Bildung in Deutschland

Nationaler Bildungsbericht - Gleichheit für alle ist Blödheit für alle

Aus dem Bildungsbericht könnte die Politik, wenn sie nicht nur an ihren Dogmen interessiert wäre, endlich lernen: Die Ungleichheit der genetischen und sozialen Herkunft ist nicht zu ändern. Gerade darum müssen Familien gestärkt werden.

Porträt Mathias Brodkorb

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Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Erziehungs- wissenschaftler und Universitätsprofessor für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, studierte das Lehramt an Grundschulen an der LMU München, wo er auch promoviert und habilitiert wurde. Er ist Associated Research Fellow an der University of Oxford.

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Deutschland hat eine neue Bildungsstudie. Erstellt wurde der Bericht unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Er ist fast 400 Seiten lang. Er bietet keine neuen Erkenntnisse, sondern arbeitet mit längst bekannten Daten. Den Autoren kann man das nicht zum Vorwurf machen. So lautet seit über 20 Jahren der Auftrag der Politik. Und dennoch kann der „Nationale Bildungsbericht“ als eines der wichtigsten Dokumente der Bildungsdebatte aufgefasst werden: Wer sich über den aktuellen Daten- und Forschungsstand informieren will, findet ein Vademecum vor.

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Bernhard Schwarz | Mi., 17. Juni 2026 - 16:50

... wahrlich brav getroffen !

Christa Wallau | Mi., 17. Juni 2026 - 17:50

Auch der x-te Bildungsbericht ist sinnlos, wenn Fakten darin keine Rolle spielen.
Es ist T a t s a c h e, daß 1. die Gene u. 2. die Umwelt eines Kindes (v. a. das Elternhaus) darüber entscheiden, wohin es in einem Bildungsprozeß gelangen kann.
Bei diesen Grundbedingungen ist nie eine Gleichheit herzustellen - auch nicht mit den
ausgeklügeltsten Mitteln! Dies heißt, daß jeder Mensch von vornherein ungleiche Voraussetzungen hat, die er akzeptieren muß, ob er will oder nicht.
Was jeder aber selbst tun kann :
Er muß das Beste aus dem machen, was ihm zur Verfügung steht u. d a b e i müssen staatliche Bildungseinrichtungen unterschiedlichster Art ihm behilflich sein. Nicht langes, gemeinsames Lernen bringt den Einzelnen weiter, sondern frühe Differenzierung, abgestimmt auf die verschiedenen Begabungen u. Bedürfnisse der Schüler.
Deutschland krankt an Realitätsverweigerung - ob in der Bildungs- o. Energiepolitik. Überall nur Ideologen am Werk! Die Folgen zeigen sich jetzt dramatisch.

Ja, ja aber nicht erst jetzt sind die Folgen grün linker Kultusminister, die sich auf dem Felde der Experimentierwiese namens Bildungswesen, die Bälle wie heißer Kartoffen gegenseitig zuwerfen, sichtbar.
Das Dilemma begann m M schon vor 89.
Liebe Frau Wallau erinnern Sie sich noch an unseren Liblings- Roten Herrn Lenz der für das Abitur für alle eintrat damit alle die gleichen Bildungschancen haben ? Noch nie haben Abiturienten so viele Einser Abiture gemacht wie heute. Das hieße tolle Ergebnisse. Sind sie aber nicht weil das Bildungsniveau permanent abgesenkt wurde. Wenn 4- rer Abiturienten zum Maschienenbau Studium zugelassen werden, sagt das alles …..und das Schlimme ist, es dauert Generationen, bis das aufgeholt werden kann. Wenn überhaupt ….
Mein Vater pflegte immer zu sagen, wenn Arm & Reich heiraten verliert immer der Reiche. Wenn Dumme und schlaue zusammen unterrichtet werden, wird der Schlaue immer dümmer. .Nicht Neues in D.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Allerdings ging er wohl davon aus, vetmute ich?, dass das große Ziel ist irgendwie durch sein Handeln insgesamt voranzukommen..., und nicht stehen zu bleiben oder zurück zu fallen in der eigenen Entwicklung? Das sind konkrete handfeste Zielstellungen..., würde ich sagen.

Diese Zielstellungen gibt es allerdings in der heutigen deutschen (linksgrünlastigen) Politik schon länger nicht mehr... ... 🤔

Dazu müsste man/Linksgrünwoke erst einmal die Realität(en) zur Kenntnis nehmen..., und zwar nicht nur im Bildungssektor... - Tja... ...👎 - Haltung zählt heute...

Walter Bühler | Mi., 17. Juni 2026 - 17:51

Deutsche Bildungspolitiker sind - zumindest nördlich des Weißwurst-Äquators - nach meinem Eindruck selten so gut gebildet, dass sie eine Statistik selbst lesen können.

Meistens geht in diesen hehren Kreisen die Zahlenfeindschaft mit der üblichen Technik- und Leistungsfeindschaft Hand in Hand.

Bildungspolitiker können daher nur selten ohne Betüttelung durch "ihre" Bildungsforscher über Bildung reden.

Insofern müsste sich der Artikel viel stärker gegen die etablierte deutsche Bildungsforschung richten und weniger gegen die bedauernswerten Bildungspolitiker.

Die Politiker plappern nur nach, was die sog. deutschen "Bildungsforscher" ihnen vorschwätzen.
Was da allen Ernstes an Unsinn verzapft wurde, geht auf keine Kuhhaut.
Man braucht nur mal an das "Schreiben nach Gehör" zu denken, das man
Grundschülern beigebracht hat, statt sie Rechtschreibung zu lehren.
Ich selbst habe einmal persönlich u. vergeblich (!) gegen die Einführung einer als großen Fortschritt angepriesene Schreibschrift ("Vereinfachte Ausgangsschrift") angekämpft. Es wurde behauptet, diese Schrift bringe ein besseres Schriftbild hervor, sei leichter von jedem Kind zu bewältigen und - vor allem - sie führe zu fehlerfreierer Rechtschreibung. Alles Humbug!
Nach einigen Jahren zeigte sich 1. daß die Schriftbilder krakeliger waren denn je und 2. daß die Fehlerquote zu- und nicht abnahm.
Heute soll sogar überhaupt keine Handschrift mehr geübt werden, sondern die
Schüler sollen - wenn nötig - Druckbuchstaben verwenden. Wichtige Hirnfunktionen läßt man dadurch brachliegen!

"Wichtige Hirnfunktionen läßt man dadurch brachliegen“
Ja, leider richtig, und man könnte ob der Stupidität dieser „Bildungsforscher“ wirklich in die Tischkante beißen.
Françoise Hauser, eine Sinologin, die auch angewandte Sprachwissenschaften studiert hat, hat die chinesische Sprache mit den westlichen Sprachen verglichen, und erläutert dabei (was auch neurologischer Wissensstand ist) folgendes:
Die chinesische Schrift zwingt das Gehirn zu Höchstleistungen, weil es wie eine „bessere Software fürs Gehirn“ funktioniert. Sie erklärt, dass das traditionelle Schreiben per Hand, das chinesische Schüler jahrelang intensiv trainieren, das Gehirn maximal fordert. Man muss die exakte Strichreihenfolge (Schreibrichtung) einhalten und das Zeichen in einem exakten, imaginären Quadrat ausbalancieren. Das schult die Feinmotorik und das räumliche Gedächtnis auf einem Niveau, das westliche Alphabete gar nicht abverlangen.
Man kann über die hiesige Misere nur noch resigniert den Kopf schütteln …

Achim Koester | Do., 18. Juni 2026 - 07:45

Werter Herr Brodkorb, Ihnen ist aber auch klar, dass Olaf Scholz' Forderung nach den "Lufthoheit über den Kinderbetten" damit eindeutig als grundgesetzwidrig aufgefasst werden muss.

Cornelius Chucholowski | Do., 18. Juni 2026 - 09:42

Dahinter stecken Minderwertigkeitskomplexe und der in Deutschland verbreitete Neidkomplex. Dass es Unterschiede im mathematischen Verständnis, Fremdsprachen Vermögen, Gedächtnisleistung und nicht zuletzt körperlicher Leistungsfähigkeit gibt ist so offensichtlich. Die Ungerechtigkeit der Natur beginnt mit dem Geschlecht: Männer können keine Kinder gebären.

A Rusch | Do., 18. Juni 2026 - 14:31

Danke Herr Brodkorb - nicht ganz einfach sich vorzustellen, dass Sie bei genau jener Partei mitwirken, die im Zusammenspiel mit ihren grünen Partnern in langwieriger Detailarbeit seit Jahrzehnten genau an dem arbeiten, was sie hier richtigerweise als Unsinn brandmarken. Ob's was nutzt? Zweifel sind angebracht.
Ein Schelm wer übrigens denkt, dass man im Titel das Wort "Blödheit" beim Betrachten der ökonomischen Erfolge der Gleichheitsideologie genauso mit "Armut" ersetzen kann. Das Ergebnis ist dann ebenfalls nicht falsch....

Jürgen Goldack | Do., 18. Juni 2026 - 14:38

Dieser Artikel wie auch die Diskussion geht m. E. an den eigentlichen Ursachen der negativen Entwicklung des deutschen Bildungs- und Schulwesens seit etwa 25 Jahren signifikant vorbei. Wenn auf Grund extrem steigender Kosten für die Durchschnittsfamilie beide Elternteile arbeiten müssen und somit die Erziehung sprich geistige Bildung der Kinder nur überforderten Lehrern, den Großeltern oder der Straße überlassen werden muss, wirkt sich dass zwangsläufig negativ aus. Wenn sich schulische Bildung nach den schwächsten der jew. Klassen, - s. Migranten - egal in welcher Schule, richtet bzw. sogar richten muss, wird das zu erfüllende Lehr- Lernpensum gemäß Schulplan/Jahr nicht erreicht. Die Schulzeit bleibt aber z. B. bezogen auf Gymnasien 9 Jahre. Dies ist nur eine Auswirkung der deutschen Misere, real ausgelöst durch eine verfehlte nicht nur Schul- sondern Gesamtpolitik. Aber was will man von abgehalfterten, durch Parteienproporz und Brandmauern ideologisierten blinden Politikern erwarten