Müllwagen
Manche Journalisten halten Beitragszahler für zu dumm, um Manipulation zu erkennen / Illustration: Depositphotos

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk - Die übervollen Mülltonnen

Wer von Gebühren lebt, wird für Beschwerden taub. Das zeigt sich bei Müllentsorgern ebenso wie beim ÖRR. Zwangsfinanzierung schafft Gleichgültigkeit: Kritik versandet, Verantwortung wird abgewehrt, und Manipulation gilt plötzlich als „Schnittfehler“.

Bernd Stegemann

Autoreninfo

Bernd Stegemann ist Dramaturg und Professor an der Hochschule für Schauspielkunst (HfS) Ernst Busch. Zuletzt ist von ihm erschienen: „Was vom Glauben bleibt. Wege aus der atheistischen Apokalypse“ bei Klett-Cotta (2024) und „In falschen Händen. Wie grüne Eliten eine ökologische Politik verhindern“ bei Westend (2025).

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Was hat der Berliner Abfallentsorger Alba mit dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk (ÖRR) gemeinsam? Die Antwort ist verblüffend: Beide werden aus Zwangsgebühren finanziert und scheren sich einen Dreck um den Bürger. Alba bekommt den Preisaufschlag, den jeder Konsument beim Kauf eines Produkts mit Recycling-Logo bezahlt. Der ÖRR erhält eine monatliche Gebühr in Höhe von 18,36 Euro, die jeder Haushalt bezahlen muss. Alba und ÖRR leben im Paradies der nie versiegenden Geldströme. 

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A. Brand | Mi., 28. Januar 2026 - 08:46

„Die eine holt den Müll von zu Hause ab, der andere…“ produziert ihn.

Gezielte Manipulation gehört seit Jahren zum Alltagsgeschäft der als Journalisten getarnten Linksaktivisten des ÖRR, sie geben es offen zu. Darum leuchtet es ein, daß sie kein Verständnis dafür haben, daß ein zur unbedingten Neutralität verpflichteter Staatsrundfunkmacher wegen einer solchen Manipulation zurücktritt.

Der Zusammenhang zwischen (fehlender) Leistung und Zwangsgebühren ist zwingend, denn warum Leistung bringen, wenn das Geld auch ohne fließt? Eigentlich rein menschlich, vor allem dann, wenn Stolz, Ehre und Anstand bei den Protagonisten vollständig durch „Haltung“ ersetzt wurde.

Darum kann der Sozialismus/Kommunismus nie funktionieren, denn es fehlt das Leistungsprinzip.

Thomas Hechinger | Mi., 28. Januar 2026 - 09:00

Ich muß jetzt hier mal eine Lanze für die Gebühren brechen. Für die Müllgebühren in unserem Landkreis. Es gibt einen Müllkalender, so daß jeder weiß, wann welcher Müll abgeholt wird. Und das funktioniert tadellos. Bis auf neulich. Wegen eines Feiertags mitten in der Woche wurde die Müllabholung auf Samstag verlegt. Aber abends stand der Müll immer noch auf der Straße. Ich habe sofort eine freundliche Beschwerdemail geschrieben. Und ich habe nicht einmal eine Antwort erhalten. Was auch nicht nötig war. Denn als ich Montagmorgen zufällig zum Fenster hinaussah, war der Müll bereits abgeholt. Da war irgendwas schiefgelaufen. Aber das Unternehmen hat den Fehler bemerkt und sofort reagiert. Deswegen zahle ich hier gerne meine Müllgebühren. Nun, wenn ich darüber nachdenke, das Wort „gerne“ streiche ich und sage lieber: Ich zahle klaglos meine Müllgebühren.

Volker Peters | Mi., 28. Januar 2026 - 09:15

Ich wünschte Beiträge wie dieser würden mehr erreichen als mein zustimmendes Nicken und dem Gefühl, dass man mit seiner Meinung zum ÖRR nicht alleine dasteht. Aber wir wissen: auch dieser Beitrag wird am zwangsfinanzierten Teflon-Rundfunk abperlen.

A. Brand | Mi., 28. Januar 2026 - 10:46

Antwort auf von Volker Peters

demokratie- und verfassungsfeindlichen autoritären Willen endlich umgesetzt haben, dann ist es vorbei mit solchen Artikeln, denn ihr Wahrheitsgehalt ist deutlich zu hoch und zu unbequem für die, die über Wahrheit und Unwahrheit entscheiden.

Soll nicht heißen, daß ich Ihnen nicht voll und ganz zustimme, ich ärgere mich täglich über den ÖRR und die von ihm schamlos verbreiteten Propagandalügen, Diffamierungen & Stigmatisierungen! Mit der Müllentsorgung habe ich hier allerdings (fast) keine Probleme.

Thomas Veit | Mi., 28. Januar 2026 - 11:33

Antwort auf von Volker Peters

Zustände noch verschärfen..., und natürlich ob die (sorry vorab...!) 'Westwohlstands-Pensionärsgesellschaft' aufwacht und merkt, dass ihre gute alte CDU und! die Tagesschau mittlerweile linksgrünwoke dominiert sind... ... - was doch eigentlich doch so gar nicht sein kann(!?)..., nach deren westbundesdeutschen Kontinuitätsverständnis seit Adenauer... ... >> Die Tagesschau 'lügt' doch nicht - oder? 🤔 /Ironie

Maria Arenz | Mi., 28. Januar 2026 - 09:39

wird sich im Rahmen des von Nius angestrengten Prozesses wohl auch die in der Mediathek gezeigte ZDF-Version der kritischen Stellen des Günther-Outings herausstellen. Aber macht nix. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich bekanntlich ganz ungeniert. Ein Sender, der sich eine Kanal (...die Redaktion) wie Böhmermann leistet, steckt auch sowas weg.

Müllabfuhr und andere Entsorger | Mi., 28. Januar 2026 - 10:23

Sehr geehrter Herr Stegemann,
Sie haben es wunderbar auf den Punkt gebracht! Jeder weiß Bescheid, und alles bleibt, wie es ist. Und der Bürger ist der dumme Trottel, der nur stört!

Karl-Heinz Weiß | Mi., 28. Januar 2026 - 10:31

"Die BBC hat ein Fairness-Gebot“ und der Rücktritt erfolgte aus „berufsethischen" Gründen. Nein, wohl eher, weil die Drohkulisse Trumps keine andere Wahl ließ. Und die Berichterstattung über den Gaza-Krieg ist, ebenso wie beim deutschen ÖRR, kein Ruhmesblatt für die BBC. Das Hauptproblem sehe ich in der "Blickwinkel-Verengung“, die speziell in Deutschland durch die "Schweigespirale " gegen die AfD gefördert wurde. Erst seit einiger Zeit gibt es zaghafte Versuche, die Positionen dieser 25%-Partei zu analysieren. Wie kam es zu dieser "Gleichschaltung" ? Einer der Hauptakteure, Tom Buhrow", schwang sich erst angesichts des Ruhestands zu kritischen Worten auf. Leere Worte für die Alba-Tonne.

Chris Groll | Mi., 28. Januar 2026 - 10:31

Herr Stegemann, meine vollste Zustimmung.
Allerdings ist der deutsche Zuschauer gerne berei, diese Propaganda und Lügen zu glauben.
Wie schon Hannah Arendt  sagte:
"Nur wo der gesunde Menschenverstand seinen Sinn verloren hat, kann ihm totalitäre Propaganda ungestraft ins Gesicht schlagen.“
Gesunden Menschenverstand vermisse ich hier schon längst.
Meine Devise lautet: "Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst."

Ernst-Günther Konrad | Mi., 28. Januar 2026 - 10:35

Ich habe gegen meinen letzten GEZ-Bescheid eine mehrseitige begründete Beschwerde eingelegt. Nach zwei Monaten ein aller Weltschreiben, ohne auf meine Gründe einzugehen nur lapidar, ich sei gesetzlich verpflichtet und ich solle meine Beschwerde an den Rundfunkrat richten oder an die entsprechenden Stellen der Sender. Ich überlege jetzt erstmal wie ich weiter mache. Aufgeben will ich jedenfalls nicht. Natürlich kam sofort Mahngebühr drauf. Man muss sich nicht wundern, wenn der Zorn und die Verärgerung über den ÖRR täglich wächst. Man kann nur hoffen, dass die AFD die Regierungen in einigen Ostländern stellt und beginnt aus den Staatsverträgen auszutreten. Das wird den entsprechenden Druck dann auch auf andere Bundesländer erhöhen. Auch wenn das nicht sofort und gleich dazu führt, keine Gebühren mehr zu zahlen. Aber der Anfang ist gemacht. Und was ALBA anbetrifft in Berlin sage ich nur, was macht die Politik dort dagegen? Genau. Nichts. Und warum? Die hängen mit drin in irgendeiner Form.

IngoFrank | Mi., 28. Januar 2026 - 10:37

Ich bin über den ersten Absatz ihres Artikels nicht hinaus gekommen ….
Heißt das, der Hersteller muss seine Produkte die recycelbar sind kennzeichnen und einen Aufschlag bezahlen. der dann an den Verbraucher durchgereicht wird ?
Wenn ich sorgfältig Müll trenne, so wie ich das tue, werde ich nicht belohnt da ich Müllgebühren zahle.
Aber das dann der Entsorger obendrauf noch den Recycling Zuschlag erhält (von wem eigentlich ?) zu den erheblichen Müllgebühren, ist mir jedenfalls neu.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Thomas Veit | Mi., 28. Januar 2026 - 10:38

sondern ebenso das systematische Weglassen od3r Verkürzen 'ideologisch unliebsamen Informationen... - DAS ist eine noch viel subtilere Art der Meinungsmanipulation, da noch schwerer nachzuvollziehen vom zeitgestressten vertrauenseeligen gemeinen ÖRR-Medienkonsumenten..., und findet seit Jahren durchgängig statt im ÖRR - wer die Nachrichten nicht nur auf einem Kanal bezieht und somit vergleichen kann.

Macht natürlich ein bisschen 'Arbeit', das Vergleichen..., und genau darauf setzen die ÖRR-Redakteur:innen ja bewusst, jene "welche in Deutschland 'eine Haltung' haben..., und die ist gegen rechts, denn sonst wären sie gar nicht beim ÖRR." 👍

DANKE!!

Johannes | Mi., 28. Januar 2026 - 10:44

Dass so ein ÖRR bei uns so frei seine Meinung als neutrale Info verbreiten kann, ist ein Beweis dafür, dass im Dtld des Jahres 2026 wieder alles möglich ist: ein 1933 mit anderen Vorzeichen. In den Niederlanden z.B. (wo es abgekupfert worden war) hat man bald gemerkt, dass dieses Zwangsgebührensystem zu faschistisch und einseitig und abgehoben ist und man hat es abgeschafft- zwecks Vertrauen in die Politik.
Bei diesem faschistoiden Superobrigkeitssystem des ÖRR, das sich auch in unserem unkontrollierten politischen System breit gemacht hat (Flüchtlingskrise, Corona Maßnahmen, Putin-Angriffskrieg, Diätenerhöhungen, Alternativlosigkeit, Sondervermögen etc.) sollten eigentlich alle Allarmanlagen volle Pulle läuten.
Für die Freiheit und Glückseeligkeit (was ist das überhaupt?) unserer Bürger!

Helmut W. Hoffmann | Mi., 28. Januar 2026 - 11:37

der ÖffentlichRechtlicheSchweineFunk ist nicht zu reformieren, er gehört zerschlagen und zwar pronto.

C. Schnörr | Mi., 28. Januar 2026 - 13:23

spricht mir aus der Seele, danke. Und den letzten Satz hätte er ruhig noch ausschreiben können.

IngoFrank | Mi., 28. Januar 2026 - 21:10

Frau Dröge wurde anlässlich des 100 Milliarden Anteils der Grünen in einer Nachrichtensendung des ÖRR interviewt. Da rutschte ihr in diesem Zusammenhang heraus:
„ ……erpresst, ehhhh verhandelt ….“
Wir beide haben das gehört …..
Als ich es dann in der Mediatek noch einmal vorm Schlafengehen aufgerufen hatte, war das „erpresst“ weg.
Manchmal ist’s komisch im Leben Wein zwei zur gleichen Zeit kurzzeitig ihr „Hörvermögen“ eingebüßt haben 🙈
MfG a d Erfurter Republik

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 29. Januar 2026 - 05:52

sollten Verbraucherverbände oder die Privatwirtschaft des dualen Systems gegen Alba Klage führen, sofern Herr Stegemann die Lage korrekt widergibt, wovon ich aber ausgehe.
Oder hat Alba Grund zur Klage?
Die BBC handelte im Eigeninteresse, denn Trump wollte doch wohl Klage erheben?
Haben die Gebührenzahler des ÖRR keinen Interessenverband, der gegebenenfalls ebenfalls klagen könnte?
So ein Verband müßte aus dem Gebührenaufkommen bezahlt werden, könnte sich aber rechnen?
So ein Verband könnte zuvor die Beschwerden der Gebührenzahler auf Stichhaltigkeit prüfen, wir könnten schliesslich mittlerweile auch eine Empörungs"kultur" haben?