Tatort Stade
Tatort in Stade / picture alliance / ABBfoto | BREUEL-BILD-HJBfoto

Sechsfachmord von Stade - Ein toter Täter wirft neue Fragen auf

Nach dem Sechsfachmord von Stade ist der Täter tot in seiner Zelle gefunden worden. Damit drängen sich weitere Fragen in einem ohnehin besonderen Fall auf. Hat die Anstalt keinen ausreichenden Schutz sichergestellt?

Autoreninfo

Klaus Wallbaum ist Sozialwissenschaftler und Chefredakteur der Zeitschrift Rundblick - Politikjournal für Niedersachsen.

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Der 45-jährige Mann mit türkischen Wurzeln, der am 29. Juni in Stade sechs Menschen erschossen hat, ist am Morgen des 21. Juli tot in seiner Gefängniszelle in Bremervörde (Kreis Rotenburg/Wümme) gefunden worden. Der Fall nimmt damit eine dramatische Wendung. Wie konnte der Untersuchungshäftling sich umbringen, wenn man nach der Vorgeschichte eine Suizidgefahr annehmen musste? Hat die Anstalt keinen ausreichenden Schutz sichergestellt?

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Thomas Hechinger | Di., 21. Juli 2026 - 15:52

Die Älteren hier kennen vielleicht noch die Edgar-Wallace-Filme mit Joachim Fuchsberger, Heinz Drache, Klaus Kinski und Eddi Arent aus den Sechzigerjahren. Die waren sehr unterhaltsam, aber auch irgendwie total verschroben. Englischer schwarzer Humor, von deutschen Schauspielern gespielt. Gewöhnungsbedürftig. Daß der unheimliche Klaus Kinski mit dem irren Blick sich nur selbst gespielt hat, hat man erst später erfahren.
Die Ereignisse in Stade erinnern mich an diese Filme, so abgefahren ist die Story. Leider sind die Geschehnisse keine Fiktion, sondern Wirklichkeit mit echten Toten. Eine unwirkliche Wirklichkeit. Daß jetzt auch noch der Haupttäter durch einen (Selbst)mord ums Leben gekommen ist, ist eine weitere seltsame Wendung. Gibt es noch weitere Folgen? Bleiben Sie dran...

Klaus Funke | Di., 21. Juli 2026 - 16:20

Damit muss gerechnet werden.

Walter Wissenbach | Mi., 22. Juli 2026 - 01:11

Antwort auf von Klaus Funke

Hatte ich Sie missverstanden, als ich Sie vor wenigen Tagen zu Ihrem ausdrücklich unwiderruflich endgültigen Abschied aus dem CICERO-Diskussionsforum beglückwünschte?

Bernhard Kaiser | Di., 21. Juli 2026 - 19:17

… vergessen, die Komplizin ist inzwischen abgetaucht, da sie aufgrund ihrer unbewiesenen Behauptung, sie sei gezwungen worden, das Fluchtfahrzeug zu steuern, nicht in U-Haft kam und es gibt Spekulationen, dass sie eine Informantin des VV war …. der Fall erinnert ja schon irgendwie an Epstein …

Volker Schmitt | Di., 21. Juli 2026 - 20:28

Auf wenn war das sehr teure Auto zugelassen und wem gehörte es vorher? Wer hat es bezahlt? Ist es war, dass die Dame mit laufendem Motor vor der Einrichtung wartete? Warum ist sie auf freiem Fuß wenn gegen sie wegen Beihilfe zum Mord ermittelt wird? Ist sie wirklich untergetaucht? Hat sie sich auch den Behörden entzogen? Wenn Fehlinformationen unterwegs sind, wieso gehen Sie nicht darauf ein und stellen sie richtig?

Heidemarie Heim | Di., 21. Juli 2026 - 21:20

Oder wie das heißt.Und möchte man überhaupt noch wissen oder Vermutungen darüber anstellen als Bürger wie oder an welchen Stellen der Rechtsstaat oder die Kontrolle darüber wer alles mit welchem möglicherweise kriminellen Hintergrund bei uns aufschlaegt seriell versagt hat wenn es darum geht die Innere Sicherheit zu gewährleisten.Aber wir sollen ja demnächst einen Supergeheimdienst bekommen,der sich der Sache annimmt;).Andererseits verstehe ich natürlich das mediale Potenzial hinter der Story.Doch ob oder wie sich der suizidgefährdete 6fach-Moerder seiner Strafe oder lebenslanger Psychiatrie entzog oder ob besagte Patentante und mögliche Komplizin noch jemals in den Spiegel schauen kann ohne von sich selbst angeekelt zu sein ob ihrer gutmenschlichen Dummheit und Naivität,interessiert mich nur peripher.Wenn ich meine wahren Gedanken zu diesem nun toten Täter bekunden würde,insbesondere in Gedanken an die zwei Kleinkinder,die innerhalb weniger Monate Vater und Mutter verloren......MfG

Achim Koester | Do., 23. Juli 2026 - 09:12

ich liebe am Cicero normalerweise die klare Sprache und korrekten Bezeichnungen, aber hier möchte ich anmerken: es handelt sich bei dem Täter nicht um einen Mann "mit türkischen Wurzeln" sondern mit türkischer Staatsbürgerschaft.