Friedrich Merz
Harte Tage für Bundeskanzler Friedrich Merz / picture alliance / dts-Agentur

Minderheitsregierung - Eine abwegige Debatte

AfD-Chefin Alice Weidel hat der Union eine Minderheitsregierung angeboten. Die Debatte, die daraus entstand, hat wenig mit der Realität zu tun. Zwar könnte eine Minderheitsregierung tatsächlich kommen – doch ganz anders, als alle annehmen.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Verzweifelte Lagen führen regelmäßig zu verzweifelten Debatten. Und die Verzweiflung in CDU/CSU nimmt zu. In allen relevanten Meinungsumfragen liegt die AfD nunmehr vor den Kanzlerparteien. Insa vermeldete gestern für die Rechtspartei mit 29 Prozent einen neuen Spitzenwert, während die Union auf 22 Prozent abgestürzt ist. Die Unzufriedenheit des Wahlvolks mit der aktuellen Regierung ist erheblich. Als größte Reformbremse gelten den Konservativen die Sozialdemokraten. Inzwischen haben zwei Drittel der Wähler die Hoffnung darauf verloren, dass es einer Regierung noch gelingen kann, die Probleme des Landes zu lösen egal in welcher Konstellation.

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Walter Wissenbach | So., 17. Mai 2026 - 17:57

"Denn: Der Wahlprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages hat eine Neuauszählung der Bundestagswahl abgelehnt. Eine Überraschung war das nicht. Es entschieden jene Parteien über die Rechte des BSW, die von einer Neuauszählung selbst negativ betroffen wären."
So etwas ist in unserem Parlament keine Überraschung. Aber es ist und bleibt höchst verachtenswert. Besonders, wenn es von Leuten kommt, die vor sich selbst die Monstranz höchsten Anstandes und höchster Moral hertragen.
Mal sehen, ob das BVerfG vor dem Frühjahr 2029 eine Entscheidung fällt. Wenn nicht, wäre das ebenfalls keine Überraschung.

Glauben Sie wirklich, die Regierung hält bis 2029, also die ganze Legislaturperiode durch? Aber ich stimme Ihnen zu, dass sich das Verfassungsgericht, genauso wie in der Causa Kemmerich-Wahl, Zeit lassen wird, bis sich die Frage erledigt hat.

Für das Land wäre es das Beste, der Kanzler träte in gemeinsamer Absprache zurück und das Land würde unter einer neuen CDU-Führung (z. B. Frau Reiche) zu einer echten „Experten-Regierung“ zusammenfinden. Die könnte sich im parlamentarischen Verfahren wechselnde Mehrheiten zur Lösung der Probleme suchen und bis zur nächsten regulären Wahl durchhalten, ggf. auch kürzer.

Das ist aus meiner Sicht die einzige Lösung der Probleme. Es bleibt nur noch die Frage, wer auf die EU, den realen Verursacher der wirtschaftlichen Schwäche und erfolglosen Bekämpfer der Migration in allen EU-Ländern, einwirkt.

dass sich viele Wähler evtl. nicht mehr in dem wiederfinden, was sie gewählt haben.
Weniger Verständnis hätte ich für diejenigen, die aber ganz anders wählten.
Aber auch erstere würde ich fragen wollen, ob sie Wahlen für eine täglich zur Verfügung stehende Akklamation halten.
Das soll keine Kritik an jederzeit! möglicher Kritik an der Regierung sein, ich verstehe nur nicht, wie man auf die Idee kommt, man könne über Regierungen nach Wunsch verfügen oder lese ich da etwas falsch?
Hofft man darauf, Druck ausüben zu können?
Ich überlege gerade, ob wir das in der Bonner Republik auch so hatten?
Wahrscheinlich, es kommt mir nur jetzt so gedrängt vor.

zurecht unzufrieden mit der Regierung und vor allem dem feigen Kanzlerdarsteller, ich las eben, daß 14% mit seiner Arbeit zufrieden sind, das ist rekordverdächtig!

Auch ist man mit der SPD unzufrieden, sie blockiert im Namen des uferlosen Sozialismus alle Reformen, alles wird auf die „Wundermittel“ des linken Staatszerstörungsbaukastens reduziert, Steuererhöhung und Schuldenausbau sollen es richten!

Dazu stellt man fest, daß die mildlinke Union inhaltlich nichts mit der linksextremen SPD gemein hat. Die Koalition funktioniert nur aus einem einzigen Grund, Merz läßt den Antifa-Lars und die rote Bärbel machen, was sie wollen, auf Kosten der Union und des Landes!

Menschen fragen sich zurecht, wie lange das noch gut gehen kann.

Und nein, in der Bonner Republik gab es sowas nicht, da hatten Politiker noch ein gewisses Niveau, Land und Leute waren ihnen wichtig, sowas sucht man heute bei den „Etablierten“ vergeblich.

Markus Michaelis | So., 17. Mai 2026 - 18:21

Wahrscheinlich geht man eben keine großen Reformen an, man reformiert ein wenig weiter, macht mehr Schulden ... das wird wahrscheinlich noch einige Jahre gut gehen.

Merz sagt immer wieder: die Mitte muss jetzt zeigen, dass sie Probleme lösen kann. Ich würde es so formulieren: die Mitte muss zeigen, dass es sie noch gibt. Mein Eindruck ist, dass es eben nicht mehr so ist, dass "die Mitte" mit den großen Grundgemeinsamkeiten die Gesellschaft prägt. Diese Mitte existiert oft noch als Ablehnung von AfD, Trump, Putin und anderen Extremen, über andere Themen schweigt man viel. Sobald es konkreter wird, zeigt sich im Privaten wie in der Politik, dass es eben keine Einigkeit mehr gibt. Die Mitte zerfällt, ist zunehmen über sich selber erschüttert, glaubt an verschiedene Dinge - in manchen Aspekten wirken die Extreme stabilisierend, weil man sich wenigstens dazu einig ist.

Die Mitte müsste zuerst zeigen, dass sie wirklich noch Dinge gemeinsam sieht.

Wie bitte soll die Mitte Probleme lösen, die sie selbst in zwar unterschiedlichen Koalitionen GroKo & Anpel selbst in den letzten 20 Jahren verursacht hat.und das immer mit den gleichen Parteien aus Union SPD und Grünen. Die wenigen Jahre der FDP kann man getrost vernachlässigen. …….
Mit besten Grüßen a d Erfurter Erpublik

Ingo Frank | So., 17. Mai 2026 - 18:25

den Wähler
Und genau dieser hat mit Verlaub nach den letzten BT & LT Wahlen schlicht die Nase voll nach gewählten Mitte Rechts Ergebnissen, links grün dominierte Regierungen zu bekommen mit oder auch ohne Schwarzen Regierungschef in d Ländern od. Im Bund.
Anfänglich übertünchten diese Koalitionen die Probleme mit „Geld“ was in größeren Mengen ausgerechnet durch Schröders Agenda 2010 in die Kassen gespült wurde.
Das damit die grüne Energiewende die Asylpolitik, der Sozialstaat uvm finanziert als machtideoligische Vorhaben ohne Nährwert finanziert wurde samt einer verfallenden Infrastruktur erkennbar wurde, wurde dem Wähler po a pö bewußt, wer dafür die Verantwortung trug und bis heute trägt. Änderungen die den weiteren Verfall des Landes fortschreiten werden, sind nicht in Sicht. Nicht zuletzt in dem Bewusstsein des Volkes, das die ,die die Misere spätestens nach € Krise, Atomausstieg und Massenmigration verursacht haben

die anstehenden Probleme zu Lösungen in der Lage sind, wird von der Mehrheit des Volkes nicht geteilt.
Die Beweise meiner Feststellung haben doch die drei Jahre Ampel und das ein Jahr GroKo mehr als nur bewiesen. Hinzu kommt, weiterer Wirtschaftsabschwung, Verlust der inneren Sicherheit zunehmende Arbeitsplatzverluste und die Steigende Inflation , die Finanzierung eines Krieges bei denen z.B die Sektkorken im Grünen Wirtschaftsministerium knallten um endlich aus fossilen Energien aussteigen zu können. Nur als ein Beisiel einer vernagelten Wirtschafts und Energiepolitik. Desweiteren ein Verfall der Infrastruktur den jeder Arbeitspendler visuell und mental jeden verdammten Tag vor Augen hat.
Aber das ist alles nicht war in den Augen unserer Regierenden. Das Volk ist lediglich „zu dumm die Segnungen der letzten gut 10 Jahre zu erkennen.
Die einzigen die genau diesen Nerv getroffen haben ist die AfD die die Probleme überhaupt benannte.

Pamina | So., 17. Mai 2026 - 18:51

Wo sehen Sie denn Reformen, Herr Brodkorb? Ich sehe bei KV und PV nur Verschlechterung für den Bürger und ein bisschen Homöopathie an ein paar Stellschrauben und mit der RV wird es nicht anders werden. Wir brauchen geundlegende Strukturreformen und den Anstand der Politik versicherungsfremde Leistungen auch aus dem Steueraufkommen zu begleichen. Und Merz muss weg. Nicht weil Frau Weidel das fordert, sondern weil er in seinem Charakter und seiner Selbstüberschätzung unfähig für den Posten ist. Außerdem hat er selbst gesagt, für eine Minderheitsregierung nicht zur Verfügung zu stehen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 18. Mai 2026 - 16:45

Antwort auf von Pamina

führt Merz doch gar keine Minderheitsregierung?
Man kann sich doch nicht aus Umfragen jeweils eine neue Regierung basteln oder doch?

Ingo Frank | So., 17. Mai 2026 - 18:52

Und wenn ich jetzt lese, dass der Thüringer Innenminister Meier von der gut 6% gewählten SPD jetzt bei der nächsten Innenministerkonferenz fordert Maßnahmen gegen eine mögliche AfD Regierung festzuschreiben, frage ich mich lediglich, nach der Legitimation eines Politikers der gerade einmal gut 6% der Wählerstimmen auf sich vereinen konnte,
Nee, ich sehe die ganz Sache mehr als politische Notwehr an.
Italien ist das beste Beispiel. Was für einen Dreck haben deutsche Medien und Politiker über Meloni ausgeschüttet, die in einer Diskussion gipfelte, ob Scholz Meloni überhaupt die Hand beim ersten aufeinandertreffen geben soll.
Was für ein erbärmliches Land sind wir geworden.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Peter William | So., 17. Mai 2026 - 19:22

mit ihren Kommentaren zur aktuellen Politik verhält es sich wie mit denen des Kollegen Resing. Das Parteibuch färbt auf die Artikel ab, ihre Einschätzungen sind politisch dermaßen gefärbt, dass ihre Interpretationen leider vollkommen uninteressant werden.

So wie es jetzt ist kann es nicht weitergehen und weder CDU noch SPD scheinen dies einsehen zu wollen! Und da sich alle Parteien - mehr oder weniger - von der undemokratischen Brandmauer in ihren Handlungsoptionen einschränken lassen wird die AfD wohl, solange an der BM festgehalten wird, von denjenigen die Reformen wollen, zur absoluten Mehrheit geführt werden müssen, aus Notwehr. Aus purer Notwehr!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 18. Mai 2026 - 17:02

Antwort auf von Peter William

in der Bundesrepublik Deutschland würde die AfD im Bund auf eine absolute Mehrheit kommen?
Sagt oder schreibt wer?

Und so lange wie die Union an der antidemokratischen linken „Brandmauer“ festhält, ist es die einzige Möglichkeit Deutschland zu retten.

Je länger die Linken es schaffen, die konservative Mehrheit des Landes von der politischen Teilhabe auszuschließen, desto stärker wird die AfD werden, denn es gibt keine Alternative, wenn es um die Rettung unseres Wohlstands, unserer Demokratie und unserer Freiheit geht!

Es ist also nur eine Frage der Zeit bis die AfD > 50% hat, es sei denn, die Linken schaffen die Demokratie vorher ab, auch das ist sehr gut möglich, sie arbeiten bereits fieberhaft dran!!

1933 jährt sich bald zum hundertsten Mal, die Geschichte wiederholt sich, es ist also durchaus denkbar, daß wir bis dahin wieder eine linksfaschistische Diktatur sind!

Urban Will | So., 17. Mai 2026 - 19:51

hätten Sie Weidel genauer zuhören sollen bei NIUS. Sie lehnt eine Minderheitsregierung mit Merz nicht grundsätzlich ab, hat aber zur Kenntnis genommen, dass der diese auf keinen Fall – und das sagt er bei jeder Gelegenheit, selbst wenn man ihn nicht fragt – unter Inkaufnahme von Stimmen der Blauen machen würde. Sprich: die Minderheitsregierung „ohne Merz“ ist quasi dessen Baby, nicht Weidels.
Und woraus Sie hören, dass Weidel im Falle des Falles entscheiden möchte, wer bei der Union übernimmt, ist Ihr Geheimnis.
Dass die SPD „gedemütigt“ würde, sollte Merz deren Minister raus schmeißen, ist doch Unfug. Zwar hätte sie es verdient, aber auf der anderen Seite demütigt sie sich eh schon ständig selbst. Aber ein Rauswurf von Ministern ist demokratisches Basis-Handwerk, wenn die Regierung nicht mehr funktioniert.
Und ob eine blau-schwarze Koalition so „abwegig“ ist, würde ich nicht als so sicher hinstellen. Sobald die Merz-Truppe weg ist, wird dort ganz schnell ein ganz anderer Wind wehen.

anderer Wind“
Da habe ich so meine Zweifel ……
Nach Laschets versammelter BT Wahl und dem zweimaligen Anlauf auf dem Parteivorsitz von Merz hatte ich die leise Hoffnung auf einen Richtungswechsel der Union. Was daraus wurde, ein noch näherer an SPD & Grüner Sekte ausgerichteter BK der CDU, der mit einem abgewählten Parlament ein gigantisches Schuldenpaket auf den Weg brachte, und zu dem noch eine Kanzlerwahl in zwei Anläufen benötigte.
Ehrlich, ich sehe niemanden in der CDU, der den viel beschworenen Wechsel von Links Grün zur Mitte angehen würde und sich zu den Fehlern der Merkel & Merz Jahre bekennt, und daraus die entsprechenden Lehren zieht, bzw. die BM ad Akta legt
Die CDU hat die Mitte inkl. des konservativen Lagers unwiederbringlich an die AfD verloren und geht dem schleichendem Niedergang in die Bedeutungslosigkeit, i.ü. mit der gleichen Perspektive sehe ich die SPD die im Linken Spektrum die Deutungshoheit an die Grüne Sekte bereits schon verloren hat.
MfG a d Erf. Rep.

Uwe Lorenz | So., 17. Mai 2026 - 20:07

Migration und Energiewende sind nicht das Problem, aber klar Merz muss weg. Richtig! Einerseits hat er seine Unfähigkeit als Kanzler nachgewiesen und zweitens stehen mit Laschet und Fürst zwei gute Alternativen in der Union bereit, wobei ich Laschet bevorzuge.
Funktioniert eine Minderheitsregierung nicht, kann man immer noch Neuwahlen ausrufen.
Dieser Weg hat den Vorteil, dass die AfD einen Test durchläuft.

Gerhard Hellriegel | So., 17. Mai 2026 - 20:16

Eigentlich halte ich eine Minderheitsregierung für gut. Denn sie würde das Parlament aus der Rolle eines Abnickvereins lösen. Die Entscheidungen würden nicht im kleinen Kreis fallen, sondern da, wo sie hingehören, im Parlament.
Dass Parteien Vorbedingungen stellen, ist nichts Neues. Man sollte das nicht so ernst nehmen.

Theodor Lanck | So., 17. Mai 2026 - 21:00

Herr Brodkorb hat wohl recht damit, dass eine Minderheitsregierung nicht unmittelbar funktionieren würde und Neuwahlen bei Scheitern der jetzigen Koalition der beste Weg wären.

ABER: Die Zeit bis dahin könnte man produktiv nutzen, indem man erstens das Grundgesetz für Plebiszite öffnet (und damit der Politik insgesamt mehr Gestaltungs- und Erneuerungsmöglichkeiten bietet) und indem man zweitens den Dialog zwischen den Parteien, inklusive der AfD, entkrampft.

Wenn dies beides gelingt, dann wäre eine Minderheitsregierung NACH Neuwahlen eine realistische Option, weil sich dann das politische Klima "verflüssigte". Die für wechselnde, an Sachfragen orientierte Mehrheiten notwendige inhaltliche Auseinandersetzung könnte tatsächlich stattfinden, im Parlament und in der Gesellschaft.

Wenn dann auch noch die Leitmedien ihre einseitige, belehrende Haltung aufgäben, wäre die Chance eröffnet für wirklich neue Politik.

Kommentator.
Ich fühle mich dennoch, gerade unter diesem Artikel, wie in einer Parallelwelt.
Es hat eine Weile bei mir gebraucht, bis ich die politischen Präferenzen hier im Forum besser einschätzen konnte.
Dann immer noch Respekt, dass man miteinander spricht.
Grad kommt es mir aber so vor, als würde man sich einen politischen Warenkorb" zusammenstellen.
Bin aber nicht sicher, ob ich das früher nicht auch gemacht habe.
Dieses "Wegdenken" hat mir meiner Erinnerung nach aber auch nicht unter Frau Merkel gefallen.
Ich bitte um immer ausreichend RESPEKT vor unserer verfassten parlamentarischen Demokratie.

Was hat es z.B mit Respekt zu tun wenn auf Initiative der Thüringer Innenministers von der gut 6% tigen SPD bei der nächsten Innenministerkonferenz Maßnahmen gegen einen
möglicherweise in einer freien Wahl gewählten MP von der AfD zu treffen.
(Als Möglichkeit die Abschaffung der 5% Hürde um die Messlatte für die AfD auf über 50% anheben zu können als eine höhere Qualitätsstufe einfach eine MP Wahl rückgängig zu machen der I.ü. Ein Parteibuch der FDP hatte)
Ist das DER Respekt den Sie meinen ?
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik

Theodor Lanck maximal vernünftig, er stellt das dar, was in einer funktionierenden Demokratie Usus ist. Ich sehe auch in keiner Weise, daß dieser Kommentar irgendwelche politischen Präferenzen andeutet, wie gesagt, das, was Herr Lanck vorschlägt, ist normal in einer echten Demokratie! Man spricht miteinander und sucht sich entsprechende Mehrheiten, so und nicht anders funktioniert Demokratie.

Das Errichten von „Brandmauern“ und die Ausschließeritis die Ihre Linken seit Jahren in Deutschland betreiben sind keine Demokratie. Das demokratische Spektrum reicht von links nach rechts, es endet nicht wie bei uns in der weit nach links verlegten „Mitte“! Demokratie gibt es ganz oder gar nicht, „unsere Demokratie“ ist wie ein bißchen schwanger!

Ich verstehe daher nicht den Zusammenhang, zwischen Ihrem und seinem Kommentar. Kann es sein, daß Sie den falschen Kommentar kommentiert haben?

Walter Buehler | So., 17. Mai 2026 - 21:30

Ich glaube, dass langfristig die Grünen ihren Kannibalismus an der SPD vollenden werden und nach dem Vorbild BW oder SH in die Regierung zurückkehren werden. Hat nicht Özdemir nicht schon vorsichtigerweise den Gottesbezug in seine Eidesleistung übernommen?

Die leitenden Funktionäre der CDSU werden jedenfalls weiterhin alles tun, um Posten und Privilegien zu behalten. Das Land und seine Wähler ist für sie nach wie vor nicht wichtig geworden, trotz der wohlfeilen Phrasen.

Christa Wallau | So., 17. Mai 2026 - 21:53

der eigentliche Grund dafür, daß n i c h t s in Deutschland mehr voran kommt.
Ich kann es nicht mehr hören, wenn es heißt:
"Das würde die CDU/CSU zerreißen!" oder: "Das wäre das endgültige Aus für die SPD!"

Na, und ?
Geht es um die Parteien oder das Schicksal von 80 Millionen Menschen in Deutschland???
J e d e r Abgeordnete, der noch einen Funken von Verantwortungsbewußtsein und Integrität in sich trägt, und erst recht Kanzler und Minister
müßten sich in dieser Lage nur eine einzige Frage stellen:
"Wie kann und m u ß ich jetzt handeln, um sofort
zu guten Lösungen für die unzähligen Probleme zu kommen - egal, was aus mir und meiner Partei wird?"

Es kann doch niemanden verwundern, daß das Vertrauen in die Demokratie bei den Bürgern rapide abnimmt, wenn die Verantwortlichen in diesem System täglich mehr versagen und ihr eigenes, persönliches Wohl ü b e r die Interessen der Menschen stellen, die sie gewählt haben.
Dieses ganze Politik-Theater ist inzwischen nur noch zum Ko....en!

Grünen zu verlieren. Und die Union hat ihr Wahlergebnis bei der letzten BT Wahl quasi 1:1 mit der AfD getauscht, legt man die Zahlen der BaS von heute zu Grunde.
Die Linke Parteien tangieren mich nicht da nach m M deren Weg sowieso durch die Geschichte bewiesen, in den Untergang führen, mit der alten linken Begründung fürs Scheitern: da immer im speziellen Fall es gerade kein Sozialismus war…..
Allerdings ist da die CDU in einer komfortableren Situation da sie es sich aussuchen kann, woran sie letztlich scheitert. Geht sie mit der AfD , werden ihr die Propagandisten der Brandmauerarchitekten der Gar Aus machen. Schweigt sie weiter dauert das Sterben möglicherweise noch etwas länger bis sie wie in anderen Ländern z.B. Italien in der Bedeutungslosigkeit enden. Die Frage ist nicht ob die CDU von der politischen Bühne verschwindet sondern lediglich wann das sein wird. Da wird auch keine Schützenhilfe von der Ruheständlerin helfen
Gute Woche bleiben Sie gesund mit lieben Gruß a d Erf. R.

die Deutungshoheit liegt schon seit sehr vielen Jahren ausschließlich bei den Grünen und ihrem ÖRR, sie treiben die Gesellschaft vor sich her. Die SPD ist schon lange bedeutungslos, leider hat der feige Fritze das (noch) nicht begriffen.

Ansonsten bin ich ganz bei Ihnen, die Union hat ihren letzten Zug verpaßt, sie kann machen, was sie will, für sie nimmt es immer ein schlechtes Ende!

Ihnen ebenfalls eine gute Woche.

Günther Anderer | So., 17. Mai 2026 - 22:29

was mit ihm nicht möglich ist. Also kann es eine politische Lösung nur ohne Friedrich Merz geben. Da hat Frau Weidel sehr gut zugehört, Matthias Bordkorb leider nicht.

H. Stellbrink | Mo., 18. Mai 2026 - 00:01

Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: Weiter Links-Koalitionen oder Abwarten, bis die AfD die absolute Mehrheit hat. Das ist unausweichlich, allerdings ist das Land bis dahin am Ende- Die Verschwendungs- und Verschuldungsorgie wird bis dahin jeder neuen Regierung den Spielraum nehmen, das Land langsam aus der Krise zu führen.
Wer nur in Partei-Machtoptionen denkt, kommt zu dem Schluss von Herrn Brodkorb. Wer staatsmännisch denkt, muss den Sprung aus der babylonischen Gefangenschaft der Union im linken Lager wagen - zum Besten des Landes auch als Minderheitsregierung. Die Mitte der Bevölkerung wird nicht mehr durch die Parteien mit der Selbstbezeichnung "Mitte" repräsentiert. Letztere sind nach links entschwunden.
So lange der Souverän die Union noch nicht vollständig abgeschrieben hat, hat sie noch das Heft in der Hand. Macht sie so weiter wie bisher und regiert gegen den veränderten Willen der Mitte der Wählerschaft, ist sie über kurz oder lang am Ende.

Das ist leider das Problem in diesem Land, die Parteien denken nur an die Parteien!

Das Parteiensystem ist das eigentliche Problem, es ist nur für „anpassungsfähige“ Jasager und Ar…kriecher durchlässig, wer sich 30 und mehr Jahre lang hochschleimt, der besitzt nun mal kein Rückgrat (mehr). Von solchen Leuten kann man kein staatsmännisches Denken erwarten, sie können nicht führen, sondern nur folgen!

Es gibt (so gut wie) keine Quereinsteiger, die ganzen Berufspolitiker haben keinen blassen Schimmer wie es in der „echten“ Welt aussieht, sie sind austauschbare Parteigewächse und genau das ist gewollt! Ausnahme die AfD!

Das System muß geändert werden, Kanzler und Präsident nur noch vom Volk gewählt, so wie in den VSA, dann haben auch Quereinsteiger mit neuen Ideen Chancen! Und Amtszeit unbedingt auf 8 Jahre begrenzen.

Ansonsten bestimmen die Parteien weiter wer am besten zu IHREN (Macht-)Vorstellungen paßt, was der Wähler will, interessiert niemanden!

christoph ernst | Mo., 18. Mai 2026 - 07:34

und die 'Abwegigkeit' der Zusammenarbeit mit AfD eine Fiktion.
Das Wohl des Landes hat über dem Interesse der Parteieinapparate zu stehen. Die selbst auferlegte Unterwerfung unter das Diktat der Linken bremst notwendige Reformen aus. Natürlich ist die SPD verantwortungslos genug, um alle Vorschläge einer möglichen Minderheitsregierung zu torpedieren. Aber das ist kein Argument gegen den Versuch einer Kooperation mit der AfD. Klingbeil träumt von einer linken Koalition unter seiner Führung. Kommt es dazu, kann man wirklich nur noch weglaufen.
CDU und SPD haben die Suppe eingerührt. Entwickelt die CDU jetzt nicht endlich den Mut, sich ihren Fehlern zu stellen und die bitter Suppe auszulöffeln, geht weit mehr flöten als nur der Rest Vertrauen ins System.
Merz hat sich selbst oft genug widerlegt. Ihm fehlt alles, was einen klugen Führer ausmacht. Es wird höchste Zeit für seinen Abgang.

IH | Mo., 18. Mai 2026 - 07:37

Hier werden mögliche Befindlichkeiten der Kanzlerparteien als Argument gegen eine Minderheitenregierung vorgetragen. Wenn unser Spitzenpersonal im Sinne des Funktionierens des Staates denken und handeln würde spricht sehr viel für eine Minderheitenregierung. Denn kritische Themen werden streitbar im besten Sinne im Parlament, mit ehrlichen Ergebnissen. Was die aktuelle Regierung leistet ist eher das Ergebnis machtpolitischen Kalküls und ist nicht im Sinne dieses Staates. Befindlichkeiten haben in einer Regierung keinen Platz.

Thomas Veit | Mo., 18. Mai 2026 - 08:53

"Befindlichkeiten haben in einer Regierung keinen Platz." - Ja, wenn's denn so wäre... ... 🤣

Ich sage nur: "Der empfindliche Lars..." - wir leben in einer Wohlfühlgesellschaft, schon des längeren..., warum soll das nicht auch auf die Regierung zutreffen... ... ...? 😉

Herr B. | Mo., 18. Mai 2026 - 09:14

Warum ist eine Koalition aus AfD und Union „abwegig“?

„zum guten Ton politischer Zusammenarbeit“, sowas gibt es bei den Etablierten noch? Was sagen Sie dann zum „guten Ton“ den die SPD seit Beginn dieser schlechtesten Regierung nach WKII gegenüber der Union walten läßt? Der Schwanz wedelt mit dem Hund!

Die Union wäre „Abhängig“ von der AfD! Sowas aber auch! Von wem ist die Union denn aktuell abhängig? Von 3 linksextremen Parteien die inhaltlich NICHTS außer Machtgeilheit mit der Union gemein haben! Das ist um Welten schlimmer als eine angedichtete Abhängigkeit von der AfD die inhaltlich das vertritt, was die Union vor Merkel vertrat.

Das einzig richtige wäre eine Koalition aus Union & AfD, nicht nur weil es dem Wählerwillen entspricht, sondern auch weil Union & AfD inhaltlich weit näherstehen, als Union, Grüne, SPD & Linke!

Aber das paßt nicht ins Weltbild, also darf es nicht sein, „wir“ pervertieren lieber weiter die Demokratie und ruinieren das Land!

ich behaupte gar nicht, dass es nicht auch Schnittstellen zwischen AfD und CDU/CSU gibt.
Aber derzeit meines Erachtens sehr viel weniger als noch zur Anfangszeit der AfD.
Nein, ich glaube nicht, dass die Mehrheit in Deutschland eine Koalition aus AfD und CDU wünscht.
Nur mal gethest.
Es gibt doch sicher Umfragen dazu...

Herr B. | Mo., 18. Mai 2026 - 18:58

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Das liegt daran, daß die Union dank Merkel im Vergleich zu 2013 (Gründung der AfD) sehr viel weiter links steht. Die Union hat sich inhaltlich von der AfD entfernt, nicht andersrum. Die Märchen von der angeblichen Radikalisierung der AfD sind genau das, Märchen, verbreitet von linksextremen Hetzorganisationen wie „Correctiv“, dem ÖRR und anderen „Vorfeldorganisationen“ der Grünen!

Ich wiederhole an dieser Stelle, Sie richten über die AfD, obwohl Sie sich nie inhaltlich mit der AfD und oder ihren Protagonisten auseinandergesetzt haben, sie basieren Ihr Urteil auf Informationen, die Ihnen linksradikale Organisationen liefern! Das ist wie ein Richter, der den Angeklagten nicht befragt, sondern sein Urteil auf die Aussage des Klägers stützt! Finden Sie bitte den Fehler.

Es liegt evtl. daran, dass die anfänglichen und Gründungsmitglieder gar nicht mehr in der Partei sind und evtl. teils vor der AfD warnen?
Ich hatte mich wirklich schon mit der AfD abgefunden, bzw. den vielen Menschen, die sie wählen, in der Hoffnung darauf, dass diese Partei in ihrem derzeitigen Zustand sich entzaubert, je stärker sie politisch Stellung beziehen muss.
Dann kam das Potsdamer Treffen und auch wenn ich mich in der Bundesrepublik nicht gut auskenne in Bezug auf die AfD, so doch vielleicht etwas besser in Österreich mit der FPÖ.
Von der Berichterstattung des Standard.at her war mir der Name Martin Sellner geläufig.
Ich verweise auf den Wiki-Eintrag über ihn.
Dann bemerkte ich, dass der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt in Potsdam anwesend war.
Das darf er, aber ich darf ihn danach auch beurteilen.
Ein Theologe schrieb letztens über das Wahlprogramm der AfD in S-A..
Ich habe mich immer gewundert, warum sich der alte MP so über die AfD aufregte, jetzt nicht mehr...

Die CDU/CSU ist seit Merz m.E. deutlich konservativer geworden, als noch unter Merkel.
Die angeblichen "Märchen" über die AfD nehme ich auch deshalb mittlerweile sehr viel ernster.
Politisch stehe ich klar gegen die AfD, sehe mich darin aber nicht als "Linksextreme".
Ich stehe damit auch nicht alleine, in meiner Partei sowieso nicht.

Das Potsdamer Treffen ist ein von der linksextremen Hetzorganisation „Correctiv“ verbreitetes FAKE, es geht ausschließlich um Framing, die AfD soll in das „rechte“ Licht gerückt werden, dazu werden auch Dinge erfunden und Lügen verbreitet weil es eben objektiv nichts gegen die AfD gibt! Es gibt mittlerweile Gerichtsurteile, die das belegen, nachzulesen auch hier im Cicero. Trotzdem kommen Sie immer und immer wieder mit dem Potsdamer Treffen als Beleg für die Unwählbarkeit der AfD! Im übrigen waren auch CDU-Leute bei diesem Treffen, was sagen Sie denn dazu??

Ich wiederhole noch einmal, Sie richten über die AfD, obwohl Sie sich nie inhaltlich mit der AfD und oder ihren Protagonisten auseinandergesetzt haben, sie basieren Ihr Urteil auf Informationen, die Ihnen linksradikale Organisationen/Personen liefern! Sie sind ein Richter, der den Angeklagten nicht befragt, sondern sein Urteil auf die Aussage des Klägers stützt! Finden Sie bitte den Fehler.

"ist" weder "Fake" noch "Framing".
Herr Brodkorb könnte einmal einen ausführlichen Artikel über Herrn Sellner, bzw. "Identitäre" in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland schreiben.
Solange die AfD nicht verboten ist und dafür habe ich mich bislang nicht stark gemacht, solange kann sie gewählt werden.
Ich war nur bislang insgesamt abwartender, auch wegen manch kluger oder sagen wir besser bedenkenswerter Kommentare hier im Forum.

Sellner ist nicht Framing, Framing ist das negative Licht, in das er gestellt wird! Das Potsdamer Treffen ist real, es wurde aber nie das gesagt, was „Correctiv“ behauptet hat, DAS ist Framing! Sie ignorieren grundsätzlich, daß die Einstufungen auf die Sie sich beziehen, nur aus Quellen stammen, die allem Konservativ-Rechten diametral entgegenstehen, sie KÖNNEN nicht objektiv sein!

Ohne die LÜGEN/HALBWAHRHEITEN des ÖRR und der linken Hetzorganisationen wie „Correctiv“ würde die AfD längst mitregieren, sie wäre entzaubert oder eben auch nicht. Das wäre echte DEMOKRATIE Frau Sehrt-Irrek!

Vor echter (=ungesteuerter) Demokratie haben Ihre Linken Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser, denn sie kostet die Macht! Darum pervertiert man Demokratie, sie wird zu „unserer Demokratie“ man schließt das Spektrum rechts der Mitte von der Teilhabe aus! Die Linke hat keinen Alleinanspruch auf Demokratie, im Gegenteil, sie ist i.d.R. nicht/nur bedingt Demokratiefähig, das liegt an ihrer Intoleranz!