Rentensystem
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Deutschlands Streit um die Rente - Die Boomer müssen zur Kasse gebeten werden

Mit Generationengerechtigkeit hat das derzeitige Rentensystem nichts mehr zu tun. Es ist das glatte Gegenteil. Die Boomer müssen endlich für ihre mangelnde Gebärfreudigkeit zahlen. Das und nur das wäre echte Generationengerechtigkeit.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

So erreichen Sie Mathias Brodkorb:

Markus Lanz hat dieser Woche seine vielleicht beste Fernsehsendung überhaupt produziert. Mit dabei waren der Bundestagsabgeordnete Johannes Winkel (CDU), der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und der Wirtschaftsprofessor Hans-Werner Sinn. Es ging an diesem Abend um die Frage, ob die große Koalition einen Konsens in Sachen Rentenreform findet oder nicht.

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Dirk Nowotsch | So., 23. November 2025 - 18:44

Herr Brodkorb sollte erst einmal selber etwas einzahlen! Als nächstes sollte Her Brodkorb sich erkundigen, was alles aus der Rentenkasse entnommen und zweckentfremdet wurde, von Politikern wie er selber einer ist! Anschließend sollte Herr B. demütig dafür sorgen, dass das zweckentfremdete, entnommene Geld wieder zurück gezahlt wird! Wahrscheinlich stabilisiert das schon die Rentenkasse! Dann, wenn er schon dabei ist, sollte er das selbe auch bei den gesetzlichen Krankenkassen tun! Aber als wichtigstes sollte er sich mit der jüngeren Geschichte unseres Landes beschäftigen! Dann kommt er ganz schnell darauf, dass Politiker wie er selber die Schuld haben! Die so genannten Boomer haben so viel Steuern eingezahlt und zahlen immer noch, die Politiker wie Herr B. mit vollen Händen in der EU und der Welt verteilt haben! Die Boomer haben Rentenbeiträge bezahlt, wie sie noch nie vorher gezahlt wurden! Nun schwafelt man im ganzen Land von Ungerechtigkeit! Wer hat denn die Jugend durchgefüttert?

Tja, ohne zu analysieren, wo die wirklichen Probleme und Ursachen liegen, ist es einfacher den "Boomern" die Schuld zu geben. Da hat man dann genug Beifall.

Stefan | So., 23. November 2025 - 23:40

Antwort auf von Eva Kammerloher

Zitat:
"Die Nachfahren der Boomer sind Super-Boomer geworden und um keinen Deut besser. Damit ist auf Dauer aber kein Staat zu machen."
Bei den Boomern will man kürzen, aber all die queeren Regenbogenleute ziehen Kinder wohl in Flaschen auf oder was ist hier
los ???
Millionen Einwanderer seit den 1950ern, aber kein Geld im Topf, ja geht's noch ???
Am richtigen Platz sparen bitte und dazu gehören als erstes Fahrradwege in Peru und die Aufrüstung, weil angeblich der Russe vor der Tür steht.
Es dauert nicht mehr lange dann herrscht Frieden in der Ukraine, aber das Steuergeld ist sprichwörtlich verpulvert.
Wie vielen Rentnern und Boomern könnte dafür mehr gezahlt
werden ???
Da sollte man mal drüber nachdenken.

A. Brand | Mo., 24. November 2025 - 07:19

Antwort auf von Eva Kammerloher

Wo bzw. was sind denn Ihrer Meinung nach „die wirklichen Probleme und Ursachen“?

Ich sehe sie zum einen darin, daß die „Boomer“ sich gegen Nachwuchs und für Selbstverwirklichung entschieden haben. Das ist legitim, es ist aber dann auch nur folgerichtig, daß sie dafür weniger Rente bekommen, da die Kinder, die sie nicht hatten, ihren Anteil nicht bezahlen können. Die „Boomergeneration“ ist die mit Abstand reichste Generation die dieses Land je hatte, keine der Nachfolggenerationen wird es zu solchem Wohlstand bringen! Sie haben sich das zwar erarbeitet, aber die Rahmenbedingungen haben es ihnen ermöglicht, diese Rahmenbedingungen haben wir dank ihnen nicht mehr!

Zum anderen liegt es an der (wohlstands-)linken Haltung der Boomer, sie wollten alles anders machen als ihre konservativen Eltern. Sie sind schuld daran, daß sich die Politik dieses Landes so weit nach links verschoben hat! Und sie sind am Aufstieg der tonangebenden linksfaschistischen Grünen schuld!

Sie haben nur zum Teil recht. Es liegt zum großenTeil aber daran, daß Menschen aus fernen Ländern, die niemals in unsere Sozalkassen eingezahlt haben fürstlich davon leben. Die Gelder der Rentenkassen werden immer wieder zweckentfremdet. Das wird so gut wie nie erwähnt, obwohl es der Grund dafür ist, daß alle Sozialkassen leer sind.

Angelika Sehnert | Mo., 24. November 2025 - 14:04

Antwort auf von Chris Groll

Die Rentenkasse muss für Russlanddeutsche ,Ostrenten und Migranten , die nichts oder kaum etwas eingezahlt haben, aufkommen. Diese Posten müssten haushalterisch klar getrennt werden und aus Steuermitteln bezahlt werden.

A. Brand | Mo., 24. November 2025 - 15:12

Antwort auf von Chris Groll

widersprechen Frau Groll, meiner Erinnerung nach hat Kohl nach der Wende damit begonnen als er versprach die Wende würde nicht zu höheren Steuern führen, danach gab es kein Halten mehr!

Dennoch tragen die heutigen Rentner zu einem Großteil die Verantwortung dafür, was (politisch) aus diesem Land geworden ist, sie haben die Weichen gestellt für faschistische Parteien wie die Grünen. Sie haben durch ihre anti-konservative Einstellung mit all den diversen Facetten Politik und Gesellschaft nachhaltig und negativ geprägt.

Und weil das so ist und im Lichte dessen, was deswegen noch auf uns zukommt, finde ich folgerichtig, daß diese Generation auch ihren Teil dazu beiträgt.

Es wird immer auch Menschen treffen, die keine Verantwortung dafür tragen. Dazu zähle ich mich selbst, ich habe seit meiner Kindheit gegen dieses grünlinke Krebsgeschwür gearbeitet, dennoch muß ich das ausbaden, was es uns beschert hat, das gilt auch für meine Kinder die in Europa keine Zukunft haben!

Kann es sein, dass Sie (und einige andere auch) die Generationen verwechseln? Die sogenannte Boomergeneration umfasst in der Regel die bis 1964 Geborenen.
Wir ( ich bin Jahrgang 1958) waren NICHT die mit den Selbstverwirklichungsatitüden. In meinem Bekanntenkreis gibt es kaum jemanden, der nicht wenigsten zwei Kinder großgezogen hat wogegen mir jedoch zahlreiche junge Leute um die 30 auffallen, die, statt einen Kinderwagen zu schieben, ihre Schoßhündchen mit rosa Schleifchen Gassi führen.

Sunstreet | Mo., 24. November 2025 - 12:20

Antwort auf von Eva Kammerloher

Da haben Sie vollkommen recht. Da bricht bei Herrn Brodkorb wieder einmal seine sozialdemokratische Ader durch. Es sind natürlich die faulen und dummen Bürger, die das Problem geschaffen haben und es nun bezahlen sollen.
Nein Herr Brodkorb, diese Probleme hat die Politik geschaffen! Seit der Wende höre ich, dass die Rente nicht gesichert ist. Und wie viele sachfremde Leistungen wurden mittlerweile ohne wirkliche Kompensation hinzugefügt? Von der überbordenden Bürokratie ganz zu schweigen.
Wirkliche Lösungen wollen die Politiker nicht suchen, denn dann müsste man zugeben, dass man Fehler gemacht hat. Stattdessen schürt man Neiddebatten, spaltet die Bevölkerung und versucht den Leuten noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen bzw. es Ihnen nicht mehr zu geben. Es ist nur noch erbärmlich.

Walter Buehler | So., 23. November 2025 - 18:50

Der Artikel wird Ihnen viel Prügel einbringen!
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Aber Sie haben Recht:

das schnelle Altern unserer Gesellschaft hängt in der Tat direkt mit der hedonistischen Grundausrichtung und mit der Leistungsfeindschaft zusammen, die bei uns in Bildung und Erziehung vermittelt werden.

Im Zusammenwirken mit der chemischen Industrie verhindert diese massenhafte und ideologieähnliche Deformierung, dass mehr Kinder das Licht dieser Welt erblicken dürfen.

Die permanente Diffamierung der monogamen heterosexuellen Ehe und der Elternschaft, die in den tonangebenden Massenmedien ununterbrochen stattfindet, wirkt in die gleiche Richtung.

Der Import von kinderreichen Familien ("Immigration" genannt), der von grün-links als Ausweg propagiert wird, führt nicht zu zahlreichen Adoptionen, sondern zu einem Rattenschwanz neuer Probleme.
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Wenn man in unserem Land einmal genauer hinter die Fassade der Medien schaut, dann wird es schnell unangenehm.

Unsere jungen Familien verdienen jegliche Unterstützung

Pamina | So., 23. November 2025 - 18:51

mit denen, die ungewollt kinderlos bleiben? Es gibt auch Länder, die es schaffen, jedem Bürger eine Mindestrente aus Steuermitteln zu zahlen. Dafür müsste unsere Regierung mal aufhören, unser Steuergeld in alle Welt zu verschleudern. Letztes Jahr hat die Regierung der Rentenversicherung 40 Milliarden für versicherungsfremde Leistungen zu wenig bezahlt. Der Raubzug geht schon seit Jahrzehnten. Das muss vollständig aus Steuermitteln bezahlt werden, dann hätten wir auch kein Problem. Das Rentenniveau muss eher steigen als sinken. Wir liegen schon im unteren Bereich in der EU. Vor allem müssen die Versorgungswerke von Anwälten, Ärzten, Architekten und Apotheker abgeschafft werden und in die Rentenversicherung integriert werden. Das sind meist Gut- und Hochverdiener, die sich der Solidargemeinschaft entziehen. Die Beitragsbemessungsgrenze gehört bei der Rente abgeschafft und das Äquivalenzsystem abgeschafft, also die Höchstrente gedeckelt. Gerade die höher Verdienenden sind in der Lage, privat vorzusorgen. Auch wenn die Lebenserwartung, die schon länger stagniert, heute höher ist als vor 60 Jahren, man wird nicht unbedingt gesund älter. Ein erheblicher Anteil an Menschen erreicht schon heute das Rentenalter nicht. Besser wäre statt eines Bestrafungsmodells auch eher ein Belohnungsmodell. Wer Kinder hat kann entsprechend eher in Rente gehen.

A. Brand | Mo., 24. November 2025 - 07:57

Antwort auf von Pamina

Die haften mit, auch wenn sie eigentlich Kinder wollten, ungewollt kranke zahlen bei Zusatzversicherungen auch mehr, sofern sie überhaupt eine bekommen. Bei Lebensversicherungen ist es nicht anders, je höher das Risiko, desto höher der Beitrag und manchmal ist eine Lebensversicherung erforderlich, z.B. bei Immobilienkrediten.

Wo ich Ihnen recht gebe, ist das das gesamte System defekt ist, aber daran sind maßgeblich die „Boomer“ schuld, denn sie haben die Weichen falsch gestellt. Sie wollten alles anders machen als ihre konservativen Eltern, sie haben den Linksruck der Gesellschaft und der Politik gestaltet!

Den Preis zahlen die Nachfolgegenerationen, sie haben keine Zukunft mehr in Deutschland, das muß man auch sehen! Den „Boomern“ ist es egal, sie haben gut gelebt, auch auf Kosten der Jungen! Ich kenne das aus der eigenen Familie, trotz Kinder leben die in einer grünlinkswoken Blase, in der sie NICHTS von der Realität mitbekommen und wenn man mit ihnen spricht, blocken sie ab!

Walter Buehler | Mo., 24. November 2025 - 10:46

Antwort auf von Pamina

es gab und gibt viele Menschen, die Kinder haben wollten, aber durch unglückliche und unbeeinflussbare Umstände daran gehindert worden sind.

Sie haben auch recht, dass die Politik (übrigens ziemlich bewusst) die Rentenversicherung für ganz andere Zwecke geplündert hat.

Drittens darf zu Recht gefragt werden, ob die Renten- und Krankenversicherung (und der gesamte öffentliche Dienst) optimal und kostengünstig organisiert ist. Überhaupt: Geht die Politik mit dem Geld aller Bürger tatsächlich sorgsam um?

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Aber der Mensch ist ein biologisches Lebewesen, das in Generationen leben muss. Alle, die hier diskutieren, haben eine Mutter und einen Vater gehabt, die sie aufgezogen haben.

Wenn sich ein zu großer Teil einer Generation freiwillig aus dieser Generationenfolge ausklinkt und sich insoweit bewusst über die Natur hinwegsetzt, dann wird die Generationenfolge als solche bedroht und damit der natürliche Weg in die Zukunft - auch in die Zukunft der unfreiwillig Kinderlosen.

Rainer Mrochen | So., 23. November 2025 - 19:20

Laber Rhabarber. Jetzt haben sie sich aber als echter Sozialist geoutet. Die jetzt geschaffenen Realitäten sind doch die Konsequenz einer gesellschaftlichen Gesamtentwicklung. Ihre scheinbare Obsession ob der "Boomer" geht ja wohl schwer über das Ziel hinaus. Ich sage ihnen mal folgendes: Ohne die Boomer und deren Kohle, die ja bereitwillig ausgegeben wird, gingen in Deutschland schon lange die Lichter aus. Was wollen wir also? Demographisch läuft es schlecht. Wirtschaftlich selbstgeschaffene Idiotie. Echte Bereitschaft zu Reformen? Null Ansatz.
Hacken sie nicht auf denen herum, die produktiv, zum ehemaligen Wohlstand des Landes beigetragen haben. Die Forderung Work-Life, Life-Work Balance passt genau in das Schema einer überbordenden Gesellschaft. Lassen sie sich lieber über absolut unfähige Politiker aus, die auch noch glauben, daß sie zu(m) (Wessen) Wohl des Landes beitragen. Ihr Text ist unglaubwürdig, wenngleich ich konzediere das Abhilfe dringend Not tut. Das können sie besser.

Christa Wallau | So., 23. November 2025 - 19:23

Ja, es stimmt: Nur Kinder und Enkel (= neue Beitragszahler in die Rentenkasse) und Vermögen "halten den Laden am Laufen".

Daß der Wert bzw. die Bedeutung von Kindern für jede Gesellschaft in den letzten 60 Jahren so viel geringer eingeschätzt wurde als vorher, hängt damit zusammen, daß die Familie als Mittelpunkt ihre wichtige Bedeutung total verlor, während die Selbstverwirklichung jedes Einzelnen ins Zentrum gerückt wurde.
Das Bild von der Familie (Vater als Ernährer - Mutter als Hausfrau u. Betreuerin mehrerer Kinder) wurde zum ZERRBILD degradiert.
Dabei hat eine solche Familie bzw. die noch üblichere Großfamilie jede Gesellschaft über Jahrtausende funktionsfähig gehalten.

Man kann eben nicht den Individualismus zum
erstrebenswerten Lebensziel erklären und gleichzeitig erwarten, daß eine ominöse Staats-"Gemeinschaft" jeden Bürger (Ja, sogar noch Ausländer dazu!) im Alter absichert.

Von was und wem soll denn dann das Geld dafür herkommen?

Eva Kammerloher | So., 23. November 2025 - 19:25

Es muß anders gelöst werden. Der Vorschlag immer mehr Kinder in die Welt zu setzen löst das Problem nicht. Die Erde wächst auch nicht mit. 1960 gab es 3Mrd. Menschen, jetzt über 8Mrd. Die Umwelt geht kaputt, aber der Mensch vermehrt sich ohne Ende. Die Produktivität hat sich erhöht und auch in Billiglohnländer verlagert, die Automatisierung auch. Dafür wird kein Rentenbeitrag gezahlt und diese Arbeitsplätze gibts nicht mehr. Die Digitalisierung und jetzt auch noch die KI kosten auch Arbeitsplätze. Dafür werden auch keine Sozialabgaben gezahlt. Das alles weiß man seit Jahrzehnten und es wird nichts geändert. Na, ja, die Boomer mit zu wenig Kindern sind schuld. Komischerweise ist die Bevölkerung von 1960 - 73,1 Mio auf jetzt ca. 85 Mio trotzdem gewachsen, es fehlen nur die Kinder der Boomer. Tja

Hans Jürgen Wienroth | So., 23. November 2025 - 19:30

Zunächst einmal: Ja, die Boomer müssen ihren Beitrag leisten!

Aber: Welche Eltern wollen Kinder bekommen, um diese vom Staat in Krippe, Kita und Schule erziehen zu lassen, sie dort morgens abzugeben und abends im Stress wieder abzuholen, um sie ins Bett zu bringen und ihre Wäsche zu waschen, um es grob zu schreiben. Das alles, damit der Staat bei beiden Eltern großzügig Steuern und Sozialbeiträge erzielen kann, die er dann u. a. in der Welt verteilt. Wenn viele Kinder ein Zeichen von Reichtum wären, warum sind kinderreiche Länder dann oft so arm?

Ja, wir müssten länger arbeiten. Das Argument, der Maurer oder Dachdecker könnten nicht länger arbeiten, hinkt. Es gibt genug Arbeit bei kleinen Reparaturen, für die sich heute kaum ein Handwerker findet. Da könnten die erfahrenen Menschen helfen und Geld verdienen.

Ansonsten finden sich hier interessante Ansätze, die zumindest ein Diskussionsebene sind. Es darf nur nicht der bestraft werden, der spart. Sonst „verpulvern“ alle ihr Geld.

Maria Arenz | So., 23. November 2025 - 19:57

die 10 Kinder haben, von denen keins jemals seinen Lebensunterhalt selbst bestreitet sondern lebenslang Polizei, Justiz, Fürsorge in Anspruch nimmt? Was machen Sie mit denen Herr Brodkorb? Die "Schuld"an der uns jetzt ebenso vorhersehbaren wie endgültig auf die Füße fallenden Misere auf "DIE gebärfaulen Baby Boomer" zu schieben, greift denn doch arg kurz. Das von Ihnen richtig beschriebene Mißverhältnis zwischen Produktivität und Soziallasten ist schon lange offenbar, bloß hat sich das Parteienkartell, das sich seit einem Vierteljahrhundert an die Macht krallt, nicht darum geschert, die gebotene Konsequenzen zu ziehen und das System ratierlich anzupassen. Und was sollen denn die vielen Boomer jetzt machen, die 40 Jahre Volllast Steuern und Sozialabgaben gezahlt haben, daneben 2 und mehr Kinder großgezogen haben, jetzt aber auch kollektiv mitverantwortlich gemacht werden ? Sich einen amtlich beglaubigten Stern anheften, damit man sie leben lässt bei der angesagten Boomer-Jagd?

Brigitte Miller | So., 23. November 2025 - 20:16

Egal! Solange die wirklich wichtigen Dinge bezahlt werden können:
Die Ukraine, die WHO, die NGOs,die UN, die EU, damals die ganzen COVID Massnahmen, die Masken, die Spritzen, die Flüchtlinge , übrigens: 350 Milliarden seit 2016.. Achim Winter bei „Winters Woche“

Bravo, liebe Frau Miller! Genau meine Gedanken. Wie wäre es, wenn Herr Brodkorb sich mal mutig an die Kosten für all diese Dinge, die unnötige Milliarden verschlingen, ranmachen würde. Aber nein, dazu fehlt den meisten Journalisten und Schreiberlingen der Mut. Da macht man sich bei den Linken (obwohl er selber einer ist) unbeliebt. Lieber druff auf die Rentner, die wenig Lobby haben, im Gegensatz zu den von Ihnen erwähnten Organisationen. Diese ganze neue Rentendiskussion kotzt mich langsam an. Es wird rauf und runter diskutiert. Vor allem
sind die lächerlichen Talkshows voll mit den angeblichen „Experten“, so wie dieselben während Corona und Ukrainekrieg! Am schlimmsten finde ich das polemische „die Boomer müssen endlich für ihre mangelnde Gebährfreudigkeit zahlen“, oder „sie hat sich geweigert, ausreichend Kinder zur Welt zu bringen“!!! Was eine abwertende Ausdrucksweise! Leider teilt Brodkorb uns nicht mit, wieviele Kinder er „zur Welt gebracht hat“! Ich bin stinksauer!🥺🥺

Wenn Sie sich da nicht täuschen, die Rentner sind eine der wichtigsten Wählergruppen, weil sie treu sind, da sie (nach meiner Erfahrung) von der aktuellen Realität i.d.R. wenig bis nichts mitbekommen. Ausnahme die Renten, davon sind sie direkt betroffen, deswegen wird seit Jahrzehnten um dieses Thema herumgeredet!

Fr. Miller hat recht mit dem, was sie schreibt, es wird viel zu viel Geld für Dinge ausgegeben, die für Deutschland entweder schädlich/von Nachteil oder belanglos sind.

Ich gebe aber zu bedenken, daß meine Generation (geboren 70er Jahre) vermutlich gar keine staatliche Rente mehr bekommen wird, weil das System kollabieren wird. Ich möchte keine Zahlen nennen, aber ich habe bisher ein mittleres Vermögen einbezahlt. Nun können Sie sich vorstellen, wie mich diese Aussicht „ankotzt“ bzw. wie „stinksauer“ sie mich macht!

Mein Mitleid mit den „Boomern“ hält sich daher in engen Grenzen.

P.S. ich habe kindertechnisch mein statistisches Soll erfüllt und werde nichts erben!

IngoFrank | So., 23. November 2025 - 22:23

Da bin ich gespannt, wie der Arbeitsmarkt nach dem Industrieniedergang in Deutschland aussieht ? Das alles auch unter dem Aspekt des Einzuges der KI in den Arbeitsmarkt. …. Wie hoch wird das Heer der Arbeitslosen sein ? Wie besteht die uns Bürgern aufgetischten Lügen vom Arbeitskräftemangel ?
Vielleicht ist’s Arbeitsamt ganz froh, dass die Deutschen keine Kinder mehr haben.
MfG a d Erfurter Republik

Hans Süßenguth-Großmann | So., 23. November 2025 - 23:59

darf es es eine Milliarde sein mehr für die Ukraine, für die Bundeswehr, die wegen mangels Nachwuchs sowie so keine Soldaten hat und Söldner einkaufen muss, bitte jederzeit noch eine Milliarde mehr.
Nun zum Bauernhof, einer hat ihn geerbt und musste für die Altvorderen bezahlen , der Rest der Jungs hat ein Handgeld bekommen und musste sehen wo er bleibt. Eine Tochter wurde verheiratet der Rest der Mädchen musste ebenfalls zusehen wo sie bleiben.
Unsere Vorfahren haben das Land aufgebaut und gut ging es ihnen nicht dabei
Das nach dem Krieg von der Mutterkreuz Ideologie nicht mehr viel übrig blieb, ist geschenkt und international keine Ausnahme,
Man kann durch ein vernünftige geplante Einwanderungspolitik die Lücken füllen. Es gibt genügend Mitbürger aus Vietnam oder den Philippinen die gerne hier arbeiten und auch Steuern und Beiträge bezahlen.
Mitbürger die uns den Islam nahebringen wollen
und sich zu schade für Handgriffe sind, sind keine große Hilfe. Erbschaftsteuer??

ich habe nichts gegen Zuwanderung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt, im Gegenteil, das bringt frischen Wind. Als Geburtenratenausgleich finde ich das allerdings mindestens suboptimal, denn Deutschland soll das Land der Deutschen bleiben, zumindest mehrheitlich. Und: wenn die Deutschen sich zu fein sind Kinder in die Welt zu setzen, dann sollen es bitte Eingewanderte machen? Das geht gar nicht, das ist despektierlich!

Notwendig sind Anreize dafür, daß Menschen aus der arbeitenden Bevölkerung mehr Kinder bekommen. Das kann durch Vorteile bei der Rente erfolgen, aber auch durch Einkommenssteuervergünstigungen für Eltern (-20%/Kind z.B.) und Mehrbelastungen bei Kinderlosen. Ein wichtiger Punkt wäre es auch (das Ansehen von) Familien zu stärken und Kinder & Kinderkriegen als etwas sehr Positives darzustellen.

Anreize für Transferleistungsempfänger Kinder in die Welt setzen müßten abgeschafft werden, denn die werden i.d.R. wieder Transferleistungsempfänger.

Bernd Windisch | Mo., 24. November 2025 - 00:49

Schon allein die Benutzung der Denkfigur "Boomer" sollte dem "Philosophen" Brodkorb die Schamesröte ins Gesicht treiben. Das Ganze klingt so besoffen, das es bei einer Rotweinverköstigung mit Herrn Marguier zu Sylvester entstanden sein könnte. Aber dafür ist es wohl noch zu früh im Jahr.

"Noch mehr Geld ins Rentensystem pumpen, indem auch Beamte und Berufspolitiker aufgenommen werden. Es ist eine Forderung des reinen Ressentiments."

Logische Schlussfolgerung daraus ist alle Rentner zeitnah zu verbeamten. In der Rentenversicherung sind sie nämlich zu teuer, neigen zum Ressentiment und Aufmüpfigkeit. hicks...

Wohl dem der für die ........ glüht dem der Kopf vernagelt, der den Himmel schief ansieht wie die Ganz wens hagelt. Nehmen wir noch einen? Aber sicher! Einen nehmen wir noch!

A. Brand | Mo., 24. November 2025 - 07:06

Ihre klaren und richtigen Worte! Die „Boomer“ sind zu einem sehr großen Teil an den Mißständen, die wir aktuell im Land haben Schuld.

Sie wuchsen nach WKII in einer homogenen sicheren Gesellschaft auf, sie hatten sichere gut bezahlte Arbeit, ihnen ging es sehr gut. Sie entschieden sich gegen Nachwuchs und für „Selbstverwirklichung“, sie nahmen von der Gesellschaft, gaben aber wenig zurück. Ihre wohlstandslinke Haltung ermöglichte den linksfaschistischen Grünen den Aufstieg.

Jetzt bekommen sie auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung hohe Renten, die keine der Nachfolgegenerationen mehr bekommen wird. Ich bin überzeugt, daß wegen der von den „Boomern“ falsch gestellten (politischen) Weichen, meine Generation keine staatliche Rente mehr beziehen wird und das, obwohl ich sehr viel einbezahlt habe und noch einbezahlen werde!

Es ist an der Zeit, diese Generation endlich in die Verantwortung zu nehmen! Das es dabei auch Unschuldige treffen wird ist leider so.

damit auch mehr eingezahlt …..
Da ich 1954 im Osten geboren wurde weiß ich noch ganz genau das beispielsweise 1990 das Rentenniveau bei 68% vom letzten Netto gelegen hat. Und heute, liegt es bei 48 % nur mal so nebenbei.
Vielleicht sollte die Junge Generation (von den Selbstfindungsprozessen & den kaum noch durchgängigen Arbeitsbiografien abgesehen) der 35 Std Woche mit 30 WT Urlaub + nicht wenigen Karenztagen + einem hohen Anteil an Feiertagen Ade sagen und einfach mehr arbeiten statt auf der faulen Haut zu liegen.
I.ü. Meine Arbeitszeit lag in der DDR bei 43 3/4 Wochenstunden mit 21 Tagen Urlaub ( 18 Tage Grundurlaub + 3 Tage Funktionsurlaub als Dipl.Ing.)von denen 3 auf Samstage abgezogen wurden. Kranktage waren nur möglich mit Krankschreibung vom Arzt. (Krankschreibung war auch nicht so einfach wie heute ….. z.B. bei Grippe nur mit Fieber das beim Arzt gemessen wurde. Und das bei hälftigen Feiertagen
I.ü. Diplomstudiengang dauerte 4Jahre, nicht einen Monat länger!
MfG a d Erf. Rep.

Man dreht sich ständig im Kreis. Die Boomer können nichts dafür, daß ihnen die Mütterrente aufgezwungen wird. Ich bin strikt dagegen, daß die eigenen Kinder alleine schon wegen der Mütterrente immer höhere Beiträge zahlen sollen. Was hätte ich durch Wahlen daran ändern können? Nichts. Die Politiker sind es, die stur an ihren falschen Entscheidungen festhalten. Der Nachhaltigkeitsfaktor hätte nie ausgesetzt werden dürfen, vor allem weil nicht wenige Boomer Betriebsrenten haben oder anderweitig vorgesorgt haben. Die Probleme der jetzigen Altersarmut können nicht durch höhere Renten gelöst werden, sondern nur über das Steueraufkommen. Wenn der Staat endlich mit der gigantischen Verschwendung aufhört, sind alle bereit, ihren Beitrag zu leisten. An einer kapitalgedeckten Vorsorge wird für die jüngeren kein Weg vorbeiführen. Aber dann dürfen sie auch nicht immer weiter belastet werden, damit ihnen Geld zur Vorsorge übrigbleibt. Schuldzuweisungen tragen zur Lösung rein gar nichts bei.

IngoFrank | Mo., 24. November 2025 - 18:05

Antwort auf von Rosemarie Peternell

Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Es war schon eine große Ungerechtigkeit einfach zu entscheiden, dass für vor 1992 geborene Kinder nicht der volle Kinderzuschlag gewährt wurde, noch zu mal diese Mütter noch in Vollzeit gearbeitet haben. Worüber garnicht gesprochen wird, dass diese minimale Erhöhung einige Rentnerin steuerpflichtig werden lässt und die die ohnehin schon Steuern zahlen, dann mehr zahlen müssen. Auch gänzlich unerwähnt bleibt, dass durch die „Erhöhung“ der Mütterrente die Witwenrenten und ähnliche Bezüge um diese Summe gekürzt werden. Interessant wäre mal zu erfahren, wieviele Mütter das überhaupt betrifft, weil einige der Jahrgänge schon verstorben sind.
Aber es ist wie bei jeder Rentenerhöhung: da geht erstmal ein Aufschrei durchs Land, die bösen Rentner stürzen uns in die Armut. In Wirklichkeit macht der Finanzminister Plus, weil sich dadurch die Steuern erhöhen und weitere Rentner steuerpflichtig werden. Nur das sagt keiner!
MfG a d Erfurter Republik

„Jetzt bekommen sie auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung hohe Renten“ schreiben Sie, Herr Brand. Während meiner Beschäftigungszeit hat auch ein Rentner „auf meine Kosten“ gelebt. So ist es nun mal in unserem Rentensystem. Und „hohe Renten“… Lesen Sie nach, wie hoch die durchschnittliche Rente in D ist. Hier im Forum gibt es einige, die Pensionen beziehen, z.B. als ehemalige Lehrer. Auch Brodkorb wird als ehemaliger Politiker bestimmt mal eine gute Pension bekommen. Es sei ihm gegönnt. Aber da Pensionen immer üppiger ausfallen, als Renten, finde ich nicht ganz fair, dass sie sich an einer Rentendiskussion, in der es leider mal wieder um „jung gegen alt“ geht, beteiligen. Sorry! Bei Ihnen, Herr Brand, sehe ich das Problem, dass Sie in Ihrer Umgebung schlechte Beispiele sehen, die Sie in die Diskussion mit einbringen??? 🥺

Urban Will | Mo., 24. November 2025 - 08:10

vorsorge seinen sollen (was sie früher ja immer waren), richtig. Über viele Jahrzehnte ist man davon abgerückt, weil in Zeiten allgemeinen Wohlstandes man für sich selbst sorgen konnte. Hieraus resultierte dann eine Zeit, in der Kinderlosigkeit fast schon eine Art „Regel“, „en vogue“, war und ja, die Boomer haben in großer Zahl auf das Kinderkriegen verzichtet. Aber auch, weil die Politik wenig effektives tat, sie dazu zu ermuntern. Die finanziellen Anreize sind und waren lächerlich, sie kompensieren die Kosten nur ansatzweise. Leider, aber de facto, geht vieles nur über Geld. Leider.
Renteneinbußen und deutlich höhere Steuern für Kinderlose halte ich für richtig. Wer keine kriegen kann, ist arm dran, aber hier zu unterscheiden zw. wollen und können, wäre unmöglich.
Die Folgen der extremen Kinderarmut kommen nun immer mehr zum Vorschein. Sie sind brutal und werden das Land extrem verändern.
Daher stimme in Teilen ich zu: es müssen deutlich spürbare politische Entscheidungen her.

A. Brand | Mo., 24. November 2025 - 09:08

Ich finde Ihre Vorschläge sehr gut, wer keine Kinder hat, muß entsprechende Abzüge hinnehmen bzw. länger arbeiten, als Ausgleich für eine meist egoistische Entscheidung.

Ich würde aber nicht bei zwei Kindern aufhören, es müssen alle Kinder berücksichtigt werden. Wer mehr als zwei Kinder großzieht, muß entsprechend profitieren, denn er gleicht das aus, was andere nicht bereit sind zu leisten.

Auch würde ich das Kindergeld abschaffen und alles über die Einkommenssteuer regeln. 20% weniger Einkommenssteuer/Kind z.B., das hätte den Vorteil, daß Transferleistungsempfänger weniger Kinder bekämen, weil sie kein Geschäft mehr sind, Gutverdiener dafür um so mehr. Kinderlose gleichen das mit höheren Steuern aus.

Leider wird all das nicht passieren, denn die tonangebenden Grünlinkswoken wollen keine deutschen Kinder, sie werden alles tun, um Deutsche daran zu hindern, Nachwuchs in die Welt zu setzen!

Angelika Sehnert | Mo., 24. November 2025 - 14:19

Antwort auf von A. Brand

Meine Kinder hätten gern mehr Kinder als zwei bzw. drei, aber es gibt keine bezahlbaren Wohnungen für größere Familien. Das Kindergeld und die ganzen Subventionen für Familien sollten abgeschafft werden und den Familien über ein Familiensplitting ausgezahlt werden.Das Einkommen der Familie wird durch die Zahl der Familienmitglieder geteilt, das Ergebnis ist die Steuerberechungsgrundlage. Dann kann man im besten Fall noch Wohngeld zahlen und Ende. Würde auch deutlich Personal einsparen.

Jens Böhme | Mo., 24. November 2025 - 09:56

Das bedingungslose Einkommen finanziert die bedingungslose Rente. Leistungsprinzip wurde abgeschafft, Spaßgesellschaft eingeführt, der Schwarzmarkt blüht. Energie=Leistung? Die Energiepolitik Deutschlands orientiert sich an Wetter und Tageszeit. Der Rest wird mit billig produzierten, ausländischen Atomstrom teuer eingekauft. Linke Phantastereien überschwemmen die deutsche Gesellschaft

Wolfgang Brennenstuhl | Mo., 24. November 2025 - 09:57

Sehr geehrter Herr Brodkorb,
auch Sie sollten sich ehrlich machen.
Das "Rentenproblem" würde so nicht bestehen.
Seit Ende der neunziger Jahre sind ca. 2 Billionen Euro der Rentenkasse zweckentfremdet entnommen worden.
Das Gleiche gilt auch für die gesetzliche Krankenkasse.
Und keiner begehrt auf oder klagt dagegen.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 24. November 2025 - 10:56

Ja, Herr Brodkorb, sie könnten mit vielem Recht haben was Sie schreiben. Man sieht es auch daran, dass Ihnen ein Teil der Foristen im Wesentlichen Recht geben. Nein, Herr Brodkorb deshalb, weil sie zwei wesentlichen Komponenten aus meiner Sicht nicht oder zu wenig in Betracht gezogen haben.
1. Die Zweckentfremdung der Rentenkassen und deren Plünderung.
2. Die Tatsache, dass wir genug Geld hätten, würde man endlich die vielen Milliarden einsparen, die dieser Staat anderen gibt und nicht dem eigenen arbeitenden Volk zu Gute kommen läßt. Ich schrieb schon mehrfach, wie viele andere hier auch, wo wir alles sparen könnten. So z.B. Entwicklungshilfe, NGOS Finanzierung, Bürgergeld, durch Abschaffung der Bürokratie und Einsparung des Personals dafür, diese Bürokratie zu verwalten. Durch einen schlankeren Staat, einschließlich Senkung der Diäten usw. Aber da will die Politik eben nicht ran. Und so werden sich weiterhin zwei Lager bei dem Thema bilden und es zu keiner Lösung kommen.

Straub Klaus Dieter | Mo., 24. November 2025 - 11:06

Aber Herr Brand! Wen und wieviele erhalten hohe Renten. Meine Frau 47 Arbeitsjahre ( mit Kind) und 40 Stundenwoche erhält mit 63 und 10 % Abzug, stolze 1565 €. Würde sie alleine Leben, erklären sie mir bitte bei Miete und einem kleine PKW, wie sie überleben soll! Wir haben verzichtet und gespart und deshalb geht es uns gut.
Work Live Balance zB Lehrer 48 % Teilzeit und mit 58 in Pension, keine Seltenheit und Pension nach A 12,13,14 oder vielleicht unsere Fachkräfte aus aller Welt, die sich in der Hängematte bequem machen.
Die Boomer tragen eine Mitschuld, aber die POLITIK tat nichts dagegen, dabei wusste man es schon seit 30 Jahren. ( Die Rente ist sicher)!!!!
Nur ein kleines Bsp. Warum haben wir noch 16 Bundesländer, einen aufgeblähten Bundestag usw. Wieviel könnte man hier einsparen!
20-30 Mrd.
Gruß

Angelika Sehnert | Mo., 24. November 2025 - 11:12

..da ist der Sozialdemokrat wohl mit Ihnen durchgegangen!
Die Einlassungen Lauterbachs waren eine öffentliche Bankrotterklärung. Man kennt das Problem und tut nichts! Wozu sind Politiker eigentlich da! Warum tut jemand wie Lauterbach nichts? Weil die Einführung eines kapitalgedeckten Anteils der Rente der sozialistischen Ideologie zuwiderläuft. Da lässt man es doch lieber zum Kollaps kommen.
Wer ist denn schuld an den gesellschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahrzehnte? Wer hat denn das klassische Familienmodell permanent verächtlich gemacht? Frauen, die sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern wollten als Dummerchen hingestellt und die Berufstätigkeit von Frauen zu einer Frage der Gleichberechtigung hochstilisiert? Es gibt über 500 Subventionen, die meisten davon für Familien. Aber man schafft es damit nicht, Eltern die Freiräume zu gegeben, die sie für eine selbstbewusste Entscheidung brauchen eben zwei oder drei Kinder zu bekommen Stichwort: Familiensplitting.

Angelika Sehnert | Mo., 24. November 2025 - 11:30

Boomerbashing ist voll in! Wenn etwas daran richtig ist, dann dies: es waren wir Boomer zugelassen haben, dass underperformende Parteiapparatschiks ewige Zeiten im Parlament saßen und einfach keine zukunftsfähige Politik gemacht haben. Jetzt fallen uns die Fehlentscheidung und Unterlassungen der letzten 30 Jahre auf die Füße. Die Rentenkassen wurden seit den 80er Jahren geplündert.
Im Gesamthaushalt ist genug Geld um Zeit zu kaufen, bis eine kapitialgedeckte Komponente der Rente ausreichend Erträge bringen würde, aber das Geld wird eben falsch ausgegeben, für die mittlerweile sprichwörtlichen Radwege, für die immer absurdere Energie- und „Klimaschutz“Politik, für Einwanderer,die in der Mehrheit nie Nettozahler werden, aber unendlich viel kosten, für Sozialklimbim der SPD. Es waren SPD und CDU, mit Hilfe der Grünen,die über Jahre hinweg keine Zukunftspolitik gemacht haben, im Gegenteil, Zukunft verbaut haben. Und jetzt sollen die Boomer büßen? Für die Unfähigkeit der Politiker?

G. Fischer | Mo., 24. November 2025 - 11:36

Eine Gesellschaft ist nur so lange gesund, so lange sie sich selbst reproduzieren kann. Eltern müssen gesellschaftlich mehr gefördert werden und ggf. Kinderlose, die ja gewollt oder nicht gewollt auf den Nachwuchs der Anderen angewiesen sind, ihren Beitrag leisten. Da sollte man nicht nur bei der Rente selbst ansetzen, sondern schon früher, um jedem die Chance zu geben, Kinder zu bekommen. Wilfrid Schreiber, der Urheber der von ihm entworfenen "Kindheits- und Jugendrente" , empfahl nämlich die Regelung, dass Eltern den einfachen, unverheiratete Kinderlose den doppelten und Verheiratete ohne Kinder den eineinhalbfachen Betrag einzahlen sollten. Adenauer hat dies mit seinem bekannt gewordenen Satz: „Kinder kriegen die Leute immer“ vom Tisch gewischt und die große Rentenreform eingeführt. Kinderkriegen muss wieder "en vogue" werden. Unabhängig davon dürfen wichtige Anpassungen im System (Einbeziehung aller Einzahler) nicht außen vor bleiben. Eine große Rentenreform muss her.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 24. November 2025 - 11:40

nie verstanden, dass kinderreiche Familien als tendenziell "asozial" galten.
Natürlich erklären das die Summen, die Eltern aufbringen müssen, um Kinder durchzubringen.
Ich habe diese Familien immer als die Reichen empfunden und intelligente Gesellschaften haben Kinder dann auch zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe erhoben.
Kinderlose zahlen mehr Steuern und sind damit die Paten aller Kinder.
Da nun Rentner ebenfalls Steuern bezahlen, die Einnahmen dürften durch die Boomer enorm steigen, ist dann allerdings die Frage auch sinnvoll, wofür eine Gesellschaft diese Einnahmen ausgibt...
Das Thema ist jedenfalls spannend und ich will gar nicht daran denken, welche Auswirkungen der enorme Wiedervereingungsstress auf die Familienbildung im Osten hatte.
Autoritäre Systeme wirken sich auf Familienbildung aber wohl auch aus.
Liebe braucht auch Luft zum Atmen.
Den Reichtum durch Kinder bedenkt m.E. Prof. Dr. Christel Neusüß in ihrem Klassiker "Die Kopfgeburten der Arbeiterbewegung".
Nu

Theodor Lanck | Mo., 24. November 2025 - 11:40

Was ich nicht verstehe: Wenn die Boomer zu wenige Kinder geboren haben, sind sie doch verstärkt auf Vermögen angewiese. Und genau das will man ihnen wegnehmen?

Ansonsten eine konsequente Darstellung der mächtigen Jahrzehnentwicklungen, gegen jede kleinteilige Tagespolitik unzureichend wirkt.

Bernd Windisch | Mo., 24. November 2025 - 12:25

Werter Herr Brand, Sie sind Herrn Brodkorb in vielerlei Hinsicht auf den Leim gegangen. Jung und Alt gegeneinander auszuspielen führt dazu, dass beide verlieren. Sollte die von der SPD verteidigte Haltelinie aufgegeben werden müssen noch mehr Rentner als jetzt schon zum Sozialamt oder Flaschen sammeln. Traurig ist, dass Sie die Höhe der Renten gar nicht kennen und dennoch ins Horn des Autors tuten. Was ist eine hohe Rente? Im Schnitt erhält man 1.135 € in den alten Bundesländern und 1.243 € in den neuen Bundesländern. Besonders langjährig versicherte erhalten (45 Jahre) 1 604,- €. Das ist eine Schande! Kaum ein Alleinstehender kann davon leben. Brodkorb hantiert mit Vermögenstatistiken die niemandem konkret helfen. Mit seiner Ministerpension im Rücken kann er Sprüche klopfen. Auch Sie werden, singt die Haltelinie, nur schwer noch auskömmliche Rentenansprüche aufbauen können. Ob Ihre Altersversorgung an der Börse gut Verwahrt ist muss sich erst noch erweisen.

Walter Buehler | Mo., 24. November 2025 - 12:43

Ein sensationsgeiler soziologischer Begriff wie "Baby-Boomer". verursacht unnötige Missverständnisse bei der Lösung der realen Probleme.
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Auch ich bin ein (früher) westdeutscher "Baby-Boomer". Aber niemand hat mich je gefragt, ob ich ein "Boomer" werden will. Ich hatte auf Zeit, Ort, Geschlecht und sonstige Umstände meiner Geburt keinen Einfluss.

Brodkorbs Satz: "Die Boomer müssen endlich für ihre mangelnde Gebärfreudigkeit zur Kasse gebeten werden" ist daher logisch und moralisch gesehen völlig unsinnig, auch wenn man vielleicht ahnen kann, was er meint.

Meine "Gebärfreudigkeit" war immer gleich Null, auch als ich bei der Geburt meines ältesten Kindes im Kreißsaal anwesend war.

Trotz fehlender "Gebärfreudigkeit" habe ich Kinder und Enkel, wie die meisten meiner Freunde.

Nach 54 Jahren Ehe kann ich mit Herrn Hansch ( 2. 11.25 in Cicero-Kultur) sagen: Männer und Frauen können zusammengehören.

Mühe und Arbeit sind real, aber auch die vielen Glücksmomente.
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Nix für ungut.

Eco | Mo., 24. November 2025 - 12:53

Zum Ersten sind es die Pfründe der Beamten, Politiker, Bezieher von Renten aus Versorgungswerken, an die man nicht heran will. Da ist durchaus Geld zu holen.
Zum Zweiten hat das Ganze auch etwas damit zu tun, dass die Wirtschaft stottert und das Wirtschaftswachstum nahe Null liegt. Mit einem angemessenen Wirtschaftswachstum wären die Renten locker zu zahlen.
Zum Dritten haben die Schröderschen Reformen zum größten Billiglohn-Sektor in Deutschland geführt. Wer einen solchen Job hat, zahlt auch weniger in die Rente ein. Damit sind natürlich Rentenansprüche von höheren Löhnen so nicht zu decken.
Zum Vierten hat die jetzige Generation noch weniger Kinder, und bei einer weiteren Deindustrialisierung werden die Alten froh sein, die einen Bauern in der Familie haben.
Zum Fünften: Wofür brauchen wir denn die Steuereinnahmen? Krieg? Rüstung?
Zum Sechsten: Die Boomer werden eine kürzere Lebenserwartung als die Generation vor Ihnen haben.
Zum Siebten: KV+PV+Steuern fallen auch auf Renten an.

Volker Huber | Mo., 24. November 2025 - 15:32

war ich in den 1990er Jahren etliche Male in Südkorea. Damals wurden Eltern, die mehr als zwei Kinder in die Welt setzten, steuerlich benachteiligt. Eine Generation später zählt das Land zu den fortgeschrittenen Industrieländern und hat die weltweit niedrigste Reproduktionsrate, weswegen das Kinderkriegen wieder gefördert wird. Es wird nichts nützen. Niedrige Geburtenraten sind ein säkularer Trend in allen reichen Industrieländern, die meistens auch Sozialstaaten sind. Wenn die Lebensrisiken sozialisiert werden, besteht keine Notwendigkeit der eigenen Vorsorge mehr. Hier führt sich der Sozialstaat selbst ad absurdum, da er auf Voraussetzungen beruht, die er selbst dementiert.

Ines Schulte | Mo., 24. November 2025 - 15:51

Warum schmäht man die Boomer, wenn das Thema Rente doch vorhersehbar war? Wurde und wird nicht ideologisch die Familie auch jetzt noch zu wenig wertgeschätzt? Schon für 2005 wertete das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung aus: "14.6% der Frauen und 26,3 % der Männer wollen keine Kinder; sie wollen das Leben, das sie selbst empfangen haben, nicht weitergeben." Damals war Ursula v.d.L. (7-facheMutter) Bundesfamilienministerin. Der flächendeckende Ausbau der Krippenplätze und der Rechtsanspruch darauf sollte die Mütter aus der Betreuungsspirale holen, denn die Berufstätigkeit wurde ideologisch obenan gestellt. Familie war und ist Stiefkind in den Medien, stattdessen wurde mit Gender Mainstreaming eine neues Gesellschaftsbild ausgerufen.
Hat all dies nicht dazu geführt nach neuen Lebensinhaltenzu suchen? So ist es eben normal geworden, den Kinderwunsch zurückzustellen. Anreize wie die sog.
"Herdprämie " wurden wieder abgeschafft, ein staatl. Krippenplatz kostet das Mehrfache!

Konstantin Richter | Di., 25. November 2025 - 05:11

Herrlich, Brodkorb in Höchstform, da hat er mal wieder richtig einen aus der Kiste gelassen. Er meint aber wohl nur die "Boomer-Frauen". Denn nur um deren "Gebährfreudigkeit" kann es ja gehen. Und zwingen kann ma ja leider auch niemanden. Da gerät man immer so schnell in ein schlechtes Licht...