Robert Habeck
Will Flächen schneller Bebauen: Robert Habeck / dpa

Robert Habeck und die Klimapolitik der Ampel - Nüchterner Utopist

Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck hat in seiner „Eröffnungsbilanz Klimaschutz“ gezeigt, was Deutschland tun muss, um die Klimaziele noch zu erreichen: Windkraft und Solarenergie stärker fördern, die Wasserstoffstrategie forcieren und Bürokratie abbauen.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb war Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gehört der SPD an.

So erreichen Sie Mathias Brodkorb:

Als sich die Ampelkoalition unter dem Slogan „Mehr Aufbruch wagen!“ Ende letzten Jahres der staunenden Öffentlichkeit präsentierte, erntete sie insbesondere in den Zeitungsredaktionen wohlwollende Anerkennung. Nicht nur die über Wochen gepflegte traute Einigkeit und Vertrauenskultur unter den Akteuren verströmte einen Moment von Zuversicht und den Geist von etwas Neuem. Es war auch die gelungene Modernisierungserzählung, die die seit Jahren abgelagerten Staubschichten von der Oberfläche der großkoalitionären Bundespolitik hinwegzublasen schien. 

Gewiss, in die anfängliche Euphorie mischte sich sogleich eine distanzierende Portion Skepsis. Die Ampelkoalition müsse nun auch durch Taten beweisen, dass sie es tatsächlich ernst meine mit einem Jahrzehnt des Fortschritts und der Innovation. Und mit einem neuen, partnerschaftlichen Politikstil. Auf die Inszenierung müssten auch Taten folgen. 

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Tomas Poth | So, 16. Januar 2022 - 13:24

Na ja, man kann etikettieren wie man will, aber vielleicht sollte man ergänzen eine Utopist aus Bullerbü.
Dieser Artikel ist wohl als Beitrag zur Pflege der Ampelkoalition einzuordnen.

Hans Jürgen Wienroth | So, 16. Januar 2022 - 13:44

Wir reden vom Klima und blicken einseitig aufs CO², so als wäre es der einzige Faktor. Der Artenschutz von Mensch und Tier wird für die CO²-Minderung „in einem gesellschaftlichen Konsens der Regierenden“ geopfert. Das ist moderne Demokratie.
Wir wollen mit Wind und Sonne genug Energie für unser Land erzeugen, wollen Wasserstoff (η ≤ 25%!) für Gaskraftwerke und Stahlherstellung nutzen. Dabei setzen wir auf unsere Wissenschaftler. Helfen uns da die vielen Gender-Lehrstühle an den Unis weiter oder bräuchte es da Naturwissenschaften, von denen es immer weniger gibt? Habeck jedenfalls scheint sich mit den Worten Hölderlins „wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ zufrieden zu geben.
Wir wollen preiswerte, klimafreundlichen Strom, reißen aber alte Windräder (und Solardächer?) ab, weil die Förderung ausgelaufen ist. Ob wir durch die neuen „Wind-Riesen“ unser Wetter und ggf. das Klima schädigen, ist dem Klimaminister gleich. Ideologie schlägt Wissenschaft, das Leben wird zum Roulette.

Maximilian Müller | So, 16. Januar 2022 - 14:42

..Energieformen, BEVOR man aus der Atomenergie und der Kohleverstromung aussteigt und nicht danach!

Die Klima- und Energiepläne der Regierung sind eine unrealistische Lachnummer und werden Deutschland genauso schaden wie der Umwelt.

Christa Wallau | So, 16. Januar 2022 - 14:44

Meines Erachtens nicht.
Diese beiden Begriffe widersprechen einander.

Aber wie auch immer:
Was Herr Habeck mit seinen Gleichgesinnten allen Ernstes anstrebt, das wird unser Land bis zur Unkenntlichkeit verändern. Seine Maßnahmen (z. B. 2% Zupflasterung des Territoriums mit Windrädern) bedeuten auf dem Gebiet der Landschaftsgestaltung u. Technik einen ähnlichen Total-Umbau wie er bei uns auf gesellschaftlichem Gebiet durch die unkontrollierte Immigration geschieht.
Wir haben in Deutschland Tür und Tor geöffnet für komplett fremde Menschen u n d ungeprüfte Zustände -alle mit höchsten Risiken behaftet!
Sehenden Auges begeben wir uns auf unsicheres Eis - so, als ob es Beton wäre.
Diese Experimente werden mit Sicherheit überwiegend keine positiven Erfolge zeitigen; denn sonst wären sie längst in weiteren Ländern der Welt angestellt worden.
Deutschland will es eben wieder einmal besser wissen als alle anderen...
Ich kann mir nur an den Kopf fassen - begreifen werde ich es nie.

Bernd Windisch | So, 16. Januar 2022 - 16:17

des Neubaus der Rahmedebrücke auf der A45 würde mir erst einmal reichen. Hier sind 5 (In Worten FÜNF) Jahre veranschlagt. In der Zwischenzeit quält sich der Verkehr durch Lüdenscheid und Umgebung.

Brodkorb ist ganz begeistert von seiner Partei die ja auch in den beiden Grokos mitgemerkelt hat.

Mich beruhigt jedenfalls das natürliche Verharrungsvermögen unseres Landes.

Vielleicht bleibt dem Großteil der Bevölkerung auf diese Weise noch einige Zeit der bestehende Wohlstand erhalten.

Im Übrigen weiß Harbeck, nach eigenen Angaben, nicht einmal was zu tun ist damit das tägliche Frühstücksmüsli nicht mit Wasser vermanscht runtergewürgt werden muss. Auch das beruhigt mich sehr.

Bei solchen Machern kann die Transformation so schnell nicht kommen.

Günther Grass könnte heute sein Tagebuch einer Schnecke neu auflegen, so er noch unter uns weilen würde. R.I.P. lieber Günther!

Enka Hein | So, 16. Januar 2022 - 16:53

....betrifft es eher.
Herr Brodkorb, in der Regel schätze ich Ihre Artikel. Oft genug halten Sie Ihre politische Herkunft raus. Fällt manchmal schwer. Man kann es lesen und fühlen.
Aber hier. Sei’s drum. Netter Versuch.
Es ist Ihre Meinung.
Ich habe mir eine andere gebildet.

Ach Frau Hein, ein Land wie Deutschland (nicht mehr zu 100% das Meine) welches 20 Jahre braucht, einen Flugplatz zu bauen, über 10 Jahre braucht um ein Konzertsaal zu errichten und das Ende des Baus eines Bahnhofes noch nicht in Sicht ist, soll in der Lage sein, neue AKW‘s zu planen + zu bauen? Forschung & Entwicklung wurde mit der Entscheidung des Atomausstieges auf deutschen Boden eingestellt. Gut, Genderprofessoren haben wir mehr als genug …. Aber bauen die AKW? Wohl kaum. Das Wissen ist weg bzw. abgewandert. Und, bis die zukünftigen AKW fertig sind, sollten wir uns auf ein Leben am offenen Feuer in Höhlen, einstellen. D.h. Wir brauchen keinen Strom mehr. Das es ohne geht her die Menschwerdung bewiesen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Bernd Muhlack | So, 16. Januar 2022 - 16:55

Da ist sie wieder, die selbstherrliche, selbstgerechte Erhöhung des eigenen Standpunktes, der eigenen Ideologie.

Nur WIR kennen die Wahrheit, die Problemlösungen - WIR, sonst niemand!

Was nützen Windräder, Solaranlagen etc. wenn sie das vorhandene Stromnetz nicht erreichen?
Wer will schon Windräder/Überlandleitungen in seiner Nähe?

Es wird wohl so kommen, dass die Einspruchs- u Klagemöglichkeiten rigoros eingeschränkt werden.
Oder man baut einfach ohne abschließende Genehmigung wie TESLA/Elon Musk.
Das "neue" BVerfG wird dies im Namen der Rettung der Zukunft absegnen!

Wie hier bereits gepostet wurde, werden diese Herkules-Aufgaben sicherlich nicht von GenderProfs gelöst. Jedoch wandern bekanntlich viele MINT-Absolventen aus.
Kürzlich setzte sich der Sohn meines besten Kumpels nach USA ab - tschö mit ö!

Hehre Ziele, schöne Worte; im Konfirmationsanzug vorgetragen. Immerhin freie Rede!
"Es heilt sie weder Kraut noch Pflaster, allein das Wort das alle heil!"
Frisch ans Werk Robert!

....könnte kommen. Der Klageweg wurde von linksgrün ausgehebelt. Ok.
Nun kommen neue Akteure und setzen grünen Atomstrom durch.
Der Bau eines Atomkraftwerkes kann dann bei einer neuen Regierung schneller umgesetzt werden. Weil KKW ja auch aus Brüsseler Sicht passt.
Das wäre dann der klassische Schuss ins eigene Knie.
Und ja, wir haben ein enormes Braindrain Problem, werter Herr Muhlack. Da nützen auch Raketentechniker, Ärzteschwemme und Architektenüberschuß (subsumiert unter Goldjungs) aus dem fernen Morgenland nichts.
Schönen Start in die neue Woche.

Ernst-Günther Konrad | So, 16. Januar 2022 - 16:58

Nur so viel. Reden, ankündigen, versprechen, in Aussicht stellen, planen, fordern ist eine Sache. Aus der Opposition heraus haben GRÜNE gut reden gehabt, jetzt müssen sie selbst (mit)machen. Warten wir mal ab, was er wie konkret machen wird und wie man es hinbekommt, Utopie mit Realität zu verknüpfen. Ich sage, das geht nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Aha. Er will Politik passend für den Küchentisch machen. Früher nannte man das Stammtisch. Naja, da man nicht mehr in die Kneipen darf bzw. nur noch ausgesuchte Menschen, wird er dort auch nicht mit Widerstand zu rechnen haben. Jedenfalls an unseren Küchentisch kommt weder er noch seine Ideologie.

Urban Will | So, 16. Januar 2022 - 18:43

"Superminister".
Schon recht zu Beginn hätte man aus Mangel an Seriosität aufhören können, zu lesen.
Wenn nämlich hier geschrieben steht, im Zentrum des Strebens von "SuperRobert" stehe „die Bewältigung des Klimawandels“, dann gehen dieser Herr und wohl auch der Autor davon aus, dass vom Boden D's aus dies möglich sei.
Ob Unwissenheit, Naivität oder was auch immer dahinter stecken, wer solchen Quatsch daher redet, hat den Anspruch verloren, ernst genommen zu werden.
Von mir aus gerne kann man mal anfangen bei der Bürokratie. Gerne auch Förderprogramme für Wärmepumpen und PV. Niemand ist scharf darauf, Öl oder Gas zu verbrennen, kann man bald eh nicht mehr zahlen. Den Strom zwar auch nicht, aber daher wäre es wünschenswert, ihn auf dem Dach ohne bürokratischen Irrsinn selbst produzieren und nutzen zu können.
Das mit den Windrädern wird scheitern. 2% machen ca. 12000 Stück auf einer Fläche mit einem Radius von 20 km und angen. 2000m² pro WR.
Schöne neue „grüne“ Welt. Das wird krachen.

Volker Huber | So, 16. Januar 2022 - 18:51

Ihre Begeisterung in Ehren, Herr Brodkorb,
aber das untaugliche Konzept der Generation nein danke aus den 1980er Jahren wird auch durch Fortschrittsrhetorik nicht besser. Dank der manischen Fixierung auf Photovoltaik und Windkraftwerke haben wir gleichzeitig die höchsten Strompreise der Welt und ein unrühmlich hohes Emissionsniveau: Das muss mal erst einmal hinkriegen. Und das schon seit vielen Jahren. Im nächsten Akt dieser sozial-ökonomischen Tragödie dürften dann noch Versorgungsengpässe hinzukommen. Denn nur mehr vom Falschen bringt nichts Richtiges hervor. Schauen wir mal, wie lange das Publikum noch begeistert ist.

Ingo frank | So, 16. Januar 2022 - 19:05

mir die Schlagworte „Schaumschläger + Blender“ ein..
So wie die grüne Energiewende angegangen wird, ist diese weder technisch noch technologisch umsetzbar. Es reicht keine grüne Ideologie!
Es mehren sich die Mahner die vor dem Zusammenbruch des Energienetzes warnen. Uns sie werden Recht behalten. Die ganze Welt wird uns nur noch auslachen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Martin Falter | So, 16. Januar 2022 - 22:57

was man will, aber zum Aussitzen der Probleme wie Merkel es 16 Jahre gemacht scheint die Ampel und genauer Habeck nicht breit zu sein.
Und genau das brauchen wir jetzt. Dabei wird einiges schiefgehen, aber vieles wird auch Erfolg haben. Wir können uns keinen Stillstand mehr leisten!

Ich habe wieder ein bisschen Hoffnung nach Kohl und Merkel.

Norbert Heyer | Mo, 17. Januar 2022 - 08:12

Ob der schwarze Anzug mit passender Krawatte bereits eine Vorahnung davon ist, wie ein solches Programm voll ins Chaos führt? Er will die bisherigen Anstrengungen vervierfachen, die Abstände der Windräder von Wohnbebauung sollen rapide gesenkt und Tausende von Ladestationen müssten montiert werden. Flächen für Solardächer fehlen ebenfalls noch, Zwangssolar auf Eigenheimen ist -vorerst- vom Tisch, Wärmepumpen sollen forciert werden, sie sind in vielen Altbauten wegen Ineffizienz nicht zielführend und der Flächenverbrauch wird gigantisch sein. Damit ist dann das Problem der Grundsicherung immer noch nicht vom Tisch, denn ohne Wind und Sonne ... ist die ganze Sache das Hirngespinst von ideologisch getriebener Unfähigkeit. Aktuell haben wir halbleere Gastanks, abgeschaltete AKW und KKW, Streit um die neue Gaspipeline und unsere nicht mitspielenden "Freunde" in der EU, die Atomstrom grün machen wollen. Das war der grösste Tritt in den Allerwertesten der grünen Weltenretter ohne Kompass.

Hans Schäfer | Mo, 17. Januar 2022 - 10:21

An Habecks streben wird das „Globale Klimaproblem“ genesen.
Man denkt weiter vom Ende her. 2000 Windräder p.a. An die Überlandleitungen denken wir, wenn die ersten 2000 stehen.
Eignen sich eigentlich die bundeseigenen Bahntrassen, die von Nord nach Süd u. West nach Ost verlaufen nicht, um Leitungen zu installieren?

Bernhard Marquardt | Mo, 17. Januar 2022 - 11:27

Ein französisches Appellationsgericht hat Klägern Recht gegeben, die in der Nähe von Windrädern wohnen, und festgestellt, dass der Betrieb der Anlagen zu Veränderungen des Gesundheitszustandes geführt hat. ...
Der Infraschall von Windrädern vermag auf Dauer bei in der Nähe lebenden Menschen Kopfschmerzen, schmerzhaften Druck auf den Ohren, Schwindel, Müdigkeit, Herzrasen, Tinnitus, Übelkeit, Nasenbluten und Schlafstörungen hervorrufen. …..
Die Windindustrieanlagen stehen in einer Entfernung zwischen 700 und 1.300 Meter zum Wohnhaus der Kläger. ….
Die Kläger haben Anspruch auf einen Schadensersatz in Höhe von 128.000 Euro.
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/urteil-fran…
Sollte das auch in Deutschland gerichtlich entschieden werden, wird das wohl nichts mit der Bespargelung Deutschlands, Herr Habeck ......und Herr Brodkorb.
Wie wäre es für diesen Fall mit einem Plan 2 ?

Brigitte Simon | Mo, 17. Januar 2022 - 13:10

Ist der Begriff "Pamphlet der Grünen" Mathias Brodkorb bekannt? Mitnichten. Das verrät sein Artikel ganz im Sinn der Friedrich-Eber-Stiftung geschrieben. Für mich ist dieser eine Schmäh-schrift gegen uns. Habeck verlangt "Deutschland muß besser werden". Bewährtes wird vernichtet. Ein neues Marktdesign verordnet. Dazu ist aller-dings unsere Gehirnwäsche eine Voraussetzung.
Mit Unterstützung der Medien kein Problem. Seinen hysterischen polemischen Argumenta-tionen dienen der Herabsetzung unserer Persön-lichkeit.

Ein Verdacht läßt mich nicht mehr los. Ist seine perverse, zerstörerische Hysterie der Popularität Baerbocks zu verstehen?

Konrad Paukner | Di, 18. Januar 2022 - 13:56

Noch mehr Windräder, noch mehr Photovoltaikanlagen und immer noch keine ausreichende Speichermöglichkeit. Jede Dunkelflaute wird somit zu einem noch immer größeren Problem. Aber was soll's - jeder darf die Fehler, die ein anderer schon gemacht hat, selber nochmal machen. Und besonderen Spaß macht es, wenn es noch dazu "Grün" ist.

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