Sechsfachmord Stade
Tatort in Stade / picture alliance / ABBfoto | CNTV

Sechsfachmord in Stade - Viele offene Fragen – und einige kuriose Zusammenhänge

Sechs Tote, ein mutmaßlich aus türkischer Haft geflohener Täter und eine rätselhafte „Patentante“, die die Schwiegermutter eines SPD-Politikers ist: Der Mordfall von Stade wirft viele Fragen auf – und bietet reichlich kuriose Zusammenhänge. Ein aktueller Überblick.

Autoreninfo

Klaus Wallbaum ist Sozialwissenschaftler und Chefredakteur der Zeitschrift Rundblick - Politikjournal für Niedersachsen.

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Ein 45-jähriger Mann mit türkischen Wurzeln hat am 29. Juni im niedersächsischen Stade ein Verbrechen begangen, das bis heute viele ungeklärte Fragen aufwirft. Er erschoss sechs Menschen, Mitarbeiter des Jugendamtes und Betreuer einer Mutter-Kind-Einrichtung. Der Mann, Vater eines Babys, erschien am Vormittag des Tages in der Betreuungseinrichtung in Stade. Dort sollte es ein „Hilfeplangespräch“ geben, also eine Unterhaltung mit Vertretern des Jugendamtes über das Sorgerecht für das Kind. Mutter und Kind waren auf gerichtlichen Beschluss in Stade untergebracht, die Eltern hatten sich gegen diesen Schritt gewehrt und wollten das Sorgerecht für sich beanspruchen. 

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Walter Bühler | Do., 16. Juli 2026 - 12:14

Nicht nur in Stade, auch in Berlin-Neukölln agieren der Staat, die Justiz und die Polizei so merkwürdig zurückhaltend, dass man annehmen muss, es werde irgendein Schweigegebot über die Unabhängigkeit der Justiz gestellt.
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In Berlin-Neukölln und in Stade wiederholt sich dieses Muster. Auch im Fall des Attentats auf die Stromversorgung Berlins hört man nichts von den Tätern der "Vulkangruppe". Aber mit großem Trara wird Wegener zum Rücktritt gezwungen, obwohl er doch sicher nicht mit der "Vulkangruppe" zusammengearbeitet hat.

Es ist provokant, wie selbst bei diesem Mord in Stade an sechs Menschen ein abstrakter Datenschutz durchexerziert wird, weil der Täter aus einem von den Regierungsparteien betütelten Milieu stammt.
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Wie steht es in Deutschland mit der Gewaltenteilung, wenn SPD, Grüne und Linke an der Regierung beteiligt wird? Wird die Justiz von den Brandmauer-Parteien politisch beeinflusst?

Man muss sich Sorgen machen.

Armin Latell | Do., 16. Juli 2026 - 13:24

Wo ist der Mehrwert dieses Artikels? Dass der Täter als "nicht absolut gewalttätig" klassifiziert wurde? Gibt es da auch schon Abstufungen? Passt diese falsche Einschätzung jetzt nach dem sechsfach Mord immer noch? All diese skurrilen,(un)bekannten Sachverhalte schreien geradezu nach Vertuschung. 14 Tage vergangen und keine neuen Erkenntnisse?

Joachim Touchy | Do., 16. Juli 2026 - 15:47

Nirgends, auch nicht in diesem Artikel, erfährt die Öffentlichkeit, wer die Opfer waren, welche Aufgaben diese Menschen wahrgenommen haben und was ihr Tod für Angehörige, Nachbarn, Kollegen und Freunde bedeutet.
Warum ist das so?

Karl-Heinz Weiß | Do., 16. Juli 2026 - 16:27

Antwort auf von Joachim Touchy

@Joachim Touchy, Sie stellen eine sehr berechtigte Frage. Empathie für die Opfer und ihre Angehörigen? Fehlanzeige. Sehr eindrucksvoll auch beim Umgang mit den 135 Toten der Ahrtal-Katastrophe zu beobachten. Fünf Jahre abwiegeln und beschwichtigen, bis endlich die öffentliche Entschuldigung und das Eingeständnis des staatlichen Versagens kam.

Andreas Peters | Do., 16. Juli 2026 - 17:15

neuen Informationen entnehmen. Aber was ich mich frage, wo ist der allgemeine Aufschrei, daß sechs Menschen grundlos ermordet wurden. Ich habe ihn nicht vernommen. Wer erinnert sich noch an Politik und Medien, als ein paar Angetrunkene ein Lied sangen, das bei Linken nicht wohlgelitten ist. Dieses Land, also die Bewohner, sind wohl ziemlich kaputt, wenn es um die Bewertung von Sachverhalten geht.

Herbert Schultz-Gora | Do., 16. Juli 2026 - 21:24

Schwere Verbrechen geschehen auf der Basis heftiger Gefühle von Hass und Rachebedürfnissen... im Kontext von schweren Persölichkeitsstörungen, die verhindern, daß der Täter den Rahmen von Recht und Gesetz wahrt.

Jens Böhme | Do., 16. Juli 2026 - 22:04

Mein Verhältnis zu meinen bisherigen und derzeitigen Schwiegermüttern war und ist immer mit gesund großem Abstand.