Manuel Hagel
Verloren trotz Zugewinnen: CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel /picture alliance/dpa | Markus Lenhardt

Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg - Hagels süßer Trost

In Berlin waschen CDU und SPD ihre Hände in Unschuld. Sie wollen für die Ergebnisse in Baden-Württemberg nicht verantwortlich gemacht werden. In Stuttgart wiederum könnte es noch einen kleinen Sieg in der Niederlage geben.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Wahlergebnisse sind eigentlich nur nackte Zahlen, doch je nach Interessenlage und Sichtweisen lassen sich verschiedene Interpretationen und ganze Weltdeutungen daraus destillieren. Meistens gelingt das nur durch Auslassen wichtiger Details oder Überbetonung von Teilaspekten. Dass Manuel Hagel der falsche CDU-Kandidat gewesen sei, Bundeskanzler Friedrich Merz die CDU runterreißt und das Ende der Brandmauer die Lösung wäre, zeigt sich bei näherer Betrachtung nicht als die einzig mögliche Deutungsvariante.

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Urban Will | Mo., 9. März 2026 - 08:15

dumm zu verkaufen. An Siegen haben immer die Berliner ihren Anteil und bei Niederlagen halt nicht. Blablabla.
Die Dummheit und Duckmäuserei der Union, ihren Sieg als Niederlage zu verkaufen, nur weil die Hetz-Kampagne der Sekte Erfolg hatte und der Hagel nun mal ein Waschlappen ist und das auch noch, obwohl man locker die Regierung stellen könnte, wenn man endlich mal den Sprung über die Mauer wagen würde, was gleichzeitig bedeuten würde, sich die Macht über viele Jahre auch im Bund zu sichern, lässt einen nur noch den Kopf schütteln.
Aber gut, sollen sie untergehen, denn das werden sie. Sie haben es verdient. Über den Hagel, der sich jetzt vor dem Cem in den Dreck wirft (vergessen Sie's, Herr Resing, das wird knallharte linksgrüne Politik), nur um sein Pöstchen zu bekommen, wird man nicht mal mehr lachen.
Der Typ ist es nicht mal wert, dass man ihn verachtet.
Die FDP hat nur noch eine Option: bei den Blauen anklopfen. Aber auch die sind zu feige.
Also weg damit. Ländle Ade.

Günther | Mo., 9. März 2026 - 08:23

haben in Baden-Württemberg zugelegt, das rot-grüne Lager hat dagegen Stimmen verloren. Die CDU sollte deshalb auch mit der AfD mindestens das Gespräch suchen, das ist vielleicht die letze Chance aus einer Position der Stärke heraus. Man sieht ja im Bund, wie schnell die AfD an der Union vorbeiziehen kann. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

IngoFrank | Mo., 9. März 2026 - 13:40

Antwort auf von Günther

Da besteht bei einer AfD die bei 40% kratzt durchaus die Möglichkeit, dass ohne die AfD Nix mehr geht, oder die SED- Erben gebraucht werden, was für die CDU einen eklatanten Absturtz mit sich bringen würde
Sehen Sie sich doch die Minderheits- Trauerspiele in Sachsen & Thüringen an.
Von der CDU geführte Minderheitsregierungen von Gnaden der SED Erben……l
MfG a d Erfurter Republik

Urban Will | Mo., 9. März 2026 - 09:21

in meinen Augen komplett verkommene Union. Özdemir und seine Sekte fuhren in vollem Bewusstsein und klarem Ziel eine dreckige Schmutzkampagne und hatten Erfolg.
Sich dann am Abend hinzustellen und auch noch zu sagen, ja, das war schmutzig, meine Familie hat gelitten, etc., aber jetzt kommt das Land blablabla... (obwohl „das Land“ schwarz-blau möchte, das nur am Rande...), ist nur noch lächerlich.
Die Union ist zu feige, einzusehen, dass sie für Linksgrünwoke nur der Spielball ist.
Özdemir ist schlau genug, die Union nun zu loben und als „gleichwertig“ zu bezeichnen. Aber sie ist für ihn nur Mehrheitsbeschaffer, derer er sich sicher sein kann.
Er kann die Sektierer-Politik ungehindert durchziehen, immer wissend, dass sie kuschen, wenn man mit dem Kulturkampf droht.
Diese Union muss endlich untergehen, die ganze vermerkelte Merz-Lügentruppe muss weg. Da müssen mutige, forsche Menschen in die erste Reihe.
Aber das dauert leider noch und solange wird das Land leiden.

Also für alle, die der Union am Zeug flicken bzw. das Mäuerchen stabil halten möchten geehrter Herr Will. Denn eben als ich Herr Frank antwortete und als Beispiel die AfD-PK von heute morgen mit all ihren medialen Helferlein against der größten Oppositionspartei erwähnte, lief unten die Nachricht bei Phoenix durch, dass das Gericht ein Urteil im Spahnchen XXL-Maskendeal fällte.Und ihm keine strafrelevante Handlung nachgewiesen werden konnte durch die Staatsanwaltschaft! Na welch ein Zufall und perfektes timing;-) kann ich dazu nur sagen.Für was so ein Wahlkrimi doch alles gut sein kann. MfG

IngoFrank | Mo., 9. März 2026 - 09:24

hat zweifelsfrei gewonnen und hätte eine komfortable Mehrheit im Stuttgarter Landtag.
Der linke Blick aus Grünen, SPD haben verloren. Das angestrebte Ziel der SED Erben in den Landtag einzuziehen ist verpasst. Nebenbei hat sich die FDP pulverisiert.
Es ist n o c h wie immer, in „unserer Demokratie,
der Wähler wählt Mitte Konservativ und bekommt grün links mit einer Grünen Fraktion die das Links eindeutig will.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Man hat gewonnen aber löst seinen Gewinn nicht ein. Weil man nicht das Risiko einer durch die AfD auch nur "geduldete" Alleinregierung einzugehen bereit ist und sich von vorneherein schon selbst so eingemauert oder einmauern hat lassen von allen anderen Parteien links der Union,dass nix mehr rechts der Mitte geht. Was mich aus Gründen von Fairness im Wahlkampf und dem Umgang mit der Konkurrenz aber mit einer gewissen Genugtuung erfüllt,ist der Niedergang bzw. die Packung, die eine ehemals Volkspartei bekommen hat, die nicht nur Teil der Bundesregierung ist, sondern auf ihren Parteitagen u. auch sonst neben grün und rot die schärfste Verfechterin eines Parteiverbotes war und ist. Und was machten die grünen Gewinner als erstes gestern Abend bzw. gaben sie als Primärziel aus?
Na logisch:"Wir müssen die AfD schrumpfen!" Ein kleiner Hinweis an Herr Hagel u. seine Partei, sich bloss nicht auf Irrwege zu begeben;)! Unterstützung gab es wie immer von den Medien, s.a. die heutige PK der AfD! LG

Thomas Hechinger | Mo., 9. März 2026 - 09:47

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis gilt:

1. Bei den Mandaten im Landtag herrscht Gleichstand zwischen Grünen und CDU.

2. Bei den Erststimmen liegt die CDU 8,8 Prozent vor den Grünen.

3. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU 0,5 Prozent hinter den Grünen.

Die CDU ist selber schuld, wenn sie nur auf das Zweitstimmenergebnis abstellt. Sie soll sich auf die Hinterbeine stellen und um das Ministerpräsidentenamt kämpfen. Wie wäre es mit einer israelischen Lösung (1984/1986: Peres [Arbeiterpartei] / Shamir [Likud] wechseln sich in der Mitte der Legislatur im Amt des Ministerpräsidenten ab)?

So klar ist das nicht mit dem grünen Wahlsieg.

Walter Buehler | Mo., 9. März 2026 - 10:06

Ich weiß, dass ich nerve. Nix fü ungut!

Aber ist die jetzige Lage der brandmauernden Funktionärsparteien nicht der unterirdischen Kompetenz zu verdanken, die dem Wähler von den Kandidaten der Funktionärsparteien geboten wird?

Sollte man nicht wenigstens rudimentäre Kenntnisse in der Prozentrechnung, in der Sprache, im Recht erwarten dürfen?

Die Phrasendrescherei à la Hagel ist jedenfalls unerträglich, auch wenn sie den Normen des ÖRR entspricht.

Wäre ich noch in Baden, ich hätte auch lieber den Leder-behosten türkischen Alb-Öhmi gewählt, als diesen trotteligen Hagel. Der gerissene Alb-Öhmi ist in seiner Schlitzohrigkeit wenigstens noch unterhaltsam, aber Hagel ...

Seine Phrasentürme sind auch bei anderen Parteifunktionären selten.

Heidemarie Heim | Mo., 9. März 2026 - 14:58

Antwort auf von Walter Buehler

Sorry lieber Herr Buehler!Aber da sehe ich sofern mein Auge blickt und insbesondere in diesen Nachwahlanalysen keine großen Unterschiede. Habe mir eben noch die CDU-PK angetan und da muss ich Ihnen sogar recht geben! Herr Hagel wirkte neben BK Merz wie ein unbedarfter Schulbub, der vor dem Direktorium Rede und Antwort stehen musste. Dem auch Herr Merz sozusagen großzügig das Wort erteilte,damit er fast sinn-und wortgleich,trotzig das Gleiche von sich gab wie schon gestern Abend. Der Ball liegt bei den Grünen,mit mir gibts keine linke Politik und überhaupt werden wir sehen......Was denn fragte ebenfalls schon gestern eine Sprecherin im TV? Das Sie oder andere angep....e Unionisten dem Cem die MP-Wahl "verhageln" möchten;)? Oh Mann! Wie ich diese glatt geschniegelten Schwätzer u. Karrieristen satt habe.Dazu diese mediale grün-linke Mischpoke, die jedes Wort dieser wie Sprechpuppen daherkommenden belauern, u. denen es auch nur um die eigene Agenda u. nicht um Land u. Leute geht! MfG

S. Kaiser | Mo., 9. März 2026 - 10:57

Das Interessanteste bei solchen Ergebnissen sind gar nicht mal die absoluten Zahlen, sondern die Wählerwanderungen. Und die muss man in dem Kontext der Aussagen interpretieren, die vor der Wahl gemacht wurden. Es stand von vornherein fest, dass es schwarz-grün/grün-schwarz wird. Also verschieben sich die Stimmen entsprechend.
Bei Grün-Schwarz angesichts der Sympathiewerte der jeweiligen Spitzenkandidaten, und bekommt eine Pattsituation (150Tsd Stimmen tauschen die Seite). Und im mittig-bis-linken Lager war die Intonierung klar: da wählt man dann doch lieber die Wunschspitze (110Tsd von SPD zu grün; 60Tsd zur CDU, FDP 145Tsd zur CDU).
Ein für die Linken aber unerwünschte Nebeneffekt der Brandmauer ist, sie müssen nun selbst alle Stimmen bei der stärksten linken Kraft vereinen, und kannibalisieren sich dadurch selbst. Wie spektakulär wäre es gewesen, wäre die SPD aufgrund dessen rausgeflogen. In Brandenburg sind aufgrund dieser Ratio Grüne und Linke nicht mehr im Landtag. Fair enough.

Günter Johannsen | Mo., 9. März 2026 - 11:28

war in der untergegangen DDR ein gängiger Spruch, weil der SED-Ministerpräsident der kommunistischen Diktatur Willi Stoph hieß.
Heute passt besser "Grün bleibt Grün"!
Wer wählt solche Vollpfosten der Melonenpartei (außen grün - innen rot) noch?? Ich kann es nicht fassen, was da im Benz-Land Baden-Württemberg gewählt wurde nach drei Jahren grüner Untergangs-Politik ... "Doof bleibt Doof"?

Günther | Mo., 9. März 2026 - 13:32

Antwort auf von Günter Johannsen

ist das Problem, denn ohne diese Partei bleibt den Grünen nur die Opposition. Hagel - nicht meine Wahl - könnte immer noch Ministerpräsident werden, sich bewähren und auf eine weitere Amtszeit hoffen. Wie kann man nur so eine Gelegenheit versäumen?

Heidemarie Heim | Mo., 9. März 2026 - 15:26

Antwort auf von Günther

Kleine Anleihe bei Karl Valentin geehrter Günther;)! Um der selbst gewählten Einmauerung zu entkommen, erinnert mich immer an den Schildbürgerstreich,bei dem man Tür und Fenster von innen bauend vergaß,braucht es Persönlichkeiten anderen Kalibers.Über die eine Union weder im Bund, noch in den Ländern m.E. verfügen.Lieber lässt man sich von Mitbewerbern durch die politische Manege führen, die für jeden offensichtlich ein völlig konträres Programm haben oder Kurs verfolgen. Doch egal, vielleicht ist ja der Wähler heute persönlich vom Herrn Bundeskanzler auf der PK "gebrieft" in wenigen Tagen in RLP bloss nicht AfD,FW oder FDP zu wählen um der CDU den Sieg oder Koa mit dem Rest zu vermasseln viel gehorsamer!
Denn wie nannte Ex-Partei-General Tauber schon damals unwidersprochen ein solches Wahlverhalten? "Unanständig!" Mein Gedächtnis ist heute wieder elefantös.Genau wie mein Blutdruck;-)! MfG

... zwar nicht "unanständig", dafür aber umso blöder ist m.E. die kolportierte "Wahlanalyse" des Grünen-Parteichefs Felix Banaszak. In BW wäre Grün gewählt worden, weil die Menschen das Verbrenneraus durchgesetzt haben wollen!
Im Mittelalter hätten sie in BW so einen Analysten (ich verkneife mir hier gewisse Wortspielereien!) aufm Stuttgarter Königsplatz in die Schand- oder Spottgeige eingespannt, lt. Google eine Ehrenstrafe, um den sozialen Ruf zu schädigen, ohne tödlich zu sein.

Volker Huber | Mo., 9. März 2026 - 12:23

was die FDP anbelangt. Sie sitzt auch noch in Sachsen-Anhalt in der Regierung - freilich nicht mehr lange.
Ich denke für die Partei hat das Totenglöckchen nun endgültig geläutet (was ich durchaus bedauere). Die Funktionspartei FDP hatte in der Bonner Republik mit vergleichweise wenigen Prozenten eine beträchtliche Hebelwirkung. Diese Zeiten sind im volatilen Mehrparteiensystem aber Geschichte. Außerdem liegen die normativen Prioritäten in dieser Republik bei Gleichheit, nicht bei Freiheit. Vielleicht wird sich das erst nach einem Kollaps des Sozialstaats wieder drehen.

Armin Latell | Mo., 9. März 2026 - 18:58

Der ewige Merz- und cdu Vasall ist unermüdlich, wenn es darum geht, Sch...e zu Gold umzumünzen. Was solls, die Umfallerpartei hat so was von zu recht verloren, und dass es so knapp war, umso besser. Der Wähler hat zwar schwarz blau gewählt, kriegt dafür aber grün, die Brandmauer, mit der dies Politdilletanten sich eingemauert haben, wird das Land über kurz in den Ruin, den Sozialismus und den Islam führen. Der Resing kapiert es einfach nicht, aber das hat er gemeinsam mit seinem Idol Merz, der das Land, die Deutschen, für ein bisschen Bundeskanzler sein an die Feinde der Demokratie verkauft, innenpolitisch katastrophal, aussenpolitisch brandgefährlich. Eine undemokratische, linke cdu braucht unser Land nicht, mancher Wähler hat es wohl mittlerweile kapiert. Die cdu ist splitternackt! Weiter so, ihr schafft das.