Hühner auf dem Hühnerhof
Die Regel des Chicken-Game: Wer zuerst nachgibt, hat verloren / picture alliance/dpa | Sina Schuldt

Richterwahl im Bundestag - Das Ziel: Die Selbsterniedrigung der CDU

Schon mit ihren Kandidaten-Vorschlägen für das Bundesverfassungsgericht wollte die SPD die CDU vorführen. Jetzt ist es die Strategie, mithilfe der Medien die Union bis zur verschobenen Richterwahl im September weichzukochen. In der Spieltheorie heißt das „Feiglingsspiel“. Die CDU darf sich darauf nicht einlassen.

Autoreninfo

Hans Martin Esser ist Diplom-Ökonom und Publizist. Im März 2023 erscheint sein Buch „Polemik. Ein philosophischer Beipackzettel“.

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Dass die SPD der Unionsfraktion im Bundestag die Kandidatinnen Ann-Katrin Kaufhold und Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht vorgesetzt hatte, war kein Zufall. Es war, so darf man unterstellen, ein Versuch, die Union in eine öffentliche Selbsterniedrigung zu treiben.

Für die Sozialdemokraten ist kein Land mehr in Sicht. Mit den historisch schlechten 16 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar ging es in Umfragen noch weiter bergab. Selbst das SPD-nahe Institut Forsa sieht die Partei nur noch bei 13 Prozent. 

Die Union hingegen kann die erreichten 28 Prozent halten, baut sie gar auf fast 30 Prozent aus. Die Koalition aus Union und SPD kann man nicht mehr eine große nennen. Inhaltlich passt die Kombination kaum besser zusammen als die Ampel zuvor. Die Sozialdemokraten haben gar kein Interesse daran, dass die Migrationskrise gelöst wird, die Merkel dem Land vor genau zehn Jahren eingebrockt hat, da allein die Gruppe der frisch Eingebürgerten noch einigermaßen passabel sozialdemokratisch. Ausschließlich da steht die SPD noch, übrigens weit vor der Union: bei den Eingebürgerten und Leistungsempfängern.

Es wäre daher klug für die Union, strategischer denken und handeln zu können. Mit der Berufung von zwei weit links außen stehenden Kandidatinnen versucht die SPD natürlich, die strukturelle Minderheitenposition zu verlassen, um am BVerfG unter Aushebelung des demokratischen Mehrheitsprinzips eine Mehrheit im Gericht gegen die Mehrheit in der Bevölkerung zu zementieren, was übrigens dem Ansehen des Bundesverfassungsgerichtes sehr schaden würde.

Man setzt nicht ohne Grund auf das Zurückrudern der CDU

Da Verfassungsrichter für zwölf Jahre gewählt werden, sollte jedem CDU-Bundestagsabgeordneten die Tragweite der Wahl bewusst sein, die im Zweifel jedwede in der Bevölkerung mehrheitlich gewollte konservative Politik verunmöglicht. 

Schließlich hatten nicht zuletzt die Grünen, um die politische Brisanz der Verfassungsrichterwahl wissend, den Unions-Kandidaten Seegmüller abgelehnt, was zu weit weniger Aplomb führte als die nun erfolgte Nicht-Wahl von Brosius-Gersdorf und Kaufhold. Warum eigentlich? Weiß die Union nicht, was oder wen sie will? Mit Vokabeln wie Stabilität, Verlässlichkeit und dergleichen hatte man bisher noch die die in der Regel gutwilligen CDU-Wähler eingeholt. Aber das läuft sich bei der zunehmenden inhaltlichen Entleerung der Union inzwischen zu Tode.

Man sieht an der Reaktion vonseiten der Linken, also aus SPD, Grünen und Linkspartei, dass es sich angeblich um einen Kampf von Frauen handle, die sich bitteschön zu wehren haben, so die Grünen-Abgeordnete Haßelmann. Dass sowohl Kaufhold als auch Brosius-Gersdorf für CDU-Abgeordnete deshalb nicht wählbar sind, weil sie zu Abtreibung, Verstaatlichung, Impfzwang und Deindustrialisierung im Zeichen des Klimawandels für Bürgerliche unannehmbare Positionen innehaben, wird verschwiegen. Die Vereinnahmung von Frauen pauschal für diese Themen ist schäbig.

Vielmehr setzt man mit der Personalie Brosius-Gersdorf darauf, dass sich die Union selbst erniedrigt. Bereits bei der Abstimmung im Januar zur Einwanderung, die mit Stimmen der AfD erfolgte, ruderte die Merz-Partei innerhalb von zwei Tagen zurück.

Den Christdemokraten könnte nichts mehr schaden, als beizudrehen

Spieltheoretisch gesehen versucht die SPD nun also, ein Gleichgewicht im Rahmen eines Chicken-Games („Feiglingsspiel“) herzustellen. Man muss nur genügend Druck aufbauen, was auch in der Deutung der verschobenen Wahl durch verschiedene Medien, besonders ARD, ZDF, N-TV und Phoenix, erfolgt. Nach spätestens zwei Monaten, wenn die Sache wieder auf der Tagesordnung stehen wird, so das Kalkül, werde die Union schon nachgeben. Weichkochen lautet die Strategie. Die CDU wird – ganz in der Deutung des Chicken-Games – als Haufen von Hühnern angesehen.

Die öffentliche, nun angedachte Demütigung der Union durch Selbsterniedrigung ist überdies ein seit mittelalterlichen Schauprozessen eingeübtes Ritual. Gerade deshalb sollte die Union einen langen Atem bewahren. Den Christdemokraten könnte nichts mehr schaden, als beizudrehen und sich in den Staub vor einer parlamentarischen Minderheit von SPD, Grünen und Linken zu werfen, die gerade einmal noch insgesamt rund 36 Prozent auf sich vereinen.

Die Brandmauer war von Anfang an eine Schnapsidee und führte nur zur Erpressbarkeit. Ziel der linken Parteien im Bundestag ist es, die Union auf unter 20 Prozent in Wahlumfragen, am besten auf das Niveau von SPD und Grünen, hinabzuziehen. 

Hauptfehler von Merz und Spahn ist es, die SPD primär als Koalitionspartei und nicht so sehr als politischen Gegner zu sehen, der am Niedergang der – wie sich die CDU selbst bezeichnet – letzten verbliebenen Volkspartei ein vitales Eigeninteresse hat. 

Fragen der Menschenwürde, die die Kandidatin Brosius-Gersdorf abdiskontiert und sie Ungeborenen nicht gleichberechtigt zubilligt, unterminieren überdies auch das BVG-Urteil vom Frühjahr 2021 zu Klimafragen. Hier hieß es explizit in der Urteilsbegründung, dass auch für die Riege der Noch-Nicht-Geborenen Klimaschutz gelten müsse und deren Menschenwürde dabei zu berücksichtigen sei.

Die politische Linke spekuliert auf die Feigheit der Union 

Die Unionsfraktion hat insofern die Nicht-Eignung der Kandidatin erkannt und konsequent gehandelt. Die Ausflucht, sich hinter Plagiatsvorwürfen zu verstecken, trägt nicht weit und lässt bereits jetzt ein für die CDU selbst sehr schädliches Nachgeben in der Causa befürchten.

Warum gehen die Abgeordneten der Union nicht offensiv damit um und nennen die vorgesetzten SPD-Kandidatinnen unwählbar, was sie schlichtweg für die Mehrheit der Bevölkerung ja auch sind, da sie beide in vielen Fragen eine bisher vom BVG nicht bekannte Radikalität und Befangenheit in Interviews präsentiert hatten? 

Wenn jedoch bei einer neu angesetzten Wahl im September die Kandidatinnen mit den Stimmen der Union nach Karlsruhe geschickt würden, wäre das sehr zum Schaden der Merz-Partei. Robin Alexander nannte es eines der wenigen Dinge, die noch Unions-Markenkern seien, wenn man sich für das ungeborene Leben einsetze. Die CDU stünde für nichts mehr, und Beatrix von Storch könnte sich mit ihrer AfD auf weiteren Stimmenzuwachs freuen.

Genau darauf spekuliert die politische Linke: auf die Feigheit der Union und eine öffentliche Selbst-Erniedrigung, welche die Union so klein macht, wie es der SPD gefiele.

Insofern könnten CDU/CSU-Parlamentarier ihre Wiederwahl nur selbst unnötig gefährden, wenn sie auf die Idee kämen, einzuknicken.

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Urban Will | Mo., 14. Juli 2025 - 11:06

feigen Brandmauer-Christen, aber offensichtlich hat sie diese in der Tat schäbige Kandidaten-Kür der Linksgrünwoken doch ein wenig aufgerüttelt. Wobei „schäbig“ eigentlich nicht stimmt. Die Linksgrünwoken kämpfen ihren Kulturkampf, der da besteht aus Masseneinwanderung zum Zwecke der kulturellen Vernichtung des Deutschlands, das man kannte, Klimawahn und Gängelung, bzw. gesellschaftliche Vernichtung aller Andersdenkender, einfach mit voller Wucht weiter. Es ist das historische Versagen der Union, dass diesem widerlichen Treiben kein Ende gesetzt wird, im Gegenteil man es weiter fördert.
Am Ende dessen steht ein AfD-Verbot, was bis dahin bedeuten könnte, einer relativen Mehrheit der Bevölkerung das Votum zu nehmen. Für Linksgrün kein Problem, für die ist Demokratie eh nur ein Sprungbrett zur Allmacht und der Wähler dummes Stimmvieh.
Aber die Union sollte mal das Denken anfangen. Der Kulturkampf tobt, man muss sich so langsam mal positionieren. Sonst sind sie zu Recht bald weg.

Maria Arenz | Mo., 14. Juli 2025 - 11:17

was alles im Sommer aufgefahren wird, um die CDU-Fraktion auf Linie zu bekommen. Ich wage inzwischen zu hoffen, daß die SPD nicht nur für diesmal sondern ein für allemal überzogen und genügend CDU-Abgeordneten einen Widerstandsgeist eingehaucht hat, der anhält. So oft, wie Merz schon umgefallen ist , wenn es um Versprechen gegenüber seinen Wählern ging, sollte es ihm doch ein Leichtes sein, auch bez. sachlicher ZUsammenarbeit mit der AFD umzufallen. Seinen Ruf als Ehrenmann hat er ja eh schon ruiniert, da kann er seinen Wackelpuddingstatus nun auch nutzen, um endlich im Interesse des Landes notwendige Entscheidungen durchzubringen. Das Gekeife und Geschrei der Linken und der ihr hörigen Medien kann ja viel lauter garnicht mehr werden als bei dem vorerst gecheiterten Versuch, diese zwei Unsäglichen nach Karlsruhe zu hieven. Da muss er eben durch und er wird staunen, wieviel leichter das Regieren wird, wenn er sich erstmal hinter der undemokratischen Brandmauer vortraut.

S. Kaiser | Mo., 14. Juli 2025 - 11:55

Die Publizistin & CDU-lerin Birgit Kelle verglich hinsichtl. Brosius-Gersdorf die zum Schluss hochgekochte Abtreibungsfrage für die CDU mit dem Atomausstieg der Grünen - als eine unverhandelbare Position. Wenn die Union sich nicht selbst pulverisieren will, dann muss sie hier stehen.
Sie macht den Eindruck eines gemobbten Schülers, der sich von einer Gang drangsalieren lässt, anstatt Verbündete zu suchen und gegenzuhalten. Und Verbündete gäbe es genug.
Bemerkenswert ist doch, dass man im Vorfeld nichts davon gehört hatte, dass der vorherige Kandidat der Union wegen seiner Haltung in der Migrationsfrage blockiert wurde. Da ist sie lautlos zurückgerudert und so wurde Spinner vom BVerG selbst vorgeschlagen. Warum hat man da nicht verlangt, dann auch die anderen Kandidaten neutral vorgeschlagen werden?
Man kann die CDUler nur warnen: zeigt endlich Rückgrat und hört auf, Euch einschüchtern zu lassen. Links-Grün & deren mediale Gefolgschaft werden so oder so nie fair mit Euch umgehen.

Maria Fischer | Mo., 14. Juli 2025 - 12:20

Diesen Artikel bitte allen CDU/CSU Abgeordneten senden.

Christoph Schnörr | Mo., 14. Juli 2025 - 12:37

hat er ja Übung, der Wortbruchkanzler. Und wegen seines eilfertigen "ja" 's wäre es diesmal sogar in die richtige Richtung. Die AfD wird aber der links-radikalen Unterwanderung des Bundesverfassungsgerichtes nicht zustimmen; soviel Sachverstand gestehe ich dieser Partei in dieser Sache zu. Was nun, Herr Merkel - sorry - Herr Merz?

Dr. Armin Schmid | Mo., 14. Juli 2025 - 13:04

Momentan deutet alles darauf hin, dass Flug 171 der Air India vom Piloten in Selbstmordabsicht bewusst zum Absturz gebracht wurde. Dabei nahm dieser den Tod vieler Menschen in Kauf, und das ganz bewusst. Außerdem betrieb der Pilot auch noch für die Nachwelt ausweislich des Stimmenrekorders eine perfide Täter-Opfer-Umkehr, indem er seinen Kopiloten fragte: "Hast du die Schalter umgelegt?"

Auch wenn die Katastrophe von Ahmedabad mit dem Debakel von Berlin nicht verglichen werden soll, so sind die beiden Hauptmotivationen des Piloten (Erweiterter Selbstmord und Übertragung der Schuld auf eines der Opfer) durchaus auch im Handeln der SPD zu erkennen.

Markus Michaelis | Mo., 14. Juli 2025 - 13:16

Manche in der SPD (wie allen Parteien) sind sicher Taktierer, denen es nur um Posten geht und die dafür mediale Spiele veranstalten. Ich gehe aber davon aus, dass es einem tragenden Kern wirklich um Inhalte geht, die man als vollkommen unverhandelbar ansieht. Und diese Diskussion sollte die CDU annehmen, auch wenn es schwierig wird, weil es dann unklar ist, was diese und überhaupt eine Gesellschaft zusammenhält.

Bisher gab es eine gewisse Lufthoheit, dass politische Fragen sich um Menschenrechte, Demokratie, Gerechtigkeit, Verfassung etc. und Feinde dieser Dinge drehen. Politik ist dadurch ziemlich einbetoniert (was kann man dann eigentlich noch offen verhandeln?), weswegen auch die offene und vielfältige Gesellschaft betont wird, weil alle wichtigen Fragen ohnehin festbetoniert sind.

Ich würde bei der CDU mehr Mut zur "richtig" offenen Gesellschaft dagegensetzen. Es ist nicht alles festbetoniert, es passt auch nicht alles zusammen, weswegen mit allem auch Risiken verbunden sind.

Robert Hans Stein | Mo., 14. Juli 2025 - 13:31

Dieses Charakteristikum ist der CDU seit dem unseligen Wirken Merkels sichtbar abhanden gekommen. Was übrigens nicht verwundern sollte - und hier unterläuft Ihnen dann doch möglicherweise ein kleiner Irrtum. 36% für die linken Parteien sind eine Momentaufnahme, die im Falle einer konservativeren Gangart der CDU schnell obsolet sein könnte. Die entscheidenden Leute in den Unionsparteien werden alles vermeiden, was einen Riss durch ihre Parteien nach sich ziehen könnte. Und es gibt auch ausreichend Wähler, die eine Nähe der Christdemokraten zu linken Parteien als das kleinere Übel betrachten denn eine Annäherung an AfD-Positionen. Nicht dass man das goutieren sollte, aber man muss es zur Kenntnis nehmen. Deutschland tickt nun einmal nicht überwiegend konservativ; und selbst die, von denen angenommen werden könnte, dasssie wissen, worum es inzwischen geht, tun sich nicht gern selbst weh. Kleines Beispiel: Schauen Sie auf die Berereitschaft zu Wehrpflicht oder mehr Arbeit.

Friedrich Papenburg | Mo., 14. Juli 2025 - 13:41

Ich würde Herrn Merz empfehlen, diesen Artikel zu lesen und in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Man hat in der CDU offenbar immer noch nicht begriffen, in welchem Umfang rot/grün auch außerhalb des parlamentarischen Betriebes Einfluss auf die Entwicklung dieses Landes nimmt. Nur so ist zu erklären, dass maßgebliche linke und radikale „N“Gos bspw. immer noch unbehelligt agieren können. Konservative haben viel zu lange die „linken Spinner“ machen lassen, die sie aus den Unis kannten oder sonstwoher kannten und sich stattdessen auf ihre Karrieren in der Privatwirtschaft konzentriert. So hat man sich an den Diskursen in den Unis, den öffentlichen Medien und lokalen Initiativen nicht beteiligt. Man hat nicht erkannt, dass mittlerweile Heerscharen linker Soziologen, Politologen und Geschlechter“wissenschaftler“ anders als früher nicht nur eine berufliche Perspektive als Taxifahrer*innen haben, sondern auch als Referenten o. ä. in „N“GOs oder Beauftragte für „Gedöns“ in Behörden.

Vollkommen richtig.
„Man hat nicht erkannt, dass mittlerweile Heerscharen linker Soziologen, Politologen und Geschlechter“wissenschaftler“ anders als früher nicht nur eine berufliche Perspektive als Taxifahrer*innen haben, sondern auch als Referenten o. ä. in „N“GOs oder Beauftragte für „Gedöns“ in Behörden.“
Dito - bisher ein nicht beachteter, aber sehr wichtiger Punkt:
1. Man hat zunehmend eine Akademisierung forciert, was dazu geführt hat, Leute an die Unis zu treiben, die, weil - zynisch gesagt - es zB für MINT-Fächer nicht reichte, in „nutzlosen“ Geisteswissenschaften gelandet sind, und heutzutage im aufgepumpten Staat und dessen Anhänge versorgt werden (Nebeneffekt, dass nun massenhaft Handwerker und Pflegekräfte fehlen)
2. Durch neue Medienlandschaften und Kommunikationskanäle hat sich zudem eine Vielzahl neuer Jobs in diesem weichen Segment ergeben, was aber dazu führt, dass diese Stimmen im Diskurs hochgespült werden, während die anderen in der Privatwirtschaft verschwinden.

Friedrich Papenburg | Mo., 14. Juli 2025 - 13:44

Mir ist völlig unverständlich, wie die Konservativen links/grün die Stricke liefern, an denen sie aufgehängt werden. In der Richterinnen-Causa ist zu beobachten, dass „der nette“ Klingbeil mit brutaler Entschlossenheit eine Kandidatin durchsetzen will, von der er weiß, dass sie für die Union nicht akzeptabel ist. Wie in diesem Artikel hier so genau beschrieben wird, geht es um die maximale Beschädigung des eigenen Koalitionspartners. Mit welchem Ziel? Nach Wahlumfragen gibt es nur eine Mehrheit für rot/grün/schwarz mit einer darin geschwächten Union. Die Schuldenbremse ist geschliffen - dann kann man munter loslegen, alle Wünsche von rot/grün durchzusetzen.
Schröder hat die Wahl 1998 gewonnen, weil die Union nicht geliefert hat. Seit Merkel ist die Union wie eine Schlafwandlerin unterwegs und schafft nur Probleme. Hat sie noch die Kraft zu erkennen, wie es um sie und das Land steht?

Stefan | Mo., 14. Juli 2025 - 14:17

Friedrich Merz hätte persönlich diesen Eklat verhindern können, indem er gleich bei der Nominierung der umstrittenen Person, den Genossen hätte sagen müssen:
"Halt ihr roten Brüder, diese umstrittene, offenbar demokratiefeindliche Person, kann ich weder meiner Partei, noch der Bevölkerung zumuten."
Stattdessen hat er auf die Frage, ob er selbst mit gutem Gewissen, diese Frau wählen könne, mit einem klaren JA das könne er, geantwortet.
In den gut zwei Monaten seiner Amtszeit, hat die in meinen Augen Fehlbesetzung Friedrich Merz als Bundeskanzler wiederholt für eine solche Art von Eklat gesorgt.
Der Kanzler der zweiten Wahl,, der meinte Israel würde die "Drecksarbeit" bezüglich der Palästinenser in Gaza machen,
hat offensichtlich in den eigenen Reihen keine Mehrheiten mehr.
Mancher CDUler schämt sich offenbar für eine solche Politik, wie die von Merz, im letzten Winter Wahlkampf gemacht zu haben,
geschweige denn öffentlich mit ihm zusammen das politische Parkett zu betreten.
Unglaublich!

Ingofrank | Mo., 14. Juli 2025 - 16:21

Kanzler wird’s noch ein paar Minütchen dauern, bis der gar ist. Dann wird noch der Söder zum fulminanten Abendessen auf Staatskosten geladen um mit der zukünftigen Verfassungsrichterin über deren Linken Rechtsauffassungen unterwiesen zu werden ….
Dann ist alles wieder gut, Merz & Span werden die „Abweichler“ gehörig unter Zustimmungsdruck setzen und alles ist wieder gut.
Die wenigen Nörgler an der Basis ….. sollen sie doch „alternativ“ wählen, mir doch egal, brauch ich nicht, diese Wähler solange mir SPD & Grüne die Kanzlermehrheit sichern. Und die dunkelroten von den Linken, lassen ihre Genossen im Geeiste aus SPD & grüner Sekte für die 2/3 Mehrheit nicht im Stich …… zumal das dann noch mit einigen Milliarden die 2/3 Mehrheit vergoldet wird. Ich schaffe das schon. Bin schließlich d e r Kanzler.
Bleibt am Ende nur noch m M nach die berechtigte Frage: Wie lange noch ? Wann wird Deutschland endlich erlöst ?

Mit bestem Gruß aus der Erfurter Republik

Stefan | Mo., 14. Juli 2025 - 17:42

Nun ist es schon soweit und da zeigt sich der gute Geschäftsmann Donald Trump, daß der Kanzler Friedrich Merz, den Amerikanern Waffen vom deutschen Steuergeld abkaufen will um sie für wahrscheinlich Umme der Ukraine zur Verfügung zu stellen.
Zuvor sagte Trump noch er braucht die Waffen für die Ukraine selbst und es gibt keine Unterstützung mehr in diesem Maße.
Nun aber gegen deutsche Steuergelder, wird auch das plötzlich möglich.
Der Kanzler Merz begibt sich hier in einen Alleingang.
Denn weder Italien noch Frankreich noch Spanien ziehen mit.
Lediglich ein baltischer Kleinstaat will unbedingt die Fortführung dieses Krieges.
Auch hier zeigt sich deutlich dass Friedrich Merz wirklich ein Kanzler der zweiten Wahl ist.
Man schließt im übrigen auf Jahre Deals mit der Rüstungsindustrie ab , wohlwissend daß Panzer und Flugzeuge weniger benötigt werden würden als beispielsweise Drohnen.
Hier dürfen dann die Nachkommen blechen, für unnütz gewordenes Zeug.
Tolle Militärstrategie.

Gerhard Hellriegel | Di., 15. Juli 2025 - 09:30

Also, wenn Abtreibung gegen die Menschenwürde verstößt, die laut GG unantastbar ist, dann darf sie überhaupt nicht zugelassen werden. Es sei denn, das Recht, das Grundgesetz erniedrige sich selbst.
Nun kann man ja dieser Meinung sein, aber die Bevölkerungsmehrheit ist mit der Fristenregelung einverstanden. Also alles Verfassungsbrecher, Verfassungsfeinde?
Die damalige rechtliche Ausformung der Fristenregelung war ein Kompromiss:
rechtswidrig, aber Schuldausschließungsgrund. Ob die Mehrheit das heute auch noch so sieht?
Natürlich sind die Abgeordneten frei, "AfD-Leuten" wie "SPD-Leuten" die Zustimmung zu verweigern. Aus welchen Gründen auch immer.
Und WOW, die AfD kämpft jetzt für die Menschenwürde. Prima, dann klappt es auch bald mit der Regierung.