- Die Mitte ist zum Fetisch geworden
Seit 50 Jahren wird in Deutschland die Mitte beschworen. Doch der seit Willy Brandt von allen Kanzlern benutzte Begriff beschreibt nicht mehr das Leistungszentrum der deutschen Demokratie, sondern ihren Ausverkauf.
Jedesmal, wenn irgendwo in Deutschland gewählt worden ist, wie zuletzt bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, spielt sich das gleiche Ritual ab: Das Anwachsen der Ränder wird beklagt, vor allem des rechten Randes. Die AfD eilt von einem Sieg zum anderen, und landauf, landab wiegen Politiker und Qualitätsjournalisten sorgenvoll ihre Häupter und beklagen das Abschmelzen der „demokratischen Mitte“.
Nicht ganz so laut ist die Klage über die Wiederauferstehung der Linkspartei. Noch vor Jahresfrist galt sie als mausetot, bis ihr Friedrich Merz und noch mehr Heidi Reichinnek mit ihrer „Auf die Barrikaden“-Rede neues Leben einhauchten. Mit Blick auf manche bizarre Linksausleger in der Partei und das große Verständnis der Linken-Fraktionschefin für Islamisten verweigern ihr manche Beobachter den Ehrentitel „demokratisch“, während andere, zumal in deutschen Qualitätsmedien, damit kein Problem haben. Und alle, alle beschwören dabei gleichermaßen die „Mitte“. Zuletzt ließ sich Christian Dürr, Chef der arg gerupften FDP, mit dem Ansinnen vernehmen, er wolle aus den Liberalen die Partei der „radikalen Mitte“ machen.
Von Willy Brandt bis Angela Merkel, alle in der Mitte
Aber was ist diese Mitte eigentlich, die seit Jahrzehnten wie ein Fetisch beschworen wird? Als eigentlicher Erfinder des Begriffs kann Willy Brandt gelten, der angesichts des sinkenden Arbeiteranteils in der Bevölkerung die „neue Mitte“ als neues Wählerreservoir erschließen wollte. Das zielte ebenso auf ein bürgerliches Milieu wie auf die damals stramm linken Studentenkreise. Helmut Kohl nahm die Vokabel auf, als er 1982 das schwarz-gelbe Bündnis von Union und FDP als „Koalition der Mitte“ bezeichnete. Bei dieser Titulierung blieb er dann für die 16 Jahre seiner Kanzlerschaft. Einmal etabliert, wurde die Mitte fester Bestandteil der politischen Rhetorik aller Bundeskanzler. Brandts „neue Mitte“ lebte unter Gerhard Schröder wieder auf, unter Kanzlerin Angela Merkel begnügte sich die CDU mit der schlichten Selbstbeschreibung „die Mitte“.
Der Begriff erfuhr in den Jahren unterschiedliche Interpretationen. Mal sollte er, wie bei der SPD, neue Bevölkerungsschichten erreichen, mal, wie bei der Union, die „wahre“ Mitte der schweigenden Mehrheit (noch so ein Schlagwort) gegen eine zunehmend an Partikularinteressen orientierte SPD verteidigen. Als Abgrenzung gegenüber radikalen Rändern spielte das Konzept jedoch lange keine Rolle. Daran änderte auch das vorübergehende Erscheinen der „Republikaner“ nichts, die Anfang der 1990er Jahre einige Wahlerfolge verzeichnen konnten. Damals galt noch Franz Josef Strauß’ Diktum, es dürfe rechts von der Union „keine demokratisch legitimierte Partei geben“.
Verschobene Maßstäbe – was heute als Mitte gilt
Wie sehr sich die Verhältnisse seit Strauß’ Ausspruch von 1987 geändert haben, zeigt der Aufstieg der AfD, die inzwischen in allen deutschen Parlamenten vertreten ist. Gleichzeitig hat sich der Begriff dessen, was überhaupt als mittig zu gelten habe, also noch innerhalb des Verfassungsbogens zulässig sei, kontinuierlich verschoben. Nicht so sehr in der Gesellschaft. Natürlich haben sich das Familienbild, das Rollenverständnis der Geschlechter und die Zahl persönlicher Lebensentwürfe gewandelt. Aber noch immer lebt die große Mehrheit der Menschen in Deutschland ein vergleichsweise konservatives Leben. Sie heiraten, bekommen Kinder, fahren mit dem Auto zur Arbeit und auch in den Urlaub. Sie essen, was sie wollen, und ab und zu darf es auch mal etwas vom Grill sein.
Bei allen gesellschaftlichen Veränderungen sind die Beharrungskräfte nach wie vor stark. Was sich jedoch geändert hat, ist die öffentliche Zuschreibung dieser Inhalte. Der vielbeschworene Otto Normalverbraucher sieht sich einer veröffentlichten Meinung gegenüber, in der für seinen Lebensentwurf kein Platz mehr ist. An Universitäten, im Kulturleben und in den Medien, die mehrheitlich vom linken Diskursdenken beherrscht werden, herrscht dafür weithin Verachtung. Diese Geringschätzung resultiert aus einem Lebensmodell, das fortschrittlichen Geistern durch mehr oder weniger gut bezahlte Posten in NGOs, parteinahen Stiftungen und Praktikumsstellen ein halbwegs auskömmliches Leben sicherte. Doch spätestens seit den letzten Bundestagswahlen tröpfelt so manche dieser Quellen nur noch oder droht gar zu versiegen. Die geschrumpften Grünen haben weniger zu verteilen, und auch die seit Jahren krisengeschüttelten Medien sind nicht mehr erste Anlaufstelle für eine gesinnungsgestählte Sinekure. Das macht schlechte Laune, und umso verbissener werden bisher sicher geglaubte Erbhöfe verteidigt.
Die Brandmauer und ihre Folgen
Die Mitte bietet hier keinen Ansatzpunkt mehr für die Debatte, weil sie den nach wie vor meinungsführenden Schichten trotz aller Beschwörungen als verdächtig gilt. Sie wurde von einer Art ungeduldiger Polarisierung abgelöst. Ironischerweise hat ihre rhetorische Überhöhung, die doch gegen die Versuchungen der Ränder immunisieren soll, den gegenteiligen Effekt. Dieser Prozess ist inzwischen in der schwarz-roten Koalition in einen institutionellen Rahmen gegossen worden. Die „Arbeitskoalition“ unter Friedrich Merz war von Anfang an und erklärtermaßen keine Liebesheirat, sondern ein Instrument zur Abwehr der AfD.
Und so holpert sich das schwarz-rote Team seit Mai durch eine Vielzahl großer Anforderungen, die durch den selbstgewählten Anspruch („letzte Patrone der Demokratie“) nicht leichter werden. Dass sich im Volk trotz einiger gelungener Maßnahmen keine Aufbruchsstimmung einstellen will, liegt nicht nur an den konstant miesen Wirtschaftsdaten. Die eigentlichen Gründe reichen tiefer als der Ärger über gebrochene Wahlversprechen und Hickhack über vergleichsweise nachgeordnete Personalien wie eine Richterwahl. Seit Jahren wählen die Deutschen mehrheitlich nicht links, und seit genauso langer Zeit bekommen sie dennoch eine Politik, die maßgeblich von rot-grünen Positionen geprägt ist. Zur Erinnerung: Ende September 2025 vereinigten in Umfragen allein Union und AfD über 50 Prozent der Stimmen auf sich, während rot-grün gerade auf ein knappes Viertel kam. Selbst unter Einschluss der erstarkten Linkspartei blieb das linke Lager deutlich unter 40 Prozent.
Warum die Ränder wachsen
Festzuhalten bleibt, dass derzeit die Ränder wachsen: Vor allem die AfD kann zulegen, aber auch die Linke. Das liegt nicht so sehr an ihrer programmatischen Stärke oder überzeugender Politik. Die AfD ist ja – mit Ausnahme einiger Landratsposten – noch nie in die Verlegenheit gekommen, zu zeigen, ob und was sie kann.
Das politische Handeln liegt derzeit bei Union und SPD. Solange aber diese beiden immer gemeinsam regieren, entsteht eine Politik, die den Linken im Lande zu rechts und den Rechten zu links ist. Ein Linker oder auch nur jemand, der eine Mitte-Linkspolitik will, wählt daher nicht mehr SPD oder Grüne, denn die haben sich seit Klingbeil und Habeck zu mittig aufgestellt. Da bietet sich die Linkspartei als willkommene Alternative an. Für mitte-rechts-orientierte Wähler gilt Vergleichbares in Bezug auf die AfD. Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt fasst das mit der Erklärung zusammen: „Diese Obsession, dass Deutschland nur aus der Mitte regiert werden könne, führt dazu, dass Union und SPD an die Ränder verlieren.“
Tatsächlich scheint vor diesem Hintergrund der oft gehörte Spruch zu verfangen, die AfD wolle im Grunde nur das, was die CDU vor 30 Jahren vertreten habe. Ein AfD-Fan drückte es neulich so aus: Man wolle ja nicht Hitler 2.0, sondern, dass die Leute ohne Angst auf Volksfeste gehen und durch die Stadt laufen können, Kinder in der Schule lesen lernen und ein fleißiges Land mit Industrie. Eine differenzierte Debatte um diesen Anspruch oder die sehr unionsfremden außenpolitischen Vorstellungen der AfD findet aber gar nicht mehr statt. Es kommt nicht mehr darauf an, was jemand sagt, sondern wer es sagt. Der Historiker Michael Wolffsohn, sicherlich jeder AfD-Sympathie unverdächtig, brachte das so auf den Punkt: „Wenn es regnet und die AfD sagt, es regnet, wird es dadurch nicht falsch.“
AfD bei neun Prozent?
Durch Konzepte wie die Brandmauer werden die Zustände, die die Extreme stärken, nur noch weiter zementiert. Wie es auf diese Weise gelingen soll, die AfD binnen vier Jahren auf neun Prozent zu bringen, bleibt ein Rätsel. Mit dieser hoffnungsfrohen Prognose schaffte es Kulturstaatsminister Wolfram Weimer jüngst in die Schlagzeilen. Woher er seine Zuversicht nimmt, bleibt unbekannt. Denn damit es so weit kommt, müsste sich die AfD entweder selbst zerlegen oder die unionsgeführte Regierung müsste in Sachen Migration, Sozial- und Rentensysteme, Kriminalität oder Energie- und Industriepolitik eine wirkliche Wende hinlegen.
Tatsächlich könnte der Umgang mit der Linkspartei, die als SED 1990/91 erstaunlicherweise nicht verboten wurde, einige Lehren für die Gegenwart bereithalten. Durch das Nichtverbot der sich seitdem mehrfach gehäuteten einstigen DDR-Staatspartei gelang es, einen wesentlichen Teil der Bevölkerung der neuen Länder ins System der Bundesrepublik zu integrieren. Die SED konnte sozusagen gezähmt und zivilisiert werden. Wie weit dieser Weg war, mag jeder ermessen, der sich daran erinnert, dass diese Partei bis unmittelbar zu ihrem Machtverlust „Republikflüchtlinge“ an der Staatsgrenze erschießen ließ.
Ein Blick nach vorn – gefährliche Polarisierung
Vergleichbares ist von der AfD nicht bekannt, aber sie macht es den Gegnern der Brandmauer trotzdem schwer. Während die Rechtsparteien in anderen Ländern, wie etwa Marine Le Pens „Rassemblement National“ oder Giorgia Melonis „Fratelli d’Italia“, in den letzten Jahren deutlich in die Mitte gezogen sind und damit neue Wählerschichten erschlossen haben, radikalisiert sich die AfD kontinuierlich weiter. Zum Nutzen des Landes müsste sich hier einiges ändern.
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist indes gering. Die AfD wächst auch ohne überzeugendes Personal weiter an, die Union ist zu schwach und zudem in Konservative und Reste der alten Merkel-Prätorianergarde gespalten, als dass sie mit breitem Rücken die notwendigen Debatten und Entscheidungen anstoßen könnte. Also bleibt das Feld den selbstgewissen Moralisierern überlassen, die nicht um der Sache willen streiten, sondern polarisieren wollen. Und wie das Beispiel der USA zeigt: Wer nicht mehr miteinander reden will, der schießt irgendwann.
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es stimmt, die Linkspartei ist klug in die politische Gesellschaft integriert worden.
Klug heisst nicht widerspruchslos.
Mit einem Entstehen der AfD hatte ich nicht wirklich gerechnet. Die stärksten "Beweger" waren die Eurorettung und die evtl. "unkontrollierte" Migration.
Die Eurorettung war m.E. das Werk von Steinbrück und insofern Schäuble, als der sich nicht dagegen stemmte?
Frau Merkels Beiträge empfand ich eher als plakativ, aber sicher auch wirkungsvoll.
Da die SPD aber nicht den Kanzler stellte, wenngleich sie evtl. lange über ein "Linksmehrheit" im Bundestag verfügte, wäre es für die Öffentlichkeit überzeugender andersherum gewesen, Merkel hätte überzeugend voranschreiten müssen?
Nun, vielleicht ist nicht jedem alles gegeben.
Aus der Gemengelage mag der Aufstieg der AfD resultieren, sowohl SPD, wie auch CDU regierten staatstragend, nicht auf den ersten Blick benutzerfreundlich.
Dieser Eindruck verstärkte sich durch die evtl. "unkontrollierte" Migration, beginnend 2015?
KRISEN
Die evtl. an den Tag gelegte Hast und Unübersichtlichkeit, sowie "Alternativlosigkeit", deren sich doch beide staatstragende Parteien "bedienten" in beiden Fällen, tut mir ein bisschen leid und ich trage die politische Zurückweisung sozialdemokratischer Politik mit Fassung.
Es werden andere Themen kommen, mit denen die SPD wieder Tritt fassen kann, Verteidigung des Sozialstaates, dann Wahrung des inneren wie äußeren Friedens.
In den letzten Jahrzehnten drängten die Probleme wirklich stark.
Es blieb nicht immer die Zeit für langatmige Erklärungen, obwohl Steinbrück das m.E. gut machte, aber eben gegen den Willen einer breiten (klein-)bürgerlichen Bevölkerungsgruppe?
Die wurde dann anschliessend von der CDU in der evtl. Migrations-(krise) noch einmal verschreckt?
Einige bürgerliche Schichten, aber zunehmend auch SPD-Wähler entfremdeten sich SPD und CDU/CSU.
Ich kann das nachvollziehen und "dämonisiere" nicht.
Ich muss aber auch nicht Beifall klatschen.
Die Bundesrepublik ist bewÄhrt.
Nu
Sie schreiben: "Dass sich im Volk trotz einiger gelungener Maßnahmen keine Aufbruchsstimmung einstellen will, liegt nicht nur an den konstant miesen Wirtschaftsdaten." Ist da etwas an mir vorbei gegangen oder welche gelungenen Maßnahmen meinen Sie Herr von Wissmann? Wenigstens zwei Beispiele würden mir helfen, etwas zurückhaltender gegenüber der Regierung zu kommentieren. Und zum Ende hin ihres an sich guten Artikels schreiben Sie: " Die AfD wächst auch ohne überzeugendes Personal weiter an..." Ach, welches "Schweinderl" hätten Sie denn gern? Gerade im BT sind etliche sach- und fachkundige Abgeordnete mit Schul- Berufsausbildung und entsprechender Erfahrung in ihren Berufen. Sie stellen doch selbst fest, die AFD durfte noch nie zeigen, ob und was sie kann. Dann wissen Sie aber schon, dass deren Personal nicht überzeugt? Mir kommt das so vor, als wollten Sie ein Feigenblatt in ihren Text einbauen, wenn sie es schon vermeiden, von der AFD als "gesichert rechtsextrem" zu schreiben.
diese kleinen unbegründeten Seitenhiebe gegen die AfD die den gesamten Artikel durchziehen.
Das Personal der AfD ist intellektuell/fachlich weit über dem Durchschnitt des Personals der „Etablierten“, hier insbesondere der Grünen, der Linken und großen Teilen der SPD! Ich sehe mir regelmäßig Bundes- und Landtagsdebatten/-reden an, hier sticht die AfD fast immer sehr positiv raus.
Auch über den Satz zu den gelungenen Maßnahmen bin ich gestolpert, Beispiele würden mich brennend interessieren, denn außer massiver Tricksereien beim Haushalt zu Gunsten des „Sozialtetats“, neuer Schulden in schwindelerregender Höhe, Streit um Richter, einem Kanzler, der sich die Richtung vom Juniorpartner diktieren läßt und Kriegstreiberei, fällt mir nichts zu dieser Koalition ein. Alle wichtigen Themen wurden bisher im Sinne der SPD erfolgreich umschifft!
Die GRÜNEN als selbsterklärte Partei der Mitte konnten in den neuen Bundesländern nie punkten. Trotzdem dominierte diese Partei über viele Jahre die öffentliche Meinung. Liegt es daran, dass die Wähler in den neuen Bundesländern ihren Stimmzettel vor allem dazu nutzten, sich "Gehör" zu verschaffen ? Zuerst war es die LINKE, jetzt die AfD. Thüringen steht dafür beispielhaft. Der "Westler" Höcke hat dies frühzeitig erkannt und auf diese Karte gesetzt. Der 9%-Minister und Merz-Vertraute Weimer wird dies auch in Zukunft nicht verstehen. In seiner Zeit bei CICERO war er deutlich besser.
Zustimmungswerte vorwiegend aus den alten strammen SED Genossen und einigen jungen ver-(blödeten)blendeten Sozialisten überwiegend speiste, ist doch klar. Hinzu kam ein Gewerkschafts- Wessi,der Karriere machen wollte.
Und nun, werden die alten SED Schranzen auf natürlichen Weg halt immer weniger ……
Und außerdem ist der ganze Osten bezüglich der Einwohner grade mal so „groß“ wie NRW.
Die Begriffe verschwimmen, durch Umdeutung und sachfremde Indienstnahme.
"Rechts" gehört zur Demokratie dazu, wie "Links" auch. Die Stigmatisierung von Rechts als böse war der größte Erfolg der Linken.
Extremismus ist Dasein am Rande und gegen das System der Demokratie. Eine Partei, die sich zu Wahlen, Meinungsfreiheit und Gewaltfreiheit bekennt, ist nicht extrem.
Radikalität dient der Sichtbarmachung von Alternativen, ihre Realitätsferne ist Vorteil und Nachteil zugleich. Gefährlich aber ist Radikalität an der Macht, unhinterfragt und intolerant. Wie die Klimareligion, der Transkult und das Migrationsnarrativ.
„Unsere“ vor Demokratie stellt klar, wessen „Demokratie“ es ist, nämlich die der Linken/Linksextremen und man will ein Gefühl der Nähe erzeugen. „Unsere“ Demokratie ist besonders, sie ist deswegen schützens- bzw. erhaltenswert. Dabei ist „unsere“ keine Demokratie, denn die Demokratie läßt sich nicht beschränken!
Auch „Mitte“ ist eine Täuschung, „Mitte“ zu sein ist gut, nicht radikal, darum ist es richtig alle von der Teilhabe auszuschließen, die nicht „Mitte“ sind. Dabei ist die „Mitte“ seit Merkel fest in linker/linksextremer Hand und somit niemals Mitte des polit. Spektrums/der Gesellschaft, da nämlich steht die AfD!
„Nicht ganz so laut ist die Klage über die Wiederauferstehung der Linkspartei.“
Wo hören Sie denn Klagen zur kommunistischen SED-Nachfolgepartei? Auch wurde die Linke nie „gezähmt“ sie ist so radikal/gefährlich wie die SED!
Nicht die AfD muß sich auf die anderen zubewegen, die anderen müssen wieder zur echten Mitte finden, dann funktioniert es auch mit der AfD!
Wie sagte es Herbert Ernst Karl Frahm alias Willy Brandt so schön:
"Mehr Demokratie wagen."
Ob er das heute angesichts der AfD auch sagen würde ???
Würde jener Frahm der 1933 ins Exil ging die AfD mit den Nationalsozialisten des 3.Reiches gleichstellen, wie manche Grüne und Linke das tun ???
Würde er,der spätere Kanzler "Willy Brandt" der seinen Kampf-u. Künstlernamen zu seinem politischen Statement gemacht hat derart die demokratische Mitte verkaufen oder wurde er den Frieden mit Russland vorantreiben und einen bayrischen Politiker wie Franz Josef Strauß im Bundestag nicht derart drangsalieren, wie es seine Nachfolger es heute bezüglich der AfD Abgeordneten tun.
Er würde sich wahrscheinlich im Grabe herumdrehen,wenn er wüsste wohin seine Partei gedrifftet ist mit ihren derzeit knapp 12%.
Mitte, politische Mitte, die gab es zuletzt bei Gerhard Schröder - vielleicht.
Wer heutzutage von Mitte spricht, der meint LINKS.
Wenn es eine bürgerliche Mitte gibt, dann die AfD wie einst die CSU.
Sie vergleichen die Verhältnisse in Deutschland mit denen in Frankreich, Italien etc. und kommen zum Schluß, daß die AfD nicht anschlußfähig ist, weil sie sich nicht auf die anderen Parteien zubewegt.
Das ist der vollkommen falsche Ansatz! Deutschland ist das einzige Land, das ich kenne, in dem es zum guten Ton gehört, daß eigene Land, seine Kultur, seine Menschen zu hassen, zu verachten. In keinem westl. Land wäre es möglich, daß Politiker wie Habeck, Roth & Co., die ihren Abscheu über Deutschland offen erklären, ein politisches Amt innehaben oder Verbrecher wie Fischer Außenminister werden können, das gibt es nicht!
Nur die AfD weicht davon ab, sie stellt Deutschland und die Deutschen in den Vordergrund! Das ist in Italien und Frankreich bei ALLEN Parteien selbstverständlich! Schon deswegen kann die AfD nicht mit den „Etablierten“, dieser Graben ist unüberwindbar!
Vor diesem Hintergrund kann man Deutschland nicht mit anderen Ländern vergleichen, das liegt aber nicht an der AfD!
Es bedarf nicht nur des Kampfes gegen die AfD - keine Nazis, eher rechts-außen!!! - und gegen die Linken, leider echte Kommunisten mit zusätzlicher Verblödungsgesinnung!! Sondern man muss vor allem die Grünen mit ihrem angeblich benachteiligten Minoritäten Gewinsel ins Auge fassen. Die verändern mit ihrer Ideologie-Verdorbenheit über die NGOS und Universitäten unser Land in die Katastrophe und sind die eigentlichen Verfassungsfeinde unseres Landes. Solange CDU und SPD das nicht begreifen treibt unser Land zur AfD. Was wäre also zu tun? Sämtliche CDU/GRünen und SPD/Grünen Koalitionen sofort beenden und draus CDU/SPD Koalitionen machen und sich besinnen auf die arbeitende Bevölkerung und die Rentner , die diesem Land den Wohlstand gebracht haben.
die SPD sehr sehr weit nach links gedriftet ist, sie ist lange keine bürgerliche Partei der echten Mitte mehr, sondern steht nahe bei den Grünen und der SED/PDS/Linken.
Die SPD hat den Boden des Grundgesetzes der Demokratie und des Rechtsstaats längst hinter sich gelassen. Das zeigt sich deutlich an der Politik, die sie macht, Faeser z.B. hat der Demokratie und dem Rechtsstaat massiven und nachhaltigen Schaden zugefügt, ihre Partei stand fest hinter ihr! Das Sagen in der SPD hat die Antifa-Fraktion, das ist eindeutig linksextrem!
Die einzige Rettung für Deutschland ist eine Koalition der echten (= nicht linken) Mitte idealerweise unter Führung der AfD aber auf jeden Fall unter ihrer Einbeziehung, denn auch die Union hat seit Merkel ihren politischen Kompaß verloren.
Die Grünen und die Linken sind der eigentliche Fall für den Verfassungsschutz, denn beide stehen offen für Ideologien, die sich demokratisch nie umsetzen lassen. Die SPD ist nicht weit davon entfernt.
"Sämtliche CDU/GRünen und SPD/Grünen Koalitionen sofort beenden und draus CDU/SPD Koalitionen machen..." - Sollen wir noch wählen gehen oder hat Gott diese Idee auf dem Berg Zugspitze in einen Stein gemeißelt und wartet auf den Auserwählten zur Steintafelübergabe?
und den Schulabgängern erst dann das Wahlrecht geben, wenn sie eineArbeitsplatz nachweisen können mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten kann, natürlich nach einer ordentlichen _Ausbildung oder einem abgeschlossenen Studium oder den Nachweis für berechtigtes Bürgergeld erbringt. . Und auch erst dann die Erlaubnis, sich wählen zu lassen. :-)
Wo ist die „Mitte“? Das ist der Kern der Frage. Bereits unter Kohl ist die CDU nach links gerückt. Schröder führte die SPD mit seiner Agenda 2010 nach rechts. Mit Merkel waren CDU und SPD immer weniger unterscheidbar, sie selbst führte „ihre“ Partei weiter nach links, so dass die SPD immer weiter weichen musste. Kann die Mitte wandern, mit nach links rücken? Wenn rechts etwas hinzu kommt, müsste sie dann nicht wieder zurück?
Ob die ehemals rechte und ehemals konservative Union unter Merkel nun in die Mitte oder links davon rückte, bleibt unerheblich. Es fehlte eine rechte, konservative Partei. Merkel selbst und ein großer Teil der Medien qualifizierten die „Professorenpartei“ von Anfang an als Anti-Europäer und Nachfolger der Nazis ab. Das unterschied die AfD von den anderen Parteien in F, I oder A. Sie wurde aus dem öffentlichen Diskurs ausgeblendet. Die AfD wird nur genannt, wenn man sie negativ erwähnen kann. Ohne „Aufreger“ geht sie unter, weil sie medial nicht mehr vorkommt.
"gebrochene Wahlversprechen und Hickhack über vergleichsweise nachgeordnete Personalien wie eine Richterwahl" sind doch keinen Petitessen im politischen Geschehen unseres Landes. Die Einhaltung der Wahlversprechen der CDU würde heute schon ganz klar den Weg in eine andere Richtung erkennen lassen. Wer den sieht wie im Artikel angedeutet, braucht unbedingt eine neue Sehhilfe. Die Absegnung der SPD-Kandidaten für das BVerfG ist der gelungene Versuch, auch bei politischer Bedeutungslosigkeit durch das BVerfG mehr politischen Gestaltungsraum zu haben als wenn man Kanzlerpartei wäre. Darin liegt die Gefahr der "Allmacht" des BVerfG. Die Politik hat keine Möglichkeit, dessen Entscheidungen entgegenzuwirken. Das könnte noch heikel werden.
Satz das könnte durch ein wird ersetzen.
weil „die alte Mitte“ wie sie bis Anfang der
2000‘ der Jahre noch existierte letztlich nach der Errichtung „der Brandmauer“ diese ersetzte.
Die Brandmauer ist die neue Mitte weil sich links davon die Union, die SPD, Grüne Sekte, die SED Erben und der SED Ableger inkl. der außerparlamentarischen FDP sich befinden und „Vor“ der Brandmauer und damit der Mitte, eben nur noch die AfD.
Und genau aus dieser Konstellation heraus kann man resümieren, genau so eine Machtverteilung wie in der ehemaligen DDR ….. nur mit anderem Namen, die da hießen : Parteien der nationale Front. Auch die gingen gegen Andersdenkende mit Presse, Funk & Fernsehen im Rücken gnadenlos gegen die Opposition vor. Der einzige Unterschied sind nicht die damaligen & heutigen Methoden, nein. die Opposition saß nich im Parlament sondern verschaffte sich erst öffentliches Gehör mit den von Leipzig ausgehenden Demonstrationen die letztendlich zum Zusammenbruch der DDR UND des gesamten Ostblocks führten !
MfG a d Erfurter Rep.
häufiger vor, dass Staaten ruiniert werden. Aber in kaum einem anderen Land wie in D sind die getroffenen Maßnahmen so effizient. Energie-, Wirtschafts-, Migrations-, Bildungs- Sozial- und Familienpolitik, Infrastruktur und schleichende Islamisierung. Die Ergebnisse sind da. Wer die Macht hat, sagt: I c h bin die Mitte, wo auch immer das ist.
Sackgassen. Ja, einerseits gibt es eine relativ konservative Mitte der Gesellschaft, wie der Artikel sagt und eine politische Elite an Unis, NGOs, Kirchen, ÖRR etc., die eine öffentliche Meinung durchsetzen, die sich relativ stark vom normalen Leben der "Mitte" unterscheidet. Es ist auch richtig, dass die großen Koalitionen in der Mitte Wähler den Rändern zutreiben.
Aber ich sehe als einen Hauptantrieb für die politischen Sackgassen auch die "Mitte" selber, die sich in einer zu weltfremden Weltsicht verrannt hat. Man zählt Menschenrechte, Rechtsstaat, Demokratie, Verfassung, Europa, Anstand, Respekt, Solidarität etc. auf, macht sich aber keine Gedanken über die inneren Widersprüche zwischen diesen Begriffen, ob diese immer angemessen sind, wo es andere Sichtweisen und Begriffe gibt. Man glaubt mit einer solchen naiven Aufzählung und einer Einteilung in Freunde und Feinde dieser Begriffe alles gesagt zu haben. Das halte ich für Sackgassen - aus der Mitte heraus.
leider wird man auch in Cicero an solchen falschen Klischees nicht verschont: Während die Rechtsparteien in anderen Ländern ... in den letzten Jahren deutlich in die Mitte gezogen sind und damit neue Wählerschichten erschlossen haben, radikalisiert sich die AfD kontinuierlich weiter. Zum Nutzen des Landes müsste sich hier einiges ändern.
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist indes gering. Die AfD wächst auch ohne überzeugendes Personal weiter an...
Diesen Propagandathesen des Mainstreams kann ich überhaupt nicht zustimmen.
Ich sehe über die letzten zehn Jahre weder eine Radikalisierung, noch finde ich das Personal "nicht überzeugend". Im Gegenteil. Weidel und Chrupalla führen die Partei überzeugend und in der politischen Rechts-links-Skala hat die AfD ihren festen und unverrückbaren Platz leicht rechts von der Mitte, der keiner Drift unterliegt. Das wurde nun bereits so oft behauptet, dass die AfD schon längst links wieder herausgekommen sein müsste....
Leider wird man auch in Cicero an solchen falschen Klischees nicht verschont: "Während die Rechtsparteien in anderen Ländern ... in den letzten Jahren deutlich in die Mitte gezogen sind und damit neue Wählerschichten erschlossen haben, radikalisiert sich die AfD kontinuierlich weiter. Zum Nutzen des Landes müsste sich hier einiges ändern. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist indes gering. Die AfD wächst auch ohne überzeugendes Personal weiter an..."
Diesen Propagandathesen des Mainstreams kann ich überhaupt nicht zustimmen.
Ich sehe über die letzten zehn Jahre weder eine Radikalisierung, noch finde ich das Personal "nicht überzeugend". Im Gegenteil. Weidel und Chrupalla führen die Partei überzeugend und in der politischen Rechts-links-Skala hat die AfD ihren festen und unverrückbaren Platz leicht rechts von der Mitte, der keiner Drift unterliegt. Das wurde nun bereits so oft behauptet, dass die AfD schon längst links wieder herausgekommen sein müsste....
