- Innenminister will stärkeren Schutz für Flughafen Leipzig
Nach dem Drohnenfund am Leipziger Flughafen warnt Sachsens Innenminister Armin Schuster: Die Gefährdung wichtiger Infrastruktur steigt. Welche Rolle könnten Bundespolizei und Bundeswehr künftig beim Schutz von Flughäfen spielen?
Nach dem Fund einer Drohne mit Sprengsatz am Flughafen Leipzig/Halle fordert Sachsens Innenminister Armin Schuster einen stärkeren Schutz des Airports und anderer wichtiger Infrastruktur. Der Vorfall mache erneut deutlich, dass Flughafen auch für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands eine erhebliche strategische Bedeutung habe, sagte der CDU-Politiker im Podcast Table.Today von Table.Briefings. Deshalb müsse geprüft werden, ob der Bund dort nach dem Vorbild der Flughäfen Frankfurt am Main oder Köln/Bonn „einen speziell geschützten Bereich“ etablieren sollte. Wie ein solcher Bereich in Leipzig konkret ausgestaltet werden könnte, führte Schuster nicht näher aus.
Der Minister sieht darüber hinaus Handlungsbedarf bei anderen wichtigen Einrichtungen. Deutschland befinde sich nicht mehr in einer abstrakten, sondern in einer hohen Gefährdungslage. Schuster verwies unter anderem auf das Mikroelektronik-Cluster in Dresden sowie die Strom- und Wasserversorgung. Der Schutz all dieser Einrichtungen sei in der neuen Lage ein „Mega-Auftrag“.
Auch die bundesweite Drohnenabwehr muss nach Ansicht Schusters neu aufgestellt werden. Zwar hätten sich die neuen gemeinsamen Abwehrstrukturen von Bund und Ländern beim Vorfall in Leipzig als schnell einsatzfähig erwiesen. Bei einem flächendeckenden Schutz wichtiger Flughäfen und kritischer Infrastruktur werde aber auch die Bundespolizei „mit ihren jetzigen Kapazitäten an ihre Grenzen kommen“.
Schuster bringt Bundeswehr ins Spiel
Der Nationale Sicherheitsrat müsse deshalb unter anderem klären, „ob die Bundeswehr im Inneren nicht stärker ermächtigt werden muss, zum Einsatz zu kommen“. Als weitere Möglichkeiten nannte Schuster eine Stärkung der Bundespolizei um eine „paramilitärische Komponente“ für robuste Einsätze oder zusätzliche Bundesmittel für die Landespolizeien zum Aufbau möglichst einheitlicher Drohnenabwehrsysteme. Diese müssten auch gegen „hochprofessionell agierende Angreifer“ schützen. „Um es klar zu sagen, also auch gegen staatliche Angreifer.“
Zu den Hintergründen des Drohnenfunds äußerte sich Schuster zurückhaltend. Es gebe inzwischen zwei konkrete Ermittlungsansätze. „Wir tappen ja nicht im Dunkeln“, sagte der Minister. Bei dem betriebenen Aufwand habe er die Sorge, „dass hier jemand einen Schritt weiter geht und es nicht nur um Verunsicherung geht, sondern wirklich auch um eine physische Attacke“.
Suche nach zweitem Flugobjekt
Am frühen Nachmittag durchsuchte noch immer eine Hundertschaft der Polizei das Gelände an der nördlichen Start- und Landebahn. Die Einsatzkräfte waren in einer Kette zu Fuß unterwegs. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte, dass auf dem Flughafengelände Maßnahmen im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Behörde stattfinden. Wonach konkret gesucht wird, blieb zunächst offen. Wegen der Suchmaßnahmen ist die Nordpiste seit 10 Uhr gesperrt, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Der Passagierflugverkehr ist nicht betroffen.
Bereits am Donnerstag war der Bereich durchsucht worden. Zuvor hatte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen mitgeteilt, dass die Suche nach dem zweiten – noch unbekannten – Flugobjekt des Vorfalls fortgesetzt werden sollte.
Auslöser der Ermittlungen war der Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung auf der südlichen Start- und Landebahn in der Nacht zum Mittwoch. Wenig später war ein zweites Flugobjekt mit einer Frachtmaschine zusammengestoßen, die wegen der Sperrung der Nordpiste nicht landen konnte und durchstarten musste. Nach der Umleitung nach Hannover wurden an der Maschine leichte Beschädigungen festgestellt.
Die auf der Südpiste entdeckte Sprengstoff-Drohne befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.
Quelle: dpa
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Deutschland macht sich doch nicht nur beim Sicherheitverlust gegenüber unseren „muslimischen Kriegsflüchtlingen aus aller Herren Länder“ bemerkbar.
Warum sollte da die systemrelevante Infrastruktur ausgenommen sein, wenn es beispielsweise um linke Anschläge auf die Stromversorgung oder um die Sicherheit an Flughäfen geht. Nun, bei letzterem ist ja der Täter schon festgestellt. Der Russe war’s wie Strack Zimmermann FDP bereits behauptet hat ! Wenigstens was !
Wenn die Sicherheitskräfte schon „staatlich gewollt“ auf ganzer Linie versagen !
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik
In den sozialen Medien wurde berichtet, dass Flughafenbesucher Rundfahrten mit dem Bus machen können. Wenn das stimmt scheint eine einfache Erklärung nahe zu liegen, wie die Drohnen auf das Flughafengelände gelangt sind: mit dem Bus.
Seit den Klimaklebern auf Startbahnen halte ich fast nix mehr was die Sicherung von solchen Bereichen betrifft für unmöglich geehrte(r) IH!Aber das war kein zierliches kleines Propellerchen aus dem Baumarkt,was man unauffällig im Rucksack mit in den Ausflugsbus mitnimmt.Sondern ein Teil mit 2 SIM-Karten für den Fernzünder bzw Ausloesemechanismus und der Tragfähigkeit einer mit 800 hochdichten Profi Sprengstoff gefüllten Dose unten drunter. Für die damals in der Luft zerfetzte Passagiermaschine, Boing 747 über Lockerbie reichten 400 Gramm Semtex.Damit macht man glaube ich keine Busfahrt.Vielmehr sollte man einen Experten aus der Ukraine hinzuziehen,der unseren Experten vielleicht verklickern kann,warum die mittels Frequenzen? arbeitenden Drohnenfinder oder was da angeblich zum Aufspüren von Drohnen installiert sein soll sich über 4 Stunden nicht meldete.Oder hat es gemeint,da flattert nur ein großer Vogel zwischen den Antonovs rum u. ruht sich auf den mit Kerosin gefüllten Flügeln aus?
... in der Ukraine kann man doch nicht völlig ausschließen, dass ukrainische Experten schon längst da waren. Die hätte wahrscheinlich auch keine deutsche Behörde kontrolliert.
Nix für ungut, werte Frau Heim, cui bono ...
Die Ukraine ist seit über 4 Jahren im Krieg mit einem übermächtigen Gegner,der zudem außer seinen eigenen jungen Männern auch noch Freiwillige aus Nordkoreas,Drohnen aus Iran usw.aufs Schlachtfeld schickt.Was aber niemand,der andererseits jegliche Unterstützung für das angegriffene Land durch uns ablehnt hinterfraegt.Und ja,so traurig und brutal dieser Krieg ist,er hat die ukrainischen Kämpfer in kürzester Zeit zu Experten für nahezu alle Toetungs-bzw.Kampfmittel werden lassen.Ob aus russischer,chinesischer,nordkoreanischer oder iranischer Produktion.Und nicht nur die Soldaten.Wie meine Mutter mir erzählte,dass sie alle im WK2 bei Alarm schon nach kurzer Zeit an den Geräuschen feststellen konnten was gleich kommt o.
es noch reicht für den Bunker,so wissen es auch die Kinder der Ukraine,die zum Schutz in unterirdischen Schulen unterrichtet werden o. die bitterkalten Winternächte in Kellern verbringen müssen.Die Berliner mit einem nur 4 tägigen Stromausfall konnten erfahren wie das ist!
Waren es nicht Ukrainer statt Russen wie vermutet und behauptet, die die Gasleitung in der Ostsee sprengten ? Das heißt allerdings nicht, dass der KGB nicht seine Finger im Spiel hat. Aber bewiesen, und darum geht es letztlich, ist es nicht.
Und wenn ich eben schon wieder Kiesewetter in der heute Sendung mit Taurus Lieferung an den „reichsten Bettler der Welt“ populistisch fordernd sehe & höre, ist das nur ein Symptom der Unfähigkeit deutscher Regierungen seit genau 2015 Im Punkto Sicherheitspolitik im Inneren und Äußeren.
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik
Sie wissen lieber Herr Frank,dass wir beim Thema Ukraine völlig kontraerer Meinung sind.Ihre Abneigung gegen den reichsten Bettler wie Sie sagen kenne ich auch von mir nahen Bekannten, für die z.B. auch Gorbatschow bis heute ein rotes Tuch ist und Putin toll finden,und mit ähnlichen Argumenten kommen,dass er den Russen wieder zu Stolz und Wohlstand verhalf usw .Das der Herr im Kreml mindestens ebenso korrupt und reich ist wie Selensky nachgesagt wird stört dabei niemanden.Bei uns im Westen hab's ich noch den Satz im Ohr,dass der Führer ja Autobahnen bauen ließ.Und glauben Sie mir,ich weiß aus den Erzählungen meiner Mutter genau was ein wahrer Nazi ist u. weshalb ich diese unterirdischen Vergleiche von AfD-Politikern/innen mit z.B. einem meiner Opas,ein glühender Verehrer Adolfs o. der Partei mit der NSDAP zum kotzen finde.Ein prägnanter Spruch meiner Oma von der Gegenseite:"Du bringst uns noch alle ins KZ wenn sie dich erwischen!" Deshalb geht nichts
über die Freiheit! Für Jedermann!
... "demokratisch" an die Macht gekommen sein sollten, handeln nicht unbedingt so, wie ihre Pressesprecher es in den Medien ausposaunen lassen.
Die Wahrheit hat es auch heute noch schwer, und die Gefahr ist groß, dass wir sie zu unseren Lebzeiten nie zu sehen bekommen. Es ist noch nicht einmal sicher, das spätere Historiker ihr näher kommen werden.
---
Ich persönlich bin sehr skeptisch, was die Wahrheitsliebe von Geheimdiensten und von staatsnahen Medien angeht, und zwar nicht nur bei ehemals sowjetischen (russischen UND ukrainischen) Geheimdiensten, sondern auch bei einheimischen oder "befreundeten".
---
Natürlich kann meine Perspektive auch falsch sein. Es kann sich sogar um ein spießiges Vorurteil handeln: ich bringe einem in Hamburg reich gewordenen Boxunternehmer und einem in Moskau unter Putin reich gewordenen Fernsehkomiker, beide mit der Muttersprache Russisch, ein gewisses Misstrauen entgegen, wenn sie gegen Russland erbittert Krieg führen.
---
Nix für ungut!
Frau Heim, ich vergaß das Wichtigste! Diesem Satz stimme ich zu: In Deutschland, in der Ukraine, in Russland - überall sollte es für jedermann, der da in Frieden lebt, Freiheit geben.
Wir haben die freie Auswahl. Und Schuldige für alles haben wir doch schon seit Jahren parat. Und das mit den Drohnen wissen wir auch erst seit gestern? Dieser Staat hat längst fertig. Wir können nichts mehr bauen, nichts mehr sichern und sind aber permanent dabei, die Welt vor allem möglichen zu retten, haben für alles und jeden Geld, nur nicht für das eigene Volk.
Diese Regierung hat fertig und deren Phrasen kann niemand mehr hören. Was haben die denn die letzten Jahre getrieben? Spätestens mit dem Ukrainekrieg kennt die Welt die Drohnengefahr. Und wir deutschen haben alles klein geredet und ausgeblendet.
Und ob wir jemals erfahren, wer da wieder alles mitgemischt hat. Übrigens waren in den ukrainischen Antonows auf dem Flughafen Leipzig gar keine Munition geladen. Auch nur eine Fake Meldung. Wer weiß, wer weiß. Am Ende waren es wieder Mal die Ukrainer selbst, wie bei Nordstream. Jedenfalls tut Dobrindt gut daran, niemanden vorschnell zu beschuldigen.
