MAD
Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) in Köln / picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

Reform des Militärischen Abschirmdienstes - Endlich zurück zu den Wurzeln

Die Kernaufgabe des Militärischen Abschirmdienstes ist die Abwehr von Gefahren für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Doch zuletzt entwickelte er sich immer mehr zum innenpolitisch getriebenen Kontrollapparat gegen extremistische Umtriebe. Das soll sich jetzt ändern.

Autoreninfo

Richard Drexl ist Oberst außer Dienst der Luftwaffe mit unter anderem langjährigen Erfahrungen im Bundesministerium der Verteidigung

So erreichen Sie Richard Drexl:

Die Koalition hat in Sachen Militärischer Abschirmdienst (MAD) eine überfällige Kurskorrektur vollzogen. Die bisherige Soldateneinstellungsüberprüfung wird mit dem Artikelgesetz „zur Stärkung des personellen Schutzes in der Bundeswehr“ vom 5. Dezember 2025 durch eine „effektivere und schnellere Verfassungstreueprüfung“ abgelöst. Mit der Konzentration „auf bewährte Prüfmerkmale“ wie einer Abfrage bei den Nachrichtendiensten, beim Bundeszentralregister sowie einem gründlichen Blick in öffentliche Quellen – insbesondere Social Media – soll laut Bundesverteidigungsministerium „eine deutliche Beschleunigung bei der Einstellung neuer Soldaten“ erzielt werden.

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IngoFrank | Di., 6. Januar 2026 - 09:24

Welche Bundeswehr ?
Dem kaputt gesparten Haufen nicht einsatzfähiger Soldaten & Offiziere ohne ausreichender Ausrüstung, die sich Frage stellt, was an diesem „Gebilde“ dem die Identifikation und der Nationalstolz aberzogen wurde denn überhaupt wert ist, es zu verteidigen……
Da helfen auch keine Milliarden ….. selbst nicht aus Schulden finanziert ! Da hilft nur ein radikaler Schnitt, ade vom Buntland Germany zurück zu den Wurzeln durch Bildung Fleiß & Arbeit !
Mit freundlichen Gruß a d Erfurter Republik

Ernst-Günther Konrad | Di., 6. Januar 2026 - 11:20

Nicht mit dieser Regierung. Nicht mit dieser links-grün verstrahlten UNION. Da wird vermutlich im *Kleingedruckten* doch wieder Gesinnungsschnüffelei betrieben werden. Dass man Bewerber zum Sicherheitsapparat und besonders auch zur BW überprüft, versteht sich von selbst. Aber bei dem seit Jahren immer übergriffig werdende Überwachungsstaat, der obwohl durch mehrfache Urteile von BVerfG und BVerwG zum Thema private Chats/Meinungsfreiheit eigentlich klare Urteile gefällt haben, werden dennoch seine Mitarbeiter/Soldaten bis ins Äst Gefach überprüft und jede Regierungskritik als *rechtsextrem* oder * *verfassungsfeindlich* brandmarkt. Dass der Staat selbst durch das Schleifen unserer Grundrechte bewusst und gewollt die Verfassung mit Füßen tritt, scheinen Sie nicht sehen zu wollen Herr Oberst. Nein, man will dem MAD wieder einen demokratischen Anstrich verpassen, aber man kann den Rost der politischen Einflussnahme nicht überdecken. Derzeit wird der MAD gegen das Volk eingesetzt.