Sparschwein
Es ist mit 30 Milliarden Euro zu rechnen – Jahr für Jahr / picture alliance / Zoonar | Iuliia Zavalishina

Rentenreform der Bundesregierung - Warum die Kapitalrente zu noch mehr Staat führen könnte

Arbeitnehmer sollen künftig eine zusätzliche „gesetzliche Kapitalrente“ erhalten, die Riester-Rente soll durch ein Altersvorsorgedepot ersetzt werden. Ein Staatsfonds legt das Geld an – und könnte den Staat zum Großaktionär machen, der Einfluss auf Unternehmen nimmt.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Rund 14 Millionen Deutsche investieren in Aktien, Fonds oder ETFs. Vom nächsten Jahr an wird ihre Zahl deutlich ansteigen. Denn die schwarz-rote Regierung will im Rahmen der Rentenreform für die gut 33 Millionen gesetzlich Rentenversicherten individuelle Kapitalkonten einrichten. Gespeist werden sollen diese Konten nach dem Vorschlag der Rentenreformkommission durch einen Zusatzbeitrag zur Rentenversicherung von je einem Prozent von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Diese Gelder sollen am Kapitalmarkt angelegt werden und eine zusätzliche „gesetzliche Kapitalrente“ finanzieren. Außerdem sollen vom nächsten Jahr an alle Bürger die Möglichkeit haben, ein Altersvorsorgedepot anzulegen, das vom Staat großzügig mit Prämien gefördert wird.

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Dirk Nowotsch | Mo., 20. Juli 2026 - 18:40

Ein Staatsfond? Ein Fond, auf den die Regierenden Zugriff haben? Bei dem die Regierenden mit entscheiden können, wofür angelegt wird? Einen Fond, für den die Regierenden ständig den gesetzlichen Ramen ändern können? Die deutsche Wirtschaft und angeschlossene "Institute" und "Lobbyvereine" reiben sich schon die Hände! Immer neue Forderungen werden dieses Model zu einem Minusgeschäft für die Anleger machen! Zum Schluss kommt dann wieder so ein schmieriger Finanzminister und seine kreativ Beamtenabteilung auf die Idee, dass ja noch rückwirkend Steuern fällig sind! Dann ziehen die Krankenkassen gleich auch noch nach und zack ist die Kohle weg! Das mag in anderen Ländern funktionieren, in Deutschgierschlund niemals! Wenn die Ukraine oder Israel schreien, der Euro rollt! Ob die EU oder missliebige Nachbarn nach Geld schreien, zack der Euro rollt weiter! So wie jetzt, wird auch dieses Geld durchgebracht! Man wird euch dann erzählen, ihr müsst länger und härter ARBEITEN!

Stimme Ihnen voll zu. In Deutschland wird das nicht funktionieren. Den Politikern ist nicht zu trauen.
Anderes Kapitel, wieviele Aktiengesellschaften sind in kurzer Zeit wieder vom Markt verschwunden?
Aktienanlagen können riskant sein.

Heidemarie Heim | Mo., 20. Juli 2026 - 18:56

Das dachten sich die Beitragszahler/innen bzw. Versicherten der sich eigentlich von Gesetzes wegen verbotenen Spekulationsverluste betroffenen gesetzlichen Krankenkassen sicher auch geehrter Herr Dr. Müller-Vogg! Wobei die 170 Millionen Rücklageneinsatz angesichts der sonstigen defizitären Lage unserer Krankenversicherer wie der Banker sagt eigentlich unter peanuts verbucht werden können. Genauso wird es wahrscheinlich auch die fehlende Aufsichtsbehörde oder wer auch immer das gesetzlich vorgegebene "vermehren" der Rücklagen kontrollieren sollte sehen und flugs abhaken;). Denn das könnte den gemeinen Bürger und Beitragszahler nur verunsichern.
Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass man nach dem Experiment Telekom-Aktie für den kleinen Mann o. unter den Augen bzw. Verflechtungen der Politik mit cum u. cum cum ex unter mehreren Finanzministern o. dem unter Ulla Schmidt vorgenommenen Eingriff in den Bestandsschutz von Altersvorsorgeverträgen genannte Gesundheitsreform "vertraut"! MfG

Dirk Nowotsch | Mo., 20. Juli 2026 - 19:11

Ein Staatsfond? Ein Fond, auf den die Regierenden Zugriff haben? Bei dem die Regierenden mit entscheiden können, wofür angelegt wird? Einen Fond, für den die Regierenden ständig den gesetzlichen Ramen ändern können? Die deutsche Wirtschaft und angeschlossene "Institute" und "Lobbyvereine" reiben sich schon die Hände! Immer neue Forderungen werden dieses Model zu einem Minusgeschäft für die Anleger machen! Zum Schluss kommt dann wieder so ein schmieriger Finanzminister und seine kreativ Beamtenabteilung auf die Idee, dass ja noch rückwirkend Steuern fällig sind! Dann ziehen die Krankenkassen gleich auch noch nach und zack ist die Kohle weg! Das mag in anderen Ländern funktionieren, in Deutschgierschlund niemals! Wenn die "Üblichen" schreien, der Euro rollt! Ob die EU oder missliebige Nachbarn nach Geld schreien, zack der Euro rollt weiter! So wie jetzt, wird auch dieses Geld durchgebracht! Man wird euch dann erzählen, ihr müsst länger und härter ARBEITEN!

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 21. Juli 2026 - 10:12

Herr Müller-Vogg?
Die Steuerzahler durch ihre gewählten Vertreter.
Ich möchte keinen Staatsmonopolkapitalismus, aber ein begrenzter Staatskapitalismus mit ausreichend Möglichkeiten der Steuerung, da es sich um das Geld der Bürger handelt, finde ich okay.
Könnte ich dann auch einen kleinen Teil meiner Rente anlegen?
Ich bin nicht reich, aber da ich wenig von Urlaub halte...?
Aber dann würden wohl alle einzahlen wollen?
Der Staat wird in der Bundesrepublik hochgeachtet, vielleicht auch deshalb die Verärgerung über ihn?

Sebastian Habel | Di., 21. Juli 2026 - 14:34

Nach sorgfältiger Einzelfallprüfung werden die drittklassigen Merkelianer-Hinterbänkler und Grüne, die sich auch irgendwie dort hineingemogelt haben werden, die den Fonds verwalten werden zu dem Ergebnis kommen, dass ja in nichts investiert werden darf, dass irgendwie mit Verbrennungskraftmaschinen, Rüstung, Peter Thiel oder Elon Musk in Verbindung steht. Zusätzlich dürfen es nur Unternehmen aus der EU sein, die alles DEI und ESG befolgen, was die rot-grüne Mottenkiste hergibt. Damit dürften dann haufenweise Verluste eingefahren werden.

"WIr habens ja immer gewusst, alles böse, neoliberale Zockerei ist das!" werden wir dann zu hören bekommen.

Aber egal, der Staat wird eh einen Weg finden, die Depots zu plündern, sodass die schätzungsweise 70%, die von den Beiträgen dann noch da sind, für EEG-Umlage und Krankenversicherung für noch nicht so lange hier Lebende BürgerINNENgeldempFängerINNEN verfrühstückt werden.