Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal geführt
Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal geführt / picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Prozess gegen Madgdeburger Weihnachtsmarkt-Attentäter - Betroffene und ein Arzt sagen aus

Der Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt ist im Prozess schon umfangreich zu Wort gekommen. Nun können die Betroffenen ihre Sicht schildern. Was der Täter anrichtete, sagt ein Arzt, der bei den Obduktionen der Getöteten dabei war.

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Seit dem 10. November läuft die Hauptverhandlung gegen Taleb al-Abdulmohsen. Der Mann aus Saudi-Arabien, der als Psychiater im Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter in Bernburg arbeitete, war am 20. Dezember 2024 mit einem Mietwagen über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Dabei starben sechs Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Al-Abdulmohsen hat die Tat gestanden.

Der Todesfahrer ist im Prozess schon umfangreich zu Wort gekommen. Seit heute können die Betroffenen ihre Sicht schildern. Geladen sind drei Opfer des Anschlags, die sich nach Angaben des Landgerichts freiwillig als Zeugen gemeldet hatten. 

Nach einer Einigung der Prozessparteien müssen Betroffene im Gericht nicht mehr als Zeugen aussagen. Stattdessen werden ihre Aussagen, die sie schon bei der Polizei gemacht haben, im Gericht verlesen, oder die Prozessbeteiligten können sie selber nachlesen. So soll sichergestellt werden, dass die Opfer das Geschehene nicht noch einmal durchleben oder dem Täter gegenübertreten müssen.

Eine flüchtende Frau starb an Herzversagen

Zudem wurde am Donnerstagvormittag ein rechtsmedizinischer Sachverständiger zur Obduktion der Getöteten des Anschlags gehört. Dabei berichtete er über die Verletzungen mehrerer Todesopfer. So sei etwa eine Frau an Herzversagen gestorben, die vor dem Täterfahrzeug geflüchtet war, sagte der Mediziner, der zu einem Obduktionsteam gehörte. Physischer und psychischer Stress bei dem Anschlag könnten als Ursache für den plötzlichen Herztod gewertet werden.

Für hörbaren Unmut bei den Nebenklägern und im Zuschauerbereich sorgten Nachfragen des Angeklagten Taleb al-Abdulmohsen zu den Schilderungen des Arztes. Ein Nebenklagevertreter wies darauf hin, dass im Saal Angehörige von Verstorbenen sowie Geschädigte säßen. Die Äußerungen des Angeklagten dürften nicht auf Kosten der Gefühle der Beteiligten gehen, sagte der Rechtsanwalt. Der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg sagte, die Rechte des Angeklagten dürften auch nicht beschnitten werden, er sprach von einer Gratwanderung. 

Laut der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg lenkte der damals 50-jährige al-Abdulmohsen den mehr als zwei Tonnen schweren und 340 PS starken Wagen etwa 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt. Er war mit bis zu 48 Kilometern pro Stunde unterwegs. Ein neunjähriger Junge sowie fünf Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren kamen ums Leben. Mehr als 300 weitere Menschen wurden verletzt.

Nach dem Anschlag erinnerte Friedrich Merz, damals noch Kanzlerkandidat der Union, an die Vorgeschichte des Mannes, der wegen Drohungen vorbestraft war: „Warum werden wir solche Leute nicht los, bevor sie großes Unheil anrichten? Es mag sein, dass die bisherige Rechtslage das nicht hergibt. Aber dann müssen diese gesetzlichen Regelungen eben geändert werden!“

Quelle: dpa
 

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Jens Böhme | Do., 27. November 2025 - 17:28

In seinem Herkunftsland hätte dieser Mann nach solch einer Massenmordfahrt nie und zu keiner Zeit so herumalbern dürfen.

IngoFrank | Do., 27. November 2025 - 17:42

letztendlich wird er als bekloppt klassifiziert und führt ein sicheres gut behütetes Leben finanziert vom Steuerzahler bis an sein Ende….. Es wird ihm auf jedem Fall besser gehen, als den Angehörigen der Todesopfer oder der der Schwerstverletzten .
Mit freundlichen Gruß a d Erfurter Republik

Sabine Lehmann | Do., 27. November 2025 - 23:53

Es kristallisiert sich immer weiter heraus, dass Deutschland zu einer Irrenanstalt geworden ist, die sogar von Irren u. Schildbürgern verwaltet wird.
Dass so eine Gestalt wie dieser Abschaum überhaupt in Deutschland leben u. agieren konnte, darüber hinaus als offenkundig Irrer andere Irre betreuen, medizinisch behandeln durfte, ist schon nicht fassbar und unglaublich. Dass er aber als Massenmörder auch noch Rechte für sich reklamieren darf, den Opfern quasi ins Gesicht spuckt und sie demütigen darf mit Unterstützung des deutschen „Rechtsstaates“ und völlig entgleister Richter, Staatsanwälte, teurer Strafverteidiger und verständnisvoller Chefideologen, zeugt von einer schier toxischen Erosion staatlicher und demokratischer Strukturen in Reinkultur!
Dieses Land ist so was von am Ende, mir fehlen die Worte und das ist selten.
Gleichzeitig landen an deutschen Airports jede Woche weitere Flieger mit Nachschub aus Islamabad. Besetzt mit potentieller Klientel für genau solche Gemetzel. Irre!