- Cicero Podcast Politik: „Die Politik hat den Islamisten die Türen weit geöffnet“
Im Podcast sprechen der Buchautor Sascha Adamek, der Islamismus-Kritiker Ali Ertan Toprak und Cicero-Redakteur Clemens Traub darüber, wie islamistische Netzwerke strategisch Einfluss auf Politik, Institutionen und den öffentlichen Diskurs nehmen.
Der Investigativjournalist Sascha Adamek zeigt in seinem Buch „Unterwanderung – Der politische Islam weiter auf dem Vormarsch“, wie islamistische Netzwerke strategisch Einfluss auf Politik, Parteien wie CDU und SPD, Institutionen und den öffentlichen Diskurs nehmen – und das mit erschreckendem Erfolg. Gemeinsam mit dem alevitischen Kurden Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinschaft in Deutschland, spricht er im Cicero-Podcast Politik darüber, wie diese Netzwerke unsere Gesellschaft verändern und welche Folgen das für Kinder, Bildung und demokratische Strukturen hat. Moderiert wird das Gespräch von Cicero-Redakteur Clemens Traub.
Opfer-Narrativ statt kritische Auseinandersetzung
Einigkeit herrscht bei einer zentralen Feststellung: Die Gefahr des politischen Islams wird in Deutschland noch immer unterschätzt. Adamek etwa beschreibt, wie methodisch dabei vorgegangen wird: „Man soll Elite-Bildung betreiben. Ohne die Elitenbildung kommt man nicht weiter in die Zukunft.“ Kinder und Jugendliche werden gezielt auf Machtpositionen vorbereitet – nicht nur, um später Einfluss zu haben, sondern um sich in deren Nähe zu platzieren, in Verbänden, Verbindungen und Medien.
Gefährlich sei dabei auch der öffentliche Diskurs, betont Adamek. Begriffe wie „antimuslimischer Rassismus“ vermischen Religion und Rasse und schaffen ein Opfer-Narrativ. Der französische Philosoph Pascal Bruckner bezeichnet dies als „totalitär“. Adamek fügt hinzu: „Europa, Deutschland schafft sich im Grunde selbst ab, indem man solchen Menschen Geld in die Hand drückt, einen Begriff zu erfinden, der bis heute mir nicht einleuchtet … Und das ist das Perfide.“
Was früher Ausnahme war, ist heute Alltag
Toprak wiederum berichtet von persönlichen Erfahrungen, die zeigen, wie tief diese Entwicklungen mittlerweile reichen: „Als ich in der Türkei eingeschult wurde, musste ich meine Identität verstecken. Deutschland war für mich immer ein Ort der Freiheit. Heute erleben meine Kinder aber, wie sie in der Schule bedrängt werden. Meine Tochter wurde in der vierten Klasse von muslimischen Mitschülern gefragt, ob ihr Pausenbrot überhaupt halal sei – das beginnt schon sehr früh.“ Was früher die Ausnahme war, ist mittlerweile Teil des Alltags vieler Kinder in Deutschland.
Er weist auch auf die politische Dimension hin: Viele islamismuskritische Staatsbürger fühlen sich mundtot gemacht. „Der deutsche Staat schützt sie nicht, sondern arbeitet mit Islamverbänden und Islamisten zusammen. So wundert es nicht, dass sich Islamisten überall durchgesetzt haben und viele progressive, säkulare muslimische Familien sich nicht mehr trauen, etwas zu sagen.“

Das Gespräch wurde am 16. März 2026 in der Cicero-Redaktion als Videopodcast aufgezeichnet.
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