Bas und Klingbeil
Ist die Parteispitze bald nicht mehr spitze? Bärbel Bas und Lars Klingbeil / picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

Parteilinke gegen Klingbeil und Bas - Der SPD droht die nächste Führungsdebatte

Keine andere Partei verschleißt ihre Vorsitzenden so schnell und mit so viel Genuss wie die SPD. Jetzt gibt es Rufe nach einer Ablösung des Führungsduos Klingbeil/Bas – aber keine überzeugenden Herausforderer.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Als Lars Klingbeil im Juni eine Laudatio auf Franz Müntefering hielt, erinnerte er an dessen Ausspruch bei seiner ersten Wahl zum SPD-Vorsitzenden: „das schönste Amt neben dem Papst“. Jetzt fügte Klingbeil hinzu: „Bärbel und ich haben dir das geglaubt.“ Denn so schön ist das Amt nicht oder nicht mehr. Sonst hätte die SPD seit dem Amtsantritt von Gerhard Schröder als Parteichef im Jahr 1998 bis zu Klingbeils Wahl im Jahr 2019 nicht sechs Parteivorsitzende verschlissen. Auch Klingbeil ist gegen die Lust seiner Genossen, Parteichefs zu demontieren, ebenso wenig gefeit wie vor ihm Schröder, Sigmar Gabriel oder Martin Schulz. Die mageren 64,9 Prozent bei seiner Wiederwahl im Jahr 2025 zeigten diese deutlich. 

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Keith Conrad | Do., 13. August 2026 - 14:57

wenn die CDU versucht recht Poltik zu machen, dann hört man von den linken Brandmauerverehrer immer nur das man die AFD nicht rechts überholen kann aber diese Personen sind es auch die bei den Grünen und der SPD sitzen und am liebsten die Linke links überholen wollen und dabei vergessen derjenige der in letzter Zeit als einziger in beiden Lagern erfolgreich bei einer Wahl war ist Cem Özdemir, eine Person die sich in der eigenen Partei unbeliebt gemacht hat weil er es gewagt hat Jette Nietzard zu kritisieren und auch die heuchlerischen Pressemitteilungen der Islamverbände hat er kritisch betrachtet und wurde dafür angefeindet. Aber genau so ein Verhalten kommt anscheinend gut bei den Wählern an (verständlicherweise). Wenn die SPD noch tiefer in den linken Sumpf wandern möchte wird es wohl noch schneller mit dem deutschlandweiten Sinken unter 5% gehen.

Ingo Frank | Do., 13. August 2026 - 15:06

hört sich an, als ob bereits der Vereinigungsparteitag zwischen SPD und den SED- Erben bevorsteht.
Die Nagelprobe der Vereinigung dürften die Wahlen in Berlin werden. Die Frage scheint offen, auch bei derzeitigem Dementi des SPD Spitzenkandidaten , ob die SPD den Verstaatlichungsfantasien der SED Erben widerstehen kann, auch wenn weiter Regierungsposten im roten Rathaus winken.

Nun noch eine Anmerkung: ich hätte nie gedacht, dass ich einen Gerhard Schröder SPD so verteidigen werde, gegenüber den Schröder nachfolgenden Parteivorsitzenden. Das ist doch wahrlich nicht ihr Ernst , Gabriel oder Mr. 100% und alle anderen auf Schröders Stufe zu
stellen ?
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik

DerStefan | Do., 13. August 2026 - 15:13

= "Arbeitskreis FÜR ArbeitnehmerFRAGEN", nicht zu verwechseln mit einem Arbeitskreis DER ARBEITNEHMER.
Bundesvorsitzende ist die SPD-Arbeitsministerin aus Berlin. Volkswirtin, Tätigkeiten bei DGB und DIW (Fratscher).
5 Stellvertreter: Alles Gewerkschaftssekretäre!
Mit einer Ausnahme (Peter Müller, KfZ-Elektriker) war von denen niemand jemals Arbeiter.

Die einstige Arbeiterpartei ist eine Salonsozialistenpartei geworden. Es ist egal, welche Vorsitzende den Niedergang weiter begleiten.

Und die Koalition muss bitte bis 2027 durchhalten. Wenn dann die nächste Stufe der CO2-Bepreisung samt Lebenshaltungskostenexplosion in Kraft tritt, ist das marxistische Ziel erreicht. Nämlich das Proletariat zum Präkariat zu verarmen (und damit zur Revolution zu drängen).
Das könnte aber für die SPD blöd ausgehen.
Von 12% können die dann nur noch träumen.

Jürgen Goldack | Do., 13. August 2026 - 16:53

Man kann trefflich über Demokratie, demokratische Prinzipien und Grundgesetz diskutieren - aber nicht mit Antifa-Lars und Bas. Für diesen extrem links indoktrinierten Parteichefs der SPD sind das Begriffe aus einer anderen Welt. Der Lars wie auch Bas passen zu Partisano dem linken Staatsratsvorsitzenden. Alle drei haben höchst egomanische volksfremde Charakterzüge. Sie sehen nur ihre eigen Position, ihre arroganten Macht-Allüren und überschätzen ihre wirkliche nachdrückliche Macht (hoffentlich!). Typen dieses Schlages sind in ihren Rollen als Totengräber der Demokratie über kurz oder etwas länger zum Scheitern verurteilt und reißen in ihrer manischen Realitätsverdrängung die einstige Partei der Arbeiter und Gewerkschaftler hoffentlich bald in die Existenzlosigkeit. Um die Linken ist es sowieso nicht schade. Das SED-Menetekel, das derzeit wieder düster an der Politik-Mauer Berlins irrlichtert ist so bedrohlich, das es hoffentlich viele Bürger noch rechtzeitig erkennen und nein sagen!

Klaus Funke | Do., 13. August 2026 - 17:21

Denn für dieses Leben ist die SPD nicht schlau genug. Ja, in diesen Zeiten schaden Bas und Klingbeil ihrer Partei mehr als sie ihr nützen. Allerdings steht die Frage: Wer soll ´s denn nach Bas und Klingbeil machen? Ich sehe da niemanden. Und Bessere schon gar nicht. Nein, die SPD ist dem Tode geweiht, sie ist eine untergehende Partei, sie hat sich überlebt. Aus. Vorbei.

Hanno Woitek | Do., 13. August 2026 - 17:26

über die Qualität einer Tölpel-Truppe kommen die nicht hinaus.

Theodor Lanck | Do., 13. August 2026 - 18:15

Natürlich haben B&K versagt. Aber statt die Personen erneut auszutauschen (oder auf jedenfall zusätzlich dazu) muss die SPD ihren inhaltlichen Kurs ändern, wenn sie überleben will.

Es wurde schon oft geschrieben, aber es bleibt richtig: Würde die SPD Politik wie die dänische Schwesterpartei machen, wäre sie deutlich erfolgreicher. Aber das verhindern ja Jusos und Linke. Insofern: Das Elend ist selbstgemacht, Mitleid fehl am Platze.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 14. August 2026 - 09:09

Mal nicht die *in Teilen gesichert rechtsextreme AFD* ist am Niedergang der SPD schuld, sondern sie selbst? Und sehen Sie nicht parallelen zur UNION? Zwei ehemals große Volksparteien haben ihre Wählerklientel verraten, weil die eine vom rechten auf den linken Fuß gesprungen ist und die andere nur einen linken Fuß hat, den anderen hat sie sich nach Schröder amputiert. Wenn die SPD verschwindet und die UNION einstellig wird kann eine neue Parteienlandschaft entstehen, auch wenn ich eigentlich die Parteien insgesamt abgeschafft sehen will. Und eines eint die SPOD und UNION ebenso. Denen fehlte es an Personal, an noch glaubwürdigen und charismatischen Personen. Und wenn da mal einer aufblitzt, wird der gleich kalt gestellt. Und was mich besonders erfreut ist die Tatsache, dass immer mehr Wähler aufwachen und die SPD in einigen Parlamenten nur noch einstellig, sogar aus den Parlamenten fliegen könnten. Und die UNION wird folgen, denn die Brandmauer ist ihr Henkersseil.