Ska Keller - Ewig jung

Bei der Europawahl im Mai könnten die Grünen abräumen – es wäre auch ein Triumph der Spitzenkandidatin Ska Keller. Das lässt ihre Parteifreunde in Berlin aufhorchen

Franziska Maria „Ska“ Keller steht vor dem Europawahlkampf-Camp der Gruenen
„Es macht mehr Sinn, auf konkrete Veränderungen zu setzen, als auf die Weltrevolution zu warten“, sagt Ska Keller / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Seils ist Ressortleiter „Berliner Republik“ von Cicero. Im Januar 2011 ist im wjs-Verlag sein Buch Parteiendämmerung oder was kommt nach den Volksparteien erschienen.

So erreichen Sie Christoph Seils:

Eigentlich soll Ska Keller vor der Diskussionsrunde zur Europawahl in der Französischen Friedrichstadtkirche noch schnell einen Videoclip für die sozialen Medien drehen. Doch dann wartet die grüne Europaabgeordnete vergeblich auf die jungen Leute mit der Kamera und blickt etwas verloren über den Berliner Gendarmenmarkt. Keine Entourage wartet auf sie, und auch die Gastgeber kümmern sich nicht um die Spitzenkandidatin der deutschen und der europäischen Grünen. Ihr Fahrrad hat sie an einem Verkehrsschild angeschlossen.

In der Kirche hat Ska Keller dann allerdings ein Heimspiel: Über globale Nachhaltigkeitsziele diskutiert sie auf Einladung von „Brot für die Welt“ und „Misereor“ mit den Spitzenkandidaten der Konkurrenz, über Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Grüner geht es nicht.

Angebot auswählen und weiterlesen

  • Monatsabo
    i
    Unsere Empfehlung
    • 4 Wochen nur 4,90 €
    • danach 8,90 €
    • E-Paper
    • alle Plus-Inhalte
    • jederzeit kündbar
    4,90 €
  • Tagespass
    i
    • 24-Stunden-Zugriff auf alle Inhalte
    2,90 €
Christa Wallau | Di, 21. Mai 2019 - 16:34

Hat diese Dame eigentlich einen A b s c h l u ß in
Judaistik, Turkologie oder Islamwissenschaft?
Weiß das jemand?
Was hat sie außerhalb der Politik geleistet?

Gerhard Lenz | Mi, 22. Mai 2019 - 18:20

In reply to by Christa Wallau

Es geht nicht um die Beurteilung der Lebensleistung von Frau Keller - die sich übrigens durchaus sehen lassen kann - sondern um ihren politischen Beitrag.
Wer darauf nicht antworten kann, muss scheinbar ins persönliche ausweichen.

Aber halt: Die junge Dame ist ja grün. Also gehört sie schon mal (fast) grundsätzlich auf die Anklagebank.

'Es geht nicht um die Beurteilung der Lebensleistung'.
Doch, genau darum geht es auch.
Frau Wallau spricht ein aus meiner Sicht wichtiges Problem an. Ich halte es für ein großes Problem, wenn immer mehr junge Politiker - mit oder ohne Abschluß - direkt 'vom Hörsaal in den Plenarsaal' durchstarten. Die Leute haben keine Lebenserfahrung, keine Berufserfahrung und oft auch keine eigene Familie. Sie leben in ihrer eigenen Blase - und werden abhängig von ihrer Partei und vom Wohlwollen der Parteihierarchie. Etwas Anderes als Partei und Politik haben sie ja nie kennengelernt.
Der Beitrag von Frau Wallau ist auch nicht gegen die Grünen gerichtet;
Frau Keller ist nur ein - prominentes - Beispiel.
'Politiker' mit solchen - eindimensionalen - Lebensläufen gibt es in allen Parteien; auch wenn sie in der AfD (noch) selten sind (Europaparteitag Riesa).

Wir brauchen in den Parlamenten werde mehr Menschen mit Lebens- und Berufserfahrung, Bodenständigkeit und gesundem Menschenverstand.

.....aber halt: der/die ist ja von der AfD. Also gehört er/sie schon mal (fast) grundsätzllich auf die Anklagebank.

Wilfried Düring | Mi, 22. Mai 2019 - 18:44

In reply to by Christa Wallau

Frau Keller hat ihr Studium 2010 mit dem Titel 'Magister' (in gender-gerechter Sprache 'Magistra') erfolgreich abgeschlossen.
Ansonsten ist sie 2009 mit (einer Lebenserfahrung von) 27 Jahren ins Europäische Parlament gewählt worden und arbeitet seitdem dort.
Da Frau Keller vorher schon jahrelang auf Kreis- und Landesebene für die Brandenburger Grünen aktiv war, darf man ihre letzte Frage wohl vorsichtig mit 'nicht viel' beantworten.
Schauen Sie selber auf Wikipedia und beim Münchener Merkur (merkur.de) nach.
(Googeln nach >Ska Keller Familie; dann Treffer merkur.de aufrufen

Jetzt kann ich mir ein etwas besseres Bild von dieser Frau machen.
Auf Grund der Angaben im Artikel vom Münchener Merkur ist mir klar geworden, daß es sich bei Frau Keller um eine Rebellin handelt, die in früher Jugend
mit dem wilden, durchaus alterstypischen Aufbegehren angefangen hat und - bevor sie diese Phase vernünftig abschließen konnte - als Rebellin weitergemacht hat: Nach der AntiFa kamen ihr die Grünen gerade recht! Sie scheint mir in der Zwischenzeit (also während des Studiums - vielsagende Orchideenfächer: Turkologie/Islamwissenschaft - und in ihren Funktionen bei den Grünen) keinerlei kritisches Denken darauf verwandt zu haben, ob ihre radikalen Positionen der Realität standhalten. Warum auch? Der offensichtliche Erfolg, vor allem bei der deutschen Jugend, scheint ihr ja recht zu geben.
Was eine derartige Person in ihrer ideologischen Verbohrtheit an Positivem für
Deutschland und Europa bewirken kann, bleibt mir allerdings schleierhaft.

Kai Hügle | Do, 23. Mai 2019 - 00:23

In reply to by Christa Wallau

Im Gegensatz etwa zu Sebastian Kurz scheint Ska Keller (M. A.) ihr Studium erfolgreich abgeschlossen zu haben, wobei ich bezweifle, ob berufliche oder akademische Qualifikation politische Haltungen grundsätzlich schlüssiger machen. Insofern können Sie Fr. Keller natürlich weiterhin kritisch seher, aber wahrscheinlich ist es besten, Sie bleiben dabei auf der Sachebene, Fr. W a l l a u...;-)

Aber irgendwie auch sehr lustig, dass Herr Lenz meinen Kommentar offenbar falsch verstanden hat. Seien Sie versichert: Ich habe mit der AfD genauso wenig am Hut wie Sie. Aber sich hier berufliche Qualifikationen anstelle inhaltlicher Argumente um die Ohren zu hauen, das ist doch ziemlich kindisch, nicht wahr?

Thomas Kuhn | Fr, 24. Mai 2019 - 12:33

In reply to by Christa Wallau

Ich habe Frau Keller stets als außerordentlich aggressive und ideologisch erlebt.
Das Wort; hasserfüllt, möchte ich gerade noch nicht dafür benutzen.
Im EU-Wahlkampf hat Sie sich dann auch freundlicher versucht.

Ihre Beiträge zur sog. Flüchtlingskrise waren weltfremder und zugleich auch autokratischer Art, wie z.B. im Baltikum ganz neues Städte für kulturfremde Armutseinwanderer aus Arabien und Afrika neu zu schaffen!
Das klang eher nach größenwahnsinniger Autogratismuss. Da scheint in Ihr der Geist der Brüsseler Verwaltung wieder zu klingen.
Europa hat mit dieser Frau sicher nichts Gemein.

Heinz Maier | Di, 21. Mai 2019 - 21:50

Ein merkwürdiges Loblied wird da im Cicero gesungen. Wer gegen die unbegrenzte, ungesteuerte Zuwanderung ist, Polen und Ungarn nicht zur Aufnahme von Moslems zwingen will, also gegen das Mehrheitsstimmrecht in der EU ist, Großmachtallüren und militärische Auslandseinsätze
und auch einen europäischen Flugzeugträger nicht will,
der ist Nationalist und will zurück in die fünfziger Jahre? Dann steht Franziska vor dem Text „Kommt,
wir bauen das neue Europa“? Kennt sie den Unterschied zwischen EU und Europa nicht?
Die Dame kommt mir ziemlich elitär und in Diskussionsrunden sehr aggressiv daher.
Die Zukunft Europas, auch die Zukunft der EU
wird nicht am 26.5.2019 entschieden.

Gerhard Schwedes | Di, 21. Mai 2019 - 22:44

Tut mir Leid, Herr Seils. Dieses Loblied auf Ska Keller verdirbt mir den Appetit. Sie pflegt ihre Kumpanei mit der Antifa, indem sie zusammen mit einem ihrer Vertreter im EU-Parlament vor einer Antifa-Flagge posiert. Und äußerst unangenehm ist sie mir bei einer Sendung über Gender aufgefallen, wo sie Extrempositionen für das Gendern bezogen hat. Zusammen mit ihrer Partei tritt sie nach wie vor für offene Grenzen ein, obwohl inzwischen das Haus voll ist. Übrigens fliegen inzwischen 30 Prozent der Migranten per Flugzeug ein - ein beträchtlicher Teil immer noch ohne Pass. Ganz zu schweigen davon, was für eine desolate Politik ihre Partei in Berlin zusammen mit Sozialdemokraten und Linken zu verantworten hat. - Ich finde es übrigens bezeichnend, dass Cicero ein paar Tage nach der Causa Strache gleich mit zwei Artikeln aufwartet, die der AfD wieder einmal ans Leder gehen. Und das so kurz vor den Wahlen. Hat das Fähnchen wieder einmal den Wind oder der Wind das Fähnchen gewechselt?

Angela Hoppe | Mi, 22. Mai 2019 - 00:04

wurde ja auch dank ihrer Tätigkeit als EU-Abgeordnete mit dem höchstmöglichen BAFÖG fürs Turkologie-Studium, das sie mit einem Magister abgeschlossen hat, alimentiert. Wer kann schon neben einem einem Vollzeit-Job auch noch ein Studium erfolgreich abschließen - insofern ist sie für das Grüne Kompetenzteam eine wirklich herausragende Kandidatin, die, ohne jemals irgend einen Beitrag für das BNE geleistet zu haben, klare Vorstellungen entwickelt, wie das von anderen erwirtschaftete Vermögen klimaerhaltend eingesetzt werden kann.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 22. Mai 2019 - 07:16

Muss man die junge Frau kennen? Nun, der Artikel macht auf sie aufmerksam. Sie hat das gleiche Problem, wie alle "alten" oder "neuen" EU-Bewerber. Kaum jemand kennt sie, niemand nimmt sie wirklich wahr, die meisten Bürger wollen Europa, aber eben nicht diese EU-Bürokratie und nichts sagende Abgeordnete. Das sie grüne Politik vertritt, jo mei, wenn's schön macht.
Ich wünsche der Bewerberin ein langes Leben, damit sie ihre eigene Politik lange genug denen begründen muss, die unter ihrer Ideologie zu leiden haben werden. Wir älteren werden es "bald" hinter uns haben, die jungen indoktrinierten Grünwähler werden dereinst, wie wir inzwischen "Altgewordenen" eines Tages auch zu der Erkenntnis kommen, das die "Alten" bei so manchen Themen gar nicht unrecht hatten. Nur wird sich dann noch das Ruder herum reißen lassen? Die "Alten" werden weg sein, man kann sie nicht mehr fragen. Man wird Geschichtsbücher wälsen und eine Menge Zeit brauchen, die Wahrheit zu finden,die Verfälschung zu erkennen.

Karla Vetter | Mi, 22. Mai 2019 - 19:17

In reply to by Ernst-Günther Konrad

beschreiben das was diese junge Frau wohl irgendwann erwartet .Für Europa wird es dann zu spät sein, für unsere Kinder und Enkel ebenfalls .Da wird auch keine Freitagsdemo mehr was nützen. Erst wenn das letzte Kraftwerk abgeschaltet ist, die letzte Automobilfabrik geschlossen und die letzte Innovation an die Chinesen verscherbelt ist, wird man in Deutschland merken ,dass man Gras nicht essen kann ( frei nach Häuptling Seattle).Ska und ihr kongenialer Kollege Therry werden dann wohl längst Geschichte sein.

Herrlich ihre Weissagung, .... Erst wenn das erste Kraftwerk abgeschaltet ...
Das sollten die Cree-Indianer unbedingt in ihr Repertoire aufnehmen. Alles Gute.

Bernd Muhlack | Mi, 22. Mai 2019 - 18:59

Na klar kenne ich FranziSKA; nicht persönlich, nur vom TV.
Wenn man wie sie u Frau Dr. Barley auf der Pole-Position für EU gelistet ist, ist der Drops doch gelutscht, oder?
Bei der "Pommesbude" neben dem EU-Parlament in Brüssel soll es angeblich die besten POMMES "wo überhaupt gibt" geben; Frau Dr. Merkel war des späten Abends auch vor Ort! Einfach mal gugeln; tolle Bilder!
https://www.google.de/search?hl=de&tbm=isch&source=hp&biw=1536&bih=774&…:

Ich gönne SKA ihren Posten, jedoch sollte sie lieber shoppen gehen u nicht "arbeitenden Steuerzahlern" die Welt als Solches u Europa im Besonderen erklären wollen, nicht wahr?

Bitte ALLE wählen gehen! Je mehr, desto besser; das spiegelt das Meinungsbild, die Tendenz besser ab!
Eines noch: gibt es nicht eine EU-VO ob des Bräunungsgrades von Pommes

dieter schimanek | Do, 23. Mai 2019 - 08:44

Sie redet wie ein Maschinengewehr, ist kaum zu stoppen, man darf nur nicht auf den Inhalt achten.

Wilfried Düring | Do, 23. Mai 2019 - 13:47

In reply to by dieter schimanek

Ska Keller spricht, redet und argumentiert nicht - sie PREDIGT !
Eine produktive Auseinandersetzung mit gruen-kritischen Argumentin findet niemals statt! Frau Keller ist darum auch keine Politikerin im klassischen Sinne, sondern mehr eine MISSIONARIN einer 'Kirche der GUTEN'.

'Werden Sei extrem mißtrauisch, wenn jemand nur moralisch argumentiert.
Moral ist wichtig - aber Moral ersetzt niemals die (politische) Analyse.'
(Dieses Zitat stammt von der Publizistin und früheren ARD- und WDR- Redakteurin und Moderatorin Prof. Gabriele Krone-Schmalz).

Hallo Herr Düring,
einfach herrlich, wie sie diese Ideologin beschreiben !
Ich sage immer zu solchen Zeitgenossen mit denen eine sachliche wertfreie Diskussion nicht zu führen ist: Da kannste auch einen Euro in die Parkuhr werfen, kommt genauso viel bei rum.

Klaus Funke | Do, 23. Mai 2019 - 14:03

Frau Ska Keller hat zwei Besonderheiten: Der eine ist ihr bemerkenswerter Vorname, der andere ihr leichter Silberblick. Letzterer soll auf manche anziehend wirken, weil er hat so was Hilfloses, Naives, Rührendes. Ansonsten weiß ich von ihr nichts, außer ihrer schnellen und zumeist wertfreien, klischeehaften Sprechweise... Politiker sollen Menschen, Menschengruppen, Völker führen. Dazu gehört Vertrauen und große Lebenserfahrung. Ist das bei Frau Keller vorhanden? Hat sie wenigstens Familie? Für wen, außer für sich selbst, trägt sie privat Verantwortung? Alexander der Große war auch ein ziemliche junger Mensch, aber er hatte zumindest Aristoteles als Lehrer. Nein, Vertrauen kann ich als älterer Mensch für Frau Keller nicht empfinden. Von der Uni ins Parlament. Das ist wie vom Kindbett an den Herd. Das mag zwar eine tolle Karriere sein. Aber doch nur für sie selbst... wollt ihr euch von so einer jungen Frau führen lassen??? Gut, Herr Lenz ganz sicherlich. Aber die anderen?

Urban Will | Fr, 24. Mai 2019 - 09:08

Karriere von Franzi Keller führte sie mit dem historischen Spruch „Nicht nur Opa für Europa“ in das EU – Parlament.
Davor war sie halt ne Grüne, engagiert im Kampf gegen die Rechten, gegen „Ungerechtigkeit“, Gewalt, was auch immer, was auch sonst.

Sympathisiert selbstverständlich mit der gewaltbereiten, linksradikalen Gruppierung Antifa, was ihr aber in diesen Zeiten Pluspunkte einzubringen scheint.

Gewalt ist ja relativ.

So wie ich sie in Diskussionsrunden erlebt habe, redet sie viel, meist unkonkret, trifft den Mainstream (Klimahysterie) und fängt sich so viele Pflichtklatscher ein.
Ich kann sie nicht ernst nehmen.

Ihre persönliche Situation gibt ihr die Freiheit, sich über die Zukunft dieses Planeten nicht viel Sorgen machen zu müssen.

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Um die Freischaltung kümmert sich die kleine Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Nach zwei Tagen wird die Debatte geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.