- „Wir erleben eine zunehmende Libanonisierung“
Im Interview spricht der Islamismusforscher Heiko Heinisch über die neue Studie „Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas“, die langfristig angelegten Strategien der Muslimbruderschaft, „Civilization Jihad“ und die Frage, warum westliche Gesellschaften den politischen Islam unterschätzen.
Heiko Heinisch ist Historiker und Publizist mit den Forschungsschwerpunkten politischer Islam, Islamismus und Antisemitismus in Europa. Er veröffentlichte zahlreiche Analysen zu islamistischen Netzwerken und deren Einfluss auf demokratische Gesellschaften und war unter anderem für die österreichische Dokumentationsstelle Politischer Islam tätig. Gemeinsam mit Nina Scholz und Gustav E. Gustenau veröffentlichte er zuletzt die Studie „Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas“, in der insbesondere die Strategien und Netzwerke der Muslimbruderschaft untersucht werden.
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Zitat: "warum westliche Gesellschaften den politischen Islam unterschätzen." Es sind Politiker, Aktivisten, NGO,s und Sympathisanten die sich regelrecht anbiedern, als Wegbereiter der Missionierung und Islamisierung! Man schmeißt sich dem radikalen, Freiheits- und Frauenfeindlichen Islamisten regelrecht an den Hals! Man übertrumpft sich gegenseitig mit wahrheitsverfälschenden Kampagnen, mit Verharmlosungen und stilisiert die Muslime zu einem wichtigen neuen Bestandteil des Abendlandes! selbst die jüngste Geschichte wird völlig verdreht, zu Gunsten islamischer Einwanderer. Hauptsächlich Grünrotrot zeichnet uns den Islam schön, weich und farbenfroh! Das für unsere Freiheit und unsere offene Lebensweise Millionen Europäer ihr leben lassen mussten, in Jahrhunderte währenden Kriegen, wird ausgeblendet! Ihr Opfer wird verworfen, zurück ins MITTELALTER!
Der Westen ging auch lange davon aus, dass er das Modell für alle Menschen und Gesellschaften der Welt sei. Daran hat auch die Aufklärung nichts geändert - ganz im Gegenteil, Aufklärung will zwar keinen Krieg, ist aber vom Menschenbild der Muslimbrüderschaft insofern ähnlich, dass man DEN EINEN richtigen Menschen als gegeben ansieht, und Schritt für Schritt die ganze Menschheit dorthin führt. Seit einiger Zeit gewinnt im Westen ja auch wieder diese universelle Sicht die Oberhand. Man redet zwar von Vielfalt, meint damit aber auch nur die Idee, alle Menschen in dieses eine, richtige Menschsein aufzunehmen und davon nicht auszuschließen. Die Ideen, dass Menschen/Gesellschaften sich für verschiedene, inkompatible Wege entscheiden können, auch viele andere Aspekte, werden von beiden eher abgelehnt.
Zumindest zu einem Teil scheint mir daher die Agenda des Islam keine Unterwanderung, sondern es gibt ein echtes Interesse an diesem Weg zur einen, gerechten, richtigen Menschheit.
Mit freundlichen Grüßen!
aber wenn man die "gerechte Welt" durch Zwang oder Unterwanderung ( ich halte es dafür ) erreichen will, verzichte ich gerne darauf. Gut gemeint ist oft nicht gleich gut.
Es geht um Macht.
"«Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst.»
Leo Tolstoi
Wenn ich "Gerechtigkeit" verwende, ist das bei mir eher ein Hinweis darauf, dass ich instabile Kräfte in der Gesellschaft anspreche. Gerechtigkeit ist einer der ganz großen menschlichen Antriebe, jede Gesellschaft muss dafür sorgen, dass sich möglichst viele Menschen halbwegs gerecht behandelt fühlen und möglichst wenige total ungerecht. Das kann aber nur dadurch erreicht werden, dass Gerechtigkeit gerade kein direktes Ziel von Politik ist, weil es keinen absoluten Gerechtigkeitsbegriff gibt und Politik gerade auch daraus besteht, die oft gegensätzlich-unvereinbaren Gerechtigkeiten, und dann auch noch mit der Realität, unter einen Hut zu bekommen. Zu recht kommt "Gerechtigkeit" im GG kaum oder gar nicht vor. Man könnte sonst ja anfangen mit Artikel 1: Politik und Gesellschaft müssen gerecht sein. Politik, auch Verfassungen drehen sich, wie ich es sehe, viel darum, dass so ein Satz gerade nicht am realen Menschen orientiert wäre.
Aufklärung ist in ihrem Kern Herrschafts- und Religionskritik. Eine Nähe von Aufklärung und Muslimbrüdern zu behaupten, zeigt nur, dass man beide nicht verstanden hat.
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Genau diese Einstellung ist es, die den Westen untergehen läßt.
Frau Ayaan Hirsi Ali spricht eine unbequeme Wahrheit aus: „Europa fällt wie ein Kartenhaus zusammen, und Großbritannien steht am Abgrund. Die Länder fallen wie Dominosteine – ein Albtraum, der durch Besiedlung und die Infiltration von Institutionen, einschließlich politischer Parteien, erreicht wurde.“
Im Buch “Slavery, Terrorism and Islam” von Dr. Peter Hammond ist das auch großartig beschrieben
Menschen, die grundsätzliche Zweifel an der Idee der einen richtigen und gerechten Menschheit haben, werden glaube ich von beiden Strömungen eher sehr kritisch gesehen.
Vielleicht geht ja aus der Verschmelzung dieser beiden bzw. aller möglichen universellen Bewegungen mal eine große, einige und sich rundum wohl fühlende, stabile Menschheit hervor. Wer weiß. Ich glaube allerdings eher nicht - aber das ist nur meine Sicht.
Von der hohen philosophischen Sicht zurück, zu praktischen Alltagsfragen, glaube ich, wie wohl der Artikel, auch nicht, dass sich weder die Muslimbruderschaft, noch "der Islam" so einfach in das westliche universelle Menschenbild unterordnen lassen, zumal dieses sich auch laufend weiterentwickelt. Andere große Strömungen übrigens auch nicht. Das dürfte in den kommenden Jahrzehnten noch einige Reibung erzeugen.
Wohl bekomm´s.
Die kollektive & kognitive Denkstörung ist bei uns allumfassend gefestigt.
Ekketiv & der "Bacon of Hope Gebetsteppich" ist schon ausgerollt, weil der Islam gehört zu Deutschland etc. Gut ist, das bei uns nicht die letzten 15 Jahre in unsere "Sozialsysteme" eingewandert wurde. Bullshitz!
Zum Glück gibt es auch noch die Heidi, Sie kann zwar keine Gurken & Kartoffel schälen oder Säfte aus Obst machen. Sie schubst doch lieber das Ganze weg, um dementsprechend schnell zu sprechen. Aber der Souverän goutiert das natürlich in bestimmten Kreisen.
Wir müssen uns jetzt schützen, weil die Schutz bei uns gesucht haben, den Spieß schön langsam aber sicher "umgedreht" haben. Wir schaffen das!
Guten Appetit möge das in bestimmten Kreisen schön im Hals stecken bleiben. Vielleicht hilft es.
VDL: Wann werden alle EU Panzer noch mit "Spitztürmen" bestückt? Ich bitte um schnelle Rückmeldung per SMS.
P.S: Ich will das nicht!
Politik und Religion sind im Islam untrennbar verbunden. Die Muslimbruderschaft hat diese politische Wurzel lediglich in die moderne Zeit transformiert. Der Fundamentalismus ruht eben auf den Fundamenten, hier des Kalifats.
Was der Islam gar nicht mag, ist Kritik. Sich kritisieren zu lassen, bis hin zum Atheismus, und Alternativen neben sich zu dulden, ist gerade angesichts des politischen Anspruchs (s.o., Weltherrschaft des "einen Gott" - und seiner Interpreten) undenkbar. Toleranz wird nur geübt, solange man selbst darauf angewiesen ist.
Deshalb darf kein muslimischer Vertreter und keine islamische Partnerorganisation akzeptiert werden, die nicht explizit offen für Kritik ist und die Vorangstellung des Säkularen vor dem Sakralen anerkennt.
Herr Lackner, stimme Ihnen zu. Politik und Religion sind im Islam untrennbar miteinander verbunden (Leider mittlerweile auch bei den Christen). Darum gibt es auch keinen Unterschied zwischen Islam und politischem Islam.
