Robert Habeck
Wirtschafdt kaputt, aber im Uni- und Kulurbetrieb gibt’s noch Stellen: Robert Habeck / picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Robert Habeck gibt sein Bundestagsmandat auf - Biedermeier statt Bündniskanzler

Robert Habeck als Kanzler – das war das Versprechen der Grünen. Jetzt gibt er sein Bundestagsmandat auf und zieht sich ins akademische Milieu zurück – zwischen Berliner Ensemble und Gastprofessur. Sein Rückzug ist auch das Eingeständnis, dass die grüne Idee fürs erste gescheitert ist.

Autoreninfo

Felix Huber studiert Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

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Das Rätselraten hat ein Ende. Robert Habeck wird sein Bundestagsmandat niederlegen; das verkündete der ehemalige Vizekanzler im Gespräch mit der taz. Damit ist die Entscheidung, über die bereits seit Monaten immer wieder hinter den Kulissen spekuliert wurde, endlich offiziell. Ab dem 1. September wird der Grünen-Politiker Habeck also endgültig kein Teil des deutschen Bundestags mehr sein. Sein Rückzug ist folgerichtig und menschlich verständlich. Trotzdem dürften gerade viele Habeck-Fans von der Entscheidung enttäuscht sein. 

Denn Habecks Bürgernähe, seine emotionale Beteiligung – all das wirkte nicht nur für die eigenen Leute oftmals ehrlich. Während Habecks Nachfolger in der Fraktion dieser Tage im Bundestag an der pluralen Demokratie verzweifeln, dümpeln die Grünen weiter zwischen zehn und zwölf Prozent. Eine besonders schlechte Nachricht – denn die Partei wird in Umfragen meist noch überschätzt.

Habeck dagegen schien das in den vergangenen Monaten nicht sonderlich zu berühren. Auf Instagram zeigte er sich entspannt und gebräunt im Nordfriesland-Urlaub. Das Problem: Die Grünen haben bislang keinen passenden Ersatz gefunden, der den Sinkflug stoppen könnte. 

Für Erste bleibt Habecks politische Karriere daher ein nicht eingelöstes Versprechen, eben auch wegen seiner unbestrittenen Qualitäten. Seit 2018, als er gemeinsam mit Annalena Baerbock den Parteivorsitz übernahm, prägte er das Bild der Partei und führte sie zeitweise sogar in Richtung 30 Prozent. Doch das Projekt einer grünen Volkspartei scheiterte in zwei Anläufen dramatisch. Die 11,6-Prozent-Klatsche bei der Bundestagswahl traf Habeck auch persönlich – schließlich war der Wahlkampf erstmals stark auf ihn als Einzelperson zugeschnitten. Habeck gab sich volksnah, verständnisvoll, führte menschelnde Küchentischgespräche – und ließ sich als „Bündniskanzler“ sogar auf das Münchner Siegestor projizieren.

Anhänger der Grünen träumten noch im Juli von einem Kanzler Habeck

Nach der Bruchlandung bei der Bundestagswahl hätte es also einiges gutzumachen gegeben, auch für die Parteispitze. Annalena Baerbock hatte allerdings wenig Lust auf ein Leben als parlamentarische Hinterbänklerin, überging kurzerhand die verdiente Diplomatin Helga Schmid und wechselte erwartungsvoll Richtung Ostküste. Von New York aus glänzte sie zuletzt mit feministischer Solidarität – für Frauen, denen Spitzenposten weggeschnappt werden.

Habecks Rückzug ging da schon deutlich bedachter über die Bühne: Zwar verlor er im Februar sein Direktmandat, zog über die Landesliste aber erneut in den Bundestag ein und saß auch im Auswärtigen Ausschuss. In den Kommentaren unter seinen Urlaubsfotos auf Instagram träumten Anhänger der Grünen noch im Juli von einem Kanzler Habeck – in vier oder acht Jahren. 

Als Grund für seinen Rückzug erklärte Habeck der taz erstaunlich ehrlich, dass nicht nur die Ampelkoalition, sondern auch die politische Idee der Grünen bei der letzten Bundestagswahl abgewählt worden sei. Habecks konsequentes Fazit: „Da kann man nicht einfach so weitermachen, als wäre nichts geschehen.“

Ein Vermerk im Bundesanzeiger Anfang Juli gab schon damals einen sehr konkreteren Hinweis darauf, wie Habeck jetzt weitermachen wird: eine Senior-Fellowship am Dänischen Institut für Internationale Studien, Gastprofessuren an außereuropäischen Unis. Im Gespräch mit der taz bestätigte Habeck seine Auslandspläne für das kommende Jahr erneut. 

Man wolle sich vom Zerrbild der „alltagsfernen Elitenpartei“ lösen

Dazu kommen noch freiberufliche Engagements als Redner. Gemeint ist damit sein neues Talkformat „Habeck live“ am Berliner Ensemble. Die ersten Gäste am fünften Oktober sind die ÖRR-Moderatorin Anne Will und Volker Wissing. Thema: „Brauchen Demokratien den Notfall?“ – da steigen die Mieten in Berlin und die Rollkragenpullover-Verkäufe bei C&A wohl gleichermaßen. 

Dass der staatlich subventionierte, saturierte Kulturbetrieb Habeck, den verlorenen Sohn, wieder in die Arme schließt, dürfte derweil kaum überraschen. Statt sinnverkennender Vorworte zu Orwells „1984“ geht es nun also ans Berliner Ensemble: Bertolt Brechts Heimattheater. Brecht hatte allerdings schon immer Probleme mit moralischer Selbstzufriedenheit, besonders bei Intellektuellen, die um Worte ringen, aber nichts verändern. Vielleicht hätte er Habeck sogar an einen seiner klügsten Sätze erinnert: „Lieber mehr können als man macht, als mehr machen als man kann.“

Habecks Weg führte ihn über Dänemark auch an die kalifornische Elite-Uni Berkeley. Seine Stationen erinnern also ebenfalls an Brecht, der 1933 über Dänemark in die USA floh. Dieselben Stationen stehen jetzt auf Habecks Reiseplan – in Kaschmirpullover und veganen Sneakern statt Schiebermütze und Nickelbrille.

Währenddessen erklärt die neue Parteispitze der Grünen in einem Strategiepapier, man wolle sich vom Zerrbild der „alltagsfernen Elitenpartei“ lösen. Universitätsmanagement, Dänemark und Theaterbühne – Habeck scheint von solchen taktischen Überlegungen nicht wirklich etwas mitzubekommen.

Der grüne Neuanfang lässt allerdings weiter auf sich warten

Es fällt leicht, Robert Habeck zu glauben, dass der Wahlkampf, die Ampelphase und 20 Jahre Politik als Ganzes an ihm gezehrt haben. Er beteuert auch, sein Rückzug aus dem Bundestag sei keine generelle Abkehr vom politischen Diskurs oder von seiner Partei. Zunächst also nur ein Abschied auf Raten. Habeck betont zudem, es gehe ihm bei seinem Schritt ins Ausland um einen Perspektivwechsel. Außerdem wolle er „weder ein höhnisch-zynischer Kommentator sein, noch wie ein Gespenst über die Flure laufen und sagen: Früher war ich mal Vizekanzler, erinnert ihr euch?“

Das ist menschlich durchaus verständlich, und auch der Gedanke, den Weg für neue Impulse freizumachen, ist löblich. Doch den Grünen fehlt der entsprechende Nachwuchs auf den Spitzenpositionen. Für Habeck rückt nun die 25-jährige Mayra Tjorven Vriesema nach. Bislang absolvierte sie in Kiel ein Masterstudium der internationalen Politik und des internationalen Rechts. 

Der grüne Neuanfang lässt allerdings weiter auf sich warten, und trotz aller guten Gründe verlässt Habeck am Ende das sinkende Schiff. Habeck-Fans mögen einwenden: Man hätte ihn eben zum Kanzler machen müssen. Doch das greift zu kurz. Die stärkste AfD aller Zeiten ist auch Habecks AfD, und der Niedergang der Grünen begann auch unter seiner Führung.

Die Grünen waren trunken vom Fridays-for-Future-Momentum, glaubte, die Zukunft moralisch gepachtet zu haben – und vergaßen Mehrheiten zu gewinnen. Sogar der grüne Markenkern – Umwelt, Feminismus – litt unter dieser Verabsolutierung. Der Klimawandel wurde zur Heilslehre und das Heizungsgesetz zum Rohrkrepierer.

Heute ist Northvolt insolvent und die Grünen sind eine 11-Prozent-Partei ohne klares Profil

Was bleibt? Aufnahmezusagen für afghanische Staatsbürger mit Identitätszweifeln. Eine feministische Außenpolitik – leider ohne sichtbare Erfolge. Grüner Stahl, der ohne Milliardenhilfen nicht konkurrenzfähig ist. In Erinnerung bleiben zudem Bademäntel und eine nie dagewesene Anzeigenwut der Ampel-Regierung. Auch Habeck hat den grünen Markenkern zum Reizthema gemacht. Nicht nur wegen der Kulturkämpfe, die die politischen Gegner nach und nach schwerfällig annahmen – sondern auch wegen der eigenen Kommunikation. 

Heute ist Northvolt insolvent und die Grünen sind eine 11-Prozent-Partei ohne klares Profil. Gerade jetzt könnte die Partei also einen bürgerlichen, anschlussfähigen Grünen wie Habeck dringend gebrauchen. Denn der pastorale Ton von Abgeordneten wie Britta Haßelmann entfernt die Partei immer weiter von jeder politischen Mitte. Habeck wäre unter Umständen in der Lage, diesen Kurs zu korrigieren. Es gäbe viel gutzumachen – innerparteilich, kommunikativ, strategisch. Stattdessen zieht es Habeck dorthin, wo der Applaus sicher ist.

Nicht der Beginn einer Heldenreise – sondern Habeck als Biedermeier: Der Rückzug ins Private, auf wohlgesinnte Bühnen, ins Ausland. Die weichen Sessel im Uni-Büro wirken im Vergleich zu den hinteren Bundestagsbänken gleich doppelt weich gepolstert. Die Tage als idealistischer Brandstifter scheinen vorbei. Schon Brecht wusste: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Bei Habeck heißt es jetzt: Erst der Hörsaal, dann die Künstlergarderobe – und irgendwann vielleicht wieder die Bundesrepublik. Dabei bräuchte ihn seine Partei gerade jetzt dringender als je zuvor.

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Andreas Peters | Mo., 25. August 2025 - 17:23

das wäre ihm viel zu anstrengend gewesen, aber er tat so. Er wollte sprechen wie glaubte, dass das Volk so spräche. Abgehoben bis zur Decke, auch wenn er kein Trampolinspringer ist. Unbd nicht zu vergessen, daß er mit diesem Land nichts anfangen konnte und bis heute nicht kann. Nicht viele werden ihm eine Träne nachweinen und die es tun, sind fermutlich ausschließlich Angehörige der grünen Sekte. Und den Beweis, daß er ein Kämpfer ist, hat er ie angetreten. Er hat schon gern den bequemen Weg benutzt, deshalb jetzt auch der Weg ins Ausland.

hanno Woitek | Mo., 25. August 2025 - 17:36

dass dieser Mann gerade jetzt gebraucht wird. Er hat mit seiner verdorbenen links-grün verschwurbelten Wirtschaftspolitik unser Land versaut und in die Arme der AfD getrieben. So einen braucht keiner !!!

Markus Michaelis | Mo., 25. August 2025 - 17:46

Ja, das sehe ich auch als einen Punkt. Die Grünen müssen Abschied von dem Gedanken nehmen die ganze Menschheit zu repräsentieren - offensichtlich wollen die Menschen da nicht folgen.

Andererseits repräsentiert auch niemand anderes die ganze Menschheit. Die einen, universellen Menschheitswerte erscheinen im Moment eher wie eine Albernheit, wenn man jeweils nur "drei Hansel" vorzeigen kann, die die Dinge genauso sehen, wie man selber. Das gilt nicht nur für die Welt sondern zunehmend auch für unsere Gesellschaft (und GB, FR, NL etc.). Man kann sich da noch nichtmal mehr auf 2 Lager einigen.

Auch ein Merz bekommt keine Mehrheiten, Weidel nicht, Klingbeil schon gar nicht. Nach wie vor sind die Grünen aber eine der relevanten Gruppen, zu denen sich auch andere irgendwie stellen müssen.

Robert Habeck in der Politik, der nicht um die Menschheitsführung, sondern um seine Positionen ringt (immer auch *gegen* andere - wie jeder), wäre vielleicht nicht so verkehrt.

Walter Bühler | Mo., 25. August 2025 - 18:02

Lieber Herr Huber,

der beste Märchenerzähler Deutschlands, wird gut in die "narrative Welt" der woken Unversitäten passen, solange er sich den ideologischen Modeströmungen an den Universitäten unterwirft. Bei den ideologisch verholzten Genderern und Sprachverhunzern wird das schwierig werden.

Ob ihm in den USA wirklich die Türen noch offen stehen? Da gibt es doch auch andere "Narrative" über Einreiseprobleme usw.

Verglichen damit ist die Unterstützung der treuen grünen Seelen aus dem ÖRR und den deutschen Staatstheatern in Deutschland eine sichere Bank, insofern das staatlich finanziert wird.

H. wird hoffentlich selbst wissen, welcher literarische Diskrepanz zwischen ihm und Bertolt Brecht besteht.

M. T. Vriesema wird wohl wie die anderen grünen Parteifunktionäre (und wie viele SPD-Funktionäre) im Schutze der Brandmauer brav den revolutionsverliebten Linken hinterher hecheln.
---
Politisch war H. nichts anderes als ein Träumer, der offenbar nichts aus der Realität lernen kann.

Klaus Funke | Mo., 25. August 2025 - 18:16

So einer darf ruhig gehen, hoffentlich folgen noch ein paar nach. Aber im Grunde zeigt sich: So sind sie, die echten Grünen - verwöhnte Bürgerkinder. Es gibt noch viele davon. Trotzdem, so ist das verwahrloste Deutschland - er darf gehen, ohne jedwede materiellen Konsequenzen, einfach so. War da was? Nö. Jeder kleine Arsch wird zur Kasse gebeten, wenn er in seinem Betrieb nachweislich Schaden angerichtet hat. Und Herr Habeck hat schöne, große Löcher in den Haushalt geschlagen. Nein, nicht so einer wie der Robert Habeck, der Schönling und Frauenschwarm, der Schwiegermutterliebling, der Schwachkopf-Kläger und Rumsülzer. Mal sehen, ob er mich nun auch "posthum" verklagt? Ist er nach seiner Ankündigung noch ein VIP? Im Grunde nicht. Würde ja bedeuten, dass eingestandene Versager noch repräsentative Rechte hätten. Nee, hau mal ab, Robert, hau anderen Leuten die Taschen voll, im Universitätsbetrieb ist das nicht so schlimm. Er wird wohl schon gerechnet haben, dass er nicht Minus macht.

Ingofrank | Mo., 25. August 2025 - 18:18

das er weg ist. Ein Problem weniger in der deutschen Politik.
Sein Ansatz die deutsche Politik von „Außen“ zu sehen….. nicht schlecht !
Er wird „erschreckende“ Blicke auf Buntland sehen !viel Spaß dabei …..
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Erpublik

Karl-Heinz Weiß | Mo., 25. August 2025 - 18:23

Die GRÜNEN kamen nie über 14,8% der Wählerstimmen hinaus - woher kommt die seit Jahren andauernde grandiose Überschätzung dieser Partei ? Die "vom Völkerrecht kommende" und der "mit Landwirtschaft Befasste" wurden von den Medien in irreale Höhen gehoben. Mit dem Willen und der Lebenswirklichkeit von 85%
der Wählerschaft hatte das Nullkommanichts zu tun. Hier sollte ein Prozess der Selbstreflexion einsetzen. Wahrscheinlichkeit in Prozentangaben ? Null !

Wolfgang Borchardt | Mo., 25. August 2025 - 19:32

Hat Herr Habeck doch eine ebenbürtig Nachfolgerin im Bundestag gefunden. Eine Studentin im Masterstudium im - dreimal darf man raten - Völkerrecht. Sie ersetzt Herrn Habeck u n d Frau Baerbock, eine sicher gute Entscheidung. Welches Wissen Herr Habeck als Hochschullehrer, Professor gar, zu vermitteln hat? Sicher sind seine Erfahrungen als Politiker in Spitzenpositionen wertvoll.

Peter Sommerhalder | Mo., 25. August 2025 - 19:59

dachten sicherlich viele: „Schlimmer kann es ja nicht mehr werden“

Jetzt sind Merz/Klingbeil oder korrekter gesagt Klingbeil/Merz da. Und es wird mit erschreckender Selbstverständlichkeit am Falschen festgehalten/das Falsche durchgezogen.

Und „Unsere Demokratie“ wundert sich, dass die AfD immer stärker wird…

Christoph Schnörr | Mo., 25. August 2025 - 20:01

von Selbstkritik, wie Frau Merkel. Wieviele Milliarden hat dieser aus - wirtschaftlicher Sicht - Geisterfahrer eigentlich versenkt? Unlängst ist jemand wegen 19 Euro von der Justiz belangt worden. Aber dass er im Ausland mit eloquentem Dozieren, wie man es NICHT machen sollte, Geld verdienen kann, nötigt mir dann doch ein wenig Respekt ab.

Elisa Laubeth | Mo., 25. August 2025 - 20:22

Bürgerlich war Habeck tatsächlich, aus einem bürgerlichen Milieu stammend, selbstzufrieden und selbstgewiss. In diesem Milieu blieb er letztlich - trotz aller kommunikativen Verrenkungen am WG-Küchentisch- verhaftet. Vermutlich kann er mit den teils schrillen Figuren, die sich auch im Grünen Biotop tummeln noch weniger anfangen als ein Holsteiner Schweinezüchter, dessen Minister er einmal war. Ich glaube , dass er mit den echten hardcore - Grünen ebenfalls wenig anfangen konnte. Denn eines darf man nicht vergessen: die Grünen als Partei sind nicht bürgerlich. Es sind überwiegend Sozialisten, die sich gut tarnen.
Letztlich begegnet Habeck seiner Partei mit der gleichen Wurstigkeit wie Deutschland. Es gibt Zitate, die untrennbar mit einer Person verbunden bleiben. Die Kugel Eis und „…ich freu‘ mich drauf“ gehören übrigens auch dazu. Zitate, die mehr über die Grünen sagen als jedes Parteiprogramm. Ihren Zenit hat die Partei wohl überschritten, der Rückzug ist daher konsequent.

Heinrich Dompfaff | Mo., 25. August 2025 - 23:15

Will der sich denn zurückziehen? Ich bin sicher, dass es irgendwelche Nischen für ihn gibt, das ist ja das Wesen der Berliner Republik, dass die größten Flaschen irgendwo doch noch eine gut bezahlte Kiste finden. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet dieser Herr in Forschung und Lehre einen relevanten Beitrag leisten kann. Meines Wissens ist er auch nicht habilitiert. Aber möglicherweise hält er ja Vorträge darüber, wie man als Kinderbuchautor Erwachsenen Leuten Märchen erzählen kann, die die dann auch noch glauben. Allerdings sind diese Gläubigen nicht die allerhellsten Kerzen auf der Torte

in die Irre führen lassen, von wem eigentlich?
Das scheint mir gar nicht sein Schwerpunkt, "Märchenerzähler".
Meine Frage, die ich mir stellen werde, lautet dennoch, war er das aber nicht doch?
Man schaue sich die Themen seiner Bücher und der seiner Frau an, das Thema seiner Magisterarbeit.
Für Frau Merkel griff "man"(ich nicht) sehr hoch in die christliche "Heilsgeschichte", Herr Habeck könnte selbst "politisch dichtend" unterwegs gewesen sein?
Hat das funktioniert in der Wirtschaftspolitik?
Ich vermute bei ihm mehr "intellektuelle Substanz" als bei Frau Merkel, befürchte aber, dass er annähernd "großmächtig"(positiv gemeint) unterwegs war und ist, wie die Kanzlerin a.D., nur nicht von den christlich moralischen Mächten getragen, sondern von den Mächten der Natur?
Er könnte, vielleicht wie Frau Merkel, darunter leiden, dass die Wähler* sein "Genie" nicht erkannten?
Was ist nur los in der Bundesrepublik Deutschland?
Politik ist auch ein Handwerk, die politische Bühne nicht "Walhalla"?

Gisela Hachenberg | Mo., 25. August 2025 - 23:40

Bis dato dachte ich immer, dass Sie es draufhaben, lieber Herr Huber. Aber diese Hommage an Habeck lässt mich eine 360 Grad (😉) Drehung machen. Vor allem beim letzten Satz „dabei bräuchte ihn seine Partei jetzt dringender als zuvor“ musste ich schallend lachen!! Mag sein, dass die 11 % Loser den Loser Habeck brauchen, aber unser Land braucht ihn definitiv nicht! Er hat das Land und die Wirtschaft doch schon ruiniert, schlimmer geht’s fast nicht. Ich dachte bei den ersten Zeilen, Ihr Text sei ironisch gemeint. Aber nö, Sie meinen es ernst mit der Beschreibung „nah beim Volk etc.“ Habe eben ein Video bei Bild mit N. Aswad und Thomas Kausch zum Thema „Habeck“ und seinem weinerlichen und doch brutalen Rundumschlag bei der taz zum Abschied aus dem Bundestag angesehen. Bin kein Freund der Bild. Aber das war sehens- und hörenswert. Die besagte Journalistin hat Habeck die letzten Jahre beobachtet und begleitet. Die kennt sich aus. Jedenfalls kein Loblied auf Habeck und sein Wirken. Hier: 🥺🥺

sehr aufschlussreich. Wer es hören will:
"🔴 Der Pöbel-Abgang: Was reitet Robert Habeck? | Vertraulich - der Politik-Vodcast | BILD TALK"

Nanu - ist der Huber Felix nun unter die Habeck Fans gegangen, oder hat ihm ein grüner Kumpel vertretungsweise den Text geschrieben? Ich habe in der Tat noch einmal hochgescrollt, um mich des Autors zu vergewissern ….
Ja, ein guter Tipp: Die Politik-Chefreporterin der BILD, Nadja Aswad, analysiert mE mit “Der Pöbel-Abgang - Was reitet Robert Habeck?“ das Idol der Grünen ziemlich treffend, nämlich als einen zurückgewiesenen Politiker, der am Schluss aus zutiefst gekränkter Eitelkeit mit seinem Politumfeld abrechnet. Scheinbar eine der wenigen weiblichen Journalistinnen, die nicht seinem Charme erlegen ist.

Jens Böhme | Di., 26. August 2025 - 00:02

Verständlich, dass Habeck sich nicht mit Tagespolitik und nervaufreibenden Ausschüssen plagen will. Die gutdotierten Einnahmen bei Plaudertaschenniveau sind willkommener. Zudem wird er ein wenig Selbstkritik zugelassen haben, dass er eine tragende Säule des wirtschaftlichen Niedergangs Deutschlands war und bleibt.

Maria Arenz | Di., 26. August 2025 - 07:51

Ganz klein. Konnte Häuptling zwar überhaupt nicht, wie das Ergebnis seiner 3 Jahre im vollen BiWi-Federschmuck zum Schaden unseres BIP beweist, für die Rolle eines Indianers beim parlamentarischen Fußvolk "Unserer Demokratie" ist er sich aber natürlich zu schade. Dem cremigen Charme dieses Blenders sind leider reihenweise nicht nur Damen vom - jedenfalls in meinem sozialen Umfeld- intellektuell eher überschaubaren Zuschnitt durchschnittlicher Grünen-Wählerinnen (Typ: Oma gegen Rechts) erlegen sondern reihenweise auch sog. Top-Journalistinnen von ÖR, Spiegel, Zeit, FAZ. An dem, was er und sein Tandem Annalena fachlich und intellektuell vorgeführt haben, werden wir noch lange zu knabbern haben, was sie charakterlich auf die Waage bringen zeigt das wohin und wie ihres Abgangs in geradezu widerwärtiger Deutlichkeit. Und solche Non-Valeurs konnten sich tatsächlich eine Weile einbilden, sie könnten Kanzler, und keiner hat gelacht....

Brigitte Miller | Di., 26. August 2025 - 08:46

die Grünen nicht, also braucht es auch Robert Habeck nicht.

Ernst-Günther Konrad | Di., 26. August 2025 - 10:24

Habeck kennt nur sich. Dieser Mann hat nie an das Volk oder an andere überhaupt gedacht. Und was Sie verschwiegen haben Herr Buber sind seine Worte im taz-Interview über Söder und Klöckner. Nein, ich mag weder den einen noch die andere. Söder wirft er öffentlich * Fetischhafte Wurstgefresse* vor und Klöckner bezeichnet er als *unfähig*. Dieser Heuchler. Wäre er noch in einem Amt hätte er das nie gesagt. Er ist ein schlechter Verlierer. Und zeigen ihn die UNIONS-Politiker an? Kommt jetzt morgen früh das SEK zu Habeck? Hat er überhaupt einen Bademantel? Immerhin hat er selbst über 700 Anzeigen gestellt bzw. stellen lassen. Dieser Mann soll nach den USA gehen und am besten dort bleiben.
Da ich keinen Bademantel habe erspare ich ir weitere Worte. Sie wären zu viel.

Sebastian Habel | Di., 26. August 2025 - 13:20

Wieso kapieren so viele Leser nicht, dass Felix Huber nur sagt, dass die Grünen Habeck brauchen, nicht dass das Land ihn braucht. Das Land braucht genau das Gegenteil von dem, was die Grünen brauchen. Und vor allem braucht es endlich die Festanstellung von Felix Huber bei Cicero XD

Klaus Funke | Di., 26. August 2025 - 13:44

Im Grunde ein Dilettant, ein Blender und Schönredner, genau wie auf andere Art Merkel hoffnungslos überbewertet wurde. Wer hat dies getan? Die Medien - eine der moralisch verkommensten Einrichtungen unseres Landes, komfortabel versorgt, kaum kontrolliert. Mal sehen, wer die nächste Person sein wird, die wahnsinnig überbewertet ins Bodenlose stürzen wird? Friedrich Merz? Boris Pistorius? Heidi Reichinnek? Alle drei (und noch viele mehr) sind letzten Endes künstlich gezüchtete Medienprodukte, gepuscht, hochgeschrieben, aber innen "hohl wie ´ne Runkel". Eine der wichtigsten Aufgaben, die nach dem Umsturz (der unbedingt kommen wird/kommen muss) erledigt werden müssen, ist die gnadenlose Abwicklung der ÖRR. Wenn dieser stinkende, korrupte Pfuhl nicht trocken gelegt wird, wird es nie vorwärts gehen. ARD/ZDF zu 100% privatisieren. Dann wird man sehen, was übrig bleibt. Sollen die Redakteure doch auf dem freien Arbeitsmarkt ihre Brötchen verdienen. Endlich kein ZDF mehr!! Wunderbar.

Meine volle Zustimmung. Sie manipulieren derart dreist: da hilft meins Erachtens nur die vollständige Abwicklung!
Und ein sich anchließender Neuaufbau unter Berücksichtigung der Erkenntnis dessen, was in den letzten 20..30 Jahren hierzulande beim ÖRR schief gelaufen ist.
Wir brauchen. u n a b h ä n g i g e n Journalismus, der vom Steuerzahler finanziert wird. m.Mng.