Türmer
Philipp Türmer, Bundesvorsitzender der Jusos, 27.06.2025 / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Juso-Chef will mehr Geld in die Rente pumpen - Der Tod der Boomer kann uns nicht retten

Juso-Chef Philipp Türmer wird von den Medien mit viel Präsenz gepampert. Die nutzt er für seine Mission: Noch mehr Geld ins Rentensystem pumpen, indem auch Beamte und Berufspolitiker aufgenommen werden. Es ist eine Forderung des reinen Ressentiments.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Wenn deutsche Leitmedien einem Einzelnen die große Bühne bieten, lässt sich das nur aus zwei Gründen rechtfertigen: entweder damit, dass er der Republik etwas Gewichtiges zu sagen hat. Oder damit, dass er in der Republik etwas zu sagen hat. Beides hängt, wie man weiß, nicht notwendig miteinander zusammen. Beim Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer ist keines von beidem der Fall. 

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Thomas Veit | So., 26. Oktober 2025 - 19:42

Ausführungen zu 100% nicht konform gehen kann.

Was Sie im Abschnitt 'Warum der Beamtenstatus Sinn ergibt' als 'schweres Los der hart arbeitenden Beamten' deklarieren wollen ist - sorry! - reiner Bullshit, und zwar zu 98%! Die Beamtenpraxis sieht im komplett anders aus - ich kenne mehrere beispielhafte Fälle - Lerer*innen, BW-Führung, Polizei, Landesvertretung... - persönlich... - Details dazu ersparen ich mir >> 'müssen da hin, wo der Staat sie hin schickt...' ist eine Floskel, die in der Praxis de facto so gut wie nie zum Tragen kommt, zumindest nicht für einen dauerhaft anderen Dienstort. Die BW-Kräfte für die (Gott sei dank vergangenen...) Auslandseinsätze - auch die Offiziere! - gingen ausschließlich auf Freiwilligkeitsbasis und bei DOPPELGEHALT/-SOLD und noch weiteren Vergünstigungen in diesem Zusammenhang (Quelle: Verwandtschaft)...!! Per Befehl abkommandiert wurde da niemand...

Und gleich werden idR auch alle anderen Beamten gut und ständig 'gepampert', hierzulande.

Allerdings gibt er Aufschluss darüber, was Herr Brodkorb meint, wenn er schreibt: "Es ist taktisch geschickt, sich an Berufspolitikern und Beamten abzuarbeiten. Auf eines kann man sich in Deutschland schließlich verlassen: Das Ansehen von Politikern ist beim deutschen Wähler so schlecht, wie dessen Sozialneid gegenüber Beamten zugleich groß ist." Sie gehen diesem Jusochef auf den Leim, indem Sie das tun, was Brodkorb ausspricht: Verstand aus! Sie illustrieren das geradezu persönlich. Zu allen im Artikel genannten Nachteilen (z.B. den rechtlich notwendigen Kompensationen für Einkommensverluste von Beamten) kommt noch ein nicht beachtetes Faktum. Private Krankenkassen, überwiegend von Beamten und Selbstständigen finanziert, tragen in deutlich höherem Maße zur Stabilisierung unseres Gesundheitssystems bei, als die gesetzlichen. Machen Sie sich bitte erst einmal schlau, bevor Sie in das populistische Neidhorn eines Jusovorsitzenden blasen.

Füllhorn der gut versorgten Beamtenschaft - ich wette zu 100% dass Sie selbst Beamter sind...?

Aber egal, genau so wie ihre Beamtenklientel aus gutem Grund jede Veränderung am eigenen Status ablehnt lehne ich der überbordenden deutschen Beamtenstaat mit seiner 300%-igen Vollversorgungsmentalität ab, von Ausnahmen wie Polizei und Spitzenbeamte, Richter etc. mal abgesehen.

Neid spielt dabei in ,einem Falle sicher keine Rolle, da mich dieses System nicht tangiert... Ihren diesbezüglichen (populistischen☝) Vorwurf weise daher zurück.

Es ist auch hier klar erkennbar - Ihr Beitrag und Hr. Konrad unten... - dass diejenigen, die von diesem System profitieren, selbstredend gegen jede Veränderung sind und dazu auch fragwürdige mMn rein subjektive vorgeschoben und über Dekaden ausgelieferten 'Argumente' anführen mit dem Ziel, dass sich bloooß nichts ändert... ... 🤔

>> Warum erstaunt mich das nicht...?

Die Zielrichtung Besitzstandswahrung werfe ich auch Hr. Brotkorb mit seinem Artikel vor.

zukunftsfähig ist, egal wer 'die Schuld' trägt. Das wird zwangsweise zu Änderungen führen, die auch das Beamtenversorgungssystem betreffen werden müssen, wenn der soziale bzw. der Generationen-Frieden/Ausgleich annähernd gewahrt bleiben soll - ob Sie oder Herr Konrad damit einverstanden sind oder nicht... - früher oder später.

Wenn man Wortmeldungen der jüngeren Generation zukünftig genau so ablehnend und geringschäzend behandelt wir bisher..., dann wird die 'Rentnerrepublick' irgendwann ohne diese Generationen auskommen müssen - und mit ihr auch Ihre Beamtenpensionen. Das ist zwangsläufig so (Demoskopie genannt...).

Thomas Veit | So., 26. Oktober 2025 - 19:52

derart weltfremden und verqueren Artikel zum Thema Rente zu schreiben kann ich nicht nachvollziehen... - vermutlich liegt er in Ihrem persönlichen Rentenmodell begründet 6nd dem anderer Abgeordneten in den Landes- und Bundesparlamenten diese Republik. Ich kenne sie aber nicht...

Wenn es um ehrliche Generationengerechtigkeit beim Thema Rente geht hat Türmen m.E. Recht - ich persönlich präferiere hier 'das österreichische Rentenmodell', welches absolut auf Deutschland passen könnte, mMn, wenn man wöllte, und es nicht PAUSCHAL, weil es einst auch vom BSW vorgeschlagen wurde, ablehnen würde. 😉

BITTE EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL ZUM ÖSTERREICHISCHEM RENTENMODELL NACHREICHEN!! Aus neutraler Quelle aber bitte... (nichtbeamteter Autor*in). Danke im Voraus!

….lösen das Problem auch nicht, genau so wenig wie Attacken ad personam . In Österreich hat man schon vor einige Jahren Reformen durchgeführt, 1:1 übertragbar ist das System nicht. Hier hat man blind dem Mantra „die Rende is sischer“ Blüms geglaubt, obwohl die Geburtenzahlen, vulgo Demographie, nicht lügen. Zu wenige Kinder=zu wenige künftige Rentenbezahler, eigentlich sehr einfach. Leider habe sich die wenigen Boomerkinder dann auch noch entschlossen, linksgrünen Träumen nachzuhängen, Atomkraftwerke zu sprengen, irgendwas mit Politik statt Ingenieurwissenschaften zu studieren nachdem das Leistungsprinzip im Bildungswesen erfolgreich abgeschafft worden ist.
Im Ernst: es ist, nach der sog. Energiewende das zweite, große das Versagen einer Politik, die Zukunft nicht gestalten kann oder will, die aber, soviel Ehrlichkeit muss sein, von Wähler getragen wurde. Jetzt kommt halt die Quittung im Form eines absehbaren Kollapses. Echte Probleme lösen sich durch Zuwarten eben nicht.

...werde da wohl mal, 'etwas in mich gehen...' aber sie natürlich trotzdem weiter verwenden, wo ich sie für angebracht halte, wenn Sie gestatten.

Kann Ihnen da leider aber nur bedingt entgegen kommen, sehr geehrte Frau Laubeth, es sind 'Trump'sche Emotionen' die mich dazu bewegen... 😉 - ich bitte hier höflichst um Ihr Verständnis..., wenn möglich?

Die „Boomerkinder“ sind nicht am Linksruck schuld. Viel mehr sehe ich die Hauptursache für die Probleme die wir aktuell in Deutschland haben, in der Boomergeneration selbst.

Diese Generation profitierte von der harten Arbeit und den Entbehrungen ihrer Eltern, sie wuchsen in sicheren Verhältnissen auf, das Land & Infrastruktur funktionierten noch, es gab Wohlstand, sie mußten sich nie um Jobs und die Zukunft sorgen.

Ihrer Welt entstammen die 68er-Faschisten, die Frauenbewegung etc., sie haben das Kinderkriegen zum Auslaufmodell erklärt. Ihnen ging es um Selbstverwirklichung um jeden Preis, sie stellten sich in den Mittelpunkt, sie wollten nicht was ihre Eltern und deren Eltern waren!

Sie haben gut verdient und wenig abgegeben, jetzt profitieren sie davon, denn sie haben gute Renten, konnten immense Summen an Reichtum aufbauen und sie haben alle Weichen falsch gestellt! Sie haben den Nachfolgegenerationen die Zukunft genommen!

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Thomas Veit | So., 26. Oktober 2025 - 20:06

Genau so! Wenn ein paar Abgeordnete in den Parlamenten dafür eine gewisse zu geringen! Ausgleich bekämen könnten sie das ja zum Anlass nehmen ihre Gehaltssituation beim nächsten Wahlkampf in ihrem Wahlkreis zum Thema mache..., alles ausführlich transparent ihren potentielle Wähler*innen darlegen und mir deren Stimme dann eine doch eine deutliche Erhöhung ihrer Diäten , nicht zuletztaich wegen ihrer bisher herausragenden Leistungen..., durchsetzen. Auf kommunaler Ebene könnte das sogar funktionieren, in dies oder jenem parteilos Fall... ...

Nein, die paar Abgeordneten - SORRY Herr Brotkorb - müssen dann eben auch mal 'in den sauren Pensionsapfel' des gemeinen Volkes beissen..., ECHTE VOLKSVERTRETER*INNEN eben.

DIE MASSE DER BEAMTEN insgesamt würde wohl den erhofften Effekt weitestgehend erbringen; Polizei, Verfassungsschutz u.ä., Berufsdiplomaten und BW-Führung würde ich ausnehmen.

Dirk Weller | So., 26. Oktober 2025 - 21:57

"Wer einzahlt, erwirbt ebenfalls Ansprüche und produziert damit auf Dauer höhere Kosten."

Natürlich erwerben Politiker und Beamte durch die Einzahlung in die Rentenkasse auch Ansprüche bezüglich der Rentenkasse, allerdings entfallen dann auch die Ansprüche bezüglich der steuerfinanzierten Pensionen.

Übrigens :
in der Schweiz müssen ALLE in die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) einzahlen.
Erstaunlicherweisegibt es für die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) in der Schweiz auch keine Beitragsbemessungsgrenze.
Also egal wie hoch der Lohn ist, der Prozentsatz wird auf den vollen Betrag angewendet, und gleichzeitig gibt es eine Minimal- und eine Maximal-Rente.

Wäre DAS nicht ein Vorbild ?

Und Sie schreiben, daß die demografische Basis der Volkswirtschaft Jahr um Jahr schrumpft.
Aber kommen seit 2015 nicht zahlreiche Fachkräfte, die die Rente nach Aussage von z.B. DIW-Präsident Marcel Fratzscher stabilisieren sollten ?

Der Gedanke, ein System wie in Österreich (Beiträge auf alle Einkünfte, Mindestrente und Deckelung auf eine Maximalrente) zu installieren hat natürlich seinen Reiz. Nach meiner Erinnerung wäre eine solche Regelung nicht Grundgesetz-konform, wobei mir die Kausalkette, aus der sich die sog. "Beitragsbezogenheit" und das "Äquivalenzprinzip" ableiten ließen, nie ganz klar war. Die KI gibt aber folgende Auskunft:
"Die Abschaffung des Grundsatzes der Beitragsbezogenheit im deutschen Rentensystem ist rechtlich nicht unmöglich, aber extrem schwierig und würde tiefgreifende verfassungsrechtliche Änderungen erfordern...das Äquivalenzprinzip ist Teil des sozialen Rechtsstaatsgedankens...Prinzip des Vertrauensschutzes...Bürger, die jahrzehntelang in das System eingezahlt haben, müssen darauf vertrauen können, dass ihr individueller Beitrag auch die Höhe ihrer Rente maßgeblich mitbestimmt.."
Ich befürchte daher, das jede Bemühung in diese Richtung zum Scheitern verurteilt wäre..

Das mag sein, aber was ist denn, wenn das System kollabiert, und das wird es, und zwar ziemlich bald? Dann sind meine bisher eingezahlten Beiträge komplett weg, das, was ich bisher zusammen mit meinen diversen Arbeitgebern einbezahlt habe, reicht, um ein ordentliches Haus in einer mittelpreisigen Stadt zu kaufen.

Ist das dann Grundgesetzkonform?

Es muß also was getan werden, und zwar schnell und obwohl ich Herrn Türmer nicht ausstehen kann und er in der Regel nur utopischen sozialistisch-kommunistischen Blödsinn absondert, finde ich die größtenteils Abschaffung des Beamtentums und der Privatversicherungen für Beamte & Politiker ein längst überfälliger Schritt. Dieser wird aber nicht passieren, da „unsere“ Linkspolitiker keinen Anstand haben und das Beamtentum dringend brauchen, um ihresgleichen zu belohnen bzw. sicher/strategisch unterzubringen.

Allein die Tatsache, daß Politiker gesetzlich versichert wären, würde wahre Wunder bewirken, denn dann würden sie sich kümmern!

Hans Jürgen Wienroth | So., 26. Oktober 2025 - 22:31

Die Neiddebatte hat den Verstand leider auch bei manchem der Kommentatoren ausgeschaltet. Es lässt sich nicht jeder Job im öffentlichen Dienst zwischen Angestellten und Beamten vergleichen. Wo das möglich ist, zeigt sich: Die Netto-Gehälter sind unter Berücksichtigung der Sozialversicherungsabgaben ähnlich. Da schrumpft der angebliche Gehaltsvorteil unter Berücksichtigung der um 6 Monate späteren Gehaltsanpassung schnell dahin.

Dafür kann der Beamte wegen „Verdachts“ beamtenrechtlicher Verstöße mittlerweile ohne Gerichtsverfahren entlassen werden und verliert seine Pension. Der Staat zahlt großzügig 50% des niedrigeren Netto, nachdem er beim Gehalt 100% gekürzt hat. Der Richter mit dem Masken-Urteil, der kurz vor der Pensionierung wegen seines Urteils gekündigt wurde kann sicher ein Lied davon singen. Maaßen wollte man auch die Pension streichen.

Das ist „Beamtenrecht“. Jetzt noch 19,4% wegen Rente kürzen ist da doch gerecht, oder?

abzuschaffen oder zumindest auf ein absolutes Minimum zu reduzieren... - zum Schutz und Vorteil der jetzt noch Beamt*innen... - das ist ja unerträglich, was Beamte so idR erleiden müssen, wie Sie dankenswerterweise hier berichten..., Herr Wienroth.

Habe ich Sie richtig verstanden..., oder ist selbstredend auch 'mein Verstand ausgeschaltet', wie ich vorab schon mal annehme...?

Gegen Sie einfach in die freie Wirtschaft, oder Selbständigkeit... - dort ist es jeweils vieeel besser, ernstlich. /Ironie

Sorry, wenn ich meinem Enkel (16J) heute was zur Berufswahl raten sollte, dann: mittlere oder gehobene Beamtenlaufbahn, egal wo!!☝

Stefan | So., 26. Oktober 2025 - 23:49

Wenn dazu noch jährlich eine Stadt in der größe von Gütersloh einwandert und sogar dazu synchron die Stellen von Fachleuten abgebaut werden, wenn es um den Sozialstaat jetzt schon so schlecht bestellt ist, da hilft meines Erachtens lediglich die Kettensäge ála Javier Milei.
Doch dazu braucht man "Eier" und keine Koalition mit Leuten die wider den Kanzler demonstrieren gehen, wie die gute Frau von der SPD kürzlich in Bielefeld.
Da bezichtigt der Vizekanzler den Friedrich Merz öffentlich des "Nazisprech" und seine Jusos stellen bezüglich der Rente Hypothesen auf , daß sich einem CDU ler eigentlich die Nackenhaare sträuben müssten.
Sei's drum, das blaue Wunder wird wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lassen und dann bin ich mal gespannt, wer dann von den anderen Parteien wem den "Schwarzen Peter" zuschieben wird.
Ich hoffe man darf "Schwarzer Peter" als Ausdruck noch gebrauchen, heutzutage ist ja sogut wie alles verpönt.

Markus Michaelis | Mo., 27. Oktober 2025 - 02:27

Beamte und Selbstständige in die Rente zu nehmen kann man machen oder nicht, es gibt sicher in beide Richtungen Argumente, aber grundsätzlich löst das kein Rentenproblem - da hat der Artikel wohl recht.

Wo ich finde, dass der Artikel nicht recht hat, ist dass es um Sozialneid ginge. Um was denn sonst? Politik dreht sich meistens, zumindest sehr oft darum, dass man Mittel, Rechte und Pflichten irgendwie anders verteilen will - meist in der Art, dass man selber mehr, andere dafür weniger bekommen.

Die Pensionszusagen für Beamte sind tatsächlich recht hoch. Es scheint mir normal, dass darüber auch politisch gestritten wird, wenn dem Staat langsame die Mittel ausgehen für alle Versprechungen, die er eingegangen ist. Niemand wird da freiwillig zurückstecken und die, die abgeben müssen, werden nicht freiwillig mehr abgeben.

100% vom letzten Gehalt ohne große Abzüge und die meisten lassen sich kurz vor der Rente noch höher einstufen, indem sie dann noch beruflich Karriere im Amt machen.
Und jetzt schauen wir mal auf die Arbeiter und Angestellten.
Da wird es einem speiübel, was da für ein Arbeitsleben gezahlt wird.

Heidemarie Heim | Mo., 27. Oktober 2025 - 08:39

Lieber Herr Brodkorb! Ich wiederhole mich gern, dass Sie obwohl vom gegenüberliegenden politischen Ufer stammend einer meiner Cicero-Lieblingsautoren sind;)! Jedoch tun sich dieses Mal einige Fragezeichen bei mir auf. Ich machte damals mein Klinikum in einer Versorgungskuranstalt des Landes RLP musste ich ebenfalls sogar als befristet angestellte Praktikantin einen Eid auf die Verfassung des Landes ablegen. Genau wie glaube ich alle Angestellten im öffentlichen Dienst? Und was "willkürliche Versetzungen" an andere Standorte o. Tätigkeitsgebiete seitens des Dienstherrn betreffen, so decken sich meine Erfahrungen keineswegs mit den Ihrigen. Persönlich kenne ich es so, dass man nur einen freiwilligen Ortswechsel als Beamter/in in Betracht zieht, wenn man entweder durch äußere Umstände wie Mobbing, schlechte Beziehungen zu Vorgesetzten hat o. bei der eigentlich zustehenden Beförderung übergangen wird o. andere mit dem "richtigen Parteibuch" vor die Nase gesetzt bekam. MfG

Heidemarie Heim | Mo., 27. Oktober 2025 - 09:09

Also Bund bei Bundesbeamten und Ländern bei deren Beamten. Als ehemaliger Finanzminister fiel Zweites doch in Ihr Ressort lieber Herr Brodkorb? Korrigieren Sie mich gern sollte ich falsch liegen. Denn daraus folgend überkam mich eine Erinnerung, die nun etliche Jahre her ist, was die Pflicht der Länder und wohl auch des Bundes bezüglich der "Rückstellungen" für die Pensionen
angingen. Das "reiche" BW hätte laut damaligem Befund schon seinen gesamten Landeshaushalt aufwenden müssen, um nur die notwendigen Rückstellungsanforderungen zu erfüllen. Was natürlich nicht der Fall war, und um den nicht beamteten Steuerzahler wohl nicht zu "verunsichern",-) hat man das Thema nie weiter priorisiert? Wäre doch auch mal interessant wie es diesbezüglich aktuell mit den Lasten, die ähnlich wie bei der gesetzlichen Rente mit Richtwert 48% nach 45 Jahren von den Pensionen mit 71,75% nach 40 Jahren unterschieden, wohl ebenfalls ein Problem für die Folgegeneration darstellen dürfte? MfG

Ernst-Günther Konrad | Mo., 27. Oktober 2025 - 10:26

*Beim Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer ist keines von beidem der Fall. * Genau Herr Brodkorb, deshalb kein weiteres Wort über ihn, lohnt nicht.
@ Herr Veit - nur so viel
Ich bin 43 Jahre und 222 Tage Beamter gewesen, meine beiden Kinder sind Beamte, Polizei und Schuldienst. Und ich habe noch heute teils Einblick in den Staatsapparat. Und ich stelle fest: Sie haben keine Ahnung. Ich gestehe Ihnen ja durchaus zu, eine andere Meinung zu haben und die hier zu vertreten. Aber Herr Brodkorb's Artikel als *Bullshit* zu bezeichnen, qualifiziert sie ab. Eigentlich wöre ob ihrer sprachlichen Entgleisung eine Entschuldigung fällig. Mal sehen ob sie das können, was sie sonst Politikern vorwerfen, nämlich nicht selbstreflektiert zu sein.
Nichts für ungut. Aber das haben Sie sich vergallopiert.

bezeichnet sondern nur die Aussagen im Abschnitt über die vermeintlichen Nachteile des Beamtenstatus, wie z.B. den angeblich unsicheren Dienstort auf Anweisung. Das ist, wer die Praxis kennt, 'Bullshit'. Wie Sie meinen Ausführungen eventuell entnommen haben habe auch ich gute persönliche Kontakte zu Beamten und Beamtinnen (BW und Lehrerinnen, sowie Th. Ministerialbeamte - mehrere...), so dass auch ich für mich in Anspruch nehme über einige tiefere Einblicke die tatsächliche Beamtenpraxis zu verfügen.
Falls eine Ihrer Bekanntschaften jemals per Dienstanweisung den Dienstort wechseln musste würde mich das sehr wundern!

Wenn Sie der Begriff 'Bullshit' stört - extra in Anführungszeichen gesetzt u d ausschließlich auf einen bestimmten Abschnitt bezogen! - dann ersetzen ich ihn für Sie (und Herrn Brotkorb selbstredend) gerne durch 'Blödsinn' oder 'völliger Unsinn'... - gerne.

Ich denke Herr Brotkorb wird nicht an meinem Kommentar verzweifeln!? In der Sache habe ich nichts zu korrigieren.

Dass Sie selbst als ehem. Beamter mit Herrn Brotkorb übereinstimmen verwundert mich natürlich nicht und sei Ihnen natürlich unbenommen... - nix für ungut.

[...meine Tochter ist übrigens auch des Herrn Brotkorb's Meinung... - Lehrerin]

A. Brand | Mo., 27. Oktober 2025 - 15:59

Das Beamtentum gehört bis auf wenige Ausnahmen gestrichen, Österreich machts erfolgreich vor!

Die von Ihnen aufgezählten „Nachteile“ einer Beamtenlaufbahn treffen nur wenige wie z.B. Soldaten und Polizisten wirklich nennenswert. Klar, auch Lehrer können sich die Schule nicht (immer) aussuchen, von einem zwangsversetzen Lehrer oder einem Bauamtsmitarbeiter habe ich aber noch nichts gehört. Soldaten, Polizisten, Geheimdienste, das wars! Den „Verfassungsschutz“ gleich mit abschaffen!

Und ganz ehrlich, das aktuelle von Grünrot installierte Beamtentum soll sich an die Verfassung halten? Da lachen doch die Hühner! Das sind doch die allerletzten die sich an die Verfassung halten, gleich nach den Politikern der „Etablierten“!

Was Türmer angeht, so ist dieser eine beispiellose Nervensäge, noch nichts im Leben geleistet, keine (Lebens-)Erfahrung, aber eine große Gosche, ein Wohlstandslinker vom Feinsten!

"Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden
ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht."

Benedikt Lux (Grüne), Interview Neues Deutschland "Kein fairer Boxkampf" 15.08.2020

Wenn die Grünen die gesamte Führung gegen "gute Leute" ausgetauscht haben, dann nur aus einem Grund, sie haben dort ihresgleichen platziert, Menschen die die Ideologie der Grünen vertreten! Wer aber die grüne Ideologie vertritt, KANN nicht verfassungstreue sein!

Und Berlin ist kein Einzelfall.

QED!

IngoFrank | Mo., 27. Oktober 2025 - 18:48

Kann, wo sie gebraucht werden, war zu Bismark‘s- Zeiten so. Aber heute ? Vielleicht noch in den hohen Besoldungsgruppen aber sonst ?
Die Beamten die ich kenne wurden in Verwaltung Schule Polizei verbeamten und blieben die letzten Jahrzehnten an ihren Arbeitsplätzen ……
Mit freundlichen Grüßen a d Erf. Rep.