- Die liberalpopulistische Neuerfindung
Wolfgang Kubicki inszeniert sich auf der r21-Konferenz als Freigeist und Hoffnungsträger eines verunsicherten Liberalismus. Doch zwischen Applaus und Parolen bleibt eine entscheidende Frage: Trägt sein Kurs auch in die eigene Partei?
„Wenn es ein rechtes Narrativ ist, die Meinungsfreiheit zu verteidigen, dann will ich rechts sein!“ Diese und viele andere, ähnlich polemisch und zugleich selbstbewusst klingende Parolen donnerten am Dienstagabend über das Bühnenparkett der r21-Konferenz. Sie stammten von niemand geringerem als Wolfgang Kubicki – dem Mann, der momentan im Alleingang versucht, sich selbst den Parteivorsitz der FDP zu sichern und zugleich die verletzte Seele des deutschen Liberalismus zu heilen.
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Vielleicht ist der CICERO doch eine verkappte Parteizeitung der Liberalen? Oder zahlt Herr Kubicki für seine Veröffentlichungen? Oder ist er Mitglied im Redaktionskolleg? Egal. Ich wähle die Liberalen jedenfalls nicht. Sie haben sich überlebt. nmM. 👍
@Klaus Funke, ja, der CICERO räumt ihm entschieden zu viel Kubick(i)zentimeter ein. Herr Kubicki ist ein begnadeter Rhetoriker und noch dazu unterhaltsam. Aber seine Chance bei der FDP hatte er seit 2013, als er Christian Lindner bei der Wiederaufrichtung der Partei tatkräftig unterstützte. Weder dessen antiliberalem Ego-Trip noch den rechtlichen Irrungen und Wirrungen eines Herrn Buschmann trat er entgegen. Isch over!
Stört sie beide das wirklich? Zumal dieser Artikel ja durchaus kritisch war. Unser Kanzler hat die FDP für tot erklärt. Da der Mann noch mit nichts Recht hatte, ist damit für mich sicher, dass die FDP noch eine Rolle spielen wird. Also lese ich gerne etwas darüber. Sie beide ja offensichtlich auch, sonst würden sie weder lesen noch kommentieren!
Zuviel Detailgeschwafel braucht's jetzt weder für die FDP noch für das Land... - Im wesentlichen ist alles bereits gefühlte 1276-Mal gesagt... ...
JETZT braucht es den Politikwechsel, wöchentlich Merz versprochen aber nicht geliefert hat - ist bekannt...
Ob die Kubicki-FDP den Auslöser dafür macht...?, kann man derzeit nur hoffen. Gut wäre das...
Zunächst vielen lieben Dank für Ihre Beobachtungen geehrte Frau Kilian! Ein Neubeginn bzw. Rückkehr zu einer ausschließlich der Liberalität geschuldeten Politik, wie ich sie begrüßen würde oder darunter vorstelle, braucht es außer dem erfahrenen Zugpferd Kubicki als Aushängeschild, Leute an seiner Seite wie die von mir schon oft erwähnte Frau Teuteberg, die in der Lage ist, fachlich wie sachlich jede Frage zu beantworten, und es mit jedem Moderatoren oder einer Phalanx weniger gutmeinender oder ideologisch anders gestrickter Gesprächspartner aufzunehmen.Die sich dann nur noch in ihre üblichen abgesonderte Narrative flüchten können in einem ernsthaften Austausch von Argumenten Weshalb sie solche Aufeinandertreffen/Formate s.o. auch vermeiden.Oder plötzlich Kreide fressen wenn sich der Wind dreht o. keiner mehr gendern möchte;).Und wie im Titel steht, erst recht keinen "Parteifreund" Wissing, der bei der unsäglichen Verabschiedungszeremonie von Lindner...den Rest kennen wir! MfG
Sehe ich genau so!
Vielen Dank für den kritischen und dennoch würdigenden Beitrag von Frau Kilian. Dass der eloquente Herr Wissing jetzt wieder aus der Versenkung steigt, zeigt, dass diese Zerstörer der FDP nichts, aber auch gar nichts aus ihren Fehlern gelernt haben. Die ganze links-grüne Ampel-Aktion ist auf Wissing zurückzuführen. Das genau hat er jahrelang verfolgt, ob in RLP oder dann im Bund. Ist letztlich allen FDPlern um die Ohren geflogen. Anstatt jetzt einfach mal die Klappe zu halten und nicht schon wieder Gift zu streuen, tut er genau letzteres. Solche Leute gibt es in allen Parteien, aber für eine freiheitlich-liberale Partei ist das ganz besonders schädlich.
Ich wünsche Herrn Kubicki von Herzen 'good luck', und ich werde die FDP gerne wieder wählen, wenn ihm das gelingt. Ich rechne Kubicki hoch an, dass er bei R21 alles Großmäulige weggelassen hat. Für klare Programmaussagen ist es eindeutig zu früh.
Sehen wir derzeit tagtäglich nicht schon genug großmäuliges Blendwerk?
Kubicki hat keine visionäre Agenda, in seinem Schreibtisch liegt kein Entwurf um z.B. die deutsche Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen oder das desolate Bildungssystem zu reformieren. Kurz: am Kleinklein eines Regierungsalltags hätte er sicher keinen Spaß.
Aber er verkörpert den Liberalismus wie kein anderer. Finanziell und im Geist unabhängig, Lebensmotto, privat wie politisch: Leben und leben lassen! Damit steht er vom Typus schon konträr zu dem verbissenen, humorlosen, vor allem jungen Politikertypus, der eben nicht anderes im Leben hat, als seine Parteiarbeit. Der eben keine erfolgreiche, befriedigende Karriere außerhalb des Poltikbetriebes aufzuweisen hat.
Es gibt zur Zeit keine Persönlichkeit, die den Liberalismus besser und authentischer verkörpern könnte als Kubicki. Einen Plan, die FDP wieder zu einer wichtigen Größe im Parteiengefüge zu machen hat er schon, wenn man sich sein Personaltableau ansieht: eine klare Ansage an den linksgrünwoken, eher libertären Teil der Partei.
"...im Geist unabhängig, Lebensmotto, privat wie politisch: Leben und leben lassen!"
Wenn DAS zum Aufbruch der 'Brandidiotenmauer' führt - müsste es ja eigentlich, wenn das Kubikis Lebensmotto ist wie Sie schreiben... - soll's mir doch Recht sein... - oder? 🤔😉
Zurzeit wohl derzeit die einzige reale Chance..., und darauf sollte man sich in der Bewertung der Vorgänge konzentrieren, mMn. Klein-klein-Detailpolitik von Kubiki abzufordern ist jetzt! wie das Reden über ungelegte Eier...
Ende Mai wissen wir dann mehr...
Da ist was dran. Parteien brauchen charismatische Aushängeschilder, die mit ihren Wählern resonieren. Denen müssen sie gefallen, und eben nicht der politischen Konkurrenz. Eher ganz im Gegenteil. Deshalb funktioniert auf der linken Seite eine Reichinnek besonders gut, oder eine Wagenknecht, während auf der rechten Seite einem Maaßen für die Werteunion das nötige Charisma abgeht, selbst wenn er fachlich eine gute Reputation hat. Die Frontleute müssen den „Spirit“ einer Partei verkörpern können, die politische Sacharbeit können andere im Hintergrund übernehmen, die natürlich nicht weniger wichtig ist, sondern komplementär dazu.
Nachdem die Union mit Merz in naher Zukunft herbe Verluste einfahren wird, gerade bei den Wirtschaftsleuten, die auf ihn gesetzt hatten, könnte eine neu aufgestellte FDP davon profitieren. Vorausgesetzt, der linksgrün-affine Flügel wird endlich kaltgestellt.
links-progressives Lager?
links-totalitär wäre die richtige Bezeichnung!
Progessiv ist an der aktuellen linken gar nichts mehr. Das war Mal in früheren Zeit, zumindest für die SPD zu Zeiten Helmut Schmidt und Willi Brand!
lagers. Nur dann besteht die Chance, dass sich etwas ändert, dort muss Kubicki überzeugen. Die Merz-Union hat sich auf Gedeih und Verderb den Linksgrünen unterworfen. Nur wenn diese Merz-Union weiter abfällt, könnte sich dort etwas tun. Auch die größten Klatschhasen fangen irgendwann an zu murren, wenn ihnen die Posten flöten gehen.
Jeder Wähler, den Kubicki von der AfD holt, bringt der Sache letztendlich nichts.
Der Stammwähler-Anteil bei den Blauen ist aber recht hoch, da wird er nicht viel holen können und das ist gut so.
Erst wenn die Merz-Union, SPD Sektierer und Linke zusammen keine Mehrheit mehr haben, ist der Weg offen für einen politischen Wandel. Wenn es auch nur mit einer Stimme reicht, wird Merz diese Vierer-Koalition machen anstatt die Brandmauer zu kippen. Das Land ist dem egal.
Sollte Kubicki aber wieder umfallen und an der Brandmauer festhalten, gehörte er davon gejagt. Ich glaube aber nicht, dass er das macht, denn auch er hält diese Mauer für Blödsinn.
Ach wissen Sie, das Unionslager bekommt das mit der Schwächung schon ganz gut selbst hin. Mittlerweile ja sogar in Bayern. Vielleicht bricht die CDU ja auch auseinander: In die vdLs, Günthers, Merzens und Haldenwangs auf der einen und die Rödders, Schröders, Patzelts und Ludwigs auf der anderen Seite. Ob der erstgenannte Block dann noch irgendwelche Stimmen abkriegt? Ob es zu Fusionen von FDP und dem Rödder-Block kommt? Möglich ist vieles!
...kann Kubicki am Wahlergebnis auf dem Parteitag im Mai nachsehen. Und wenn er einen liberalen Neuanfang erreichen will, der ja eigentlich nur die letzte Chance der Rückkehr zur Vernunft wäre, dann kann man ihm nur empfehlen "Vertreter eines stärker staatstragenden Liberalismus wie Volker Wissing" so schnell zum Abschied zu bewegen wir möglich. Denn das sind genau diejenigen, die die Reste der Glaubwürdigkeit der Partei in der Ampel endgültig ruiniert hatten, und am besten anderswo aufgehoben wären. SPD oder Grüne zahlen sicher gerne weiter den Dienstwagen, wenn es denn sein muss.
Zum Überleben braucht Kubicki derzeit auch noch kein detailliertes Wahlprogramm. Wen interessiert das jetzt wirklich? Er muss nur Liberalität und dezidierte Meinung vorleben, und zwar vor als auch NACH Wahlen. Mehr will der bescheiden gewordene Wähler (erstmal) gar nicht, denn Standhaftigkeit wäre im bürgerlichen Lager bereits eine Sensation an sich. Nur zu, Herr Kubicki. Was haben Sie zu verlieren?
