Ministerpräsidenten - Wer ist am beliebtesten?

Wie zufrieden sind die Deutschen mit ihren Landeschefs? Das hat das RTL/n-tv-Trendbarometer untersucht. Wer ist der unbeliebteste Politiker? Wer die beliebteste Politikerin? Und aus welchem Bundesland oder Stadtstaat kommen sie? Wie beliebt sind die MPs im Osten, wo nun Wahlen anstehen?

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*Landesmütter sind natürlich mit eingeschlossen. Da es nur zwei weibliche Landesregierungschefinnen gibt, haben wir nach dem Mehrheitsprinzip entschieden.

Die deutschen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen können ein Gefühl von landespolitischer Heimat vermitteln – wenn sie denn ihren Job gut machen. Diese Zufriedenheit der Bürger mit ihren Landesvätern und -müttern hat das Trendbarometer RTL/n-tv jetzt untersucht. Die Frage zu der Studie lautete: „Wie zufrieden sind sie mit der Arbeit von Ministerpräsident XY?“ Dabei konnte man entweder zufrieden oder unzufrieden angeben, oder sich enthalten. Entstanden ist ein interessantes Ranking, das wir für sie in einer Bildergalerie zusammengestellt haben.

Bei den Zufriedenheitswerten sind die Enthaltungen nicht mit angegeben. Das Trendbarometer von RTL und n-tv bildet die Meinung der Bürger über ihre Ministerpräsidenten nur ab. Rund 8.000 Menschen wurden zu ihren Ansichten befragt, 500 in jedem Bundesland (mit Ausnahme von Bremen).


 

helmut armbruster | Fr, 19. Juli 2019 - 08:31

Wozu brauchen wir 16 Ministerpräsidenten, 16 Länderegierungen mitsamt dem dazu gehörenden Regierungs- und Verwaltungsapparat?
Wir haben zu viele Regierungsebenen, nämlich 5:
Gemeinde - Landkreis - Regierungsbezirk - Bundesland - Bundesrepublik.
Rechnet man die EU noch dazu, dann sind es 6.
Ein Wirrwarr von Kompetenzen und Ergebnissen (siehe Schule und Bildung). Ein enormer finanzieller Aufwand.
Für was? Wozu?
Zum Glück hat nicht jedes Bundesland auch noch seine eigene Armee (ein bisschen Ironie muss sein).

Ich schrieb ähnliches schon zu einem anderen Artikel Herr Armbruster. Wenn es den Politikern ernsthaft und ehrlich um Kostensenkung, Effizienz und nachhaltigem Handeln ging, wäre genau diese Debatte ein erster Anfang, nicht nur vom Volk zu fordern, sondern durch den Kant'schen Selbstzweifel sich auch mal selbst zu refklektieren. Nur in der Regierung sind die Spiegel alle zugehängt. Jeder ist sich selbst der nächste.

Sinnvoll wäre es sicherlich, wenn aus den vorhandenen Bundesländern etwa 3, 4 oder maximal 5 große Einheiten entstehen würden. Nur, der Versuch, die Länder Brandenburg und Berlin zu einem Bundesland zusammenzuführen, ging daneben, weil das Wahlvolk (Volksbefragung) damit nicht einverstanden war.
Die politischen Parteien streben Zusammenlegungen von Bundesländern überhaupt nicht an. Warum nicht?
Weil dadurch viele gut dotierte Planstellen entfallen würden, nicht nur die Posten der Ministerpräsidenten, Regierenden Bürgermeister oder Oberbürgermeister.
Es ist leider so: Auch eine Volksmehrheit denkt und handelt vielfach nicht rational, sondern eher emotional.
Und deshalb bleibt zunächst wieder alles beim Alten.

Man stelle sich vor, man befrage Saarländer, Bremer oder Hamburger, ob sie mit einer Eingliederung in die sie umgebenden Länder einverstanden wären. Vermutliches Ergebnis? Oder die Franken, ob sie ein eigenes Bundesland bilden möchten. Oder ob das nördliche SH nicht lieber Teil von Dänemark werden möchte... Volksbegehren als einzig seligmachendes Politikmittel? Sicher nicht.

würde inkompetente und willen- bzw. visionslose Politiker und Spitzenverdiener unnötig machen?! Aber die Spitzenverdiener von grün-links wollen leider ihre Sessel nicht freiwillig räumen und auf ihre benzinfressenden Großraumlimosinen nicht verzichten, weil sie die Umwelt so inniglich lieben … !

Gabriele Bast | Fr, 19. Juli 2019 - 08:38

Diesen Umfragen stehe ich sehr skeptisch gegen über ! Ich bin durch irgend einen Zufall in den Datensatz für RTL geraten und werde regelmäßig abgefragt. In der Regel sind es JA/NEIN oder weiter Fragen und nur Momentaufnahmen. "Weiter" zählt als Bewertung nicht. Ich kann heute mit dem Politiker zufrieden sein und durch eine politische Entscheidung morgen unzufrieden. Meine wichtigen Fragen werden weder gehört noch behandelt. Diese Umfragen sind Unfug und dienen nur zur Lenkung der Bürgermeinung durch die Medien. Wenn z.B. 70 zufrieden sind, muss ich darüber nachdenken ob ich richtig liege, damit ich zu den " Gewinnern" gehöre.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 19. Juli 2019 - 08:43

Mir stellt sich die Frage, haben die Befragten tatsächlich deren Landespolitik gemeint oder eher ihre persönliche Ausstrahlung, also Symphatie oder Antiphatie.
Ich stelle diese Umfrage vom Wesen her nicht in Frage, das dürfte so sein. Nur habe ich Zweifel, ob die "vielen" Befragten tatsächlich auch deren Politik kennen und dabei mitbewerten, sonst müssten alle ab Platz 10 sofort aus dem Amt, da die dortige Mehrheiten nicht mehr vorhanden sind.
Meine Feststellungen sind, das manche hier auf Aussehen, Auftreten und eben Symphatie gehen und nicht unbedingt deren politische Arbeitsleistung kennen. Ich finde einige Damen und Herren eben durchaus auch symphatisch, was ich dann aber zum Teil lese über deren politische Inhalte, läßt mich schon zweifeln.
Wie politisch sind die Befragten, wissen sie eigentlich, was ihre Landesregierungen eigentlich tun? Wenn ja, welcher Quellen bedienen sie sich? Erfolgt die Einordnung aufgrund Parteizugehörigkeit? Wird Landes- und Bundespolitik getrennt?

Heidemarie Heim | Fr, 19. Juli 2019 - 10:15

Berücksichtigt man alle Unwägbarkeiten und Tücken solcher Umfragen, zeichnet das ein äußerst trauriges Bild von der aktuellen politischen Landschaft und ihrer Chef-Pfleger/Innen! Es zeigt sich auch z.B. im prosperierenden Bayern, das die Zufriedenheit wenig bis gar nichts mit dem sogenannten "Abgehängtsein" zu tun hat und Wohlstand kein Selbstläufer für Politiker-Ansehen ist. Eher korreliert es mit einem höheren Bildungsstand und politischem Interesse? So oder so, es braucht schon viel "Haftkraft" und wahrscheinlich noch mehr Netzwerk, um die Stellung zu halten wenn man nur die Hälfte seiner Bürger auf seiner Seite hat. Vielleicht auch nur ein über Gebühr ausgeprägtes Ego. MfG

Rainer Grünert | Fr, 19. Juli 2019 - 13:08

Ich sehe das auch so, wozu brauchen wir 17 Regierungen. Wir sollten froh sein, die Kleinstaaterei überwunden zu haben. Eine Regierung reicht völlig und wir sollten uns ein Beispiel an unseren Nachbarn, Freunden, der "Grande Nation" nehmen. Zentrale Probleme wie Bildung, Verkehr, Gesundheitswesen, ... lassen sich nur zentral lösen. Darum möchte ich unsern Kaiser wieder haben (Scherz) da hätte nur einer das Sagen.