Olaf Scholz und die Koalitionsfrage - Die männliche Merkel?

Als Kanzlerkandidat der SPD tritt Olaf Scholz ein schweres Erbe an: Er soll die Partei in eine Koalition mit den Linken führen und zugleich die Wähler an die Partei binden, die sich in einer Schröder-SPD zu Hause fühlen. Dieser Spagat kann nicht gelingen.

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Gefangen zwischen Tradition und Links-Koalition: Olaf Scholz / dpa

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Den ersten Fehler hat Olaf Scholz schon gemacht, bevor er als Kanzlerkandidat am Montag dieser Woche nominiert wurde, und keine hundert Stunden später holt dieser Fehler ihn schon ein. Er wird ihn in den nächsten 400 Tagen bis zur Bundestagswahl nicht mehr loswerden. 

Am Wochenende vor der Ausrufung ihres Kandidaten hatte die SPD-Parteiführung in einem Interview klar gemacht, dass eine Koalition mit der Linken das erklärte Ziel der Partei sei. Am Montag redeten bei der Präsentation von Olaf Scholz dann vor allem Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Aber beim ersten großen öffentlichen Auftritt als Kanzlerkandidat entkam Scholz der Frage und der selbst gebauten Falle seiner Vorsitzenden nicht. Wieder und wieder löcherte die Talkmasterin Sandra Maischberger völlig zu Recht ihren Gast zu der Frage, und Scholz wand sich wie ein Wurm am Haken. 

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gabriele bondzio | Fr, 14. August 2020 - 08:49

Der Satz war reizvoll, obwohl ich nichts mehr zur SPD und ihren Kanzler sagen wollte. Denn es ist hier eigentlich schon alles gesagt worden.
Aber Herr Schwennicke, der Skispringer Scholz befindet sich eher noch völlig in der Luft. Die Landemarke ist noch nicht in Sicht. Auch die Haltungsnoten, die ja aus der eignen Partei sabotiert werden, sind noch völlig offen.
Ja, die Ablehnung rot/rot ist stark im Land, nicht nur bei der Bevölkerung. Sondern eine Horrorvision für die Wirtschaft.
Viele neue Schulden, große Risiken, wenig Transparenz, kein Tilgungsplan für die Schulden (aus Corona), damit hat sich Berlins Rechnungshof zu Wort gemeldet. Um Haushaltswahrheit und -Klarheit ist es in Berlin schlecht bestellt. Aber rot/rot/grün hat in Berlin schon immer miserabel gewirtschaftet. Der Wähler sollte sich überlegen ob diese Wirtschaft bundesweit Einkehr halten soll.

Urban Will | Fr, 14. August 2020 - 08:59

eine andere Rolle zugedacht ist, als die eines „Zählaugust“. In diesem Falle so gemeint, als dass er halt derjenige ist, von dem man sich die meisten Stimmen erhofft.
Mehr nicht.
Keiner dort im W – B – Haus glaubt doch im Ernst, dass sie den Kanzler stellen.

Dass Esken und Borjans nach links koalieren wollen, ist recht egal, diese beiden „Profis“ nimmt sowieso kaum jemand ernst.
An Glaubwürdigkeit und Seriosität rangieren sie noch Welten hinter Scholz, auch wenn der viel Dreck am Stecken zu haben scheint.

Es wird mit Scholz die nächste Groko vorbereitet, mehr nicht.

Scholz ist perfekt darin, zu reden, aber nichts zu sagen und so wird er es schaffen, sich um die RRG – Frage zu winden. Söder wird ihm da nicht allzu sehr zusetzen.

Und dann bekommen auch die beiden SPD - Profis schöne Pöstchen und alles ist gut.

Corona ist der beste Steigbügelhalter, den Schwarz und Rot sich wünschen können und es wird uns noch weit ins nächste und auch übernächste Jahr „erhalten“ bleiben.

mit 20 Mio. Infizierten und bald 800.000 Opfern, die mit oder an Corona verstorben sind.

Corona, der praktische Steigbügelhalter für die Roten und Schwarzen (und vielleicht Grünen).

Da kann man nicht diskutieren, da kann man, nein muss man nur noch zweifeln.

Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Ärzte, Pfleger, Familienangehörige.

Gipfel des Zynismus: Sie unterstellen Christlichen und Sozis, dass sie auch in Zukunft von Corona "profitieren".

Aber Ihnen kann es doch eigentlich egal sein, wie stark die SPD wird, ob sie unter Scholz zulegt, ob der nächste Kanzler CDU, FDP, Grünen oder SPD angehört - jegliche "Altpartei" hat sich doch für Sie längst disqualifiziet.

Dass Sie jetzt noch ein wenig über Scholz lästern, der als Zählaugust sowieso niemals angeblich eine konkrete Aussage trifft, und alle sowieso nur an Pöstchen interessiert sind, ist, gelinde gesagt, unterstes Stammtischniveau.

blieb mal wieder hängen, aber vielleicht schafft es dieser.

Wo Sie in meiner Einschätzung, dass Corona als Argument für eine Groko - Neuauflage herhalten muss einen „Schlag“ ins Gesicht von wem auch immer sehen, bleibt wohl Ihr Geheimnis.

Zu den Zahlen, die Sie da präsentieren:

In dem Zeitraum, in dem Corona diese 800 000 „Opfer“ forderte (ca. 8 Monate, also rund 240 Tage) verstarben weltweit (natürliche Todesrate) rund 36 Mio Menschen.

Dieses todbringende Virus ist somit – theoretisch – für rund 2 % der Toten verantwortlich, aber auch diese 2 % sind Unsinn, da jeder, der „an und mit“ Corona starb, dazu gezählt wurde.

In dem von mir an anderer Stelle erwähnten Mitschnitt von Lanz (leicht zu finden auf fb) sagt Prof. Püschel, Leiter d. Pathologie in Hamburg, dass er keinen Fall kennt (alle von ihm obdzuzierten), wo jemand „nur“ an Corona verstarb.
Alle hatten Vorerkrankungen, oft ihnen unbekannt.

Wohl ein weiterer „Verschwörungstheoretiker?“, Herr Lenz?

Wenn die "Akademik Tscherski" nicht bald klar ist, steigt diese Gefahr. Da die USA diesbezüglich bereits mehrere Firmen und Staaten erpresst hat, offenbar ohne Folgen, wäre ein Einknicken der BR mit entsprechenden Entschädigungsforderungen nicht mehr auszuschließen. Die Grünen hätte sie auf ihrer Seite, obwohl wir natürlich Gaskraftwerke zur CO2-Minderung brauchen. Aber die wissen nur, dass Ergas brennt. Stöchiometrische Gleichungen sind dort weniger bekannt. Würden wir stattdessen amerikanisches Flüssiggas kaufen, bräuchten wir auch einen LNG-Hafen, den die Polen von der EU geschenkt bekommen haben.
Jedenfalls würde unser Außenministrant wohl eher nicht den US-Botschafter einbestellen.

helmut armbruster | Fr, 14. August 2020 - 09:27

das ewig gleiche Ritual wiederholt sich bei jeder Kandidatur.
Vorgeschlagen werden nur die Typen, die gut vernetzt sind, sich immer parteikonform verhalten haben und die den anderen Parteikarrieren möglichst nicht schaden können. Sie dürfen also nicht schon vor ihrer Kandidatur zu mächtig sein.
Das sind genau die Typen, die das Land nicht braucht.
Es geht nicht etwa um Fähigkeiten.
Ob der Kandidat das Land nach vorne bringen will bzw. kann ist ziemlich gleichgültig. Er muss der Partei einen positiven Schub geben können, das ist alles, was zählt.
Deshalb haben wir das politische Führungspersonal, das wir haben: Angepasstheit und Mittelmäßigkeit. Nirgends der große Wurf, nirgends auch nur eine Andeutung von Genie.

Leider haben sie Recht, Herr Armbruster. Und da wir hier von Scholz als Kanzlerkandidat reden: Derselbe Herr Scholz sprach noch eine Woche vor dem G20-Gipfel in Hamburg davon, dass der kommende Gipfel so ruhig und friedlich wie das Hafen-Fest ablaufen würde. Eine Woche später gingen dann die Bilder der brennenden Stadt des Oberbürgermeisters Olaf Scholz um die Welt und Scholz war völlig überrascht, dass so etwas in seiner Stadt geschehen konnte. Das ist die Art von Kompetenz, die man in Deutschland braucht, um danach Vizekanzler und Kanzlerkandidat der SPD zu werden.....

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 14. August 2020 - 09:44

Herr Schwennicke?
Wenn überhaupt so ein Vergleich passend wäre, so war die m.. M... evtl. Schulz, nicht etwa Scholz.
Und Frau M.. hätte je eine Koalition mit den Linken in Erwägung gezogen? Das hat sie nicht nötig.
Ich gehe davon aus, dass Scholz so eine Koalition eingeht, wenn sie ihm möglich und sinnvoll erscheint als Sozialdemokrat, denn die AfD ist für ihn NoGo.
So wie Schröder mit den Grünen, will sagen Trittin zusammenging.
Ob Mann, ob Frau, Scholz scheint Politiker, andere sind alles Mögliche und vielleicht am wenigsten Politiker.
Aber es wird schwer für einen feinsinnigen Menschen wie Scholz.
Dieses ihm angekreidete Lächeln, es ist einfach sein Innerstes nach Aussen scheinend?
Andrea Nahles war weit davon entfernt, lächeln zu können?
Da ja evtl. mit Merkel keinesfalls die CDU/CSU an der Macht war, sondern eventuell Merkel, kann es nach ihr einen Erdrutschsieg für einen geeigneten Kandidaten der CDU/CSU geben.
Vielleicht sogar mit Merkel, denn "alternativlose Macht" beharrt?

liebe Frau Sehrt-Irrek, Scholzen´s permanentes Lachen oder Lächeln ist häufig zum Weinen. Selbst in Brüssel gibt man sich irritiert und fragt sich, nimmt Scholz die zu besprechenden Themen ernst oder lacht er uns aus.
Sogar wirecard nimmt er auf die lustige Schulter. Mehr Sensibilität sollte er sich im eigenen Interesse gönnen.

Holger Jürges | Fr, 14. August 2020 - 09:57

Unglaubwürdiger geht’s nimmer. - Der in großen Teilen seiner Partei meist gehasste SPDler Scholz soll´s nun richten. - Den Zustand der besagten Unglaubwürdigkeit und der offensichtlichen Scheinheiligkeit von Kühnert, haben sie im Artikel prächtig herausgearbeitet Herr Schwennicke !
Diesen Zustand und das Debakel um zukünftige Streitereien um Koalitionsfantasien kann Scholz nicht einfach weg grinsen.

Ehrlicher wäre es da schon, Antifa-Esken zur Galionsfigur zu erheben und zudem mit den Dunkelroten zu fusionieren: Wer weiß das schon: der dort geäußerte „Schießbefehl“ auf Reiche würde möglicherweise goutiert im Rausche dieser Vereinigung...

Klaus Peitzmeier | Fr, 14. August 2020 - 10:13

Olaf Scholz ist nicht "die männliche Merkel" sondern die "Conchita Wurst" der Politik.
Wie Conchita Wurst eine "Mann-Frau" u ein "Frau-Mann" sein will, ist Olaf Scholz ein "Rechts-Linker" u ein "Links-Rechter". Hauptsache sein Ego wird befriedigt, Kanzlerkandidat zu werden. Bei Maischberger sagte er: "Ich bin stolz darauf vom Vorstand der SPD zum Kanzlerkandidaten vorgeschlagen worden zu sein". Dabei scheint ihm völlig wurscht zu sein, daß Esken, Borjans u Kühnert ihn bis zuletzt für eine Fehlbesetzung hielten. Esken hielt ihn nicht einmal eines Sozialdemokraten für würdig. Geht`s noch tiefer? Ja, denn spätestens am Wahlabend wird er, wie seine Vorgänger, zur "heißen Kartoffel".

Beate Weikmann | Fr, 14. August 2020 - 10:35

Olaf Scholz ist eine Mationette.

Christoph Kuhlmann | Fr, 14. August 2020 - 10:49

Ob sie eine Chance hat in irgendeiner Koalition an der Regierung zu bleiben, hängt auch stark vom Kanzlerkandidaten der Union ab. Mit Söder hätte sie wahrscheinlich kaum eine Chance falls dieser nicht durch seinen bayrischen Koronaskandal geschwächt wird. Merz würde wahrscheinlich lieber mit den Grünen koalieren und Laschet ist zurückgefallen. Spahn muss erstmal erklären warum er monatelang Masken für überflüssig hielt und nun die Rechnungen der Lieferanten nicht gezahlt werden. Insofern geht es für Scholz wahrscheinlich darum die SPD bei 20% zu halten. Das wäre dann ein schöner Erfolg.

Karl-Heinz Weiß | Fr, 14. August 2020 - 10:52

Die 6-Parteien-Landschaft in der Bundesrepublik bietet dem oft unterschätzten Strategen Scholz durchaus Chancen, ein Parteienbündnis links von der CDU zu schmieden. Den verhaltenen Reaktionen der LINKE-Spitze kann entnommen werden, dass sie die Gefahr sehen, durch die konsequente Haltung von Scholz zu inhaltlichen Positionen zerrieben zu werden. Herr Scholz unterscheidet sich mit seiner Konsequenz wohltuend von seinen beiden Parteivorsitzenden, die als würdige Vertreter der SPD als Partei der Selbstzerstörung in die Geschichte eingehen werden.

Gerhard Schwedes | Fr, 14. August 2020 - 11:03

Zitat: "Es wäre gut nach 16 Jahren CDU, wenn die SPD mal wieder den Kanzler stellte." Eine Partei soll den Kanzler stellen, die seit Jahren zusammen mit der CDU nur noch Blödsinn baut? Lieber Herr Schwennicke, das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Mein erster Gedanke: Ihnen ist wohl das gemeinsame Currywurstessen mit Schröder nicht gut bekommen. Das Land pfeift dank SPD und CDU auf dem letzten Loch, überall nur rauchende Trümmer und mit Corona-Bonds und desaströser Euro-Rettungspolitik drohen endgültig die Apokalyptischen Reiter - und da wünschen Sie sich einen solch erbärmlichen Polithaufen an der Spitze unserer Politik! Da ist Ihnen offensichtlich der politische Kompass verloren gegangen. Man kann nicht mit Leuten, die alles in den Teich gesetzt haben, das gekippte Gewässer des Teichs wieder in ein sauberes renaturieren wollen. Da braucht es viel grundsätzlichere Korrekturen in unserer Politik und Gesellschaft. Und dafür wird die Realität schon sorgen. Auf jeden Fall nicht die SPD.

Herr Schwennicke, ohne mich hier parteipolitisch positionieren zu müssen, möchte ich anhand einer Aufzählung dokumentieren, dass die Hamburger SPD immer politisch kompetente Persönlichkeiten hervorgebracht hat.

Helmut Schmidt, Klaus von Dohnanyi, Henning Voscherau, Michael Naumann, Olaf Scholz, Peter Tschentscher.

In einer medial aufgeregten Zeit, ist ein „unaufgeregter“ und „sachlicher“ Typus gefragt. Die politischen Themen und Herausforderungen, die vor uns liegen, sind gewaltig. Dazu braucht es „kühle“ Köpfe „mit Herz“.

P.S.: Hubertus Heil ist ein ähnlicher Typus.

Klaus Peitzmeier | Fr, 14. August 2020 - 14:43

In reply to by Gast

Ja, Herr Jasper, aber keiner braucht Rixinger, Kipping, Esken, Borjans, Kühnert, Baerbock, Habeck.
Da hat Olaf Scholz nichts mehr zu sagen.

das evtl. geballte "Schwarzmalen" der SPD hier im Forum, vlt. auch im Land stellen.
Seit Merkel haben wir evtl. im Lande, was Parteien anlangt, "Land/Partei unter".
Das fällt nur nicht so dolle auf, weil evtl. bei den Grünen auch FDP-kompatible Politiker, bei der SPD CDU-Kompatible und bei den Liberalen freie Grüne, bei der CDU gar ein sozialer und liberaler Flügel vorhanden ist.
Frau Merkel ist m.E. sehr an der Macht, aber eher nicht CDU.
Ich bin in der SPD nicht an der Macht und vom Herkommen überhaupt nicht SPD. Ich finde, das passt immerhin.
Ich schätze die SPD als wahrhaftig und authentisch, ohne das jetzt anderen per se absprechen zu wollen.
Die SPD hat mir eine politische Heimat gegeben, fernab von Macht, nah an politischer Überzeugung.
Dafür ist sie auch mal gewählt worden, darin ähnelt Scholz mehr Helmut Schmidt als Schröder, Überzeugung, nicht Macht.
Vielleicht kann Scholz ein würdiger Nachfolger Schmidts bei DER ZEIT werden.
Gewählt oder nicht, er ist wichtig für die Welt...

auch eine 5 Watt Birne leuchtet. Mir geht es ähnlich, aber die Authentizität der SPD hat sich eben geändet. Und für einen Schmidt fehlt Olaf die Schnauze.

Ich wähle sie trotzdem, was auch sonst, aber in der Hoffnung, dass die aufgeschwemmten Nullnummern baldmöglichst entfernt werden.

Unrecht, aber anders konnte ich nicht, in den 50ern des letzten Jahrhunderts geboren.
Ich war vor Entsetzen ohn-mächtig, gelähmt.
In der SPD habe ich das "verloren" ohne es zu verlieren, vielleicht auch, weil es da immer sehr lebendig zuging.
Meine Familie ist groß und wahrscheinlich breit aufgestellt, die Gesellschaften noch größer, ich kann also mit meiner Ablehnung einer etwa "Verantwortung zur Macht" gut leben.
Leben und leben lassen auch in Bezug auf Gott.
Ich empfehle eine TIEFSINNIGE Kantate von Johann Sebastian Bach "Ich bin vergnügt mit meinem Glücke" BWV 84
Unterschätzen Sie Herrn Scholz nicht.
Was fällt mir zu 5 Watt ein?
Genau, meine Lieblingsfigur von den Golden Girls, Rose Nyland, besonders die Folge, in der sie Gorbatschow schreibt.
Herzliche Grüße:)

Herr Schwedes; Die Wähler sind der SPD Schnurz und Piepe.Wichtig für diese Gruppierung ist lediglich weiterhin Macht und Einfluß über die Gremien zu behalten.Im Moment stolpert man schon übereinander im Kampf um die besten Listenplätze...Ja,keiner wird hier zurückgelassen,keiner wird abgehängt.Ist egal.Die SPD-Gruppierung kann sich die Karten legen.Demokratie als Schaufensterpuppe beim KaDeWe um die Ecke.

Gerhard Schwedes | Fr, 14. August 2020 - 11:29

Ich bin ein großer Bewunderer der eleganten Sprache vieler Ihrer Artikel. Aus diesem Grunde erlaube ich mir auch einmal eine kleine Kritik am Gebrauch einer rhetorischen Figur zu äußern, die mir bei allen möglichen Journalisten immer mehr "auf den Kecks" geht. Also: Warum müssen Sie von "Clickbait" und "Votebate" sprechen, wo es doch das schöne deutsche Wort "Köder" gibt? Der hintergründige Sinn des Gebrauchs englischer Vokabeln soll Ausweis einer höheren Beglaubigung des Gesagten sein. Mit der Benutzung der englischen Vokabel oder Wendung erteilt man dem Gesagten also eine Art stilistischen Ritterschlag, klopft sich damit selber auf die Schulter. Das Eigene wird also als weniger wert erachtet als das Fremde - eine uralte deutsche Untugend, die wieder einmal in vollster Blüte steht.

Genau das wollte ich schon längstens ansprechen bzw. hinterfragen. Seit der Coronakrise überschlagen sich diese englischen Begriffe. Für mich sollten diese "Lehnwörter", ehemals in der Schule gerne verwendet, den deutschen Wörtern
den Touch des Elitären verleihen. Natürlich ändern sich die Zeiten und deren Be-griffe.

Priorität genießt augenblicklich mein deutscher "Köder". Er ist und bleibt ein lautmalendes Substantiv. Im Moment wichtiger als der grüne Patina angelegte linke Scholz.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 14. August 2020 - 12:13

guter Artikel, Analyse fehlerfrei. Scholz und die SPD? Das Vergessen setzt bei mir ein.

Markus Michaelis | Fr, 14. August 2020 - 12:35

Ich denke auch, dass die alte Mitte-Politik nicht mehr funktionieren wird - mit Platz für sogar zwei Parteien.

Einerseits ging das CDU-Konzept auf, dass die gesamte Gesellschaft nach links gerückt ist und die nachrückende CDU die SPD vom Platz geschoben hat. Einfach weiter nach links ausweichen hat Grenzen, weil die alten Gegensätze nicht verschwinden. Auch einerseits wünschen sich die Menschen eine faire, gleichberechtigte Gesellschaft, in der jeder einen vergleichbaren Platz hat. Andererseits bleiben die vielen Punkte, warum das prinzipiell so nicht funktioniert, auch wahr und suchen wie früher ihre Kompromisse.

Dazu kommen neue Fragen durch Europa, die Welt, Globalisierung, Migration-und-Vielfalt, die man nicht einfach mit "links" beantworten kann.

Die SPD versucht den personellen Spagat ohne inhaltlich festzulegen, was gemeint ist. Ich denke auch: das klappt nicht.

Die CDU versucht Inhalte möglichst auch zu vermeiden (außer Allgemeinplätzen) - aber mit weniger Spagat.

Gunther Freiherr von Künsberg | Fr, 14. August 2020 - 13:13

Scholz würde es bei einem respektablen Wahlerfolg der SPD nicht verhindern können, dass sich eine intensive Zusammenarbeit zwischen Knallrot, Rot, und Tarnrot (grün) bilden wird. Ob dies zur Bildung einer Koalitionsregierung ausreichen wird ist zwar fraglich; Einfluss auf das politische Geschehen ist aber unumgänglich. Wer wegen Scholz SPD wählt stärkt damit den Einfluss der Kommunisten um Kipping und Riexinger sowie dem Grünen Trittin. Wer bei Maisberger verfolgen konnte, wie Scholz sich um die Beantwortung konkreter Fragen gedrückt hat, d. h. sich wie ein Aal gewunden hat muss zwangsläufig zu der Erkenntnis gelangen, dass Olaf Scholz seine Überzeugungen zugunsten von Macht verraten und über den Haufen werfen wird. Nur so lässt sich erklären, dass die Macher in der SPD (Walter-Bojans, Esken und Kühnert) Scholz als Kanzlerkandidat dulden.
Wenn der Teufel dulden würde, dass Petrus auf Erden für die Hölle wirbt, würde sich die Temperatur des Fegefeuers auch nicht ändern

Wenn sich die SPD nicht von ihrem Linken Wunschpartner trennt , dann ist die Wahl schon zu Gunsten der CDU gelaufen .
Linke wollen aus der Nato und träumen davon , dass sie 800 000 deutsche Leistungsträger erschießen können , damit sie an deren Geld kommen . Wer Gewaltphantasien schon vor der Wahl äußert , der muss in einer Demokratie von der Wahl ausgeschlossen werden .
Auch wenn Frau Merkel eine demokratische Wahl zugunsten der Linken umgewandelt hat , die Linken sind eine Gefahr für Deutschland und müssen verhindert werden . Frau M. hat der CDU einen Bärendienst erwiesen , den ich mir nur damit erklären kann , dass sie immer noch nicht die DDR als Unrechtsstaat an erkennen will .
Deutschland ohne den Schutz der Nato , die ohne die USA nicht handlungsfähig ist , da werden die Bürger wissen , was das bedeutet . Unsere Sicherheit in Europa hängt immer noch stark von den USA ab .
Olaf Scholz muss sich vor der Wahl deutlich äussern , dass er ohne die Linke Kanzler werden will .

Fritz Elvers | Fr, 14. August 2020 - 15:43

dass er nicht Kanzler wird. Aber durch seine Kandidatur bringt er sich in eine bessere Position, falls es für schwarz / grün nicht reicht.
Einer möglichen Koalition mit den Linken hat er bereits widersprochen.

Die neuen Vorsitzenden nebst Anhang, die sich sogar selbst nicht für kanzlerfähig halten, nimmt er ohnehin nicht ernst.

Die Linke hat es nichtmal geschafft, eine neue USPD zu werden. Seit Wagenknecht auf ekelhafte Weise weggemobbt wurde, besteht sie, außer Rammelow, anscheinend nur noch aus Folklore-Kommunisten.

Wie dem auch sei, hauptsache das braune Gespenst verschwindet wieder in der Versenkung.

Herr Elvers, wird nicht verschwinden - im Gegenteil: Mit jeder weiteren Diffamierung aller
Menschen, die sich zur AfD bekennen, schüren S i e selber die Verzweiflung, die Wut und - bei labilen Zeitgenossen- den Hass derer, die eine berechtigte, andere Sicht auf die Lage in DE haben als die Linken bzw. der sog. Mainstream.
Ihr „braunes Gespenst“ ist ein riesiger Popanz, der errichtet wurde, um echte, grundlegende
Opposition in DE zu unterdrücken. Diese perfide Methode war und ist weiterhin erfolgreich, aber sie hat einen hohen Preis: Das Ringen um gute, vernünftige Problemlösungen im den Parlamenten wird zur Farce!
Die Ausgrenzung der AfD steht in
krassem Widerspruch zu allem, was sonst mantrahaft parteiübergreifend verkündet wird:
„Wir bekennen uns zum Prinzip der
vorbehaltlosen Offenheit u. zur
grundsätzlichen, feinen Differenzierung in allen Belangen,
besonders auch, was die Beurteilung von Fremden angeht, die zu uns kommen.“

Für die AfD gilt dies nicht!

was ist denn Ihrer Meinung nach der Grund dafür, dass die 95% rechtschaffenden Mitglieder es nicht schaffen, die offensichtlich faschistoid agitierenden Mitglieder und Spitzenleute aus der Partei zu werfen? Doch wohl der, dass eben diese zur Mitte der Partei gehören (Gauland). Fehlt es ihnen etwa an an der notwendigen "Männlichkeit"(Höcke), oder wollen sie das Problem mit dem VS "auschwitzen" (Höcke)?

Anlaß zur Kritik an den "Altparteien" gibt es genug, dafür wird die bestehende AfD allerdings nicht gebaucht. Gründen Sie eine neue.

Charlotte Basler | Fr, 14. August 2020 - 17:57

Was fällt mir ein, wenn ich an Olaf Scholz denke?
- Wirecard Skandal - weggegrinst
- Hamburg G20 Antifa - weggegrinst
- Hamburger Cum Ex Skandal - weggegrinst
- Finanztransaktionssteuer trifft Kleinanleger statt Spekulanten - weggegrinst

Mundschutz für alle PolitikerInnen ... den Bundespräsidenten nicht zu vergessen ... halt, der vergisst ihn ja doch vielleicht selbst wieder ;)

Charlotte Basler | Sa, 15. August 2020 - 11:48

In reply to by Gast

Lieber Herr Kopic,
dem kann ich mich anschließen. Das hätte schon einige Vorteile! So mancher Output reduziert sich, Worte und Aussagen werden noch unverständlicher (Geschwurbel fällt dann unter Genuschel) - und ja, manche Personen würden auch deutlich attraktiver.
Aber mal ernsthaft, bei H. Scholz kann ich nicht unterscheiden, ob er grinst, weil er die Tragweite des Versagens nicht erkennt oder ob er grinst, weil er die Tragweite des Versagens dadurch abmildern will.

Romuald Veselic | So, 16. August 2020 - 05:44

erinnern mich die 2 Menschen um ihn herum, an die Kapos, die den Polit-Häftling beim Schauprozess flankierten. Zumal ihre Mienen Bände sprechen, und je nach Empfinden, würde ich tippen auf Verdauung-Verstimmung, wenn ich mir die Ferndiagnose erlauben darf, nachdem dies bei Trump oder Gaddafi versucht wurde.