschluss des Verfahrens sogar vernichtet haben. Und darüber hatte Herr Winkelsdorf sämtliche Unterlagen/Bescheinigungen, auch von der Waffenbehörde, die alles im Register zunächst ordnungsgemäß erfasst hatte und dann, nachdem er für den Innensenator zum Problem wurde, hat man Unterlagen in der Waffenbehörde, die in HH der Polizei angegliedert ist gefälscht, um einen Vorwurf zu begründen und das Gericht, dass den Durchsuchungsbeschluss erließ, vorsätzlich getäuscht. Nein, jetzt werden schon Verdachtsmomente durch Behörden konstruiert, Staatsanwälte und Gerichte getäuscht und selbst vor Journalisten machen die da nicht Halt. Es wird immer schlimmer.
Lügenbaron Lanz sollte vielleicht mal Herrn Winkelsdorf in seine nächste Sendung einladen und sich dann(am besten schon mal im Bademantel) illustrieren lassen, wie ein ehemaliger Rechtsstaat die perfekte Transformation in eine totalitäre Staatsform vollzogen hat, seine "abtrünnigen" Bürger mit "alternativer Meinung" verfolgt, drangsaliert, deren Existenz und Reputation so ganz willkürlich eliminiert, wie es sich für eine gut geölte Diktatur gehört.
Lanz sollte sich aber beeilen, denn Herr Winkelsdorf wird unser Land wegen der Verfolgung verlassen. Ja, so ist das mit "Nie wieder"! Und Schöne Grüße an dieser Stelle an Daniel Günther, der sich ja beim Empfang meiner Grüße noch überlegen kann, in welcher Identität er meine Grüße empfängt, wofür haben wir schließlich das Selbstbestimmungsgesetz ?
+++ohne Worte+++
(aus dem Logbuch der Bekloppten & Bescheuerten, Stand Januar 2026)
zu einem. Dass auch von rechter Seite oft keine Toleranz bzgl linker Meinungen vorhanden ist, ist traurig, aber Fakt. Und da liegt auch die Gefahr, dass nach der sicherlich irgendwann kommenden politisch-kulturellen Wende sich einiges an „Rachegefühlen“ Bahn brechen wird. Zu lange schon ist man der linksgrünwoken Allmacht ausgeliefert. Die Linken sind derzeit zu dumm, um zu verstehen, dass all das, was sie bisher angerichtet haben, sich dann gg sie wenden kann, die Polizei ihre Türen einrennt, Rechts gesteuerte „Verf.schützer“ sie stigmatisieren. Für mich wäre das genauso unerträglich. Ich möchte endlich zurück zur Vernunft.
Wie kommen wir dahin?
Selbsterkenntnis hilft da sehr.
Und sie müsste jetzt ansetzen bei den „Machthabern“, den Linken.
Der erste Schritt wäre die Auflösung und Neugründung d ÖR. Ohne Zwangsgebühr.
Und die Rehabilitierung d AfD als normale, demokratische, ja, auch in Teilen „gärige“, schwierige Partei.
Und dann wieder miteinander diskutieren und streiten.
Es ist wohltuend, wie Herr Kubicki die Kerngedanken des Liberalismus vertritt, insbesondere die Meinungsfreiheit. Wenn uns diese genommen wird, hat man uns die Demokratie genommen. Vielleicht ist es dann noch Unseredemokratie, aber nicht mehr unsere.
Allerdings vermisse ich die Selbstkritik im Hinblick auf die Dauerbeschäftigung der Staatsanwaltschaften mit Klagen gegen Bürger durch Frau Strack-Zimmermann und die Tatsache, dass Franziska Brandmann die Verfolgung von Äußerungen im Netz zum Geschäftsmodell erhoben hat. Dass So Done mit KI im Netz nach potenziellen Beleidigungen sucht (die dem Betreffenden sonst vielleicht nie bekannt geworden wären), ist die Professionalisierung der Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Privatleute, ein totalitär anmutender Überwachungsapparat, den die Stasi sicherlich vorbildhaft gefunden hätte.
Mit so etwas muss die FDP intern abrechnen, das muss enden. Herr Kubicki hätte das Standing, das vorzubringen.
Grundeinstellung gegenüber einer offenen und freiheitlichen Gesellschaft kundgetan und weiß jetzt nicht mehr wie er am besten zurückrudern soll. Das öffentlich gesagte und ausgestrahlte dementieren. Zu viele Beweise... Unglücklicherweise alles ausgestrahlt und er hat ja selbst gesagt als MP zu sprechen. Der Mann hat mit diesem Statement seine Karriere komplett ruiniert und ist nicht haltbar, deshalb musste selbst Lanz ihn im nachhinein verteidigen. Weil allen klar ist, dass diese CDU nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist!! Abwählen, rigeros.
Ein Merkelianer natürlich. Das lässt tief blicken und erklärt so vieles!
Zu allen Zeiten haben die Mächtigen versucht, unliebsame Meinungen zu unterdrücken. Kohl hat regelmäßig und spontan beim ZDF angerufen wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Das war’s dann aber auch. Das lag daran, dass Journalisten damals sehr selbstbewusst waren.Politiker auch. Gerade Kohl wurde in Karikaturen oft heftig verunglimpft, heute undenkbar (Schwachkopf!). Da gab es keine Weinerlichkeit. Durch das Internet haben sich die Bedingungen für Meinungsäußerungen völlig verändert und das bereitet den Mächtigen Sorge, hatte man doch gerade eine neue Generation von Journalisten, ausgebildet an feinen, oft privaten Journalistenschulen, die es früher gar nicht gab, auf staatsgläubige Linie gebracht. Jetzt kommen Portale wie NIUS oder Apollo frech daher,recherchieren und berichten für die Politik unangenehme Dinge, etwa über die Verquickungen von Staat und linken NGOs. Man will nicht, dass Bürger sich außerhalb des ÖRR über kritikwürdige Vorgänge informieren.Man will ungestört durchregieren
Dass die Mächtigen Kritik nicht mögen, ist nicht neu. Neu ist, wie damit umgegangen wird. Das ist erschreckend! Noch vor wenigen Jahren hätte kein Staatsanwalt, obwohl weisungsgebunden, Durchsuchungsbeschlüsse bei Rentnern, em. Professoren oder Journalisten beantragt, weil kein Richter sie bei der vorliegenden Beweislage genehmigt hätte. Da ist etwas gefährlich gekippt. Jetzt bereitet die Bundesregierung ein Gesetz vor, dass es der grünen Bundesnetzagentur(!) erlauben soll, ohne richterlichen Beschluss Räume zu durchsuchen, um missliebige Portale auszuschalten!
Der Gesetzgeber, das Parlament, sollte sich klar darüber sein, dass man nur Gesetze beschließen sollte,mit denen man auch in der Opposition gut leben kann.Repressive Gesetze, um nichts anderes handelt es sich, können einem bei veränderten Machtverhältnissen ganz schnell selbst treffen. Diese kommen um so eher, um so mehr man sie mit unlauteren Mitteln zu verhindern versucht. Macht bessere Politik, dann gibt es weniger Kritik!
