Pressekonferenz zur Pandemie-Lage - Weiterhin Sorge vor Corona-Varianten

Am heutigen Freitag informierten Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler in einer Pressekonferenz über die aktuelle Pandemielage. Die Virusvarianten seien in Deutschland bisher nicht weit verbreitet, stellten aber dennoch eine Gefahr dar. Spahn mahnte zu Lockerungen mit Augenmaß.

pressekonferenz-pandemie-lage-sorge-corona-varianten
Jens Spahn und Lothar Wieler informierten über die aktuelle Pandemie-Lage

Autoreninfo

Hier finden Sie Nachrichten und Berichte der Print- und Onlineredaktion zu außergewöhnlichen Ereignissen.

So erreichen Sie Cicero-Redaktion:

cicero-april-generation-lockdown

Am heutigen Freitag haben sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler und Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie in der Bundespressekonferenz geäußert.

Nach der Einschätzung des RKI sei das Infektionsgeschehen in Deutschland bisher nicht von ansteckenderen Corona-Varianten dominiert. Dennoch rechnet Lothar Wieler mit einer weiteren Ausbreitung von Mutanten.

Virusvarianten dominieren nicht

Die vor allem in Großbritannien verbreitete Variante B.1.1.7 liege in Deutschland aktuell bei unter sechs Prozent. Sie sei in 13 Bundesländern nachgewiesen.

Durch die neuen Varianten sei das Virus gefährlicher geworden, weshalb RKI-Chef Wieler sagte, das Virus sei noch nicht müde, im Gegenteil, es habe gerade noch einmal einen „Boost“ bekommen.

Lockerungen mit Augenmaß

Jens Spahn mahnte bei dem Weg aus dem Lockdown zu Augenmaß. Der in den letzten Wochen mühsam erreichte Fortschritt bei Neuinfektionen, etwa die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz von unter 80, dürfe in Anbetracht der Gefahr durch Virusmutationen nicht leichtfertig verspielt werden. 

Sollte es zu Lockerungen des Lockdowns kommen, sprach sich Spahn dafür aus, zuerst Schulen und Kitas wieder zu öffnen. Etwaige Lockerungen könnten bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Mittwoch, dem 10. Februar beschlossen werden.

Aktuelle Impfsituation

Angesichts der Ankündigung des Impfstoffherstellers AstraZeneca, mehr Präparate an die EU zu liefern, rief Spahn die einzelnen Bundesländer dazu auf, den vorhandenen Impfstoff vollständig zu verimpfen ohne dabei Dosen für die neun bis zwölf Wochen später stattfindende Zweitimpfung zurückzustellen. 

Mittlerweile seien nach den Aussagen Spahns in Deutschland knapp drei Millionen Impfdosen verabreicht worden, über 800.000 Bürger hätten schon die zweite Impfdosis erhalten. In Pflegeheimen seien bereits über 80 Prozent der Bewohner mit der ersten Impfung versorgt.

arn / dpa

Fritz Elvers | Fr, 5. Februar 2021 - 14:34

Tübingen 38, trotzdem wird das Wirtschaftsleben weiter gegen die Wand gefahren. Impfstoff weit und breit nicht vorhanden.

Wo genau sollen jetzt die fähigen Politiker sein, die uns daraus hauen? Langsam wird es unheimlich.

Ich teile Ihre Besorgnis. DIe Regierung hat uns mit geballter Inkompetenz in diese gefährliche Lage gebracht und damit bewiesen, dass sie dieser Gefahr nicht gewachsen ist. Vielleicht wäre es an der Zeit, sich mit den Strategien von AFD+FDP zu befassen. Scheint mir erfolgversprechender zu sein

Aus Solidaritätsgründen und wie in einem anderen Beitrag (Ethikrat)schon abgehandelt gibt es keine Sonderrechte, lieber Herr Elvers! Stand 05.02.21 haben wir in unserem Landkreis (ca.115000 EW.) eine Inzidenz von 22,2 und einer Impfquote von 3,26%, also 3669 wurden bisher im Vergleich zu anderen Landstrichen zügig geimpft seit Anfang Januar. Und trotzdem muss ich selbst zur Schere greifen um meinem Liebsten einen Corona-Haircut zu verpassen, während unsere Friseure hier nur ohnmächtig aus Protest das Licht anschalten können und seit Wochen zusehen,
wie viele die 30KM o. weniger nach Luxemburg düsen, um sich dort auf dem Kopf menschlich gestalten oder die vermehrt auftretenden "Selbstfärbeunfälle" beseitigen
zu lassen. Doch die meisten Umfragen bezüglich "Sonderrechten" wo 68% vehement dagegen votierten das "Geimpfte" diese bekommen sollten, begrüßen scheinbar auch die Folgen und Kollateralschäden dieses "Überall-Locks". Gibt es bei uns eigentlich genügend Insolvenzverwalter?? MfG

Klaus Damert | Fr, 5. Februar 2021 - 14:52

Es ist unglaublich, wie ohne viel Faktenwissen hier spekuliert wird. Soll mit Absicht Panik verbreitet werden? In Sachsen-Anhalt wird "angestrebt", 5% der Proben zu sequenzieren. Selbst daraus lässt sich kaum eine Schlussfolgerung ziehen. Nennt man das: "hört auf die Wissenschaft"? Ich habe noch gelernt, dass Wissenschaft auf Fakten, auf Messwerten beruht. Aber offensichtlich ahmt man erfolgreich Trump nach. Er scheint ein großes Vorbild zu werden für die Erfindung alternativer Fakten auch hier in Deutschland.

Helmut Bachmann | Fr, 5. Februar 2021 - 17:40

Dass Viren mutieren ist soweit ich weiß, schon etwas länger bekannt. Selbstverständlich wird dies auch in den nächsten Jahren so sein. Nun hat man Angst vor Mutationen, plötzlich "Mutanten" genannt, weil sie sich so schnell ausbreiten. Seit Dezember bereits. Sie breiten sich nun also doch nicht schnell in D aus, stellen aber weiter eine besondere Gefahr dar. Ich komme mir veralbert vor, sehe keine Logik, nur noch Angst und Manipulation.

Tomas Poth | Fr, 5. Februar 2021 - 17:57

Covid wird zu einer Endlosschleife für die Regierenden ausgebaut. Es wird sozusagen der Beton fürs Durchregieren angemischt.
Leute, laßt euch nicht mehr Testen. Ohne Fallzahlen bricht der Spuk zusammen.

Yvonne Stange | Sa, 6. Februar 2021 - 09:45

... also muß der Lockdown weitergehen, noch ist nicht alles zerstört!! Hanebüchene Ausreden findet man schnell und das Volk wird weiter in Hysterie gehalten..... bis die Konzerne/China die Einkaufstour beendet haben....