Drohne
Drohne vom Typ Loitering Munition System beim Artilleriebataillon 215 / picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Rüstung - Die Bundeswehr braucht kein FCAS-Flugzeug – sondern Drohnen

Das deutsch-französisch-spanische Kampfflugzeug-Projekt FCAS ist gescheitert. Das sollte als Chance verstanden werden, die Rüstung an den Lehren des Ukrainekriegs auszurichten. Statt neuer überteuerter Kampflugzeuge braucht die Bundeswehr unbemannte Waffensysteme.

Autoreninfo

Richard Drexl ist Oberst außer Dienst der Luftwaffe mit unter anderem langjährigen Erfahrungen im Bundesministerium der Verteidigung

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Wie oft schon hat die Geschichte uns gelehrt, dass Größe nicht im Beharren, sondern im rechten Zeitpunkt des Umkehrens liegt! Nicht derjenige ist weise, der um jeden Preis an einem gefassten Beschluss festhält, sondern der, welcher erkennt, wann der Weg in die Irre führt – und mit festem Griff das Steuer herumreißt. So steht Europa heute vor einer Entscheidung von Tragweite: Soll es weiter Milliarden in das deutsch-französisch-spanische Kampfflugzeugprojekt FCAS investieren – jenes „Future Combat Air System“, getragen von Dassault Aviation, Airbus und Indra Sistemas – oder soll es den Mut finden, das Scheitern einzugestehen und einen Neuanfang zu wagen?

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Peter William | So., 22. Februar 2026 - 12:22

Absoluter Quatsch. Die Ukrainer haben Luft-Überlegenheit.

Diese muss hergestellt werden und das geht nicht mit kleinen Drohnen, wenn dann benötigt es Jagddrohnen dafür.

Das FCAS Projekt ist richtig, dann baut halt eine Version ohne Frankreich einzubeziehen, wenn ihr euch nicht aus Systemspezifikationen einigen könnt.

Drohnenabwehrsysteme gibt es bereits gute und bessere werden noch entwickelt werden.

Für Drohnen die gute alte FLAK auf den neuesten Stand bringen und voila, alle werden vom Himmel geholt!

Sunstreet | Mo., 23. Februar 2026 - 11:20

… sind wieder unterwegs!
Nein, Herr Drexl, weder Kampfflugzeuge noch Drohnen lösen unser Problem! Wir haben die letzten Jahrzehnte in Wohlstand und Frieden gelebt, weil kluge Politiker, die wussten, was Krieg bedeutet, auf Diplomatie und Ausgleich gesetzt haben. Und auch weil die Berufssoldaten und die Bundeswehr in der zweiten Reihe standen, was auch vollkommen ausreichend ist! Das was wir jetzt erleben und was Sie ständig propagieren vernichtet nur Staatsvermögen (Steuergeld!), das dieses Land an anderer Stelle bitter benötigt.
Und die Märchen, dass die so tolle Ukraine unsere Demokratie und unsere Werte verteidigt oder Putin plant Deutschland zu überfallen, die können Sie den Tagesschau-Junkies erzählen.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 23. Februar 2026 - 11:35

Drohnen, Flugzeuge, Panzer egal was. Vor allem braucht es Soldaten, die ausgebildet die Waffen und Geräte bedienen können und wollen. Die bereit sind für dieses Land ihr Leben zu geben. Woher sollen die kommen? Im Losverfahren? Und echt jetzt, glauben Sie wirklich Herr Drexl, Drohnen allein seien kriegsentscheidend? Ich schrieb schon oft und bin zu tiefst überzeugt davon. Künftige Kriege werden wirtschaftlich entschieden. Sie werden durch Angriffe auf Infrastrukturen wie Cyberangriffe auf Satelliten und Stromversorgung entschieden. Was brauchen Drohnen für die Steuerung? Wer den Stecker ziehen kann ist klar im Vorteil. Und wie ist gerade deutsche Infrastruktur wirklich vor Angriffen geschützt? Man siehe nur Berlin und der letzte Anschlag. Drohnen hin oder her. Deutschland bekommt nichts, aber auch gar nichts mehr hin.