Lars Klingbeil
SPD-Chef Lars Klingbeil auf dem Bundesparteitag in Berlin / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Sozialdemokratie in historischer Krise - Die SPD ist ihr größtes Problem

Lars Klingbeil und Bärbel Bas müssen ihrer Partei einen harten Prozess der Selbsterkenntnis aufzwingen. In aller Kontroversität und mit allem Risiko. Doch nichts davon ist in Sicht.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Die SPD sei an diesem Wochenende zu einem der wichtigsten Parteitage in ihrer Geschichte zusammen gekommen, meinte am Freitag dieser Woche ihr alter und neuer Vorsitzender Lars Klingbeil. Es gelte, eine historisch zu nennende Wahlniederlage zu verarbeiten.

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Theodor Lanck | So., 29. Juni 2025 - 17:49

Wenn man schon die CDU nur noch als inhaltsleer bezeichnen kann, muss man bei der SPD inzwischen von negativer Energie, von einem Schwarzen Loch der Selbstbespiegelung sprechen.

Dabei ist die Wahl ziemlich einfach: Sozialdemokratie nach dänischem Muster oder grünlinker Untergang.
In der Migration ist ein schonungsloser Blick auf die Realitäten überfällig, von den aus dem Ruder gelaufenen Kosten über die Kriminalität und die islamistische Überfremdung bis zur den Rechtsstaat delegitimierenden illegalen Zuwanderung ohne Folgen.
Der Sozialstaat muss sich vom Versicherungsprizip - eine Leistungsstufe für alle - verabschieden und statt dessen ein garantiertes Mindestniveau mit frei, aber individuell zu bezahlenden Mehrleistungen einführen. Das ist sei 30 Jahren überfällig.
Dass die SPD die Kernkraft-Feindschaft der Grünen mitgemacht hat, ist der wesentliche Grund für die laufenden Deindustrialisierung.

Und zuletzt: Die Konkurrenz durch haltlose Vorwürfe zu stigmatisieren, ist erbärmlich.

Brand, A. | Mo., 30. Juni 2025 - 11:04

Antwort auf von Theodor Lanck

das Problem ist, daß es vermutlich niemanden in der SPD gibt der die Dinge so sieht, geschweige denn willens bzw. in der Lage wäre das so umzusetzen.

Merkel hat die SPD durch Themenklau und Linksruck der CDU gezwungen immer weiter nach links zu driften, das ging nur mit entsprechendem Personal: nichts können, nichts wissen, kein Format, keine Bildung, kein Niveau, alle anderen hätten die „Transformation“ zur demokratiefeindlichen linksextremen Partei nicht mitgemacht.

Die SPD hat das gleiche „Problem“ wie die CDU, sie hat nur unfähiges Personal, erschwerend kommt bei der SPD die ideologische Verbohrtheit der Protagonisten hinzu. Steinmeier, Klingbeil, Esken, Faeser, Bas, & Co., allesamt stramm linke Genossen ohne Format, Niveau, Werte, Wissen und Können!

Die SPD steht dem Kommunismus/Faschismus mittlerweile deutlich näher als der Demokratie.

Die SPD zu reformieren, wird noch schwieriger als die Union zu reformieren!

Urban Will | So., 29. Juni 2025 - 18:01

Die SPD passt zu diesem Land. Ein verfaulendes Gebilde in einem durch und durch geistig verfetteten Land, dessen schlafende (Mehrheits-)Wählerschaft seinem wirtschaftlichen und kulturellen Zerfall blöde zuschaut. Vielleicht klingt das jetzt zu krass, aber man kann entweder verzweifeln oder sarkastisch werden. Mehr bleibt einem nicht in dieser Zeit.
Man könnte Bücher darüber schreiben, 1000 Zeichen reichen nicht.
Wer als Partei nur den Weg des Verbotes kennt, um den Gegner „auszuschalten“, dessen „Rechtsradikalität“ frei erfunden oder per Weisung a d Verf.Schutz beauftragt wurde, der ist keine Partei mehr, der ist ein armseliger Haufen.
Und trotzdem. Hinter dem Zerfall der SPD und auch des Landes steht eine andere Partei ohne die es all das nicht gäbe: die CDU. Merkel hat es begonnen, Fritzel mit seiner Unterwürfigkeit weiter geführt. Eine verlotterte SPD muss dank d Brandmauer einfach immer nur über 5% kommen und das schaffen sogar die.
Die CDU ist es, die das Land kaputt macht.

Jens Böhme | So., 29. Juni 2025 - 18:29

Solange die SPD mit über 5 Prozent in Regierungskoalitionen mitmachen darf, besteht kein Handlungsbedarf, die SPD in ihren Grundfesten zu erschüttern. Da Deutschland ohne sogenannte Volksparteien auskommt, ist auch die SPD auf der sicheren Seite des kommenden, politischen Zusammenbruchs des westlich-freiheitlichen Systems.

Walter Bühler | So., 29. Juni 2025 - 18:30

... der SPD, die sich zum Parteitag getroffen haben?

Gar nichts - wenigstens im Angesicht der medialen "Öffentlichkeit".
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Die Schuld am Wahlergebnis wird nicht in eigenen Fehlern, sondern nur in den imaginierten finsteren Absichten des teuflischen Gegners AfD gesucht. Praktisch jeder SPD-Funktionär schreibt (in einer perfekten Verschwörungstheorie!) diesem innenpolitischen Satan alles Böse zu, insbesondere die eigene innenpolitische Erfolglosigkeit.
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Auf außenpolitischem Gebiet wird unter den SPD-Funktionären noch eine kleine Gruppe sichtbar, die die ruhmreiche und ehrenvolle Geschichte der Partei noch nicht vergessen hat.

Aber die Mehrzahl der Funktionäre besitzt auch in der Außenpolitik das gleiche verschwörungstheoretischen Weltbild wie in der Innenpolitik:

Das Scheitern der eigenen Außenpolitik wird nicht in eigenen Fehlern, sondern nur in den finsteren Aktivitäten des russischen Oberteufels Putin oder anderer Teufel gesucht.
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Gegenüber Teufeln gibt es keine Liberalität.

... dass die heutigen SPD-Funktionäre, die einfältigen Gesinnungsgenossen von Nancy Faeser, historisch ungebildet sind und von demokratischer Liberalität meilenweit entfernt sind.

Sie hängen vielm,ehr jenem bösartigen "Anti-Faschismus" an, der von Berija und Mielke zu barbarischer Hochblüte gebracht worden ist, und der einst unzähligen Sozialdemokraten Elend und Tod gebracht hat.

Es ist ein Trauerspiel, was aus der SPD geworden ist.

Rainer Mrochen | So., 29. Juni 2025 - 18:51

..in ihrem Wirken, in der letzten Ampelkoalition, auch die FDP sein können. Deren Schicksal ist bekannt.
Aber müsste man die Dinge nicht grundsätzlich viel größer und anders denken um eine Erneuerung Deutschlands zu bewerkstelligen, unabhängig vom Parteienklüngel? Die Beseitigung der Armut, die Gewährleistung der Nahrungsmittel- und Energiesicherheit und die Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse bleiben unverhandelbar. Aber das Bruttoinlandsprodukt wird als Maßstab an Bedeutung verlieren. Der Erfolg eines Staates wird zunehmend an der Lebenserwartung, der Qualität der Bildung, der Gesundheit der Umwelt, der kulturellen Lebendigkeit, den wissenschaftlichen Durchbrüchen, dem sozialen Zusammenhalt und der Abwesenheit zersetzender politischer Gräben gemessen werden. Unter diesen Gesichtspunkten sehe ich im heutigen, politischen Dtl., keinen Gestaltungswillen. Im Gegenteil: Der ideologisch, autoritäre, Tatsachen ignorierende Politikstil zeigt im Ergebnis seine zerstörerisch Wirkung

Hans Jürgen Wienroth | So., 29. Juni 2025 - 18:51

„Respekt“ & „Werte“ waren die Lieblingsfloskeln des SPD Ex-Kanzlers. Aber passt das zu einer „Liberalisierung“ des Landes, die genau diese beiden im Rahmen der sog. Staatsmodernisierung über Bord wirft? Ist Liberalisierung nicht der Weg zu mehr Freiheit? Das heißt doch nicht Kultur und Konventionen abschaffen und durch neue aus fernen Ländern zu ersetzen.

Statt sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, warum die Wähler (nicht nur der SPD) in Scharen zur AfD überlaufen, wollen die Delegierten von oben herab alles Bewährte im Kampf gg. rechts verbieten. Nur will sich der Bürger nicht umerziehen lassen, nicht die gewohnten Konventionen durch (zu überwachende) Gesetze ersetzen.

Die SPD hat sich mit Energiewende und grünen Projekten gg. Klimawandel in den linken Lenkungs- & Überwachungsstaat treiben lassen, sich gemeinsam immer stärker um Minderheiten gekümmert und dabei die Mehrheiten vertrieben. So kann man keine Volkspartei bleiben.

Christoph Schnörr | So., 29. Juni 2025 - 19:02

folgt der FDP und die CDU ist ebenfalls auf gutem Wege dahin spätestens dann, wenn selbst die von den Alt-Parteien unterwanderten Qualitätsmedien den Niedergang dieses Landes nicht mehr verschleiern können. Die SPD feiert ihre jüngsten Erfolge und lobt Frau Esken für entsprechende Verdienste. Noch Fragen? Die Prokrastination, was die Wahrnehmung der Realität und die Fokussierung auf die zentralen Aufgaben betrifft, ist pathologisch und deren Selbststabilitisierung in diesem Lande ein fatales Phänomen, für welches ein hoher Preis von kommenden Generationen zu zahlen sein wird. Der Umgang der Ampel und der jetzigen Wahlbruch-Regierung mit der Kritik ihrer Schwachköpfe durch den Bürger ist nur ein Symptom diese Zustands.

Maria Fischer | So., 29. Juni 2025 - 20:31

Frau Bas ist keine Mette Frederiksen.
Sie ist eine SPD Merkel.
Machterhalt durch Populismus mit einer
"Nach mir die Sintflut"- Politik.
Zudem ist eine Partei der Karl Lauterbach angehört, grundsätzlich für viele Menschen nicht mehr wählbar.

Lisa Werle | So., 29. Juni 2025 - 21:54

Zutreffende Analyse, passieren wird nichts, weil die CDU noch grottiger unterwegs ist. Inzwischen wird der Spruch von Musk immer faktischer: Nur noch die AfD kann dieses Land retten. Wir müssen diesen ganzen links-grün-schwarzen Parteiklüngel loswerden, denn sie alle machen Politik gegen Deutschland. Ich wünsche der AfD noch einige kluge und handfeste Persönlichkeiten an der Spitze, damit dieser linke Wahn endlich gestoppt wird.

Hätte nicht gedacht, dass ich Ihnen mal so sehr zustimmen würde. Aber, sei´s drum. Wo Sie Recht haben... Und es wird auch so kommen. Man muss mal die Stimmung an der Basis und im Volke erschnuppern. Die Unzufriedenheit ist riesengroß, ebenso die Ablehnung der Altparteienpolitik. Die Amerikaner, Musk und Vance, sind ja nicht doof. Die haben die Lage empathieloser analysiert, die wissen, was läuft und auch, dass sie mit den Linksgrünwoken in Deutschland im Ernstfall nichts anfangen können. Nein, wenn die AfD jetzt keine fundamentalen Fehler macht, haben wir sie am Ende des Jahrzehnts in der Regierung. Die CDU hat wahrscheinlich den Braten gerochen, die wollen dann mit dabei sein, und wenn es als Juniorpartner ist. Der SPD-Parteitagsbeschluss ist weltfremd und hat nur Alibifunktion. Umgesetzt wird er sicherlich kaum. Ich bin kein AfD-Mitglied, wünsche der Partei indes alles Gute, Durchhaltevermögen und noch ein bisschen mehr staatsmännische Klugheit. Dann klappt´s auch mit dem Regieren.

Hans Süßenguth-Großmann | So., 29. Juni 2025 - 23:38

nicht einfach Politik machen. Konkrete Projekte erarbeiten und diese zur Diskussion stellen. Weshalb keine Vorhaben mit AfD Stimmen durchsetzen? Weshalb keinen Frieden in der UA erzwingen, das geht eben nur über Gespräche mit Russland und in denen man etwas anbietet.
Weshalb glaubt man das man stärker ist, als man es wirklich ist. Man agiert in der Blase, einfach in dem man die Realität ausblendet.
Ob ich Klingbeil, Merz oder Wagenknecht wähle bringt genauso soviel, wie in der Andachtsecke in der Kirche eine Kerze anzuzünden. Ich glaube den Politik Darstellern nicht mehr.

Markus Michaelis | Mo., 30. Juni 2025 - 00:59

Ich kann mit der Bestimmung, dass die SPD heute für Weltoffenheit und Multikulturalismus stünde, nicht soviel anfangen. Was soll das denn in der Praxis bedeuten? Man ist zB offen dafür, dass Afghanen in der deutschen Gesellschaft mitleben und man ist für ausgewählte Ideen offen, die zB Afghanen mitbringen. Ich kann aber keinerlei Bestrebungen sehen, wirklich tiefer mit den afghanischen Gesellschaften zu verschmelzen. Offen ist man eher dafür, dass möglichst viele Menschen dem eigenen Weltbild beitreten.

Wie der Artikel andeutet, kommen viele unserer Selbstbilder aus einer Zeit, in der wir in fast allem führend waren (wirtschaftlich, demografisch, militärisch, kulturell etc.). Daher kommen dann Ideen wie "wenn nicht wir, wer dann" und "wir öffnen uns für alle", weil wir selbstverständlich davon ausgehen, dass alle so sein wollen wie wir.

Man ist aber noch nichtmal offen für Verschmelzungen mit FR oder HU, was auch ok ist.

Nicht ok ist, wenn man meint, nicht neu nachdenken zu müssen.

Sabine Lehmann | Mo., 30. Juni 2025 - 02:57

Probleme lösen zu wollen mit Leuten, die diese Probleme verursacht haben, ist ein genauso erfolgreiches Unterfangen, wie der Versuch mit einem Perpetuum mobile Energie erzeugen zu wollen. Oder einfacher gesagt, so dass es auch all unsere Annalenas, Lisas, Svenjas, Bärbels und Roberts verstehen:
Wenn du einen Sumpf trocken legen willst, solltest du vorher besser nicht die Frösche fragen;-)
(......wobei, wenn ich so drüber nachdenke, es gab in diesem Land noch nie so viele amtierende Frösche wie derzeit.......)

Christoph Kuhlmann | Mo., 30. Juni 2025 - 06:50

Der Kampf gegen die AfD wird zum Kampf gegen die Meinungsfreiheit a la Faeser. Er wird dieser Partei wieder die Wähler in die Arme treiben. Die der SPD, obwohl welche hat sie denn noch? Nun ja, es geht auch einstellig Genossen. Je mehr SPD schrumpft. desto größer ihre Bedeutung für die Regierungsmehrheit. Das deutet eher auf einen Umbruch hin. Einen Umbruch in Richtung einer Partei, die nicht die geringste Regierungserfahrung hat und wirtschaftspolitisch eher neoliberal funktioniert. Ich glaube der Höcke Flügel liegt sozialpolitisch mehr auf Linie der SPD. Bin da aber auch kein Experte. Nur eines ist sicher entweder Schengen funktioniert bis dahin, oder es wird Geschichte. Was das wirtschaftlich bedeutet werden wir sehen. England hat seit seinem Austritt mehrere Prozent Wirtschaftswachstum geschafft Deutschland 0,1% Man muss das sachlich sehen selbst gesteckte Umweltziele und Sozialstaat für illegale Migranten sind keine Konzepte welche die Massen überzeugen.

Elisa Laubeth | Mo., 30. Juni 2025 - 07:17

Klingbeil hat seinen Werdegang mehr oder weniger als Ergebnis sozialdemokratischer Politik skizziert. Er hat Abitur gemacht, als Sohn eines Bundeswehrsoldaten den Wehrdienst verweigert und dann Politikwissenschaften , Soziologie und Geschichte studiert. Abgeschlossen dem einfachsten akademischen Abschluss. Gleichzeitig hat er seine politische Karriere vorangetrieben.
In dieser Karriere wird das ganze Dilemma der SPD deutlich: Man studiert als erster Akademiker der Familie eben nicht Chemie, Maschinenbau oder Volkswirtschaft, sondern Gesellschaftswissenschaften.Elfenbeinturm statt Wertschöpfung. Man versucht das Herkunftsmilieu ganz weit hinter sich zu lassen, der Mensch, der „Arbeiter“ und seine Lebenswelt sind nur noch Forschungsobjekte. Der Hinweis auf den Kioskbesitzer ist da nur noch peinlich. Politik von oben herab, das ist heute SPD Politik.
Diese Politik hat nebenbei zu katastrophalen Bildungsergebnissen geführt, stört aber niemand wirklich, man selbst hat es ja geschafft.

Elisa Laubeth | Mo., 30. Juni 2025 - 07:53

Die SPD hat sich nicht die Mühe gemacht, darüber zu diskutieren, warum sie rund 700 000 Wähler an die AfD verloren und das schlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte erzielt hat. Man will das Problem der Konkurrenz durch ein Verbot lösen. Als würden dann alle AfD- Wähler wieder SPD wählen. Chapeau! Schlichter geht es nicht.
Demokratie ist Wettbewerb der Ideen, der Angebote und der Performanz. Wer nicht liefert, wird abgewählt, siehe FDP. Auch in der Demokratie herrscht das Prinzip der Marktwirtschaft. Aber auch damit hat die SPD ja so ihre Probleme.
Dass man Wählern, teilweise bis zu 30% vollkommen respektlos ihre selbstbestimmte Wahlentscheidung abspricht ist eigentlich ein Skandal. Stört aber offensichtlich niemand. Auch ein Skandal.

Heidemarie Heim | Mo., 30. Juni 2025 - 10:06

Und das nicht nur auf Parteitagen der Genossen u. Genossinnen verehrter Herr Brodkorb. Und da mir nichts Besseres zu diesen inzwischen ans unerträglich grenzende Nabelschauen der unseren Staat enternden Piraten, Sorry! Parteien jeglicher Couleur einfiel als "Selbstmord aus Angst vor dem politischen Tod", wahlweise auch vor dem Wähler, diesem bisweilen unbotmäßigen Souverän;)?, kam ich über Bismarck doch tatsächlich zu unserem Herrn Dr. Grau, welcher genau diesen Spruch als Titel eines von ihm verfassten Artikels vom 21.01.2018 zum Parteitag der SPD wählte. Einfach aufrufen und dem possierlichen Tierchen in Echtzeit begegnen;). Allen einen schönen Tag!
PS: Welcher für den ein oder anderen bestimmt nicht ganz so erfreuliche Nachrichten bereit hält, da Frau Ministerin Prien "Schluchz!" dem Genderstern den Garaus machen möchte und Frau Klöckner ausschließlich politisch neutrales Fahnenwerk über ihrem Haupt dulden will. Da hat sie`s aber mit Frau Merkel verscherzt. Gehört doch ins Eck! FG

Sie erwähnen einen Spruch von Dr. Grau und ich füge einen hinzu. "In der Sackgasse" vom März 2022. Hat sich Deutschland bzw. die SPD verrannt.
Die einst stolze Volkspartei SPD hat sich mit ihrer aggresiven dümmlichen Strategie völligständig aufgelöst.

Der Problemfall ist nicht Klingbeil, sondern der Problemfall ist die SPD.
Die einst frühere stolze Volkspartei war untrennbar mit dem Aufstieg der deutschen Demokratie Nun steht sie vor ihrem Untergang. Ihre 16,4 Prozent erschüttern ihre Grundfesten. Doch sie verspricht "Veränderung beginnt mit uns"

Na, bravo. Erst einmal die zwei Protagonisten Mützenich und Stegner in die unterste zerrissene SPD Schublade verramschen. Und Bas hat Zeit, .das Deutschland vernichtende, mißlungene Bürgergeld zu vergrößern. Hat sie vor.

Klaus Funke | Mo., 30. Juni 2025 - 10:08

Die SPD parteitagte und nahm in den alimentierten Medien breiten Raum ein. Aber es nützte nichts, denn man hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und letztlich nichts begriffen. Wie kann man nach dem Compact-Urteil die AfD noch verbieten wollen. Das kann und wird nicht funktionieren. So viel Dummheit auf engem Raum - das war der SPD-Parteitag. Wo war der Antrag zum Frieden in der Ukraine? Wo der zum kritischen Umgang mit Israel? Soziales Klingeln mit dem Bettelbeutel. Nein, diese Partei hat nachgewiesen, dass sie völlig zu Recht vom Wähler abgestraft wurde. So eine Truppe ist eine Schande. Brand und Schmidt und Wehner rotieren im Grabe. Die SPD wird weiter "absaufen", die nächsten Wahlen werden es zeigen. Kein Wunder, wenn man das führende Personal anschaut: EIn Klingbeil ohne ordentlichen Beruf, aber mit Antifa-Vergangenheit. Und Bärbel Bahs, im Grunde Esken im neuen Format. So eine Partei will ein Land regieren? Ein Armutszeugnis. Nein, diese Partei SPD gehört abgewickelt.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 30. Juni 2025 - 10:27

Die SPD will da was vorbereiten. Einen Verbotsantrag der AFD. Aha. Die sind an deren 16% schuld, weil es sie gibt. Nein, die SPD hat nichts falsch gemacht oder doch? Vielleicht ein bisschen? Egal, Augen zu und durch. Hauptsache der Verbotsantrag wird vorbereitet und dann? Wer soll denn beim BVerfG stellen? Eine Partei kann das ja nicht. Aha. Die wollen wieder mal etwas grundsätzliches machen. Ein neues Programm. Okay. Kennen wir alles von der UNION, die hatte das Problem, dass sie im Grunde das AFD-Programm teilweise umformulieren musste, damit es nicht *geklaut* aussieht. Und wie macht das die SPD? Nehmen die das der LINKEN und formulieren auch um? Selbstzerstörung dürfte es treffen Herr Brodkorb. Und mal ehrlich. Trotz ihrem Versuch in Ihrem Artikel der SPD Tipps zu geben, worauf es eigentlich ankäme frage ich mich, will das da jemand hören und darüber nachdenken? Es dürfte noch spannend werden, Lars als Vize-Kanzler ihr Chef und sie als Parteivorsitzende seiner. Irgendwie drollig.

Jürgen Goldack | Mo., 30. Juni 2025 - 10:51

Wie sagt der Volksmund so schön: "wie der Herr so's G'scherr"! Wenn man sich das "Traumpaar" Bärbel und Antifa-Lars in ihrer Rolle als "SPD-Parteispitze" so anschaut, kommen einem gläubigen Demokraten schon tiefe Zweifel an der Existenzberechtigung der SPD und denen, die sie gewählt haben. Es schien unmöglich, die politische Unfähigkeit von Scholz zu toppen. Mit diesem "Duo" wurde bewiesen, es ist möglich. Eine SPD, die in für Deutschland stürmischen Zeiten ihr einziges Heil im Bekämpfen einer Partei, die in elf Jahren ohne Regierungsbeteiligung aber gegen massivsten medialen und politischen Beschuss zur zweitstärksten Kraft in der Republik avancieren konnte, sieht, ist hoffnungslos gestrandet. Und vor so einer Parteispitze „buckelt“ unser Kanzler! Zutiefst bedenklich! Da ist die Luft draußen oder, wie Frau Lehmann so schön schreibt: "- es gibt zu viele amtierende Frösche!"

glaube nicht, daß es der SPD „nur“ um die Bekämpfung der AfD geht. Vielmehr hat die SPD die Demokratie längst hinter sich gelassen, sie steht dem Kommunismus/Faschismus heute nahe.

Die AfD ist die einzige Partei im BT die noch fest zur Demokratie und zum GG steht, sie ist damit die größte Gefahr für SPD und Grüne, nur die AfD kann den Faschismus in Deutschland verhindern für den SPD und Grüne stehen.

Aus diesem Grund ist die AfD das Hauptziel der SPD und der Grünen, denn sie gefährdet deren Macht und deren Pläne.

Sollte die AfD scheitern was leider sehr wahrscheinlich ist, wird es in Deutschland wieder zu einer linksfaschistischen Diktatur kommen.

S. Kaiser | Mo., 30. Juni 2025 - 13:59

Angesichts der Wahlergebnisse muss man sich eher fragen, wer wählt noch SPD? Wen erreichen Politiker wie Lauterbach, Faeser und Konsorten? Wer fühlt sich durch sie vertreten und wähnt die Macht dort in guten Händen? Wenn 4x mehr, also 60% der Arbeiter, blau-schwarz als rot gewählt haben, dann kann man definitiv nicht mehr von einer Arbeiterpartei sprechen. BSW als gesellschaftskonservativ aufgestellte linke Partei hätte ggf das Potential gehabt, der SPD noch mehr das Wasser abzugraben, hat sich aber wohl durch hausgemachte Querelen aus dem Spiel genommen.
Wenn die SPD so weiter irrlichtert, werden die Ränder ihr auch weiter den Rang ablaufen. Die einen auf der rechten Seite, weil sie artikulieren, dass die ungebremste Migration gerade auf Kosten der einfachen sozialen Schichten geht, und die anderen auf der linken Seite, weil die (im Schulterschluss mit der Pali-fraktion) sich laut und rotzig Gehör verschafft. Zurück bleibt ein verschnarchter Haufen, der die Welt nicht mehr versteht.