Wohin kann man in der Pandemie noch verreisen? - „Fernziele werden im Sommer noch nicht bereisbar sein“

Kaum eine Branche leidet so sehr unter der Pandemie wie die Reisebranche. Aber ist es in diesem Jahr überhaupt ratsam, zu verreisen? Eine Reisebüroleiterin gibt Tipps für Last-Minute-Ziele und rät, was man bei der Wahl der Reiseveranstalter beachten sollte.

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Auch die Reisebüros versuchen den Mut in der Pandemie nicht zu verlieren. / dpa

Autoreninfo

Sina Schiffer studiert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Politik und Gesellschaft und English Studies. Derzeit hospitiert sie bei Cicero. 

So erreichen Sie Sina Schiffer:

Kristina Keller ist seit 2017 Geschäftsführerin eines Familienunternehmens und führt vier Reisebüros in Bonn und Umgebung. Diese gehören alle dem Franchisesystem TUI ReiseCenter an. 

Frau Keller, Urlaube werden storniert, und neue Buchungen bleiben seit bereits einem Jahr aus. Wie sieht es in Ihren Reisebüros aus? 

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Heidemarie Heim | Fr, 12. März 2021 - 15:52

Die einzigen Reisen, die sofort ausgebucht wären, wären sogenannte Impfreisen in der Luft, zu Wasser und an Land. Was uns natürlich der Anstand verbietet, von wegen Solidarität, Neiddebatten und ähnlichem! Ich glaube mittlerweile könnte man mich damit sogar für die Käfighaltung-Innenkabine mit streng bewachtem Landausflug in kleiner Herde auf einem Kreuzfahrt-Dampfer begeistern;)!
Aber alles andere, so wie wir alle es kennen oder bis vor der Krise kannten können wir uns abschminken die nächsten Jahre. Die Veranstalter, Hotels, Gastronomiebetriebe, Fluggesellschaften, Reedereien usw., die das überleben, müssen wie man schon vereinzelt feststellen konnte, eine völlig andere Preispolitik machen. Denn wer bezahlt aktuell für 1 Woche Malle mit HP im Mittelklasse Hotel, abgespeckten Leistungen, Maskenpflicht immer und überall, Rauchverbot, geschlossenen Freizeitangeboten usw. über 800€? Von den ganzen Hindernissen davor und danach mal abgesehen. Das wird noch krasser werden. MfG

Warum eigentlich nicht? Wenn wir doch sowieso alle geimpft werden sollen/müssen? Einerseits zwitschern mittlerweile alle Spatzen von den Dächern, dass die Ungeimpften das Land nicht mehr verlassen dürfen. Und sich auch innerhalb des Landes nur eingeschränkt bewegen dürfen. Anderereseits bekommt die Regierung eine Impfung aller trotz gegenteiliger Beteuerungen nicht hin. Vielleicht will sie es auch gar nicht ... Wie auch immer. Auf Merkel und ihre Regierung kann man der Bürger jedenfalls nicht verlassen. Also ist es besser, man bemüht sich selber. Und sei es in Form von Impfreisen.
Wie gestern zu lesen, scheint es in DE keinen Impfstoff-Mangel zu geben. Immerhin bekommen wir innerhalb der EU weit mehr Impfstoff als uns eigentlich zustünde. Sagt zumindest Sebastian Kurz. Und es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Mir stellt sich nur eine Frage. Was macht die Regierung mit dem ganzen Impfstoff? Ist er tatsächlich für die Bürger dieses Land vorgesehen?

Dr. Peter Eberl | Fr, 12. März 2021 - 16:53

Neben "Sinn machen" hat sich die Endsilbe -bar wie eine Krake in der Umgangssprache breitgemacht, hier mit "bereisbar" Stilblüten wie "leistbar" und andere Unsäglichkeiten ergänzend. Nicht alles, was so anfällt, ist bar-bar, und man sollte die bisherigen, gebräuchlichen rund dreihundert auf -bar endenden Wörter nicht um weitere aufstocken, ansonsten landen wir bald unrettbar in der Trinkbar auf Sansibar!

Da sah ich doch vor ein paar Tagen einen Bericht (Spiegel TV?) über deutsche Urlauber in Sansibar, dort gibt es keine Einschränkungen und sie feierten natürlich ausgelassen und schon kam der erhobene Zeigefinger, wie verantwortungslos diese doch agieren würden. Wie irre wird es denn noch?? Wenn ich gesund bin und in ein Land ohne Einschränkungen einreise, muß ich das Wahnsystem meiner Heimat mitschleppen und bin ich verpflichtet, es dort einzuführen? Irre, oder? Aber unsere Medien kann man eh nicht mehr, ohne geistigen Schaden zu nehmen, konsumieren.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 12. März 2021 - 17:04

Wer derzeit Reisen für eine "ferne" Zukunft bucht, muss doch mit dem Klammersack gepudert worden sein. Täglich neue Änderungen zum Thema Corona und Risikogebiete. Willkürlich werden Reiseziele mal hoch und mal herunter gestuft. Wenn mancherorts nur ein Bewegungsradius von 15km erlaubt wurden, will man dann in die Welt reisen? Urlaub wird das wenigste sein, was Menschen derzeit interessieret, außer den ewigen Realitätsverweigeren, die keinen Blick für die weitere wirtschaftliche Destabilisierung haben. Die Menschen brauchen inzwischen Geld für das eigene Überleben. Wer jetzt egal was bucht, riskiert den Verlust seiner Ersparnisse, wenn diese Reisen aus welchen Corona Maßnahmen heraus auch immer nicht durchführbar sein werden. Ja, ich weiß. Die hirnlose Ballermann Jugend schert das einen Dreck. Vielleicht versuchen ein paar betuchte Ältere irgendwo hin zu flüchten. Wenn sie ohne Impfung überhaupt hinein gelassen werden in irgendein Land. Ist man dort, darf man dann einfach wieder zurück?

Urban Will | Fr, 12. März 2021 - 19:23

„Urlaubsreisen kein Pandemie – Risiko“. Was auch nicht sonderlich überrascht. Dort, wo es hohe Ansteckungsraten gab, waren der Anlass für den Urlaub Familienbesuche in den Herkunftsländern (z.B. auf dem Balkan).
Der klassische Urlauber, sieht man einmal von den Fleischbergen am Ballermann ab, ist nicht gefährdet.
Mit etwas Vorsicht vor Ort wären Reisen in hohem Umfang möglich und all der Quatsch unserer Dilettanten – Regierung mit irrsinnigen Auflagen, was letztendlich einem Reiseverbot gleichkommt, sollten aufgehoben werden und man den Menschen ihre Freiheit zurückgeben.
Aber wie fragte unsere DDR – sozialisierte Kanzlerin vor nicht allzu langer Zeit: „Warum können wir das Reisen nicht verbieten?“
Wenn diese Stümper so weiter machen, wenn in diesem Sommer erneut nichts läuft, dann werden bald Köpfe rollen bei der Reise- und Luftverkehrsbranche. Dann wird Fliegen bald wieder nur noch was für die (mehrhtl. Grün wählende) Haute Volée. Luxus für die „besser Gestellten“.

Ingo Kampf | Sa, 13. März 2021 - 18:58

...an der Nordsee gekauft. Das war damals purer Anlage-Notstand. Wir verschweigen das inzwischen und lassen es niemanden, außer ganz engen Freunden, wissen. So einen Volltreffer haben meine Frau und ich selten erziehlt. Wir wollten die Wohnung eigentlich vermieten - jetzt nutzen wir sie selbst. Der Vorteil ist, wir entscheiden am Vormittag, ob wir Nachmittags dort sind. Das Internet ist gut, so daß man zur Not dort auch beruflich tätig sein kann! Voraussetzung ist ein bequemer Reisewagen.