Trump, Corona, Terror - Sehnsucht nach Normalität

Lange Zeit dachte der Westen, was er für die Normalität hält, sei auch normal. Doch das stellte sich nach der Finanzkrise und dem Islamistischen Terror als Irrtum heraus. Warum wir jetzt wachsam sein sollten, wenn uns der Ausnahmezustand als neue Normalität verkauft wird.

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Neue Normalität meint allzu häufig eigentlich alternativlos / dpa

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ und „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer". Zuletzt erschien von ihm „Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität“ bei Claudius.

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Alexander Grau

Früher war vielleicht nicht alles besser. Früher aber war alles normal. Es gab keine blöden Viren, zumindest machte man keinen Hype um sie. Es gab keine durchgeknallten amerikanischen Präsidenten, auch wenn das damals mancher anders sah. Es gab keine wirren Islamisten.

Und es gab kein Internet mit seinen durchdrehenden Twittercommunitys. Entsprechend groß ist die Sehnsucht nach Normalität, und Normalität meint in diesem Zusammenhang meist: Sehnsucht nach gestern. Das Gestern aber, das lehrt die Erfahrung, wird nicht wiederkommen, allenfalls als Farce, aber die braucht auch keiner. Was aber ist dann normal an einer ersehnten Zukunft, die weder dem Gestern noch dem Heute entspricht?

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gabriele bondzio | Sa, 7. November 2020 - 09:11

Ich achte peinlichst darauf, was mir verkauft werden soll. Und da ich während meiner beruflichen Zeit Analysen-erfahren war. Setze ich das auch als Rentner um. Unter strenger Vermeidung von „Twittercommunitys“...welche nur einen „Augenblick-Zustand“ hochspülem.
Z.B Amerika-Wahl wo ich nach lesen einiger Artikel, zur Meinung komme, hier ist etwas oberfaul. Nevada, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, North Carolina und Georgia waren vor den Wahlen sehr klar zu Hochburgen Bidens erklärt worden. Und Schreck lass nach (für die Erklärer) Stand um 23.00 Uhr, 3. November bis 01.00 Uhr 4. November Ortszeit, alles sehr rot auf der Karte in diesen Staaten. In Florida wählten ihn gar mehrheitlich die Latinos.
Auf einmal verlangsamte sich die Auszählungsgeschwindigkeit enorm. Und welch Wunder. Eine langsame Anpassung an das prognostizierte Szenario erfolgte. Zart Blau...Mittelblau...kräftig Blau.
Blaupause auch für DE?

mal wieder in Deutschland.
Im Sympathieumfeld der AfD. Und reden natürlich ganz im Sinne eines Donald Trumps. Soviel zu den USA.

Was Corona angeht: Die Zahl der Coronainfizierten steigt ständig. Krankenstationen und Intensivstationen füllen sich. Forderungen, man solle nur ein Auge auf die Krankenzahlen haben, die Zahl der Infizierten aber ignorieren, erscheinen als gigantischer Witz.

In München wollten angeblich bis zu 120.000 "Quer-/Nicht-denker" mittels einer Demonstration verkünden, dass die Pandemie zu Ende sei. Selbstverständlich ohne Hygieneregeln.
Das Münchner Verwaltungsgereicht hat sich jedoch - im offensichtlichen Gegensatz zu dem in Berlin - nicht aus der Realität verabschiedet. Demonstration abgelehnt!

Aber ein für die "Quer-/Nichtdenker" tätiger Rechtsanwalt will ja gleichzeitig vor Gericht feststellen lassen, dass es gar keine Pandemie gibt.

Da bleibt einem die Spuke weg. Da müsste man so oft den Kopf schütteln, dass die HWS-Gelenke garantiert schlappmachen würden.

Tja, Herr Lenz, alles glaube ich...aber ihre Spucke bleibt eher geschmeidig.
Sie können, ungeachtet, was passiert, Ausreden generieren. So das sie auf jedes Themenfeld passen.
Schade für ihr Leben, dass es nur noch von AFD und Corona beherrscht wird.
Übrigens bin ich mit meiner Sympathie nicht allein, Sarah Wagenknecht verteidigt
Donald Trump/„Maischberger“ (ARD). Sie hat halt auch nicht den "Fixierten Blick".
Wie übrigens Jean-Jacques Rousseau:
"Der Zweifel an Dingen, deren Erkenntnis für uns wichtig ist, ist für den menschlichen Geist ein quälender Zustand. Er kann das nicht lange aushalten; er entscheidet sich so oder so, wohl oder übel. Lieber will er sich täuschen, als nichts glauben."...

Warum, sehr geehrte Frau Bondzio, sich intellektuell so intensiv mit einem Computerprogramm auseinandersetzen ... ? Nämlich um so etwas handelt es sich nach meinem Dafürhalten bei der Instanz "Herr Frühling". Man kann auch von "Roboter" sprechen. Solcher Art Verdacht wurde schon von manchem Foristen angedeutet. Diese Programme gibt es seitdem es Computer gibt. Sie stiften im psychologischen Bereich durchaus eine heilsame Wirkung.

In beiden Parteien entscheiden die Milliardäre und Millionäre!

Nicht umsonst kostet der Wahlkampf für die allgemeine Gehirnwäsche und Manipulation fast der gesamten US-Bevölkerung insgesamt rund 10/11 Milliarden US-Dollar!

Alle sozialpolitischen, wirtschaftspolitischen, gesellschaftspolitischen und militärischen Entscheidungen in den Vereinigten Staaten werden von einer Minderheit von Multi-Millionären und Milliardären, insbesondere aus der Rüstungs- und Elektronikindustrie getroffen. Dabei spielen die sozialökonomischen Interessen der Mehrheit der Bürger kaum eine Rolle!

Dr. Rudolf Winter | Sa, 7. November 2020 - 09:25

Sehr geehrter Herr Grau, Ihren Schlußfolgerungen zur "neuen Normalität" kann ich vollumfänglich zustimmen. Ich denke aber, daß 1989 eine Erschütterung der Normalität eingeleitet wurde, nämlich die Ausbreitung des rein materiell-orientierten (kapitalorientierten) Tubokapitalismus, oder das Ende der sozialen Marktwirtschaft. Eine Entwicklung, vor der Adorno/Horkheimer 1944 in der "Dialektik der Aufklärung" eindrucksvoll warnten (wie Sie bestimmt wissen), als Weg des Faschismus! Genial diese Herren.

Simone Buechl | Sa, 7. November 2020 - 10:35

Lieber Herr Grau,

mit diesem Artikel treffen Sie bei mir einen Nerv.
Obwohl ich selbst 1988 geboren wurde, sehne ich mich oft in die 80er Jahre zurück.
Weniger Menschen auf der Erde, der technische Fortschritt gerade ausreichend und zufriedene Menschen, weil es zumindest der westlichen Welt wirtschaftlich sehr gut geht.
Natürlich ist mir bewusst, dass es den Menschen, global betrachtet, heute besser geht. Trotz des ständigen Wachsens der Weltbevölkerung.
Heute würde mir tatsächlich die Normalität von vor einem Jahr ausreichen.
Insbesondere habe ich davor Angst, dass viele Menschen, insbesondere Kinder, auf Dauer "Social Distancing" betreiben, weil die Angst vor Viren, und damit die Angst vor sozialen Kontakten bleibt.

Fritz Elvers | Sa, 7. November 2020 - 17:41

In reply to by Simone Buechl

Immerhin haben Sie ja demnach Ihre ersten 2 Lebensjahre in den 80igern verbracht. das muss wohl ein sehr wohliges Gefühl gewesen sein, kein Wunder, dass Sie sich danach zurücksehnen. Außer natürlich, dass wir haarscharf am 3.WK vorbei kamen.

Der technische Fortschritt war zu dieser Zeit allerdings sensationell, der erste IBM-8086 PC. "Social Distancing" war noch nicht erfunden, alle hockten über den PC, was wahrscheinlich die Ursache war. Die POP-Musik war jedoch schlechter, verglichen mit den 70igern. Schönes WE.

Claudia Biegler | So, 8. November 2020 - 16:57

In reply to by Simone Buechl

Liebe Frau Buechel,
danke für Ihre Zeilen. Ich bin ein wenig älter als Sie aber ich schließe mich Ihren Worten gerne an. War die Zeit vor dem März 2020 wirklich schlecht? Warum sollte unser Streben nicht wieder zu einem solchen Stand zurückführen. Ich sehne mich nach dem Händeschütteln, Umarmen, in die Augen schauen und ganze Gesichter sehen. Was freue ich mich über Menschen, die im Supermarkt nicht voller Panik und Angst jede und jeden beäugen. Ich will wieder einen ungezwungenen Umgang mit meinen Mitmenschen haben. Auch mich beschäftigt es, wie unsere Kinder die Zeit überstehen. Meine dürfen ihre Großeltern sehen, weil diese für sich entschieden haben, dass ihre Enkelkinder wichtig sind. Der Kontakt ist wichtiger als die Angst vor einem Virus. Was muten wir aber unseren Kindern, die Hoffnungsträger einer jeden Gesellschaft, zur Zeit alles zu. In der Schule ist ein "normaler" Umgang nicht mehr möglich. Warum belasten wie sie mit solch einer großen Aufgabe. Sie sind unsre Zukunft!!!!

Christa Wallau | Sa, 7. November 2020 - 10:40

... hat aufgegeben, selbst a k t i v gestalten zu wollen. Es bedeutet faktisch das Ende jeglicher Politik, wenn Zustände als alternativlos bezeichnet werden. Diese fatale Ansicht herrscht jedoch in Deutschland seit langem vor. Ihr "Gesicht" ist Angela Merkel!
"Nun sind sie halt mal da." / "Wir schaffen das."
"Die Lage ist leider so."
Das sind Aussprüche einer Person, die sich von Entwicklungen vor sich her treiben läßt, ohne
ernsthaft zu bedenken, was sich d a g e g e n unternehmen ließe. Eine höchst gefährliche Einstellung!
Denn hinter allem, was geschieht, stehen meist keine unverrückbaren Naturgesetze, sondern zielstrebige u. aggressive Menschen mit handfesten Interessen, die i h r e Sicht auf die Welt durchsetzen wollen, um zu Macht u. Reichtum zu gelangen.
Statt Fatalismus sind also äußerste Wachsamkeit u. entschlossene Gegenwehr angesagt, wenn man sich den Beherrschungsphantasien von Islamisten, Globalisten, Weltrettern u. "Philanthropen" aller Art usw. nicht unterwerfen will.

Zitat:"Statt Fatalismus sind also äußerste Wachsamkeit u. entschlossene Gegenwehr angesagt, wenn man sich den Beherrschungsphantasien von Islamisten, Globalisten, Weltrettern u. "Philanthropen" aller Art usw. nicht unterwerfen will"
Wie wahr, liebe Frau Wallau. - Wer schafft denn letztendlich die gewünschten/fatalen Realitäten?: Ein Verbund von Medien und deren dominante Meinungsmacher; im Deutschland der Vergangenheit und Gegenwart sind´s unbestritten die rot-grünen "Philanthropen", die ihren Unsinn in die Meinungskanäle spülen, welche sich in alle Wahrnehmungsbereiche des Michels verzweigen: Und so entsteht das Absurdistan einer Überfremdung,von Genderquatsch und Alternativlosigkeiten, entgegen aller Interessen der Deutschen. Die Lenkungsmechanismen der 68er sind so perfide/perfekt in den Stellwerken der Institutionen installiert worden, dass der normale Bürger, ohne ein Freistrampeln aus diesem Gewirr der Agitation, unweigerlich im Netz gefangen ist. - Eine neue Aufklärung tut not!

und was die Rolle der Medien angeht, bietet selbst der vorliegende Artikel bereits im ersten Absatz nach dem Lead praktisches Anschauungsmaterial dazu, wie die unterschwellige Beeinflussung der Meinungsbildung im Detail funktioniert: der amerikanische Präsident ist "durchgeknallt", Islamisten dagegen sind nur "wirr".

Man kann doch nicht alles, was auf der Welt passiert, einer "Rot-Grünen-Manipulationsindustrie" anhängen! Abgesehen davon, daß hier dem Bürger generell die Fähigkeit abgesprochen wird, sich eine eigenständige Meinung zu bilden.
Die Erneuerungs-Ideen der ´68-er wurden in Grund und Boden bekämpft. Vor ein paar Jahren kam dann so eine seltsame Debatte auf, die ihnen vorrechnete, was sie alles nicht erreicht hätten. Völlig gaga. Hauptsache, sie waren irgendwie "schuld".
Seit Kohl leben wir in einem lähmenden Zustand, der alles neu Gedachte abwehrt.
In internationalen Vergleichen fällt Deutschland daher immer weiter zurück.
Lieber Herr Jürges, ich wünschte es wäre so, wie Sie es an die Wand malen!

Aber woher sollen die "Geister" kommen, die sie in die Wege leiten?

Im 17./18. Jahrhundert gab es noch unabhängige Gelehrte und echte Philanthropen, die eine geistige Erhellung ("Enlightenment") bewirken konnten.
Paradoxerweise waren es gerade die später so verhaßten Aristokraten, die durch ihre
materielle Unabhängigkeit in der Lage waren, dem freien Denken zu frönen und
zu Einsichten zu gelangen, die echten Fortschritt brachten.

Heute stecken hinter fast Allem und Jedem knallharte materielle Abhängigkeiten und Interessen. Es gibt praktisch keine f r e i e Forschung mehr - weder in der Natur- noch in der Geisteswissenschaft.
Der menschliche Geist ist zum Gefangenen von festgelegten Strukturen technischer
Art geworden, mehr denn je eingespannt in (angeblich) unveränderbare
und nicht mehr rückgängig zu machende Entwicklungen.
Die herrschenden Ideologien werden nicht mehr hinterfragt, sondern - im Gegenteil - jeder zum Querulanten oder Idioten erklärt, der sie nicht unterstützt.

Ernst-Günther Konrad | Sa, 7. November 2020 - 11:08

Natürlich muss sich jeder, so wie er kann, dem Zeitgeist stellen, sich ein Stück weit weiter entwickeln und anpassen. Nur muss man nicht immer alles glauben und devot hinnehmen, deshalb nichts mehr hinterfragen. Wir werden den ganzen Tag manipuliert, via soziale Medien (die habe ich nicht), Radio, Fernsehen, Online-Dienste, Werbung im Postkasten, Anrufe von Meinungsinstituten, Durchsagen in Einkaufshäusern usw. Natürlich gab es zu allen Zeiten schon Themen, die die Menschen bewegten. Nur bekommen wir inzwischen Meinung "eingepeitscht", sind an manchen Stellen wehrlos (Einkaufsmarktdurchsagen). Permanente Beschallung mit Meinung, Haltung, Verboten. Eine Politikerkaste, die uns offen belügt und gegen die Bevölkerung arbeitet. Medien, die nichts mehr neutral erklären, sondern Meinung machen. Bürger, die sich des lieben Friedens Willen beugen, nichts hinterfragen, aber dafür die Kritiker massiv bekämpfen und verunglimpfen. Das ist und bleibt für mich einfach nicht die neue Normalität.

Christoph Kuhlmann | Sa, 7. November 2020 - 11:10

die einerseits glaubwürdig sind und andererseits dem Individuen erstrebenswert erscheinen. Europa ist immer noch nicht zu einer gemeinsamen Außenpolitik fähig. Das leere Gerede von Verantwortung übernehmen kann ich nicht mehr hören. Das heißt 20-30 Milliarden mehr für Rüstung ausgeben. Jahr für Jahr. Sicher Diplomatie ist billiger, aber wer in Kriegen angrenzender Regionen die übelsten Massaker an der Zivilbevölkerung verhindern will muss bereit sein Hohe Kosten in Kauf zu nehmen. Was nützt es den verarmten Massen dort Millionen von Menschen über Schlepper einwandern zu lassen, die sie nicht bezahlen können? Ist aber genauso teuer. Europa wird weiterhin kneifen müssen, solange das Bündnis mit der USA infrage steht, die eigene Armee nicht gleichzeitig im Ausland Aufgaben übernehmen und die Heimat verteidigen kann. Insofern darf man sich nicht wundern, wenn Organisationen wie IS und Boko Haram so wie alle möglichen anderen Verächter der Menschenrechte wachsen und gedeihen.

Markus Michaelis | Sa, 7. November 2020 - 12:24

Mehr noch als bei Covid sehe ich ein schiefes Normativbild bei der Migration. Mir scheinen zuviele Menschen davon auszugehen, dass selbstverständlich alle Zuwanderer unseren Normen beitreten wollen - wo mir offensichtlich scheint, dass dem nicht so ist. Islamismus (und Anderes) mag teilweise durch Diskriminierung und Chancenlosigkeit in unserer Normenwelt begründet sein. Zu einem guten Teil scheint es aber auch ein Ausdruck dafür zu sein, dass viele Menschen/Gemeinschaften gerne ihre Normen behalten würden.

Das "Nicht-Wollen" unserer Normen denken wir uns dabei zu sehr als Abwertung, weil jemand das Falsche will - weswegen es auch unzulässig ist, zu sagen, dass Migranten unsere Normen ablehnen. Das würde sie ja abwerten.

Das ist aber verquer. Menschen haben selbstverständlich ein Recht auf andere, eigene Normen - warum sollten gerade unsere gelten? Die Diskussion müsste sich also mehr darum drehen, wieviel verschiedene und auch widersprüchliche Normen eine Gesellschaft aushält.

Karl-Heinz Weiß | Sa, 7. November 2020 - 14:55

Bis 1989 bedeutete Normalität: europäische Sichtweise, europäische Normalität. Durch die über viele Generationen währende Auswanderungswelle entstand eine großeuropäische Sichtweise mit den USA . Für Europa ist es schlicht nicht vorstellbar, dass diese 500 Jahre dauernde Normalität der Vergangenheit angehört. Asien, Afrika, Lateinamerika-alle amüsieren sich köstlich über 27 Zwergstaaten, die sich unnormal wichtig nehmen.

Romuald Veselic | Sa, 7. November 2020 - 16:20

Herr Grau, falsche Reihenfolge...
Richtig wäre, aus meinem Blickwinkel; Terror, Corona u. eventuell Trump, eine spezielle German Obsession. Wobei der letztere ohne Belang f. D ist. Der Einzige Nachteil f. seinen Abgang ist, dass man sich Ersatzprügelknaben aussuchen muss. Wie wäre mit Islamfaschisten? Mit ihrem Islam/Scharia first...?

Charlotte Basler | Sa, 7. November 2020 - 16:32

sollten gerade unsere gelten?" Ja warum unsere, Herr Michaelis? Evtl. weil die Normen dieser Menschen schon in ihren Heimatländern nicht funktionieren? Kommen sie nicht deshalb in Massen zu uns, weil es unter ihren Normen Armut, Verteilungskämpfe, Kriege gibt? Wenn sie uns schon um Aufnahme und Hilfe bitten, wäre es da nicht selbstverständlich, dass sie unsere Regeln achten und annehmen?
Oder es geht von vornherein um etwas völlig anderes?

Armin Latell | Sa, 7. November 2020 - 16:56

bis 1989 gab es ein Gleichgewicht der Normalitäten, jenseits vom Eisernen Vorhang und diesseits. Die Welt, auch das persönliche Umfeld, war berechenbarer. Das wirkliche Problem heute ist, dass von oben herab versucht wird, die statistische (Un)normalität zur normativen Normalität, also die faktischen Zustände gegen die innere Ablehnung der Menschen als erstrebenswert und alternativlos zu erklären. Das aber nicht prinzipiell, sondern nur nach gusto der medialen und politischen Meinungsinhaber. Die neue Normalität soll täglich neu ausgehandelt werden, mit Ausnahme der von den vermeintlichen Chefideologen festgelegten Normalität, die angeblich alternativlos ist. Das ist in Wirklichkeit nur eines: anarchistisch, regellos, willkürlich. Das spiegelt den Zustand wider, in dem sich der Westen befindet. Normalitäten werde von oben festgelegt.Das ist nur möglich, weil die gewissen- und charakterlosesten nach oben gespült wurden.

Gisela Fimiani | Sa, 7. November 2020 - 18:00

Für die Neo-Normalisten gilt: >>Never let a good crisis go to waste.<< Nun gibt es nicht nur eine Krise. Es gibt gleich mehrere davon. Darüberhinaus beherrscht eine polit-mediale Klasse die „Kunst“ Krisen aufzublähen, oder diese erst zu schaffen, während der ernsthafte, sachliche Demokrat Probleme erkennt, benennt und nach Lösungen sucht.

Brigitte Simon | Sa, 7. November 2020 - 20:59

"Lange Zeit dachte der Westen, was er für Normalität hält..." schreibt Alexander Grau. Welche Normalität meint er? Entspricht diese auch meiner? Falls nicht, gönne ich mir meine, mich überzeugende Normalität. Sie beinhaltet viele Ansprüche wie die Forderung "Die Politik muß eine positive Perspektive liefern. Die Menschen haben es verdient. Das ist allumfassende Normalität. Freies Denken, freies Sprechen, Vertrauen schenken können, positive Perspektive liefern". Wir benöti-
gen unseren gesunden Menschenverstand ohne Vorurteile. Wie schwer ist diese Bemühungen fü uns waren, wußte unser Physikprofessor mit sei-nem Reichtum an Formeln. Eine Topformel, die wir zur Normalität hochstilisierten: "Wenn A für Er-folg steht, gilt die Formel: A=X+Y+Z. X ist Arbeit,
Y ist Muße und Z heißt Mundhalten". Recht hatte er. Für uns ein gutes Sprungbett. Seine Überzeu-gung, der wahre Wert eines Menschen ist in ers-
ter Linie dadurch bestimmt, in welchem Grad

helmut armbruster | So, 8. November 2020 - 07:02

je freiheitsliebender diese ist umso mehr wird er sich seine eigene Normalität schaffen und sich nicht den vorgegebenen und allgemein anerkannten Normalitäten unterwerfen.
Denn genau so wie ein Mensch in Ketten körperlich nicht frei ist, ist auch ein Mensch nicht frei, der sich geistig manipulieren lässt.
Ein solcher freiheitlich gesinnter Mensch kann normative Normalität nicht automatisch akzeptieren. Er wird sie einer Prüfung unterziehen und selbst entscheiden, was er für normal hält.
Zeitgeist, Werbung, Ideologie, Religion, Political Correctness u.ä. werden wenig Einfluss haben auf einen solchen Menschen und damit natürlich auch auf das, was dieser für normal hält.