JU-Bundesvorsitzender Johannes Winkel
JU-Bundesvorsitzender Johannes Winkel / picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

Renten-Aufstand der Jungen Union - „Ich halte nichts von Drohungen und viel von Verhandeln“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Nacke ordnet den Streit um das Rentenpaket ein. Im Interview erklärt er, warum die Diskussion über Kosten nach 2031 notwendig ist, wo Koalitionsvertrag und Gesetzentwurf auseinandergehen und welche Reformschritte nun folgen müssen.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

So erreichen Sie Volker Resing:

Stefan Nacke ist CDU-Bundestagsabgeordneter aus Münster und Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion.

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Achim Koester | Mo., 17. November 2025 - 11:56

dass er bei der „Süddeutschen“ freundlicher empfangen würde als bei der Jungen Union.
Klar, denen steht er auch wesentlich näher.

Ich bin gespannt, ob die JU geschlossen gegen Merz im Bundestag stimmt.
Ansonsten wären sie genau solche Schwätzer wie Merz, Söder und Linnemann oder Spahn.

Achim Koester | Mo., 17. November 2025 - 17:54

Antwort auf von Stefan

Traue ich Merz zu, das Gesetz mit den Stimmen der Kommunisten durchzusetzen, auch wenn ihn und uns das einen horrenden Preis kosten wird. Dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

manfred westphal | Mo., 17. November 2025 - 12:18

Das Halten oder Erhöhung (wie es die AfD vorschlägt) des Rentenniveaus, also eine auskömmliche Rente, ist m.E. eine sehr gute Sache, auch in die Zukunft gesehen für die heutige jüngeren Generationen. Die Aufgabe ist also: wie die Finanzierung zu lösen ist. Dafür kann Merz die Erweiterung der Mütterrente als ersten Schritt streichen. Weiterhin, alle der Rentenversicherung aufgebürdeten Fremdleistungen, die nicht durch Beiträge erbracht wurden, streichen und/oder ehrlich aus dem Steuertopf bezahlen. Endlich mit drastischen Streichen und Sparen der Staatsausgaben anfangen. Und...ein langfristig tragfähiges Rentensystem, eingebettet im Sozialsystem, erarbeiten, einführen und umsetzen.

IngoFrank | Mo., 17. November 2025 - 20:29

Antwort auf von manfred westphal

an das Lohnsystem zur Kenntnis nehme, frage ich mich schon, ob unserer Politik- Hasardeure wenigstens einer von ihnen die % Rechnung beherrscht wenn z.b die Lohnforderungen im öffentlichen Dienst als größter AN bei 8% und am Ende bei gut 5% liegen wird und der Rentner der ohne Abschlag in Rente gegangenist mit 3% abgespeist wird.und wann dann die Rentenerhöhung nur noch der Inflationsausgleich wird, der bei 2% liegt und ich für einen normalen Wochenendeinkauf mindestens das 1,5 fache bezahlen muss…..
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

IngoFrank | Mo., 17. November 2025 - 13:37

Über die Medien in dem Merz „versprach“ die Rentenreform im Jahr 2029 durchzuführen.

Der absolute Brüller …..
Meint Merz allen ernstes, dass diese SPD geführte Regierung an der die Grünen Sekte ständig unterm Regierungstisch hockt um der roten Heidi das Neuste zu berichten ….) noch 2029 unter Merz als Kanzler noch besteht ? Zumal das auch noch, wie gesagt wenn überhaupt, zum finalen Ende seiner Regierungszeit „theoretisch“ wäre !
Was redet der Merz denn da ? Irre, einfach nur irre, was hier in diesem Land derzeit abgeht……

Genau wie der „Steuerfreie“ Zuverdienst von 2000 € wie uns diese Lügenbarone verkaufen wollen weil :
1. der Zuverdienst zwar nicht direkt versteuert wird aber beim Steuerpflichtigen Rentner als „Einnahme“ zu seinen Rentenbezügen sehr wohl als Gesamtsumme versteuert wird ( analog aus Einnahmen aus Vermietung Verpachtung
2 beim Rentner der bisher wegen zu niedriger Rente keine Steuern bezahlt hat wird dann auf beide Einnahmen steuerpflichtig
MfG a d Erf. Rep.

aus welcher Quelle haben Sie denn die Info, dass der Zuverdienst von 2000€
doch versteuert werden muss? Meines Wissens müssen nur die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden, der Zuverdienst bleibt steuerfrei.
Im Übrigen: Es ist doch selbstverständlich, etwas völlig Normales und absolut kein "Brüller", dass ein Spitzenpolitiker wie Merz über das Ende der laufenden Legislatur hinaus plant und davon ausgeht, danach weiter zu regieren. Das würden auch Politiker Ihrer "Erfurter Republik" machen, was auch immer dieses von Ihnen imaginierte Gebilde sein soll.

Ihre Partei, die AfD, strebt längerfristig eine Rentenhöhe von 70% des letzten Nettogehalts an, was ohne Erhöhung des Beitragssatzes allein aus Steuermitteln finanziert werden soll. Auch wenn Beamte und Selbstständige mit einbezogen werden und man bei der Entwicklungshilfe und Kosten für Migranten spart, ist das unmöglich zu finanzieren. Gehören dann Leute, die so etwas fordern, auch zu den "Lügenbaronen", verehrter Herr "Erfurter Republikaner"?

Peter William | Mo., 17. November 2025 - 15:18

nicht debattieren. Die Rente ist nicht sicher, seit 30 Jahren. Sie geht auf Kosten der jungen Generation, dieses Jahr sind es zusätzlich zur Rentenversicherung 120 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt.

Rentenniveau für die oberen Einkommen senken, für die niedrigen Einkommen anheben.

Wer also viel für seine Rente eingezahlt hat, soll seine Rente gekürzt bekommen?
Schon heute gibt es eine Mindestrente für langjährige Arbeitszeit, die allerdings nicht durch Beiträge gedeckt worden sind. Da das gesellschaftlich gewollt ist, müssen diese Gelder aus Steuern erbracht werden Der Rentenzuschuss aus Steuergeldern ist notwendig, da alle Regierungen sich laufend für Fremdleistungen aus der Rentenkasse (Anpassung Ost-Renten, Rente mit 63 usw) bedient haben und weiterhin bedienen (Mütterrente). Auch hier gilt, wenn gesellschaftlich gewollt, muss das aus Steuergeldern finanziert werden. Und...beim Ausgeben der begrenzten Steuergelder muss man Prioritäten setzen, sehr vieles Andere streichen und nicht in eine Schuldenorgie verfallen.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 17. November 2025 - 16:38

Ich glaube es erst, wenn es eine Abstimmung darüber gibt und diese keine Mehrheit bekommt. Ich bleibe sehr skeptisch, wenngleich ich heute 3 Stunden NIUS gehört habe, die dort die Vorgänge herrlich auseinander dividiert haben und schon mutmaßen, dass könnte das Ende für die Koalition sein.
Erstmal könnte sich Merz Zeit verschaffen, in dem man das Thema wieder von der Tagesordnung nimmt, um Zeit zu haben, Abtrünnige, wie auch immer umzustimmen. Was ich aber doch hoffnungsfroh stimmt ist die Tatsache, dass Söder in seiner Ansprache bei der JU, Merz sehr feinsinnig angezählt hat und diese Diskussion zum Rentenpaket nicht als abgeschlossen ansieht. Bei NIUS wurde heute auch für mich herrlich herausgearbeitet, das Merz wirklich auf keinem Gebiet irgendeine Kompetenz hat. International nimmt ihn keiner ernst, kein Gefühl für die Partei, die JU und die Fraktion und wie Pauline Foss von Nius wunderbar darstellt, hat Merz die Fähigkeit, jedes, aber wirklich jedes Fettnäpfen mitzunehmen.

hanno Woitek | Mo., 17. November 2025 - 16:48

....nicht die Beamtenpensionen mit eingebunden werden und zwar so, dass diese eben auch ihren "Arbeitnehmeranteil"entrichten müssen... und zwarohne Aufstockung ihre Bezüge, sondern als deutlichen Abzug vom Brutto, wird es keine Lösungen geben. Darüber hinaus müßten auch die jetzigen Beamten und Pensionäre endlich einen Zwangs Soli zur Finanzierung unseres Rentensystems leisten, zumindest ab einer bestimmten Höhe des Einkommens. Erstens haben sie die höchsten Durchschnittseinkommen aller BEWrufsagruppen ausser den Selbständigen und überhaupt kein Berufs- und Arbeitsplatzrisiko. Und können es sich ungestraft gemütlich machen in ihren Amtsstuben. Junge Union " ran an den Speck"

Urban Will | Mo., 17. November 2025 - 20:27

dass die Jungen umkippen.
Oder Herr Resing hat sich mit Nacke den einzigen Umkipper für dieses lächerliche Interview ausgesucht.
Der große Elefant im Raum: die Unfähigkeit des Staates, mit seinem Geld umzugehen. Würde dieser durch und durch bekloppte Staat nicht die Milliarden für Bürgergeld, Scheinmigranten, blödsinnige Projekte im Ausland und v.a. NGOs aus dem Fenster werfen, würde er nicht mit einer geisteskranken Klima-, Energie und Wirtschaftspolitik das Land kaputt würgen, hätte er Geld genug, ordentliche Renten zu zahlen.
Da liegt doch des Pudels Kern. Jetzt soll länger gearbeitet werden. OK. Aber nicht, wenn Millionen von Faulenzern und illegalen Migranten mit Bürgergeld herumhängen und sich totlachen.
Nacke zeigt, dass er genauso tickt wie all die Lügner um Fritzchen, vorher Merkel, etc.
Da ist Null Bereitschaft, ernsthaft dieses Land nach vorne zu bringen.
„Grundsätzliche Rentenreform für das kommende Jahr...“ Bullshit!
Das wird zu 100% Sozenkram. Die nächste CDU-Lüge.

Tina | Di., 18. November 2025 - 01:00

Diese Junge Union die nur ein Thema hat und zwar, das Herabsetzen der Renten von 48 % auf 47 oder 46 % schaufeln sich ihr Grab in die Rentenarmut.
Keine Kritik an der Abwanderung von Firmen, steigende Arbeitslosigkeit, Zuwanderung von Armutsmigration, Wohnungsnot bedingt durch Millionen Zuzug aus allen muslimischn Ländern, die kollabierende Krankenkassenbeiträge, bedingt durch die steigende Versorgung von Menschen die nie eingezahlt haben und nie einzahlen werden. Vielleicht ist diesen jungen Menschen nicht bewusst, dass alle Personen im Bürgergeld und im Niedriglohnsektor, ob Zugezogene oder Deutsche, in einigen Jahren unser Sozialsystem zu Fall bringen werden.
Da ist die Rentekürzung für Leute die 45 Jahre gearbeitet haben eine gottlose Schweinerei.
Diese Junge Union macht sprachlos.

Elisa Laubeth | Di., 18. November 2025 - 11:37

Die Aufgabe, eine nachhaltige und tragfähige Rentenpolitik zu entwickeln wurde seit Jahrzehnten verschleppt. Seit der Aufnahme der Russlandeutschen durch Kohl wurden dem bestehenden System Kosten aufgebürdet, die mit der eigentlichen Aufgabe, Beiträge von Berufstätigen zu Ruheständlern umzuverteilen nichts zu tun haben. Den demographischen Wandel, der spätestens mit Ende der Reproduktionsphase der Babyboomer-Frauen um 2000 genau zu beziffern war, hat man einfach ignoriert. Die als Notlösung in die Wege geleitet Zuwanderung hat das Problem eher verschärft. Es kamen zu
wenige hochqualifizierte
Nettozahler. Per Saldo kostet auch die legale Zuwanderung vermutlich mehr als sie für überbordende Sozialsystem bringt.
Alle Verantwortlichen haben seit dreißig Jahren dieses Problem ignoriert, ja mit der Rente mit 63 noch verschärft. Diese nehmen überwiegend nur die in Anspruch, die es sich durch Aufstieg leisten können.
Jetzt löst die lange ignorierte Realität Panik aus.

G. Fischer | Di., 18. November 2025 - 12:30

Ich weiß nicht, was diese Diskussion At gegen Jung überhaupt soll. Die Jungen haben es doch in der Hand. Bekommt mehr Kinder und die Sache ist geritzt. Verabschiedet Euch von der unsinnigen Klimahysterie und es ist wieder mehr Geld für Kultur, Wohnungsbau und Gesundheitswesen da. Versucht das Kriegsgetöse zurück zu fahren, sonst ist Eure Zukunft mehr gefährdet, als durch die Alten. Ihr müsst doch die Zukunft gestalten, die Alten können vielleicht noch arbeiten bis zum Umfallen, aber Ihr müsst weiter denken.