Bärbel Bas, Lars Klingbeil, Markus Söder und Friedrich Merz
Bärbel Bas, Lars Klingbeil, Markus Söder und Friedrich Merz nach dem Koalitionsausschuss am 3. September in Berlin / picture alliance / Andreas Gora

Schwarz-rote Koalition - Vor einem Herbst des Missvergnügens

Der versprochene „Herbst der Reformen“ scheint eher zu einem Herbst der Kommissionen zu werden. Während die Bundesregierung zentrale Fragen wie Rente und Gesundheit vertagt, zeigt sich beim Bürgergeld, bei welchem Koalitionspartner die Macht liegt.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Der Herbst ist die Zeit, in der die Tage kürzer und kälter werden, die Bäume ihre Blätter verlieren. Es ist auch die Zeit der Ernte. Welches herbstliche Bild der Kanzler vor Augen hatte, als er den „Herbst der Reformen“ ankündigte, weiß niemand. Doch dürfte die Ernte von Schwarz-Rot nicht allzu gut ausfallen.

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Andreas Peters | Sa., 13. September 2025 - 12:55

bekommen jetzt die Quittung. Daß er die Probleme vor der Wahl erkannt hatte, hat er damals ja ganz deutlich gemacht. Daß er nach der Wahl wirklich alles abgeräumt hat, wofür er im Wahlkampf gestanden hat, ist ein riesengroßer Affront gegen seine Wähler. Daß er sich von der SPD über den Tisch hat ziehen lassen, zeugt wohl davon, daß die CDU sich nicht vorbereitet hat. Für eine Minderheitsregierung fehlt Hr. Merz einfach der Schneid. Anstatt die Bas rauszuschmeißen geht er mit ihr essen und duzt sie jetzt. Weniger Rückgrat geht kaum. Besser heute Neuwahlen als morgen sonst ist hier bald das Licht aus.

Achim Koester | Sa., 13. September 2025 - 13:07

Offensichtlich steckt, und das nicht erst seit Merkel, in jedem CDUler ein mehr oder weniger verkappter Bolschewist. Während dieser bei Günther und Wüst schon seit längerem zutage tritt, scheint er sich bei Merz gerade erst zu entwickeln. Wir kommen den Blockparteien der DDR immer näher.

Stefan | Sa., 13. September 2025 - 14:01

Nachdem der Kanzler Friedrich Merz so gut wie alle vor der Wahl gegebenen Versprechen gebrochen hat, sollte man das Märchen vom "Herbst der Reformen" auch von vorne herein nicht geglaubt haben.
Alles was diese Regierung, die sich die Legitimation zu jeglicher politischen Änderung erschlichen hat macht, sollte direkt nach Bekanntgabe durch Friedrich Merz und seine roten Genossen, auf den Prüfstand.
In der Regel ist es da noch nicht einmal mehr nötig dem, wie Bas sagt "bullshit", zuzuhören.

Gegenfrage: Welches Versprechen hat den Merz bisher eingelöst ?

Ich kann nur hoffen, er bekommt heute in NRW die entsprechende Quittung.
Aber außer hohlen Phrasen und den Schwur auf ein „weiter so“, wird nichts zählbares danach herauskommen……
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Rep

Heidemarie Heim | Sa., 13. September 2025 - 18:29

Echt jetzt? Aber nur solche bitteschön, mit denen der Schwanz, der mit dem Hund wedelt einverstanden ist geehrter Herr Dr. Müller-Vogg🦮! Den anderen bullshit schieben wir den Kommissionen zu,deren Ergebnisse und Vorschläge wir nicht vor Ende der laufenden Legislaturperiode erwarten.
"Steht sonst noch was an Bärbel? Lars?
"Nö, alles erledigt,alles bestens Friedrich👍."
MfG

Urban Will | Sa., 13. September 2025 - 21:08

erwartet, dem ist nicht mehr zu helfen. Das gibt ein Herbst des Garnichts. Wir haben den schlechtesten, unfähigsten, verlogensten und vor allem feigsten Kanzler der gesamten deutschen Geschichte.
Ich kann sein hochtrabendes Geschwafel nicht mehr hören. Nichts, absolut nichts hat er gemacht, um das Land aus der Krise zu holen. Hohle, großkotzige Sprüche. Sonst nichts.
Wenn die SPD pfeift kommt er hechelnd und schwanzwedelnd an und bettelt um den Stock.
Ohne den ÖRR, das Belehrungs- und Erziehungsfernsehen und der traurigen Tatsache, dass eine große Zahl an Zipfelmützen dem Dreck glaubt, den sie da hört, wäre er längst am Ende. Dann stünde die AfD bei über 50%.
So aber werden Lügen und Wahlbetrug als große Fortschritte verkauft und rennen immer noch viele im Lande herum, die Merz für einen „Konservativen“ halten, der endlich mal was macht.
Unfassbar.
Sogar das Migrationsproblem erklärte er neulich eben mal für „gelöst“. Dreister hat noch niemand so viel Blödsinn von sich gegeben.

Wolfgang Borchardt | So., 14. September 2025 - 10:07

treffender hätte es nicht formuliert werden können. Es hat noch nicht einmal einen Frühling gegeben und jetzt schon der Abschied vom Sommer. Was wird der Winter bringen?

Ernst-Günther Konrad | So., 14. September 2025 - 10:42

Ich weiß, das ist etwas übertrieben, weil so viel hat Merz ja gar nicht versprochen. Vieles beließ er ja auch im Ungefähren. Aber das mit den Reformen und so, dass hat er sehr wohl lauthals angekündigt und im Sprachduktus, so wie er das immer tut, der tiefen Selbstüberzeugung und der absoluten "Alternativlosigkeit", ohne dass er das Wort benutzt. Und nun? Wieder Wortbruch und das vor einer wichtigen Kommunalwahl in NRW. Hat er das für die SPD getan, die er doch sich als „starken" Verbündeten wünschte und hat er deshalb die Sozialstaatsflöte ausgepackt? Ist dieser Mann bar jeder Selbstachtung bereit weiterhin das Wahlvolk zu belügen, betrügen und vorzuführen? Ich meine ja. Er kann nicht anders. Er selbst weiß, wenn die Brandmauer fällt und das wird passieren ist er weg vom Fenster. Weidel hat schon gesagt, mit der UNION nur ohne Merz. Also muss er auf das sterbende Pferd SPD setzen. Die heutigen Vorgeschmack dafür sein, was dieses Land und die Partien 2026 bei den Wahlen erwartet.

Christoph Kuhlmann | So., 14. September 2025 - 14:54

Die Leistungen der Menschen, die ein Leben lang in die Krankenkasse mit voller Altersrücklage eingezahlt haben, werden genau so gekürzt, wie die PKV Versicherten, die noch schnell in die günstige gesetzliche wechseln oder Flüchtlinge und Asylbewerber, deren Kosten nur zu einem Bruchteil vom Staat an die Krankenkassen erstattet wird. Die Sozialversicherungen werden einfach zugunsten von Zuwanderern geplündert, die nichts eingezahlt haben. Da ist die CDU nicht besser wie die SPD. Schon eine Verlangsamung der Zuwanderung wird als Erfolg gefeiert. Von einer Abnahme des Ausländeranteils kann keine Rede sein, es sei denn über Einbürgerung oft mithilfe einer App, die den Sprachtest faked. Der Staat ist immer noch komplett überfordert und dumm. Das ist Absicht.