Manuel Ostermann
Manuel Ostermann / M. Cruz

Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann im Gespräch mit Robert Hofmann - Cicero Podcast Politik: „Die Bundesrepublik Deutschland ist krank“

Der Anschlag auf den Berliner CSD sorgt für Fassungslosigkeit. Im Podcast spricht Manuel Ostermann, Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft (DPolG), über die unterschätzte Gefahr des Islamismus und das Unvermögen der Politik, dieses Problem zu benennen.

Robert Hofmann

Autoreninfo

Robert Hofmann studiert Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Stockholm. Derzeit hospitiert er bei Cicero.

So erreichen Sie Robert Hofmann:

Versagt der Staat beim Schutz seiner Bürger wie jüngst beim Anschlag auf den CSD? Im Podcast spricht Manuel Ostermann von der DPolG Bundespolizeigewerkschaft über die verschärfte Sicherheitslage in Deutschland und die Schwierigkeit, die Probleme in der öffentlichen Debatte anzusprechen. 

Ostermann, selbst auch CDU-Mitglied, fordert nun eine lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse, betont aber auch, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nie geben könne. Zugleich beklagt er, dass sich die Gesellschaft zunehmend an solche Gewalttaten gewöhnt habe.

Während sich die Gesellschaft in der Bekämpfung des Rechtsextremismus dankenswerterweise einig sei, sei es immer noch heikel die extremistische Gefahr von islamistischer und linker Seite offen zu benennen. Hier sieht Ostermann Politik und Medien in der Pflicht und warnt vor überbordender Political correctness und ideologischer Blindheit.

Er warnt vor der sich der dramatisch verändernden Sicherheitslage in Deutschland und dem Zurückweichen vor den Extremisten: „Wir verlieren Stück für Stück immer mehr Freiheit in einer Geschwindigkeit und Radikalität, die atemberaubend ist.“ Es sei kollektiver Freiheitsverlust, wenn das Glas Wein lieber daheim getrunken werden aus Angst davor, rauszugehen.

Robert Hofmann (li.) und Manuel Ostermann in der Cicero-Redaktion / M. Cruz
Robert Hofmann (li.) und Manuel Ostermann in der Cicero-Redaktion / M. Cruz

 

Das Gespräch wurde am 30. Juli 2026 in der Cicero-Redaktion aufgezeichnet.

Sie können den Podcast jetzt hier – klicken Sie dazu „Inhalte aktivieren“ – hören, oder auch auf allen Podcast-Portalen.


Sie sind interessiert an weiteren Themen und noch kein Abonnent von Cicero Plus? Testen Sie uns hier.

Mehr Podcast-Episoden:

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 1. August 2026 - 12:22

Wer täglich Nius oder Apollo News verfolgt hat Ostermann längst gehört, da kommt der Cicero leider zu spät. Aber gut. Für die Leser hier, die eben diese neuen Medien nicht hören oder sehen ist das sicherlich gut, überhaupt etwas von ihm mitzubekommen. Ich frage mich nur, wie lange das CDU-Mitglied noch in der Partei bleiben darf und wann man ihm dienstlich Probleme machen wird. Denn was er sagt ist alles richtig und wichtig. Und wir wissen, die Politik hat damit Probleme, wenn jemand die Wahrheit spricht. Lieber Kollege viel Glück und weiterhin den Mut dazu, dass Du die Wahrheiten aussprichst.

Heidemarie Heim | Sa., 1. August 2026 - 14:48

Die ich mir an anderer Stelle nach dem abgedruckten Interview stellte.Nun,nachdem ich auch anhand seines stimmlichen Ausdrucks und Willens sowie der Ergänzungen was sein persönliches Umfeld angeht oder den Rückhalt durch die Kollegen, weiß ich nun,warum sich eine Frau Faeser und Konsorten an ihm die Zähne ausgebissen haben;). Weil deren Idee von einem ständig im Dienst über einem schwebenden Damoklesschwert namens Beweislastumkehr und Verdacht bei jeder Ausweiskontrolle im Bahnhof usw. ein Rassist zu sein,so wie die Kontrollierten als Beschwerde zum Ausdruck zu machen pflegen,hat wohl das Fass zum Ueberlauf gebracht.Denn wenn der Innenministerin der auf die Verfassung geschworene Eid ihrer Beamten nicht mehr zu deren Glaubwürdigkeit reichte,warum sollten die Beamten sich dann noch an ein z.B. Streikverbot;) halten?Oder ihre zig Überstunden nicht nehmen? GsD ist man zumindest die Dame los! Die ob auf der Fußball-Tribüne sitzend,wie auch sonst ein rotes Tuch für mich persönlich war. MfG