Polizeieinsatz vor Moschee in Neukölln - „Wenn wir sowas akzeptieren, gilt es irgendwann als normal“

Trotz Kontaktsperre hat eine Moschee in Berlin-Neukölln über Lautsprecher zum Gebet aufgerufen. Die Polizei musste die Versammlung auflösen. Neuköllns Vize-Bürgermeister Falko Liecke spricht von einer Provokation. Er kritisiert auch den Senat für seine Politik der falsch verstandenen Toleranz.

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Umstrittener Imam: Mohamed Taher Sabri / picture alliance

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Antje Hildebrandt

Falko Liecke (CDU) ist stellvertretender Bezirksbürgermeister von Neukölln und Stadtrat für Jugend und Gesundheit. 

Herr Liecke, am Freitag musste die Polizei in Berlin-Neukölln eine Versammlung von 300 Gläubigen vor der Dar-Assalam-Moschee auflösen, die dem Aufruf zu einem Gebet gefolgt waren. Die Moschee wollte jetzt täglich um 18 Uhr per Lautsprecher zum Gebet rufen. Dabei gilt auch in Berlin eine Kontaktsperre. Sie haben die Veranstaltung jetzt untersagt. Warum?
Aus meiner Sicht ist das eine klare Provokation. Auf der Einladung stand zwar, die Leute sollten zu Hause bleiben, aber das hat keiner zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde hat sich damit gerühmt, dass zum ersten Mal über Lautsprecher zum Gebet aufgerufen wurde, so, wie es in islamischen Ländern üblich ist. 

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Christa Wallau | Mo, 6. April 2020 - 15:40

... dann wäre der doch wohl jetzt geliefert, oder?

Beweis? Wofür?

1. Für die ungeheuerliche Naivität (Dummheit) bzw. Verblendung, mit der den orthodoxen Muslimen in Deutschland (speziell in Berlin) begegnet wird und

2. für die Unverschämtheit, mit der die Gruppe der zu allem entschlossenen Muslime ihre Ansprüche erhebt u. Schritt für Schritt in D durchsetzt.

Wenn ich bedenke, wieviele vorausschauende u.
unserem Land wohlgesonnene Menschen aus den verschiedensten Lagern seit vielen Jahren vor dem Islam u. seinem aggressiven Machtanspruch warnen und sich dafür noch beschimpfen lassen müssen, dann kann ich nur eines resigniert feststellen:
Deutsche, die sich immer wieder im Hinblick auf den Islam beruhigen u. verdummen lassen, indem man ihnen über die Medien einbleut, daß der Islam eine friedliche Religion sei, welche Toleranz und freie Ausübung verdiene, haben es nicht besser verdient, als daß ihnen eines Tages die Scharia vorschreibt,was in diesem Land gilt.

hat dies doch schon vor einer Woche eine Mitkommentatorin (oder doch ein...tor?),
liebe Frau Wallau. Ich weiß nicht mehr, welche Dame dies geschrieben hatte? Sie vielleicht?
Ich stimme eher Ihren 2. Punkt zu: Machtanspruch! Ich sehe es ja auch vermehrt, dass diese "Gruppe" sich weit weniger an die strikten Vorgaben hält. Da sind ganze "Familienclans" unterwegs. Die darauf anzusprechen, bring es nicht bzw. man wird auch noch agressiv angemacht! Vermehrt wurden ja auch Shisha-Bars u.a. Treffpunkte mit Bußgeld belegt. Das kümmert die nicht, ähnlich wie bei den Hochzeitkorsos. Das sind die "üblichen" Provokationen und "testen", wie weit man gehen kann. Peu a Peu!
Oder es wird wieder mal die Opferrolle eingenommen.
In diesem Zusammenhang ist heute in der NZZ, dazu ein Artikel erschienen: "Der Muslim als «Superspreader...

Liebe Frau Wallau.

Ich bin froh, dass Ihr Kommentar veröffentlich wurde, in der Schärfe kommt von mir nichts durch.
Ändern wird sich nichts, dafür ist der Zug schon zu sehr auf Fahrt. Eine andere Generation von Wählern in naher oder ferner Zukunft wird sich hoffentlich nicht in der Form vom Mainstream für blöd verkaufen lassen und diesem Irrsinn hier weiter huldigen.
Wo das Land dann steht, weiß niemand.

Hallo Frau Wallau,
Ihrem Kommentar ist nur hinzuzufügen, dass die ganze Misere begann, als der damalige Bundespräsident Wulff erklärte: „ Der Islam ist in Deutschland
angekommen“. Ich frage mich bis heute, welcher Affe den da gebissen hatte...

der selbsternannten Verteidiger des Abendlandes im ideologischen Umfeld der AfD und Pegidas.
Vorweg: Natürlich ist das, was Muslime in Berlin da veranstalten wollten, nicht zu entschuldigen.
Aber: Natürlich ist das nicht der X-te Angriff auf das christliche Abendland, den manche Dauererregte natürlich sofort entdecken.
Es handelt sich um fast schon typisches Verhalten tief religiöser Menschen - die "der Autorität ihres Schöpfers" mehr vertrauen, als weltlichen Regeln. Das betrifft nicht nur Muslime, sondern auch orthodoxe Juden in Israel - auch da musste Polizei eingreifen - wie Evangelikale in den USA, die sich wohl noch immer in vollbesetzten Sälen zu Gottesdiensten treffen.
Wo religiöser Eifer die Oberhand hat, ist mit Vernunft, Rationalität und oft auch Gesetzen nichts mehr zu erreichen.

Dass jetzt so mancher ideologisch Vorgeformte die Vorkommnisse in Neukölln durch die islamfeindliche Brille interpretiert, ist allerdings nicht besonders überraschend.

'Wo religiöser Eifer die Oberhand hat, ist mit Vernunft, Rationalität und oft auch Gesetzen nichts mehr zu erreichen.'

Nur der (pseudo-) religiöse Eifer von Krypto-Kommunisten, Alt-68'ern und hüpfenden Klima-Infantilisten ist was Tolles.
Ich grüße Sie, sowie alle Leser hier im Forum und die Cicero-Redaktion mit einem Wort des großen Katholiken Gilbert Keith Chesterton: 'Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, dann glauben sie nicht an nichts, sondern an allen möglichen Unsinn. Das ist die Chance der (falschen) Propheten – und die kommen in Scharen.'

Der Herr ist Auferstanden.
Frohe und Gesegnete Ostern zusammen!

Michau-Mattern Hermann | Mo, 6. April 2020 - 16:06

Mich interessiert, ob die Polizei hinsichtlich Strafanzeigen oder Ordnungswidrigkeiten tätig wurde. Das hätte ich zu erwarten, wenn ich mich erdreistete, meine Kinder zu besuchen.

Heidemarie Heim | Mo, 6. April 2020 - 16:14

Naiv zu glauben, das die religiös motivierten Ideologen dieser Welt sich so eine Gelegenheit entgehen lassen. Zumal man wie in der Vergangenheit bewiesen, von der anderen Seite keinerlei Kritik oder Gegenwehr zu fürchten hat. Natürlich wird das Virus als Gottes Strafe für die Ungläubigen bzw. nicht Rechtgläubigen auch aus eigenen Reihen propagiert. Was mich allerdings wunderte, das in Berlins Moscheen scheinbar mehr möglich ist , als im Gottesstaat Iran selbst.Was natürlich auch im Unterschied zwischen Schiiten und Sunniten begründet sein könnte. Oder der rigiden Glaubensauslegung von Salafisten, die keinerlei Spielräume innerhalb der Glaubensgemeinschaft dulden, Virus hin oder her.Womöglich aber auch ein "Testlauf" für den bald stattfindenden Ramadan und das im größeren Familienkreis täglichen Fasten brechen nach Sonnenuntergang. Hoffentlich sind unsere muslimischen Mitbürger und Imame außerhalb Berlins vernünftiger! MfG

Ja, das könnte ein Testlauf gewesen sein. Am 23.4.2020 beginnt der Ramadan. Ich frage mich, wie der Staat dem abendlichen Fastenbrechen (Iftar) Einhalt gebieten will? Da den Virus ja nur die "Ungläubigen" getroffen hat, dürften die "Gläubigen" immun sein oder?
Interessant, das die bisher getroffenen Maßnahmen alle bis 19. bzw. 20.4.2020 gehen und man danach neu entscheiden will.
Nicht nur vor der Moschee haben sich gestern Menschen unter Missachtung der Regeln getroffen, auch in Frankfurt a.M. trafen sich 60 Menschen, um für die Flüchtlinge in den Lagern in Griechenland zu demonstrieren. Je länger das Ganze dauert, desto mehr "Tests" werden verschiedene Gruppen in Szene setzen. Die Polizei wird da ganz schnell an ihre Grenzen kommen. Es wird Zeit, dass die CDU lauter wird zu diesem Thema, vor dem die AFD schon lange gewarnt hatte. Hier könnte sie genau dieser AFD ein Thema streitig machen. Aber für die CDU gehört ja der Islam zu DE, auch wenn Herr Liecke zurecht davor warnt.

wir werden seit 2015 getestet. Alle bisherigen Proteste haben bisher nichts gebracht und nützen weiterhin nichts. Die Grenzen sind geschlossen und nur wer systemrelevant ist, darf diese noch passieren. Dies gilt aber nicht für Asylsuchende, denn die dürfen zu jeder Tag und Nachtzeit nach Deutschland kommen oder werden sogar per Flugzeug geholt. Der von der Regierung unter Strafandrohung geforderte Abstand scheint nur für Einheimische zu gelten. Ich weiß es nicht, behaupte aber trotzdem, dass kein Moslem der sich vor der Moschee versammelt hat, auch nur 1 € an Strafe bezahlen muß, denn sämtliche Vergehen von dieser Personengruppe werden mit der starken Gläubigkeit zum Islam entschuldigt. Wir sind gespalten in Gläubige und Ungläubige, und in Menschen die Narrenfreiheit haben und Menschen, die sich den neuen Regeln der Merkel-Regierung absolut unterordnen müssen.

Der Vollständigkeit halber, damit so mancher es nicht falsch verstehen möchte:
"Mehrere hundert Menschen haben in Frankfurt gegen die Zustände in Flüchtlingslagern demonstriert."....von wegen 60.
"nach Angaben von Beobachtern hielten sie dabei größtenteils jeweils rund zwei Meter Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Demonstranten ein."
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/wegen-corona-verordnung-polizei…

Trotzdem sind solche Veranstaltungen in Zeiten der Coronakrise eine fahrlässige Blödheit.
Das muss man aber nicht so sehen, wenn man, wie der Vorkommentierende, Corona seit geraumer Zeit verharmlost.
Und eifrig Verschwörungstheorien verbreitet: Um Testläufe handelt es sich also. Tests wozu? Um irgendwann auf die Strasse zu gehen, und das Kalifat oder die Räterepublik Deutschland zu errichten?

Vermutlich.

Ironie Ende.

hat in Deutschland leider Narrenfreiheit, weil die positive Religionsfreiheit einfch flsch verstanden wird. Warum der Wähler das mitmacht, bleibt unerfindlich.
"Religionen" sind nichts weiter als Vereine die genau so eingestuft und behandelt gehören; aber die Parteien schaffen es ja nicht ml aus dem fschistischen Konkordt auszusteigen....
Oder liegt es doch an der parteiseeligen "Bildung" samt medialem Begleitkonzert das vor antiaufklärerischer Menschenverachtung samt naturwissenschaftlichem Unverständnis nur so trieft?

gabriele bondzio | Mo, 6. April 2020 - 17:11

Komme was wolle! Eine Provokation, Rücksichtslosigkeit und Überlegenheitsgeste gegenüber den Menschen die hier leben. Seien sie Angehörige anderer Religionen oder Atteisten. Nicht dazu angetan diese Religion zu mögen.
Glauben an sich schadet niemanden.
Schaden verursachen Diejenigen die Glauben für eigene Zwecke benutzen.
Und das wird uns hier ohne Zweifel vorgeführt.
Daher ist der letzte Satz: "Ich weiß nicht, wo das noch enden soll"...Hilflosigkeit aus einer falsch angelegten, politischen Toleranz im Lande.

Markus Michaelis | Mo, 6. April 2020 - 17:12

Der weltoffene Teil der Gesellschaft träumt davon universelle Werte zu vertreten. Jede Gruppe, die nicht zu uns passt, verletzt diese universellen Regeln, die Menschenrechte, unsere Verfassung und ist daher objektiv und universell nicht "zulässig". Gemeinsam stehen wir gegen die Feinde der universellen Menschenrechte.

Das scheint mir alles recht geträumt. "Unsere Regeln" sind erstmal unsere und andere haben andere Regeln (die sie meist für genauso universell halten).

Ich denke man wird sich in D auf einen Modus einigen müssen, der so ist, wie er ist, weil die Menschen es so entschieden haben. In einer Demokratie trampelt man nicht auf Minderheiten und Wahlverlierern herum, man hält Grenzen ein, und man erklärt seine Werte nicht als universell und nicht-diskutierbar. Sonst bräuchten wir auch nicht mehr wählen.

Wenn man mit der Welt zusammenleben will, dann soll man auch mit der Welt Kompromisse machen. Oder man soll zeigen, dass die Menschheit (oder die meisten) hinter einem steht.

innerhalb einer Wohngemeinschaft
Da kann nicht jeder seine eigene Hausordnung machen und und Missachtung der anderen als individuelles Recht auf gesellschaftliche Offenheit proklamieren.
"Freiheit" ohne - durchzusetzende - Regeln führt direkt in Zerstörung.
Ist von den Indigenen des Amazonas bis in die hiesigen Breitengraden so.
Wer Regellosigkeit, Unordnung und Beliebigkeit das Wort spricht hat und dies Kompromissfähigkeit bezeichnet, hat bislang allein im Keller gelebt.

Werter Herr Michaelis,

Ihren Beitrag finde ich gar nicht mal unsympathisch, nur eben auch reichlich naiv.

M. E. halten Menschen dieser Denke u. Einstellung bislang nur die eine Backe/Wange hin...sie ertragen, erdulden sind unendlich tolerant usw.

Ich will Sie ja nicht zum Herumtrampeln animieren, aber ich denke irgendwann wird ein Punkt erreicht sein, an dem man handeln muss. An dem man sich wehrt oder untergeht.

Denn die anderen, die mit den uns fremden Vorstellungen, die hören nicht auf. Die werden mehr und mehr.

Und wenn dann auch die zweite Backe/Wange etwas abbekommen hat...was dann?

Wo ist das Ende der Fahnenstange?
Mein Ende wurde bereits erreicht.
Unsere Regeln u. Gesetze müssen für alle gelten ohne Ausnahmen.

Natürlich haben Sie recht, wenn Sie schreiben: "unsere Gesetze müssen für alle gelten ohne Ausnahmen". Und dennoch: ein Staat, der z.B ein Gerichtsurteil ("Beschneidung" = Körberverletzung) in höchster Eile kassiert, indem er das Gesetzt ändert, hat sich von dieser Leitlinie längst verabschiedet...

Urban Will | Mo, 6. April 2020 - 17:22

Na, den Satz haben Sie wohl kaum ernst gemeint, Herr Liecke.

Sie wissen es und viele andere wissen das auch, aber es darf halt nicht so richtig darüber geredet werden.
Hier auch nicht? Mal schauen.

Der nicht aufgeklärte Islam wird – da bin ich mir sicher – sich entwickeln zu einem Staat im Staate.
Zum einem Staate, der eines Tages dann uns vorgibt, wie wir zu leben haben.
Das wird noch dauern, aber der Weg dahin ist geebnet und die Entwicklung so gewollt.

Während bis in die obersten Instanzen des Staates hinein Amtsträger in regelmäßigen Ritualen den Kotau üben und das dann als „Toleranz“ oder gar Respekt vor religiöser Freiheit kaschieren, lachen sie sich allmählich kaputt auf der anderen Seite.
Wer sich selbst schwächt, wird schnell zum Opfer.

Kein Land dieser Erde gibt einerseits so naiv und blind, andererseits so selbstgerecht seine eigene Kultur preis.

Helmut Bachmann | Mo, 6. April 2020 - 17:52

hat dies alles wohl erkannt, spricht sogar von Reconquista. Was muss bei uns passieren, dass der politische Islam als das identifiziert werden darf, was er ist? Mir wird Angst und Bange, wenn ich da an unsere unselbständigen Politiker denke. Aber nun, Veronika, warten wir auf den Frühling.

Roland Völkel | Mo, 6. April 2020 - 18:40

In reply to by Gast

mit voller Wucht?
Muss noch die Textbausteine sortieren und entsprechend abwürzen, damit die richtige Schärfe entsteht!
Schaun mer mal

Brigitte Miller | Mo, 6. April 2020 - 18:14

"Mit Gleichberechtigung hat das nichts zu tun – mit dem Islam aber übrigens auch nicht."

Doch. Im Islam des Mohammed ist Gleichberechtigung der Geschlechter nicht vorgesehen. Wie sagt Hamed Abdel Samad: wer demokratisch und friedlich lebt, tut dies trotz, und nicht wegen des Islam.
Es genügt, den Koran zu lesen, wer mag, noch die Hadithe.

[Sure 2,191] Und tötet sie (die heidnischen Gegner), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt.
[Sure 2,216] Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.
[Sure 4,76] Diejenigen, die gläubig sind, kämpfen um Allahs willen, diejenigen, die ungläubig sind, um der Götzen willen. Kämpft nun gegen die Freunde des Satans!
[Sure 8, 39] Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt!
[Sure 9,123] O die ihr glaubt, kämpfet wider jene der Ungläubigen, die euch benachbart sind.
[Sure 47,4-5] Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.
[Sure 8,55] Als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden. [Sure 98,6] Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen): Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten!

Lieber Herr Johannsen, Ihre Zitate sind sehr, sehr hilfreich. Unsere muslimischen Mitbürger berufen sich ja bei allem, was sie tun oder nicht tun, auf den Koran. Wenn wir Ungläubigen die Muslime verstehen wollen, müssen auch wir den Koran kennen, zumindest ein wenig. Danke also dafür, dass Sie dabei geholfen haben, uns den Koran etwas näher zu bringen.

...dann, wenn sie selektiv ausgesucht werden. Zum Bedienen der eigenen Vorurteile.

Sicher könnte man auch aus der Bibel entsprechende Passagen auswählen und in einer Form zusammenstellen, die die Bibel (wie eben auch den Koran) fälschlicherweise als Kampfschrift gegen Ungläubige erscheinen lässt.

Mir zeigt Ihre für Islam -Apologeten so typische Bemerkung nur: Sie kennen die Bibel nicht und Sie kennen den Koran nicht. Nicht den Anspruch desselben als direktes vom Himmel herabgesandtes Wort Allahs. Die Hadithe ,Suna und Sira wohl ebenso wenig. Woher ich das weiß? Alle Ihre Beiträge deuten darauf hin.

Herr Lenz, da haben Sie wohl übersehen, dass das Christentum, das wir hier leben, sofern wir unseren Glauben (aus-)leben, in der reformierten Form läuft.

Sie haben sich ganz gezielt auf den einen, den alten Teil der Bibel bezogen.
Denn sonst wäre Ihr Vergleich nicht möglich.
Aber das Christentum ist reformiert worden was der Islam noch vor sich hat) u. Aussagen wie "Auge um Auge uvm." sind daher heute out.
Ihr Vergleich ist m. E. so als wenn man einen VW-Käfer mit einem Golf 7 vergleichen würde, unter der Begründung es sind ja beides VW u. der VW-Käfer ja der Ur-Ahn des Golf.

Der Islam muss sich reformieren. Dazu sehe ich aber bei denen die uns hier u. global Probleme bereiten keine Intention. Ganz im Gegenteil.

Und darum muss man seinen Funktionsträgern hier in D ihre Grenzen aufzeigen u. auch einhalten.

Keine Toleranz für Intoleranz.

die pausenlos relativiert wird, und je nach Lage, dem Islam oder Islamismus zugesteckt/angerechnet.
Der andere, immer intensiv sichtbare Merkmal der gelebten Wirklichkeit ist; wo Frauen nicht die gleichen Rechte besitzen, wie die Männer (Bekleidung/Verhalten/Partnersuche/Äußerung/Essen), ist das pure, religiöse Faschosystem, das meine Wertewelt/Werteauffassung, missachtet und beleidigt.
Am besten kann man sich das jetzt vergegenwärtigen, wie es aktuell ist, den Mund/Atemschutz zu tragen. Als hätte man einem den Maulkorb aufgesetzt, denn die Sichtweise verändert sich, indem ich meine Fußspitzen beim Gehen nicht immer richtig wahrnehme. Hannibal Lecter lasst "grüßen".
Und dann kommt einer, und versucht mir zu erzählen, dass die Person der rechtgläubigen Frau etwas Intimes ist, und deshalb muss verschleiert werden. Was für eine phobische Erklärung/Behauptung. Und es gibt Leute, die diese Demagogie für glaubhaft halten.

Diese menschenfeindlichen Suren sollte man den Muslimen immer wieder als Spiegel vorhalten. Der durchschnittliche Muslim lässt keine Kritik am Koran zu, ja, er bestreitet sogar die Existenz solcher Suren, wenn er daraufhin angesprochen wird. Oder er wartet mit alttestamentarischen Versen auf. Nur: Die zitierten Suren stammen von Allah höchstpersönlich und wurden Mohammed vom höchsten Wesen in den Mund gelegt. Unglaublich!Die alttestamentarischen Verse aber stammen von unbekannten Autoren und wurden schon gar nicht von Christus, der bekanntlich die Nächstenliebe predigte, propagiert. Christus bricht ja gerade mit der Tradition des Alten Testaments. Es könnte keine größeren Gegensätze geben als zw. Christus und Mohammed. Der eine opferte sein Leben für die Menschen und der andere, Mohammed, malträtiert sie solange, bis sie endlich Allah zu Willen sind. Diesen Widerspruch zu Menschenwürde und Toleranz vermag der Islam nur mit verbalen Verrenkungen und abstrusen Argumenten zu überbrücken.

gibt es selbst im alten Testament keinen Aufruf von Gott, oder durch seine Propheten, andere zu töten. Man bittet vielmehr Gott darum, für Rache zu sorgen (Mein ist die Rache). Man wendet sich mit seinen Rachegedanken an Gott. Ein Riesenfortschritt war dies. Die intensive Vermengung von Religion und Politik im Koran ist es, was fortschrittlichen Muslimen Probleme machen dürfte. Politik muss raus aus der Religion. Diesbezüglich hat man die römische Staatsreligion wenigstens einzäunen können. Das Urchristentum war in großen Teilen unpolitisch. Vermutlich auch Mohammeds Vorgänger, die judenchristlich waren in der Tradition von Jakobus.

Genau genommen erfüllen die von Herrn Johannsen zitierten Suren den Tatbestand der Volksverhetzung. Streng genommen dürfte ein solches Buch gar nicht veröffentlicht werden. Die Scientology-Sekte wird zurecht vom Verfassungsschutz beobachtet. Ein Verfassungsschutzbericht lautet: „Die Scientology Organisation strebt eine Gesellschaft ohne allgemeine und gleiche Wahlen an und lehnt das demokratische Rechtssystem ab.“ Das Gleiche könnte man vom Islam ebenfalls sagen, wenn er den Koran ohne die leisesten Einschränkungen als Gottes Wille in Anspruch nimmt. Aber der Religionsgemeinschaft der Muslime hofiert man - trotz dieser Suren, von denen sich kaum ein Muslim distanziert, weil ja das heilige Buch mit keinem einzigen Komma und Punkt infrage gestellt werden darf. Da die Anhänger der Scientology-Sekte ziemlich klein ist, erlaubt es sich die Politik, sie an die Kandarre zu nehmen. Da aber die Muslime immer mehr werden, behandelt man sie wie schlafende Hunde, die man nicht wecken darf.

Karla Vetter | Mo, 6. April 2020 - 20:08

die Anderen gleicher. Während wir Christen heuer wegen Corona s e l b s t v e r s t ä n d l i c h auf Gründonnerstag -Abendmahl und Ostergottesdienst verzichten , gilt für unsere muslimischen Mitbürger ähnliches offenbar nicht. Unsere freie Gemeinde stellt Predigten ins Internet. Nun heißt es nicht: "Wo 2 oder 3 in meinem Namen beieinander sind...." Sondern wo 2 oder 3 in meinem Namen verbunden sind.

Bernhard Weber | Mo, 6. April 2020 - 20:16

Frau Wallaus Kommentar trifft wieder einmal den Nagel auf den Kopf.
Deutschlands Politiker haben viel zu viel von dem zugelassen, was sich diese "Islam Bürger" in unserem "Wohnzimmer" erlauben. Sie tanzen uns ohne Hemmungen auf der Nase herum.
Wehret den Anfängen wollte/durfte warnend niemand sagen, ohne in die Nazi-Ecke gestellt zu werden,
Der Multi-kulti-Quatsch wird ein schlimmes Ende nehmen.
Verwundert bin ich, daß der "Wallau"- Freund, Herr Lenz, sich noch nicht gemeldet hat.

Gisela Fimiani | Mo, 6. April 2020 - 20:23

Die „Zauberlehrlinge“ der deutschen Politik können nicht mit einem rettenden „Meister“ rechnen. Aus Feigheit und mangendem Verantwortungsbewußtsein arrangiert man sich lieber mit den „Geistern“.

Welcher Typ "rettender Meister" Ihnen vorschwebt, das würde mich brennend interessieren. Ansonsten: Die Veranstaltung war verboten und wurde aufgelöst. Was das mit "Feigheit" oder "sich arrangieren" zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Nichtsdestotrotz: Erschreckend, das Ausmaß religiöser Verblendung extremistischer Gemeinden, die sogar die Ignoranz von Corona- und Apres-Ski-Partygängern sowie von AfD-Politikern übertrifft, welche die Corona-Krise als "Hysterie" verharmlost und noch letzte Woche in den Parlamenten "gekuschelt" haben - der Cicero berichtete. Im Fernsehen wurde ein bulgarischer Roma zitiert (sinngemäß): "Wir können uns nicht infizieren, weil Gott die Roma liebt." Tja, da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich...

Gerhard Lenz | Di, 7. April 2020 - 11:27

In reply to by Gast

Da muss ich Ihnen widersprechen. Die Bundestagsabgeordneten der AfD haben "gekuschelt"?

Ich würde da keinen positiv konnotierten Begriff gebrauchen.

Besser passen würde "sich gegenseitig bedrängt" oder noch besser, wenn auch salopp: "sich gegenseitig auf die Pelle rückten" passen.

Gisela Fimiani | Di, 7. April 2020 - 11:38

In reply to by Gast

Ihre Kritik, Herr Hügle, begrüße ich als Anzeichen dafür, dass meine Kommentare Sie nicht langweilen. Außerdem kann ich mir einbilden, mit dem Hinweis auf Missstände einen wunden Punkt getroffen zu haben.

Mit der Einbildung ist das so eine Sache, mit wunden Punkten auch. Ich hoffe, Sie sind jetzt nicht enttäuscht, aber ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass mich Ihre Beiträge nicht langweilen. Hinter meiner Anfrage steht eher das Bedürfnis herauszufinden, was hinter Ihrem stets sehr allgemein gehaltenen Dauer-Lamento steckt. Mich würde aufrichtig interessieren, wo Sie konkret Freiheit, Vernunft und Aufklärung (so der Kern Ihres appellativen Duktus) bedroht sehen. Deshalb finde ich es schade, dass Sie noch nie inhaltlich auf meine Nachfragen eingegangen sind; auch neulich nicht, als es um den Tod Gaby Delgados ging - eigentlich eine sehr unpolitische Angelegenheit, die Sie ebenfalls genutzt haben, um den "Erstickungstod der Freiheit" (oder so ähnlich) zu beklagen.
Das ist eigentlich alles.

Gerhard Schwedes | Mo, 6. April 2020 - 20:30

Dämmert´s so langsam? Liecke nehme ich ab, dass er die Faxen dicke hat über solche islamischen Gesetzesverweigerer, die mit eigenen Hoheitsansprüchen auftreten; über Gutmenschen unter den Politikern, die das Land preisgeben; über Kirchen, die am liebsten ein Minarett neben ihr Kreuz aufstellen würden. Da bleibt nur die Frage: Wo verortet sich denn seine CDU? Einer ihrer Kanzlerkandidaten in spe wird nicht von ungefähr als Türken-Armin bezeichnet. Der Nämliche hat klammheimlich zusammen mit der FDP das Vorhaben eines Kopftuchverbots für religionsunmündige Schüler wieder zurückgezogen. Kein Aufschrei - nicht von den Medien, nicht von den ÖR, allein von der AfD. Die orthodoxen Muslime lachen sich längst ins Fäustchen, wie die Deutschen vor ihnen Männchen machen. Man fördert damit bei ihnen die vergnügliche Lust, das Haus des Krieges (Bezeichnung für ein Land der Ungläubigen) sich peu à peu gefügig zu machen. Sarazin hat 1 : 1 Recht behalten. Aber man feuert ihn aus der SPD. Wie bekloppt!