Brandenburger Tor, eingehüllt in einer Blase.
Politik und Medien haben sich eine Parallelwelt erschaffen, die alle Züge einer verkehrten Welt aufweist / Illustration: Karsten Petrat

Scheitern an neuen Realitäten - Anatomie der Berliner Blase

Politische Handlungen wirken oft selbstbezogen und irrational. Warum? Weil Machtlogik, Ideologie und moralische Erziehung das politische System abschotten – bis sogar die Realität nur noch als fernes Störsignal wahrgenommen wird.

Thomas Mayer

Autoreninfo

Thomas Mayer ist Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute mit Sitz in Köln. Zuvor war er Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe und Leiter von Deutsche Bank Research. Davor bekleidete er verschiedene Funktionen bei Goldman Sachs, Salomon Brothers und – bevor er in die Privatwirtschaft wechselte – beim Internationalen Währungsfonds in Washington und Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Thomas Mayer promovierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und hält (seit 2003) die CFA Charter des CFA Institute. Seit 2015 ist er Honorarprofessor an der Universität Witten-Herdecke. Seine jüngsten Buchveröffentlichungen sind „Die Vermessung des Unbekannten“ (2021) und „Das Inflationsgespenst“ (2022).

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Wer politische Debatten wörtlich nimmt, beginnt irgendwann unweigerlich, am Verstand oder an der Integrität von Politikern zu zweifeln. Nehmen wir beispielsweise das Thema Rente. Wir erinnern uns zurück: Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union im Jahr 2024 spricht der CDU-Vorsitzende und damalige Oppositionsführer Friedrich Merz. Zwar regiert noch die Ampel, aber ihre Tage sind gezählt. Neuwahlen liegen in der Luft. Merz glaubt, dass die SPD bald mit einer Neiddebatte in den Wahlkampf gehen würde. Dann gibt er ein Versprechen ab. Wenn es so komme, so Merz, werde er sich „ohne Wenn und Aber an die Seite der jungen Generation stellen“. Im Mai 2025 wiederholt Friedrich Merz dieses Versprechen in seiner ersten Regierungserklärung: „Die neue Bundesregierung wird mit aller Kraft dafür arbeiten, dass wir einen neuen Generationenvertrag verwirklichen.“ 

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Günter Johannsen | Do., 29. Januar 2026 - 10:47

´Machtlogik, Ideologie und moralische Erziehung schotten das politische System ab!` War das seit 1990 schon so geplant?
Es war in Berlin zu erwarten: die SED-LINKE Kommunisten in Ostberlin fanden sich zu einer unheiligen Allianz mit dem Grün-LINKEN Pöbel zusammen. Wehrdienst-Flüchter aus der Bundesrepublik und Linksradikale (APO und RAF-Fans) versammelten sich zu einem Haufen kaputter SED-gesteuerter Sturmabteilung zusammen. Ulrike Meinhof, die Begründerin der Terrortruppe RAF, stand schon früh in Lohn und Brot der SED. Das MfS der DDR war der Initiator dieser Terroristen-Bande: Ulrike Meinhof war der verlängerte Arm der SED im Westen. Heute sind die Linken NGOs die Maulwürfe, welche die Untergrund-Wühlarbeiten übernommen haben. Leider ist der Verfassungsschutz und die Geheimdienste unsres Landes auf dem linken Auge blind, oder sind die Maulwürfe auch da schon maßgebend tätig?
Man könnte es denken, nachdem Linksfaschisten ihr bösen Werk ungehindert weiter treiben können!

IngoFrank | Do., 29. Januar 2026 - 11:10

ein „roter Ar…..sch“ sein soll, der sich aufs Brandenburger Tor setzt, braucht’s keine weiteren Worte …. 😂
Mit besten Grüßen aus der winterlich verschneiten Erfurter Republik ….