- Wegtreten, Schönfärber!
Werkstore schließen, Weinberge verschwinden, Gasthöfe geben auf: Deutschland verliert seine wirtschaftliche Substanz. Doch statt die Ursachen anzugehen, setzt die Bundesregierung auf Schönfärberei und staatliche Subventionen. Dabei kann nur noch ein radikaler Kurswechsel helfen.
Wenn man, wie ich, viel in Deutschland unterwegs ist, hört man immer wieder ähnliche Geschichten, die zunächst ganz unterschiedlich klingen. Zum Beispiel die von den besorgten Eltern, die mit Stolz davon erzählen, wie ihr Sohn erst vor wenigen Jahren einen Ausbildungsplatz bei Bosch ergattern konnte und die Freude nun der Angst um die Zukunft gewichen ist, weil Bosch in den nächsten Jahren bis zu 22.000 Stellen in Deutschland abbauen wird. Eine andere Geschichte erzählt von einem frisch gerodeten Hang in Süddeutschland. Wo jetzt nackte Tristesse herrscht, wurde bis vor Kurzem Wein angebaut. Aber die bürokratischen Auflagen, widersinnigen Umweltschutzvorgaben, der Mindestlohn und die Dokumentationspflichten haben die Bewirtschafter zum Aufgeben gezwungen.
Und die nächste Geschichte erzählt von den vielen Gasthöfen, denen es weniger an Gästen als an einem rentablen Geschäftsmodell mangelte – in einem Land, in dem Lohnkosten und Energiepreise ungebremst explodieren. Es sind Zehntausende deutsche Geschichten, die alle ein individuelles Schicksal behandeln, hinter denen Sorgen, Kummer und schlaflose Nächte stehen. Aber eines ist ihnen allen gemein: Sie erzählen von einem Land, das aufgegeben wurde.
In diesem Land werden die Werkstore, die jetzt geschlossen werden, sich in absehbarer Zeit nicht wieder öffnen. Der frisch aufgegebene Weinberg wird vermutlich irgendwann von schwarzen Photovoltaikplatten bedeckt werden, und der Landgasthof wird ein leeres Mahnmal für bessere Zeiten bleiben oder bestenfalls eine andere, aber nicht so gesellige Verwendung finden. Es sind keine schönen Geschichten, aber sie sind keine Einzelfälle, sondern beschreiben den Zustand Deutschlands.
Dabei hat dieses Land einen Bundeskanzler, der auf die bloße Beschreibung dieser Realität kontern würde, man dürfe das Land nicht ständig schlechtreden. „Kulturpessimisten, Untergangspropheten, Nöler, Nörgler und empörte Berufskritiker“ – all denen empfahl er vor laufenden Kameras vor nicht allzu langer Zeit, „wegzutreten“. Lars Klingbeil tut es ihm gleich und betonte mehrfach, man „dürfe“ das Land nicht schlechtreden. Optimismus ist eine wesentliche Charaktereigenschaft für Erfolg. Realitätsverweigerung hingegen ist der sichere Weg in den Untergang. Und zumindest rhetorisch ist die Bundesregierung vollends auf dem Trip der Realitätsverweigerung.
Jeder Tag der Passivität verschlimmert die Lage
Niemand behauptet, dass alle Probleme dieses Landes auf Friedrich Merz zurückzuführen sind. Manche sind schon so fest in die Strukturen der bundesrepublikanischen Wirklichkeit eingefräst, dass man sie nur mit grobem Besteck wieder wird richten können. Dummerweise werden wir nicht einmal in die Nähe der notwendigen Problemlösungen kommen, wenn uns eine Regierung vorsteht, die sich im Selbstbetrug ergeht. Jeder Tag der Passivität und des Wegwischens der Probleme verschlimmert die Lage.
Die Methode des systematischen Verdrängens der Probleme hat in Deutschland deswegen lange so gut funktioniert, weil man allerlei Probleme mit Geld zuschütten konnte. Auch aktuell wird davon noch massiv Gebrauch gemacht. Mit dem Industriestrompreis etwa, der ja letztlich kaschieren soll, dass unsere Energiepolitik strukturell kein energieintensives Geschäftsmodell mehr ermöglicht. Aber nicht einmal die 6,4 Milliarden Euro an direkten staatlichen Zuwendungen an den Volkswagen-Konzern in den letzten Jahren konnten den jetzt zu beobachtenden Niedergang der deutschen Standorte verhindern. Von den zig Milliarden für Umwelt- und Abwrackprämien oder E-Mobilitätsförderung der letzten zwei Jahrzehnte, die mit Blick auf die deutschen Autobauer ausgegeben wurden, ist schon gar nicht mehr zu reden.
Das Schwert der direkten staatlichen Intervention bei krisenhaften Entwicklungen ist ohnehin stumpf. In dem Zustand der Dauerkrise, in dem wir uns nun schon seit Jahren befinden, hat es schlicht keine Funktion. Es schadet hingegen vielmehr und hat uns jetzt eine historische Neuverschuldung eingebracht. Denn Deutschland muss seine strukturellen Wettbewerbsbedingungen verbessern. Nur darin liegt der Schlüssel. Lohnkosten, Steuern, Abgaben, Energiekosten müssen radikal nach unten. Da gibt es kein Vertun und kein Drumherumreden mehr.
Unsere Regierung berauscht sich an ihrer eigenen Unfähigkeit
Die Lage verlangt auch deswegen nach einer gewissen Radikalität, weil wir uns nicht nur mit der Frage beschäftigen müssen, wie wir den Wirtschaftsstandort Deutschland verteidigen, sondern auch damit, wie wir das kompensieren, was schon unwiederbringlich weggebrochen ist. Und hier gäbe es eigentlich genug Grund für Optimismus: Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und der Robotik lässt uns hierzulande staunend zurück, wenn wir die Fortschritte in anderen Ländern sehen. Und trotzdem ist es meine feste Überzeugung, dass wir noch nicht einmal erahnen, welche weiteren unbegrenzten Möglichkeiten und Geschäftsmodelle daraus erwachsen werden.
Deutschland hat den Anfang dieser Entwicklung verschlafen, weil wir durch die beschriebenen Probleme gelähmt sind. Aber es ist noch nicht zu spät, von der Entwicklung zu profitieren. Dafür bräuchte es aber eine Art neuen deutschen Gründerboom, und den kann der Staat nicht verordnen, aber ermöglichen. Wir haben beträchtliche Ressourcen in unseren Hochschulen, fleißige und kreative Menschen überall im Land. Aber leider auch einen Staat, der ihnen nicht gerecht wird. Ein Staat, dessen einzige Wachstumsimpulse nur noch für den Staat selbst gesetzt werden. Der wächst und wächst – und die bräsige Selbstzufriedenheit, die aus der Beschreibung der Realität ein „Schlechtreden“ macht, füttert.
Ich halte es für zynisch, den Menschen, die in echter und begründeter Sorge um ihre Existenz sind, vorzuhalten, das Land werde lediglich von „Nörglern“ und „Untergangspropheten“ kleingeredet. Ich halte es für gefährlich, dass unsere Regierung sich an ihrer Unfähigkeit berauscht. Ich ziehe meinen Optimismus daraus, dass diese Regierung mit ihrem wirtschaftsschädlichen Klingbeil’schen Ungeist möglichst bald verschwindet.
Oder, um es in den Worten des Kanzlers zu sagen: Schönfärber, Zyniker und Anhänger staatsgläubiger Selbstanbetung: Wegtreten!
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Ich möchte jetzt nicht wie viele Radikale (oder gar Extremisten) den Systemgegner geben, wohl aber den Systemkritiker. Die Lähmung hängt vor allem an einem übergriffigen Staat, der sich für allzuständig hält, aber schon seine Grundaufgaben wie die öff. Sicherheit nicht mehr befriedigend leistet.
Die Lähmung ist aber auch im System verbreitet, sprich auf nationaler Ebene zB im Konsens-Föderalismus, und auf europäischer Ebene muss man gar nicht mehr die Übergriffigkeit und Bürokratieversessenheit der EU erläutern (siehe jüngst die Verpackungsverordnung).
Weniger Staat, effizienterer Staat, Bürger mit Grundsicherung und Eigenverantwortung - das schafft dann Raum für Freiheit und Neues.
Politisch wird das heute nur noch mit der größten Oppositionspartei zumindest eingeleitet werden können, das zu sagen traut sich aber auch Kubicki nicht.
Als die FDP in Regierungsverantwortung war, hat sie sich bei der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke in Deutschland auch an der Schönfärberei beteiligt und so getan, als ob man auf diesen günstigen Grundlaststrom verzichten könnte. Bereits dort hätte die FDP eine rote Linie ziehen müssen. Was nützt eine Wirtschaftspartei, wenn sie die die Realität leugnet und deshalb Entscheidungen trifft, die der Wirtschaft schaden und das Vertrauen der Unternehmer in die Politik des Landes beschädigt?
Die FDP ist seinerzeit an ihrer Politik- und Verfahrensgläubigkeit gescheitert. Der Atomausstieg war halt beschlossen, da konnte man eben nichts machen. An diesem Punkt, in dieser Krise, die ja bei Beschlusslage Jahre zuvor noch gar nicht virulent war, hätte die FDP die Reissleine ziehen müssen.Das wäre gut begründbar und wirtschaftspolitisch geboten gewesen.
Allerdings kann man leider nicht davon ausgehen, dass es hernach besser geworden wäre: die Grünen sind mit Ihrer Technologie- und Fortschrittsfeindlichkeit bis weit in die CDU vorgedrungen und haben dort viele Gesinnungsgenossen. Auch in der FDP ist das übrigens so. Die jahrzehntelange Propaganda gegen Atomkraft trägt nun ihre giftigen Früchte. Genau wie die Panikmache hinsichtlich des „menschengemachten Klimawandels“. Jetzt haben wir hochsubventionierte Wärmepumpen, was aber bezogen auf das Weltklima völlig sinnlos ist, aber in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen keine Klimaanlagen. Und den dreckigsten Strom dazu. Bravo!
Geld nötig zu haben, dass er den Steuerzahlern wegnimmt. Dann stirbt nicht nur die Motivation, es sterben auch Existenzen. Da sind auch keine Steuern mehr zu holen. Weg mit den Subventionen, runter mit den Steuern. Das wäre Realpolitik. Aber lieber noch auf dem Totenbett die geballte Faust erhoben und Punkte für die AfD gesammelt!
Super in der Beschreibung der Lage dieses Landes aber völlig unzureichend in der Beurteilung der notwendigen Korrekturen.
Was erwartet dieses Land nach der GroKo ? Mit einer AfD zwar als Stärkste Kraft und weiterhin von der politischen Teilhabe ausgeschlossen ?
Eine Unionsgefühte Koalition unter eine Union die keine 20% erreicht hat + 10% tiger SPD und 15%aus der Grünen Sekte. Und wenn das immer noch nicht reicht eben noch die SED Erben mit der roten Heidi ins Koalitionsbett. Meint Herr Kubicki der die Lösung immer noch bei den etablierten Parteien sieht, dass eine derartig zusammengesetzte Koalition die Lösungen präsentiert ? So weltfremd kann selbst ein Kubicki samt der FDP nicht sein.
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik
- es ist nicht nur die Regierung, sondern die ganze Elite und Prominenz dieses Landes, die seit Jahrzehnten mit großer Geschwätzigkeit, aber inkompetent, extrem faul und verantwortungslos unser Land immer tiefer in die Misere führt.
Das leuchtende Vorzeichen des Überganges der Demokratie in die Ochlokratie ist nach Polybios die Dekadenz.
Diese Dekadenz wird bei den Techno-Paraden und CSD-Umzügen in diesem Sommer, aber auch im alltäglichen TV-Angebot im ÖRR für jedermann sichtbar.
Der moderne "Beruf" des Funktionärs in Parteien, in NGO's, in Stiftungen, in Kirchen usw. begleitet und steuert diese negative Entwicklung. Der gewöhnliche Funktionär klammert sich mit Hilfe von Karriere-Seilschaften (die manchmal ideologisch bemäntelt sind) an seinen bezahlten Posten, und dem ordnet, und dem ordnet er alles unter.
Funktionäre und ihre Sprechpuppen in den Medien - sie gefährden unser Land und die Demokratie.
Große Zustimmung zu Ihrem Kommentar, lieber Herr Bühler!!!
Sehr geehrter Kubicki! Eine ihrer nächsten Kolumnen sollte ansatzweise ihr Parteiprogramm zum Inhalt haben. Wenn sie die Probleme schon erkennen und beschreiben dann sagen sie an dieser Stelle was sie denken und machen sie dann was sie sagen.
"Wegzutreten">>Wegtreten>>Befehl und Gehorsam! Aha, jetzt verstehe ich den Kanzler und sein Kriegsertüchtigungskabinett erst wirklich. So sieht also die Zukunft aus. Brauche ich nicht. Ändern sie vieles Herr Kubicki, sofern sie jemals wieder die Möglichkeit haben werden.
"Sehr geehrter Kubicki! Eine ihrer nächsten Kolumnen sollte ansatzweise ihr Parteiprogramm zum Inhalt haben." ... ...
So viel scheint mir gewiss zu sein. Entweder die Kursänderung kommt von der "Strasse" oder sie kommt gar nicht. Wenn sie von der "Strasse" kommen soll dann ist die Kommunikation, auf Parteiebene, über das Wollen von entscheidender Bedeutung. Die FDP täte gut daran die Schnittpunkte zur AfD deutlich zu kommunizieren. Im Übrigen: Liest man das Parteiprogramm der AfD dann ist deren liberale Wirtschaftsfreundlichkeit nicht zu übersehen. Nicht wahr liebe CDU/CSU`ler mit euerer bescheuerten Brandmauer. Aber ich denke ihr seid näher am Richtigen als ihr sagt. Im selbstgezimmerten Gefängnis sitzt es sich halt blöd.
"Die FDP täte gut daran die Schnittpunkte zur AfD deutlich zu kommunizieren."... ... 👍 Exakt!
Ach Herr Kubicki... als erstes nennen Sie die Lohnkosten!? Daran arbeitet ihr Widersacher doch schon! Die Merz Regierung ist doch im Auftrag der deutschen Wirtschaft angetreten, den letzten Rest der sozialen Marktwirtschaft zu zerstören! Was wollen Sie (und die FDP) denn nun noch? Sklaven? Dieses abgedroschene Lied von den Lohnkosten, die verblödeten Platituden vom Wettbewerbsnachteil! In allen Ländern zahlen die Menschen für ihr Leben weniger als in Deutschland! Die Gier Ihrer Klientel und der anderen Parteien hat dieses Land kaputt gemacht! Die Rückkehr zum frühkapitalistischen Modell der ungehemmten Vorteilsnahme durch die Bonzen und des ungebremsten Griffs in die Steuerkasse durch die Wirtschaft! Jede so genannte Krise wurde genutzt, um den Staat, also die arbeitenden steuerzahlenden Menschen, gewaltig zur Kasse zu bitten! Gleichzeitig wurden in allen Bereichen des Lebens Wucherpreise etabliert! Dieser erbärmliche Staat kassiert sogar von Rentnern Steuern! Das ist Ihr Programm?
Das die Rente bereits versteuert wurde …..und quasi einer Doppel- Besteuerung entspricht.
Mal ganz abgesehen davon, das das Renten Niveau seit 1990 von ehemals 68% vom letzten Netto, auf 48% gesenkt wurde, und dies wiederum nicht einmal Inflationsbereinigt!
...um alles in ein Kommentar zu packen, was einem bewegt! Leider gibt es selbst bei Cicero niemanden, der mal die ganz Verarschung offenlegt! Daten Fakten Zahlen! Wer kassiert im Sozialsystem wirklich ab, die Höhe der rentenfremden Leistungen, die wahren Gewinner der Gesundheitsreform, alle Zahlungen ins Ausland (oft für Krieg, Tot, Vergewaltigung!), was kostet dem deutschen Volk die EU, echte Kriminalstatistiken... Es gibt niemanden der solche heißen "Eisen", entgegengesetzt dem journalistischen Mainstream, anfasst! Man kann in den Kommentaren eben nur mitteilen, das man es trotz der "Verschleierung" weiß!
gestellt was passiert eigentlich unter einem MP oder gar BK von der AfD der seinen Finanzminister im günstigsten Fall ebenfalls von der AfD Anweisung erteil, die tatsächliche Geldströme offen zu legen für was bisherige Regierungen und deren Minister das Geld verwendet haben.
Es kann doch nicht sein, wenn der Finanzminister in diesem Land keine allumfassenden Zahlen zum pro Kopf Aufwand der in Deutschland lebenden Migranten machen kann, aber im Gegenzug eine Steuererklärung die nicht fristgerecht abgegeben wurde sofort mit Säumniszuschlag sanktioniert ?.
Wenn dies alles auf dem Tisch liegt, was passiert dann ? Werden dann weiter die dafür verantwortlichen mit Orden & Ehrungen gefeiert, oder endlich auch juristisch zur Verantwortung gezogen ?wie eine Verkäuferin die einen Pfandschein von 3€ unterschlagen hat ?
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
Die Lohnkosten und Lohnstückkosten beinhalten alle Kosten, die entstehen, bis ein Produkt in den Verkauf kommt. Der ausgezahlte Arbeitslohn ist nur ein Teil davon. Was Arbeitnehmer sehen sind ihre Steuer- und Sozialabgaben. Was sie schon nicht mehr sehen sind die Arbeitgeberanteile daran, nämlich 50%. Hinzukommen in Deutschland sehr hohe Unternehmensteuern, Energiekosten, die Kosten durch staatlich erzwungene Bürokratie durch Dokumentationspflichten (Leiterbeauftragte!),Mieten, Investitionskosten, z.B. in neue Maschinen. Außerdem die überbordende staatliche, grünideologische Regulierungen, etwa der Pharma- und Chemieindustrie, die auch Kosten verursachen. Das sind die Kosten, die Kubicki meint. Hier ist Deutschland viel zu teuer, deswegen erfolgt die Abwanderung ins Ausland. Diese Arbeitsplätze sind weg und kommen nicht wieder.
Sie meinten, dass zu wenig Netto vom Brutto bleibt. Das hat mit dem aus dem Ruder gelaufenen Sozialstaat zu tun. Womit das zu tun ist ist allseits bekannt.
Es waren Nörgler, die 1989 die Mauer zu Fall brachten. Es sind die Nichtnörgler, die heute Brandmauern errichten.
bauen Mauern...
Ich komme nicht umhin immer wieder daran zu erinnern, dass auch die FDP mit in Regierungsverantwortung war und vieles mitgemacht, ermöglicht oder stillschweigend geduldet hat. Und was würde sie tun, käme sie doch bei der nächsten Bundestagswahl über die 5% Hürde? Sie würde wieder mitmachen. Entweder als Regierungspartei oder als Zünglein an der Waage. Und auch wenn Sie Herr Kubicki einigen persönlichen Bürgerkontakt hat und dem realen Leben noch zugewandt scheinen. Die derzeitigen Parteien der sog. Mitte - also alle außer der AFD - sind komplett realitätsentrückt oder wollen bewusst und gewollt aus ideologischer Verblendung dieses Land nicht retten, sondern gegen die Wand fahren. Allen Foristen und der Redaktion schönes Wochenende.
Danke, wünsche Ihnen auch ein schönes Wochenende, lieber Herr Konrad. Freue mich, wieder Ihre besonnenen Kommentare lesen zu können! 🤗
gleichfalls🌼🤗
verschwindet, fordert ja quasi indirekt den Rücktritt des Kanzlers. Immerhin. Ein Schrittchen weiter, Herr Kubicki. Ganz so weit reicht Ihr Mut aber halt doch nicht, zu sagen, was denn kommen soll nach diesem schlechtesten, verlogensten und v.a. unfähigsten Kanzler, den dieses Land je hatte.
Vielleicht denken Sie da noch ein wenig nach und hauen spätestens nach der Sachsen-Anhalt-Wahl den nächsten Beitrag raus, in dem Sie die – dann ja wohl eh gefallene oder bald fallende – Brandmauer für einen üblen Auswurf der Geschichte erklären und in den Orkus verbannen, wo sie hingehört.
Und eröffnen dann eine Zukunftsperspektive. Denn eines wissen auch Sie: so ziemlich all das, was Sie heute schon fordern, liegt in den Schubladen der Blauen. Ja, da liegt vielleicht auch Zeug, das niemand braucht, aber in Sachen Energie, Wirtschaft, Steuern und Migration liegen da ganz viele gute Sachen, die auch Sie mittragen würden.
Nur scheinen Sie noch nicht zu wissen, ob Ihr Mut hierfür reicht.
Die personifizierte Wetterfahne Söder hat immerhin sinngemäss gesagt --viele Menschen haben eine falsche Vorstellung von Macht. Die FDP ist mitverantwortlich für das Desaster in dem Deutschland sich befindet. Wer glaubt AfD, FDP oder auch BSW könnten die Entwicklung die mit der Dame aus der DDR richtig Fahrt aufgenommen hat in erforderlicher Zeit ändern, vergisst den gut gefütterten "zivilen" Sektor. Campact hat allein für die Wahl in S.-A. etwa 3 Millionen Euro an Spenden gesammelt.
Es steht zu befürchten, dass bei einem AfD Erfolg, nach bekanntem Muste,r die Strasse mobilisiert wird. Auch die Verwaltung könnte sich durch Hinhaltetaktik in der Umsetzung der Politik "nützlich" machen. D.h. mit einem Rücktritt von Merz und dem Versuch einer Politikänderung treten wir in eine heisse Phase ein deren Ausgang ungewiss ist.
nannte man so etwas „Revolution“ und vielleicht braucht es genau das, um dieses Land wieder auf einen anderen Kurs zu bringen.
„Revolution“ bedeutet ja nicht gleich Guillotine oder Bürgerkrieg. 1989 ging es auch friedlich.
Aber die Alternative (hier gleichzusetzen mit der Fortsetzung des Bestehenden) bedeutet: weiter so mit linksgrünwokem Irrsinn, massiver Staatsverschuldung, Massenmigration in die Sozialsysteme, etc.
Wenn wir Deutschen – wenn ich Ihren Beitrag richtig verstehe – jetzt auch noch Angst vor Veränderungen haben, dann haben wir es in der Tat nicht anders verdient, als kaputt zu gehen.
Ich selbst habe absolut keine Angst vor einem Scheitern dieser Merz-Regierung, einer Kanzlerin Weidel und einem Neuanfang.
Im Gegenteil: ich sehne es herbei.
Klar weiß ich, dass der linksgrünwoke Komplott (inkl. der Systemmedien) alles an Dreck und Gewalt auffahren wird, was er drauf hat, aber das ist doch schon seit Jahren klar. Und da müssen wir eh durch.
es geht nicht um Angst, es geht mir darum auf die Probleme die möglicherweise kommen hinzuweisen. Mein Eindruck ist, dass viele Menschen sich einen Wechsel zu einfach vorstellen und damit die langfristige Perspektive eines Richtungswechsels zu optimistisch einschätzen. Anstatt die Politik im Diskurs auszuhandeln haben die etablierten Parteien einen Popanz aufgebaut der in "regierungsfernen" Kreisen und in Teilen der Verwaltung als Realität wahrgenommen wird und dazuführen kann, dass eine andere Politik ins Leere läuft. Für mich stellt sich noch die Frage ob eine unerfahrene Partei das nötige Personal aufbieten kann.
jetzt fehlt nur noch das wie, sonst bleibt alles populistischer Quatsch. Ist Arbeitgeberfreundlich und Sozialausgaben zurückbauen ein Konzept, die Volkswirtschaft BRD zu retten?
Vielleicht fangen Sie mal an, sich mit ihrem Kollegen Lindner hinzusetzten und zu eruieren, was bei der letzten Regierungsbeteiligung falsch gelaufen ist und welche FDP-Prinzipien man nächstes Mal keinesfalls aufgeben wird? Lindner hätte die Reißleine Jahre früher ziehen müssen. Wann genau und warum?
Ohne diese Aufarbeitung bleibst du eine labernde Lachnummer
ist auch das Werk der FDP. Die "demokratische Mitte", der ÖRR, die Qualitätsmedien, staatlich finanzierte NGO's, Universitäten, Schulen und auch die woke Wirtschaft haben - in Erwartung auf Zustimmung, Fleißkärtchen und Auszeichnungen mitgewirkt. Mir fehlt die Fantasie zu erkennen, wie wir wieder zu normalen Verhältnissen zurück finden könnten. Die AfD allein wird es nicht richten. Warum? Weil es immer noch viel zu viele Berührungsängste gibt, auch in der FDP. Es fehlt der Mut zu einem echten Politikwechsel, dafür braucht es nur eine Mehrheit, Herr Kubicki
Ja, Sie haben Recht, werter Herr Kubicki! Vieles von dem, was unser Land so lebenswert gemacht hatte, verschwindet, schlimmer noch, ist schon weg! Aber Sie haben vergessen zu erwähnen, dass das Straßenbild von Tag zu Tag dafür immer bunter wird. Das ist von einigen gewollt, andere übersehen es! Ich war jetzt einige Tage am Bodensee (Bregenzer Festspiele mit einer tollen „La Traviata“ Aufführung). Auf der Reise habe ich mit vielen Menschen sprechen können. Nach der Angst um den schlimmen Zustand der Wirtschaft, folgt die Besorgnis um die innere Sicherheit und zunehmenden Kontrollverlust bei der unkontrollierten Migration. Die meisten fühlen sich zunehmend als Fremde im eigenen Land. Aus Angst vor Stigmatisierung wird es immer noch nicht öffentlich zugegeben. Natürlich muss das Land wieder flottgemacht werden. Und die Punkte, die Sie ansprechen, Herr Kubicki, um wieder aus der Talsohle zu kommen, sind wichtig. Aber da unsere Regierung das nicht so sieht,
Weiter im Text:
Aber da unsere Regierung das nicht so sieht, geht es weiter Richtung Abgrund! Merz will sich ja Anfang September wieder mit „wichtigen“ Leuten in einer Runde (der wievielten) treffen. Lesen Sie dazu mal die Kommentare in den Leserforen. Die Menschen haben es satt, dass immer nur geredet, gelabert wird, aber danach nichts passiert! Auch Sie, Herr Kubicki, machen immer wieder tolle Vorschläge. Aber dass (eine imaginäre) KI und Roboter (ohje!) unsere Zukunft sein sollen? Leere Innenstädte, landschaftsverschandelnde Windräder, hässliche Photovoltaik, verschwindende Wälder und Natur, aber dafür KI und Roboter? Das soll unsere Zukunft sein? Ne, ne! Davor graut es mir! KI in Maßen. Aber keine, die sich verselbstständigt, wie jetzt mehrere Male passiert! Science Fiction ist nicht mein Ding! Und beides rettet auch unser abgewirtschaftetes Land nicht.
wie Siemens, Bosch und VW die den bis ins Mark dekadenten Forderungen der Gewerkschaft . nachgegeben haben und sich völliger Lächerlichkeit ohne Krawatte in Jeans vor die Anleger hingestellt haben und die 30 Stunden Woche 35 Tage Urlaub, offene Grenzen für Ungebildete, CO2 Ausstieg aus der Kernkraft etc. etc. verkündeten, wohl wissend das der Schuss so nach hinten losgeht. Diese Bückbürger sollen ihre Boni zurückzahlen und bis zum Lebensende die Schranke am Werkstor bedienen.
Die 35-Stunden-Woche wurde von den Beschäftigten bezahlt, indem die Entgelterhöhungen entsprechen niedriger ausgefallen sind. Das gleiche gilt für Urlaubsregelungen
VW hat für die Stammbelegschaft die 35 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich, die Bahn in Teilen auch. Bei beiden mit bekannten Ergebnissen….
Viele andere Firmen, vor allem Pflegedienste, die letztlich aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, auch.
waren immer Teil der Lohnfrage und wurden durch entsprechenden Verzicht der Beschäftigten bezahlt. Bei vollem Lohnausgleich bedeutet nur, dass das "vereinbarte Entgelt" damit ausgeglichen ist. Ohne AZV und Urlaubstagen wären die Lohnerhöhungen höher ausgefallen.
Sehr geehrter Herr Kubicki, ich gebe ihnen in fast allen Punkten Recht. Gleichzeitig frage ich aber auch, wo ihre Partei bisher stand, wenn sie in Regierungsverantwortung war.
Fehleranalyse ist wichtig. Ich bin mir sicher, dass die innerhalb der FDP erfolgt ist. Ob mit mit einem zukunftsfähigen Ergebnis ist offen. Aber es bringt doch nicht ewig und drei Tage die immer gleichen Vorwürfe zu artikulieren.
Die FDP hat in Teilen ihre liberalen, zutiefst bürgerlichen und in weiten Teilen konservativen Inhalte und Überzeugungen aufgegeben/ in den Irrglauben, man wäre dadurch auch progressiv. Jetzt gilt es diejenigen Personen, die für die alte FDP stehen, wie Herrn Kubicki, wie Frau Teuteberg , zu unterstützen.
Man muss den Blick nach vorne richten. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Schuldzuweisungen helfen da auch nicht wirklich.
Schön und gut, liebe Frau Sehnert! „Blick nach vorne richten…“ Was glauben Sie denn, was die FDP machen würde, wenn sie die 5% Hürde erreicht? Ob das der Fall sein wird, wissen wir nicht. Im Moment schwanken die Umfragewerte zwischen 3 - 5 %. Und viele befürchten, dass die FDP wieder „Zünglein an der Waage“ spielen würde, wie schon gehabt, wenn sie denn wieder ins Parlament einziehen sollte. Das hält viele davon ab, diese Partei zu wählen. Ich habe mir gestern das Interview von Kubicki mit Schuler bei NiUS angesehen. Er redet natürlich sehr gut. Alter Hase halt. Und sein Ziel ist es, die 5 % Hürde zu schaffen. „Dann sehen wir weiter“ sagt er. Bei den Wahlen im Osten wird die FDP ihr Ziel nicht erreichen. Mal sehen, wie sich die Lage im Land entwickelt. Herr Kubicki hat gute Ideen, was gemacht werden müsse, dass das Land nicht noch schneller abdriftet. Aber die Politiker am Ruder hören seine Worte nicht, ändern nichts. Und die Menschen im Land sind unzufrieden
gab es eine kurze Sequenz, da hat Kubicki die "demokratischen" Parteien aufgezählt. In diesem Moment hat er sein gesamtes hochgeistiges, hochintellektuelles Geschwätze erkennbar ad absurdum geführt. Also Änderungen keinesfalls erwünscht, und wenn, dann nur mit den von ihm aufgezählten polit.Vereinen, was einfach ein "weiter so" bedeutet! Seine "guten" politischen Ideen verpuffen, weil er sich nicht von seiner fatalen Psychose, seiner Selbsthypnose, lösen kann. Ich wünsche mir, dass er sehr weit von den 5% in Richtung 0% entfernt bleibt und dass er erkennt, warum!
Weiter im Text:
Die Menschen im Land sind unzufrieden, bestürzt, würden aber, wenn es zu Wahlen kommen würde, die Parteien, die für die Misere verantwortlich sind, wieder wählen. Da bin ich mir sicher! Da es für CDU und SPD nicht reichen würde, kämen die Grünen ins Boot. Und dann… ohje! Noch mehr Klima, Migration, Verbote! Alles keine guten Aussichten. Auch nicht mit einer 5 % FDP!
