Der glücklose Kanzler: Friedrich Merz
Der glücklose Kanzler: Friedrich Merz / picture alliance / NurPhoto | Nicolas Economou

Rücktrittsgerüchte um Friedrich Merz - Das Kernschmelze-Szenario

Angeblich wird in CDU-Kreisen darüber beraten, ob und wie man Friedrich Merz als Bundeskanzler loswerden kann. Miserable Umfragewerte befeuern die Diskussion. In diesem Fall wäre der Sauerländer aber nicht der einzige, der das Feld räumen sollte.

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Wenn Geschichten, die vom bloßen Hörensagen handeln, plötzlich Nachrichtenwert bekommen, sagt das zwar nichts aus über ihren Wahrheitsgehalt. Aber doch einiges über die Gemengelage, vor deren Hintergrund sie spielen. Die allgemeine Situation muss dann nämlich dergestalt sein, dass die Kolportage hineinpasst und insgesamt plausibel erscheint.

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Wolfgang Dubbel | Mi., 27. Mai 2026 - 18:03

was für ein Personal man sich hier vorstellen muss,
dass das bei der AfD ebenfalls so dauerhaft bleibt, muss nicht ewig so bleiben.

Jens Böhme | Mi., 27. Mai 2026 - 18:12

Man muss sich solch Zeitungsmeldungen so vorstellen: ein Journalist brütet eine Idee aus und verpackt diese als Meldung mit anonymen Zuträgern aus der Öffentlichkeit. Und da Curacao sich noch Zeit mit dem Spiel gegen Deutschland nimmt, muss solch Ente als Interimslösung dienen.

Christa Wallau | Mi., 27. Mai 2026 - 18:15

Glauben Sie allen Ernstes daran, daß es dann endlich eine fruchtbare Zusammenarbeit von CDU und SPD gäbe, wenn Merz und Bas das Spielfeld verlassen würden???
So naiv können Sie doch nicht sein.
Ich fürchte, Ihre ganze Hoffnung gründet sich auf purer Angst vor einem möglichen anderen Szenario, nämlich die Einbeziehung der AfD in die aktive Politik.
Sie gehören ganz offensichtlich zu den vielen Menschen, denen Angst und Abneigung gegenüber der AfD so tief eingebleut wurden, daß diese nie mehr aus ihrem Kopf verschwinden können - egal, welches Argument man ihnen auch liefert, um sie zu überwinden.
Ich fürchte, so wie Ihnen ergeht es vielen anderen auch - zum Schaden Deutschlands. Denn je länger das Nicht-Lösen der gravierenden Probleme anhält, umso schwieriger wird es für jede kommende
Regierung, aus der Krise herauszukommen. Am Ende zahlen dann Alle (außer den Verursachern u. den Reichen) einen hohen Preis für die Angst der Hasen vor der v e r m e i n t l i c h e n Schlange.

IH | Mi., 27. Mai 2026 - 18:19

Am besten hat mir gefallen, Frau Bas mit ihrem „politischen Tourette-Syndrom freien Lauf“ zu lassen

Pamina | Mi., 27. Mai 2026 - 18:46

bitte gleich mitnehmen. Als Finanzminister absolut unfähig.

Klaus Funke | Mi., 27. Mai 2026 - 18:47

Man will den Leuten Hoffnung einblasen. Und nichts bewegt die Gemüter mehr als Personalfragen. In Wahrheit wird bis zum September nichts geschehen. Die alte Hoffnung auf ein Wunder "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen", sang Zarah Leander. Das war damals auch Endzeitstimmung. Nein, der Wumms kommt erst mit der Sachsen-Anhalt-Wahl. Oder auch nicht. Vielleicht treten wir auch in den Krieg ein. Dann braucht ja keiner zu wählen. Bis dahin gilt das Prinzip Hoffnung und das süße Nichtstun. "Macht keine Welle!" oder "Beamtenmikado". Ich habe keine reale Hoffnung mehr. Und der Sauhaufen ist derart groß, dass es die AfD gar nicht schaffen kann, selbst wenn sie den Zaubertrank von Obelix zur Verfügung hätte. Ein Glück, ich bin alt und eigentlich könnte mich dies alles kaum noch praktisch interessieren, wenn meine Kinder und Enkel nicht wären. Und in dieses Deutschland sind wir 1989 mit solch große Hoffnungen getreten. Mein Gott, wie man sich irren kann...

Urban Will | Mi., 27. Mai 2026 - 19:43

Feigheit – zum Sozialisten mutierte Merz, der gewählt wurde, um bürgerlich-konservative Politik (so hatte er es versprochen) zu machen und der nun abstürzt,weil er erstens seine Wähler nach Strich und Faden belogen und getäuscht hat und zweitens,weil immer mehr Leuten klar wird, dass mit den Sozen keine Reformen,sondern nur weiter linke Politik möglich sein wird, soll nun abgelöst werden durch den noch linkeren, der Sekte untertänigen Wüst? Mit der Option, dass die linke Bundesregierung dann alsbald eine linksgrüne wird?
Wenn es diese Planspiele bei der Union gibt, dann kommen mir nur noch die letzten Tage imFührerbunker (bitte nicht direkt vergleichen, liebe KI, das soll nur ein bildlicher Vergleich sein! Ich vergleiche die Union nicht mit den Nazis) aus dem Film „Der Untergang“ in den Sinn.
Ob Wüst so dumm ist, den Abstieg weiter zu verwalten, mitgezogen zu werden und dann die nächste BT-Wahl haushoch gegen Weidel zu verlieren? Bittesehr. Ich würde mir das Spiel genüsslich anschauen.

die sich zuvor von Frau Merkel widerspruchslos gängeln ließ und nun von der SPD dominiert wird? Wer eine schlechte Politik für das Land macht, muss seine' Platz räumen. Das ist Demokratie. Wer die eigene, nach Jahrzehnten messbar schlechte Politik nach wie vor für gut hält, wie macht der das? Das lässt sich derzeit gut beobachten. Und wenn es gar nicht mehr geht, dann ist man mal weg. Bildung ist alles und dazu gehören auch ein Pilotenschein und ein vollgetanktes Fliegerle.

Herbert Schultz-Gora | Mi., 27. Mai 2026 - 19:45

Kanzler hin oder her... die Frage ist doch, wo ist inaltlich Substanz-haltige Politik... und gibt es Leute, die sie vertreten und umsetzen... jenseits von sog. "Parteien" und Gruppierungen, sondern an der Sache orientiert.
Die Medien könnten mal gucken, wen sie da so sehen jenseits des abartigen Theaters... und man könnte da ein Portfolio erstellen, wer wofür in Frage kommt und bereit ist zur Kooperation auch über die albernen Parteigrenzen hinweg.

soistes | Mi., 27. Mai 2026 - 20:36

Ich würde Rudi Carrell aus dem Grab holen. Gerade jetzt im Sommer: Weil wann wird es endlich richtig Sommer.

Und den Wüst? Ab in die Wüste, mit dem "Privatmann" Daniel, äh Günther zusammen mit "Mutti". Dann könnten die 3 beim Lagerfeuer diskutieren, bei Kräutertee & Kerzenlicht.

Was für eine "tolle" Vorstellung. Hätte aber einen Vorteil: Die wären schon mal raus aus Deutschland. Danke für deren "tolle Arbeit" in der Vergangenheit.

Deutschland das Land der ewigen Satire, nur momentan komplett verstärkt. Hat auch was

Pfui Teufel

Andreas Oltmann | Mi., 27. Mai 2026 - 20:45

Sehr geehrte Frau Wallau, Ihr Kommentar bringt es auf den Punkt.
Worauf wartet Herr Maguier noch? Wenn er das Problem erkannt hat, könnte er konkret sagen, was seiner Meinung nach zu tun wäre.
Aber immer wieder zu sagen ,vielleicht ändert sich ja noch etwas, ist vergeblich. Ob Merz oder Wüst, egal. Ein Neuanfang mit anderem Personal ist nötig.
Es einfach nicht denken zu wollen und zu können, ist für einen Journalisten blamabel.

Thomas Veit | Mi., 27. Mai 2026 - 20:52

kommen... - weil nicht funktioniert was nicht funktionieren kann... ... Und dann ist die Brandmauer auch Geschichte.

Linksgrünwoke wird sich dran gewöhnen... (müssen) 😉🤣

Ingo Frank | Mi., 27. Mai 2026 - 21:06

wenden ? Will er mit der Grünen Sekte und oder der SPD dann weiter wursteln ?

Wie weit muß eine CDU vor der politischen Wende zittern, (was mich sehr an das Ende der DDR und die SED erinnert)wenn Vorgeschriebene Austrittsgesuche aus der AfD an deren Bundestagsabgeordneten von der CDU ganz offiziell samt beigelegtem bekanntem Propagandaheft verschickt wurden, wenn man der exklusiven Meldung von NiUS glauben schenken kann ……..
MfG a d Erf. Republik

Peter William | Mi., 27. Mai 2026 - 21:57

Nicht Merz. Die CDU kann sich beispielsweise aufspalten in einen Flügel von wirtschaftsfreundlichen Realisten und einen von sozialistischen Ideologen.

Der eine Teil geht zur AFD der andere zur SPD oder gleich zu den Linken.

Was Merz seine Zukunft angeht. Der Mann ist 70 und Millionär, der übersteht das, da bin ich mir sicher. Vielleicht ist das beste was Merz für Deutschland machen kann die CDU zu zerstören.

Unter Merkel hat sie sich inhaltlich und moralisch entkernen lassen und eine Heilung scheint nicht zur Verfügung zu stehen.

Peter William | Mi., 27. Mai 2026 - 22:26

also des Verwaltens des Status-Quo, ist vorbei. Merkel hat diese Zeit überstrapaziert, ist Konflikten aus dem Weg gegangen oder hat Entscheidungen zu alternativlosen Szenarien deklariert. Die Ampel ist im Streit untergegangen und CDU und SPD verdeutlichen warum es eine "Große Koalition" vor Merkel in der Geschichte der BRD nur ein einziges Mal gegeben hat: vollkommen verschiedene politische Grundeinstellungen in ZU vielen Bereichen. Was nicht zusammengehört zerbricht.

Die AFD ist das Resultat der Linksverschiebung der CDU unter Merkel, natürlich konnte diese Frau mit der modernen SPD, dass Merz und allen mit Verstand dies schwer fällt ist verständlich.

Wie jemand mit Grün zusammen regieren kann, der wirtschaftliche Niedergang BaWü's sei als mahnendes Beispiel genannt, entzieht sich meines Verständnisses. Aber Privatmann Günther und das ehemals erfolgreichste private Industriegebiet der Welt, das zur wirtschaftlichen Wüste umgestaltet wurde, wissen anscheinend besser bescheid.

Angelika Sehnert | Do., 28. Mai 2026 - 07:18

Allein die Tatsache, dass jemand wie Wüst als Ersatz für den regierungsunerfahrenen, überforderten Merz gehandelt wird, zeigt wie es um das Personaltableau der CDU bestellt ist. Ein Ministerpräsident, der sich von den Grünen dominieren lässt und nicht mal in der Lage war bei schweren Skandalen wie Solingen oder Besetzung des OVG durchzugreifen, soll jetzt als Retter auftreten? Der in seiner Zeit als Verkehrsminister die notwendige Sanierung von Brücken verschlafen hat? Jemand, der den Politikstil Merkels wie kein zweiter aus der ersten Reihe verinnerlicht hat?
Die CDU hat nicht die Kraft die schwerwiegenden Fehler der Ära Merkel als das zu benennen was sie sind: die Ursache für die schwerste, strukturelle Wirtschaftskrise seit hundert Jahren. Angesichts dieser Krise sollten CDU und SPD jetzt ihrer staatspolitischen Verantwortung nachkommen, überkommene ideologische Fessel abstreifen und endlich ins Handeln kommen. Die Zeit läuft uns weg. Geschichte kann sehr brutal verlaufen

Wie so oft, bin ich Ihrer Meinung, liebe Frau Sehnert. Was Marguier an Wüst gut findet, erschließt sich mir nicht. Er wird überbewertet. Und dass er angeblich mit den Grünen geräuschlos regiert, stimmt nicht. Da sollten sich die Journalisten im Land, die das immer wieder schreiben, besser informieren! „Seine“ Grünen führen ihn oft vor. Vor allem die starke Mona Neubaur zeigt ihm oft den Weg. Und er lässt sie gewähren. Wenn man aber nicht nur Cicero liest, sieht man z.B. bei Focus und Welt (Gordon Repinski), dass sie Wüst ganz anders sehen, als unser Marguier. Gut so! Man muss halt als Leser informiert sein, und seine eigene Meinung bilden können. Sie schreiben „die Zeit läuft uns weg“, liebe Frau Sehnert! Leider sehen alle unsere regierenden Politiker das nicht so. Fatal! 🥺