Petra Köpping - Genossin für Herzenswärme

Petra Köpping kandidiert gemeinsam mit Boris Pistorius für den SPD-Parteivorsitz. Sachsens Integrationsministerin kümmert sich nicht nur um Flüchtlinge, sondern integriert auch den Osten und fordert eine Wahrheitskommission zur Politik der Treuhand. Ein Porträt der Hoffnungsträgerin der Sozialdemokraten

Petra Köpping
Petra Köpping: Beschwerdestelle für jenen Teil des Ostens, der die Härten der Nachwendezeit noch nicht verwunden hat / Felix Adler

Autoreninfo

Christine Keilholz hat bei der Neuen Zürcher Zeitung volontiert und ist Korrespondentin in Sachsen.

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Zu Petra Köpping kommen jetzt immer mehr Menschen, die sich nicht integriert fühlen. Neulich meldete sich eine Frau, die sich ungerecht behandelt fühlt: „Mir hilft seit 30 Jahren keiner.“ An viele Politiker habe sie geschrieben, jetzt reiche es ihr, sie wähle in Zukunft AfD. Köpping, die Ministerin von der SPD, fragte die Frau, warum, warum sie sich ausgerechnet dort Hilfe verspreche. „Weil die anderen Parteien einen Denkzettel brauchen.“

Wenn jemand in solchen Fällen was ausrichten kann, dann Petra Köpping. Die 60-jährige SPD-Frau hat sich als Ministerin für Integration und Gleichstellung in Sachsen an die Spitze einer neuen Bewegung gestellt. Ihr Ministerium war ursprünglich für Flüchtlinge gedacht. Jetzt wird es zur Beschwerdestelle für jenen Teil des Ostens, der die Härten der Nachwendezeit noch nicht verwunden hat.

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Holger Stockinger | Do, 30. August 2018 - 23:58

Die SPD als Hüterin welchen Hutes?

"Kommt an meine Hühnerbrust, GenossenInnen?"

EU macht flotte Lotte lustig: Genosse SCHULZ aus Würselen möge doch so gut sein, die Reisekosten der SPD künftig dem Weltsicherheitsrat anzuvertrauen ? ??

Klaus- Uwe Koid | Mi, 10. Oktober 2018 - 20:27

Ich habe das Büro der Abgeordneten zuerst mit einem Hinweis auf dieses Leipziger Trauerspiel mit Opfern unter Stadtbewohnern angemailt. Nach einem recht überschwenglichen Dank von dort habe ich erste Beweis- Kopien per E- Mail dorthin geschickt. Seitdem - Schweigen im Walde.
Scheint unter den SPD- Politikern üblich zu sein. Ich habe vor einem Jahr wegen eines Problems (SCIENTOLOGY) hier in Hamburg Frau Aydan Özoguz angemailt. Dasselbe Prozedere: Ein fast überschwenglicher Anruf, bei meinem Nachhaken Abwimmeln, danach ebenso Schweigen... AfD wählen???

gabriele bondzio | Fr, 16. August 2019 - 14:02

für denkbar, wenn man drei oder vier Fälle rausnimmt und unaufgeregt untersucht."...huch, geht das überhaupt noch mit Unaufgeregtheit? Die Sätze davor und danach, sprechen ja auch Bände. Wie Partein so über das Geschehen denken.
Die SPD täuscht sich aber wenn sie glaubt nach so vielen Jahren Leute zurückzuholen.
Wer will ihnen da noch glauben, dass es der Wahrheitsfindung und nicht der Verhinderung des eigenen Untergangs geht?

dieter schimanek | Fr, 16. August 2019 - 15:29

........macht noch keinen Sommer.
In den Altparteien werden keine Leute gesucht die Probleme benennen, sondern solche, die Probleme vertuschen, verleugnen oder zumindest beschönigen. Daher keine Chance für Frau Köpping. Solche Querulanten werden weggemobbt. Zudem wird sie ihrer Aufgabe nicht gerecht. Statt sich um Merkels Gäste zu kümmern, verhätschelt sie die störrischen Ossis. Sie hat ein Buch geschrieben, scheint also auf den Spuren von Sarrazin zu sein, da wird der Parteiausschluß nicht lange auf sich warten lassen.

Bernd Muhlack | Fr, 16. August 2019 - 15:44

Zitat: "Köpping hat gezeigt, wo der Ostbürger abgeholt werden kann." Ende

Wenn ich solche Sätze lese, höre brauche ich keine weiteren Aussagen.
Das ist eine dermaßen schwachsinnige (sorry!) Plattitüde, welcher jedwede Aussagekraft fehlt.

Ja wo holt man denn den "Ostbürger" ab, ja wo Isser denn?
Der gewöhnliche Ostbürger steht aktuell in Leipzig HBF, Gleis 4 und wartet darauf abgeholt zu werden!

Abholen, Politik verständlich machen, die Bürger an die Hand nehmen, klare Kante zeigen, kümmern und tun, WIR haben verstanden, Zukunft bauen … und wenn sie nicht gestorben sind, dann labern sie noch heute.
Ein Märchen ohne Grimm!

Und der Osten ist Deutschland, wie auch der Westen, Süden und Norden!
(sogar Berlin gehört dazu!)

Man muss endlich mit dieser unsäglichen Ausgrenzung, quasi Dämonisierung aufhören!

Beste Grüße aussem Rheinland bzw. Nordbaden

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