Klingbeil Bas
Lars Klingbeil, Bärbel Bas und Tim Klüssendorf (h.) beim SPD-Bundesparteitag / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Niedergang der SPD - Partei der Modernisierungsverweigerer

Der Zustand der deutschen Sozialdemokraten ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis von Realitätsblindheit. Dabei hätte die SPD das Zeug zur Volkspartei. Dafür müsste sie sich allerdings an die Spitze der Reformbewegung stellen.

Alexander Marguier

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Vor der zurückliegenden Bundestagswahl sorgte die damalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken mit der Aussage für Verwunderung, dass ihre Partei einen Stimmenanteil von 47 Prozent erreichen könne. Es kam bekanntlich völlig anders, die Sozialdemokraten landeten mit 16,4 Prozent bei einem historischen Allzeit-Tief. Und dennoch hatte Esken recht. Denn die 47 Prozent waren demoskopisch hinterlegt.

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Hans Jürgen Wienroth | Do., 14. Mai 2026 - 18:06

Man kann es nicht oft genug betonen: Die SPD ringt mit der Linkspartei und den Grünen darum, wer das beste sozialistische Konzept hat, dem Wähler am meisten verspricht und der künftigen „neuen Mehrheit“ durch Einbürgerung zu mehr Mitsprache verhilft.

Derweil macht sich ein immer größerer Teil der Menschen im Land Sorgen um den Arbeitsplatz und wer für die ganzen Schulden aufkommen soll. Dass daran zu einem großen Teil auch die EU mit Green Deal, Bürokratie, neuen Verboten (welche die Wirtschaft unmöglich machen) und einer Dank Menschenrechten (und Gericht) nicht begrenzbaren Migration, sowie immer neuer, gemeinsamer Schulden ihren Anteil hat, darf nicht gesagt, erst recht nicht bekannt werden. Die Massen könnten sich gegen das angebliche „Friedensprojekt EU“ auflehnen.

So lange Wahlprognosen innerhalb des o. g. linke Blocks nur hin- und herwandern, die Union hinter der Brandmauer gefangen bleibt, ist die linke Welt in Ordnung. Daran könnte nur eine abs. Mehrheit der AfD etwas ändern.

wenn der Kipppunkt auf Bundesebene 30: 20 erreicht ist, und oder bei den LTWahlen, eine Regierung ohne die AfD nicht rechnerisch zu Stande kommen kann.
I,ü. merkte ich es bereits an, die CSU liegt derzeit unter 5% und käme nur durch eventuelle Direktmandate in den BT. Da sind aus Bayern auch keine Jubelstürme zu erwarten ……
MfG a d Erf. Rep.

Ingo Frank | Do., 14. Mai 2026 - 18:20

mit seiner Agenda 2010 anpackte, meuchelte …..
der ist nicht mehr zu helfen. Zumal durch die Ironie der Geschichte eine Unionskanzlerin deren Früchte einfuhr und dann alles verprasste unter wohliger Teilhabe der Schröder Nachfolger die sich’s unter Merkels Fittichen wohlig gut gehen lies.
Nein die Protagonisten der Ampel und der jetzige Teil der SPD in der GroKo, sind schlicht Intellektuell Überfordert um es höflich auszudrücken.
Mit Kampfparolen wie auf dem letzten DGB Kongress von den SED Altforderen inspiriert. Ist heute kein Blumentopf zu gewinnen.

Wolfgang Borchardt | Do., 14. Mai 2026 - 18:27

geleistet haben, lässt nur allzu berechtigte Zweifel daran zu, dass sie die nunmehr Jahrzehnte andauernden Probleme nicht lösen werden.

Wolfgang Borchardt | Do., 14. Mai 2026 - 19:38

Antwort auf von Ingo Frank

Aber nicht ganz. Weil die Probleme für Segnungen gehalten werden.

Ingo Frank | Fr., 15. Mai 2026 - 06:18

Antwort auf von Wolfgang Borchardt

Ja die Zuwanderung z.B. als „mehr wert zu sein, als Gold“

Karl-Heinz Weiß | Do., 14. Mai 2026 - 19:01

Das Problem der SPD ist Bärbel Bas. Sie müsste es aus ihrem Wahlkreis am besten wissen, wie Armutszuwanderung (meist aus Bulgarien und Rumänien) in viele Ruhrpott-Städte aussieht. Ihre notorische Realitätsverweigerung ist logisch nicht erklärbar, verhindert aber realistische Politikansätze ihres Co-Vorsitzenden. Klar, dass bisherige SPD-Wähler mit dieser Borderline-Parteiführung nichts anfangen können. Und Kanzler Merz ist zu schwach, um die SPD zur Unterschrift unter eine verbindliche Reformagenda zu zwingen. So wird die Koalition schon in Kürze an der Kranken-, Pflege-und Rentenreform scheitern.

Markus Michaelis | Do., 14. Mai 2026 - 19:15

Das sagt letztlich gar nichts, es ist ein Wieselwort für den Anspruch die Zukunft der Menschheit zu repräsentieren. Man kann gerne über philosophische Grundideen sprechen, auch sehr wichtig - Politik sollte aber immer auch konkret sein, nicht modern. Was will man genau und mit welchem Ziel (so dass man auch korrigieren kann).

Linke, Grüne und SPD zusammen haben in etwa 37%, schöpfen also ihr Potenzial nicht schlecht aus. Dazu noch linkere Teile der CDU. Ich sehe kein Problem in der Ausschöpfung, wie ich überhaupt denke, dass die Parteien insgesamt ganz gut ihre Wähler vertreten.

Wo ich das Problem sehe ist, dass die Parteien+Wähler zunehmend keine Idee haben, wie man damit umgeht, dass die Bürger sehr verschiedene Dinge wollen. Gerade die Linken haben den Anspruch für die Menschheit zu sprechen - was ist das Konzept für die Menschen, die trotzdem andere Dinge wollen?

Theodor Lanck | Do., 14. Mai 2026 - 19:21

Die SPD betreibt Negativauslese beim Personal, wenn seit zwanzig Jahren nach jeder Niederlage die gleichen (oder ähnliche) Personen an der Spitze bleiben. Es gibt zwei Parteien, die die Brandmauer zum Leben brauchen, die SPD und die AfD. Ohne diese "Marktverzerrung" müssten sie sich mit den Realitäten befassen, aber das wäre zu schmerzlich und zu herausfordernd.

gebe ich ihnen Recht weil damit die Politische Deutungshoheit bei gleichzeitiger politischer Machterhaltung zementiert wird.
Bei der AfD jedoch war es vielleicht anfänglich so, ich sage mal, nach ihrer Gründung als € kritische Partei ….. weil das den Bürger relativ egal war, und die mit der € Einführung einhergehende Preisexplosion, gar nicht so ins Bewusstsein der Bevölkerung trat.
Das war allerdings mit der Massenflutung in die Sozialsysteme durch unsere „Goldstücke“ die 2015 unter Merkel begann, und bis heute anhält, etwas ganz anderes. Das war für jedermann sichtbar und vor allem spürbar wie die innere Sicherheit nach und nach bröckelte in dem islamisch motivierte Anschläge, Mord und Vergewaltigungen rasant zunahmen. Statt darüber eine ergebnisorientierte gesellschaftlich politische Diskussion zuzulassen wurden die Probleme totgeschwiegen. Das führte zum Aufstieg der AfD die als einzige Partei die Probleme benannte, hat sich die BM im Volk bei 28% erledigt.
MfG a d Erf. Rep.

soistes | Do., 14. Mai 2026 - 21:46

Trauen. Beides kann diese Organisation nicht mehr. Sei´s drum. Die 4,9 % rücken näher & näher, danach kommt der Rasenmäher.

Vielleicht tritt diese Organisation dem Internationalen Bergziegenclub in Deutschland bei.

Das wäre bestimmt ein Fest für Beide Seiten. Mäh ;)

Konstantin Richter | Fr., 15. Mai 2026 - 04:40

"Vor der zurückliegenden Bundestagswahl sorgte die damalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken mit der Aussage für Verwunderung, dass ihre Partei einen Stimmenanteil von 47 Prozent erreichen könne." Die Genossen in der Deutschen Demokratischen Republik haben sogar fast 100% erreicht. Da geht also noch was...

Heidemarie Heim | Fr., 15. Mai 2026 - 08:31

Würde dieses Defizit bezüglich betrachten,anerkennen und handeln nur Frau Bas oder ihre Partei betreffen geehrter Herr Marguier,ginge es ja noch!Aber leider haben Genannte,in der Antialkohol-Therapie würde man sagen,sogenannte "Co-abhaengige",die dieses destruktive Verhalten nicht nur unterstützen,sondern das gleiche an den Tag legen um Seit an Seit;) Richtung Biegung des Flusses zu wandeln.Und mit ihnen alle Reformen, Vorhaben und Rettungsversuche,die es bräuchte,um unser Land und den Glauben immer weniger Bürger an einen leistungsgerechten und freiheitlichen Staat wieder instand zu setzen.Mit anderen Worten,deren Elend ist in letzter Konsequenz das unsrige!
"Helm ab zum Gebet!" MfG

Schön das Sie da sind. Ich hätte Ihre humorigen & tiefgründigen Kommentare mehr als vermisst. Bleiben Sie uns erhalten 👍👍👍
Mit besten Grüßen a d Erf. Republik nach RP

Heidemarie Heim | Fr., 15. Mai 2026 - 18:04

Antwort auf von Ingo Frank

Eigentlich müsste ich momentan Koffer packen samt dem Drumherum für unseren in den Tagen anstehenden Urlaub🙈 lieber Herr Frank und Anwesende!Doch wie immer schiebe ich diese lästige Aufgabe vor mir her und schreib lieber noch ein wenig;).Wenigstens habe ich schon einen schriftlichen Plan erstellt,was alles mit muss und sogar das ein oder andere anprobiert ob ich überhaupt noch hineinpasse😅.The Same Procedere as every time. Dies, wäre ich stinkreich und hätte einen Butler wie "Niles" aus "Die Nanny", wäre das Erste,was ich erfreut delegieren würde.Doch Andalusien ist ja nicht aus der digitalen Welt,und zwischen dem ganztägigen Essen (all in)und Alkoholexzessen werde ich mich wohl weiter schöpferisch betätigen😎🥳. LG aus dem regnerischen RLP!

Urban Will | Fr., 15. Mai 2026 - 09:49

in Sachsen Anhalt, dessen Name Ihnen wohl nicht wert ist, erwähnt zu werden, Herrn Ulrich Siegmund, ist zumindest so stark, dass teilweise einige Tausend Besucher zu seinen Veranstaltungen kommen. Für so ein bevölkerungsarmes Bundesland kann man da durchaus eine gewisse „Strahlkraft“ erkennen.
Und was Sie über die Sozen schreiben, ist so abgedroschen wie die Partei selbst.
Würden Sie irgendwo auch nur den Hauch eines Ansatzes sehen, dass man dort gewillt ist, die Richtung zu ändern, dann hätten Sie ja vielleicht Anlass, so einen Beitrag zu bringen, so aber ist dies der gefühlt 197igste Beitrag zum Untergang dieses Haufens, mit Plattitüden, die nun wirklich jedes Kind kennt.
Und anstatt das, was aus demokratischer Sicht das normalste der Welt sein sollte, nämlich eine politische Wende, wenn die bisher regierenden Parteien durch Ignoranz der Wirklichkeit und desaströser Politik „glänzen“, einfach mal wohlwollend zu begleiten, scheinen Sie dies zu bedauern. Wirkt ein wenig abgedroschen

Mir war besagter Absatz anfänglich auch aufgefallen, aber beim 2ten Lesen wurde mMn klar, dass er nicht unbedingt die Strahlkraft des AfD-Kandidaten relativiert, sondern nur ausdrückt, dass die SPD aus ihrem eigenen Versagen heraus der AfD zu einer absoluten Mehrheit verhelfen könnte, nämlich dadurch, dass sie aufgrund von schlechter Politik aus dem LT fliegt.
Aber dass die AfD iVgl zur CDU in Sachsen-Anhalt so gut dasteht, ist sicher der Strahlkraft ihres Spitzenkandidaten zu verdanken. Zum einen, weil es im gleichen rechts-konservativen Lager ist, und - meiner Einschätzung nach - spricht Siegmund demografisch auch sehr viele Wählergruppen an, die sich politisch gar nicht mal so sehr interessiert sind. Ich würde schätzen, dass er ein hohes Mobilisierungspotential hat. Einen langweiligeren, blasseren Gegenkandidaten wie Schulze hätte die Union gar nicht aufstellen können. Es wird im September sicher spannend werden.

Und der liebe Herr Marguier auch und erst recht nicht. Er ist bleibt ein bürgerlicher Liberaler mit Zuneigung zur FDP. Und diesen Stallgeruch wird er nicht so schnell los. Man spürt bei ihm den Widerwillen wegen die AfD, der er nicht wirklich etwas zutraut. Ja, er hasst sie geradezu. Wie hier ein Forist schrieb, ist es die Strahlkraft für breite Volksschichten und das unkonventionelle Herangehen, das Herrn Siegmund so unwiderstehlich macht. Schulze wirkt dagegen wie ein Holzklotz. Die AfD muss freilich beweisen, dass sie "die Mühen der Ebenen" überwindet. Und der "Misthaufen", den die Etablierten hinterlassen haben, ist schier mit dem Augias-Stall des Herkules zu vergleichen. Aber die AfD hat viele guten Leute und noch mehr gute werden ihnen zulaufen. Ich denke da an Herrn Maaßen und andere. Die SPD hat offenbar ein "Altweiberproblem", erst die Esken, nun die Bas. Und solch ältere Semester haben oftmals ein Problem mit dem Loslassen. Wenn die SPD sie nicht abschafft, war es das...

Dirk Nowotsch | Fr., 15. Mai 2026 - 10:57

...niemand schreibt darüber, was er sich darunter vorstellt! Was sollen das denn für Reformen sein? Der schwarzgelbe "Block" möchte Altersarmut, am besten gar keine Gesundheitsleistungen mehr (nur noch Geld einsammeln), Steuererleichterungen für die s.g. "Reichen", massiven Abbau des Staates, Hochrüstung, ausufernde versteckte Subventionen und eventuell Krieg!? Der Linksgrüne "Block" möchte immer mehr Geld für fremde Länder, Völker, Flüchtlinge, Klimaflüchtlinge, Armutsflüchtlinge etc., grüne "Schwachsinnsprojekte", ausufernden Bürokratismus! Ich habe von noch keiner Partei einen Reformvorschlag gehört, der die Leistungsträger entlastet! Wir sollen nur verzichten und "sehen, was wir für den Staat tun können"! Immer mehr zahlen, immer später in Rente gehen, medizinisch unterversorgt werden!? Dazwischen sollen wir uns entscheiden! Na danke! Beide Seiten müssen einen gemeinsamen Weg finden! Aber die frühkapitalistische deutsche Wirtschaft schickt alles an die Verteilungsfront (z.B. DIW)!

S. Kaiser | Fr., 15. Mai 2026 - 11:00

Sie können es nicht, weil sie es nicht verstehen. Auch Klingbeil nicht. Man darf die eigene Denke nicht aus seinen Worten herauslesen wollen.
M.E.n schneidet die SPD lt Binkert von INSA bei der negativen Sonntagsfrage ganz gut ab, heißt – im Ggs zu Grünen und AfD – dass prozentual tatsächlich viele nicht ausschließen, die SPD zu wählen. Warum kommt ihr Potential dann nicht zum Tragen? Weil sie - mMn -iGgs zu den dänischen Sozialdemokraten Denkblockaden hat, und (vermutl historisch bedingt) den Elefanten im Raum nicht sehen will. Denn es ist ihre ursprüngl Kernwählerschaft, die die Folgen der Migrations- und Klimapolitik am härtesten auszubaden hat. Und da das anzugehen ein No-go ist, denken sie, sie müßten noch mehr Sozialstaat fordern, damit die Wähler zurückkommen. Aber so blöd ist arbeitende Bevölkerung nicht, nicht zu erkennen, dass die Mittel endlich sind und auch ihre Abgaben gnadenlos an Dritte umverteilt werden, die nie Teil der einzahlenden Solidargemeinschaft waren.

Heidemarie Heim | Fr., 15. Mai 2026 - 18:42

Antwort auf von S. Kaiser

In einem TV-Beitrag über den Missbrauch unserer Sozialsysteme von Frau Tacke, welcher nicht geeignet war für Zuschauer, für die ein Schnellanstieg von Puls u. Blutdruck gesundheitliche Folgen zeitigen könnte;), erfuhr man gegen Ende, wie das die Dänen handhaben.Denn da bekommt egal wer, nur Sozialleistungen,wer diese mit Nachweis seiner jeweiligen Bedürftigkeit beantragt und beim Jobcenter kooperiert was Termine,Beratung und dem Ziel, eine Arbeit zur Sicherung seines Unterhalts betrifft!Da geht nix automatisch oder wie bei uns z.B. jahrelange Mietzahlungen von horrend teuren Bruchbuden in denen schon lange keiner mehr wohnt ohne Kontrolle.Und das wie Sie sagen unterscheidet deren SPD von der unseren!Und soweit mir bekannt kam noch niemand auf die Idee diese rigide Politik der Menschenfeindlichkeit oder Gesumms zu bezichtigen. MfG

Dagmar Lubig | Fr., 15. Mai 2026 - 11:33

nüchtern betrachtet gibt es die alte Arbeitnehmerpartei SPD nicht mehr,
diese Partei hat sich der Ideologie der LINKE angenähert, ergo, die Funktionärseliten scheuen einen Befreiungsschlag nicht, sie wollen ihn gar nicht.
Das Beispiel der ehemaligen SPD- Funktionärin Fahimi, die sich zur DGB-Vorsitzenden wählen ließ um permanent LINKE- Ideologie von "Stapel" zu lassen, das spricht Bände und entlarft gleichzeitig den Zustand der derzeitigen SPD musterhaft.
Die derzeigen SPD-Funktionäre würden gut in die LINKE passen, aber dort würden sie nur die dritte Geige spielen, da wäre die derzeitige Macht futsch! Da ist Frau Fahimi im Vorteil, und benutzt unverholen ihr "Amt", zum Leidwesen des DGBs.
Ergo, aus Machterhalt spielt man den Wählern etwas vor, und hofft auf die Dummheit des naiven Wählers.